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Die Erfindung bezieht sich auf gasgefüllte elektrische Glühlampen mit schraubenlinienförmig gewundenem Glühfaden, z. B. aus Wolfram und insbesondere auf Projektionslampen dieser Art. Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass bei Lampen der bezeichneten Art die Verbindungsstelle zwischen dem Glühfaden und den Zuleitungsdrähten zu vielen Schwierigkeiten Veranlassung gibt, so dass ein grosser Prozentsatz dieser Lampen durch den Bruch des Glühfadens nahe der Verbindungsstelle zugrunde geht.
Dieser Bruch kann durch mechanische Ursachen, Zittern oder Erschütterungen entstehen ; besonders aber auch durch das Auftreten einer Entladung durch das Gas zwischen den Enden des Glühfadens oder den mit ihnen verbundenen auf hohe Temperatur gebrachten Teilen der Znleitungsdrähte.
Man hat schon vorgeschlagen, bei schraubenlinienförmig gewundenen Glühfäden die Enden in gestreckter Form anzuordnen, um die Verbindungsstelle von Glühfaden und Poldrähten kühl zu erhalten. Die Anordnung hat jedoch den Nachteil, dass die Widerstandsfähigkeit gegen Erschütterung u. dgl. durch diese Art der Befestigung leidet ; bei grösseren Lampen, in denen eine wirksame Unterstützung des Glühkörpers erforderlich ist, ist diese Befestigungsart überhaupt unbrauchbar.
Aus der deutschen Patentschrift Nr. 281768 ist es ferner bekannt geworden, die Verbindung eines spiralig gewundenen Glühfadens mit einem Poldraht mit Hilfe eines innerhalb des Glühfadenendes angebrachten Dornes herzustellen. Gemäss der Patentschrift besteht jedoch der Dorn aus weichem Metall, damit der Glühdraht bei der Einklemmung seines Endes in dem Poldrahtende in den Dorn eingepresst wird und ein sicherer Kontakt zwischen Glühfaden und Poldraht gewährleistet wird. Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist aber, dem Entstehen unerwünschter Entladungen vorzubeugen.
Nach der Erfindung werden die beschriebenen Schwierigkeiten dadurch behoben und unerwünschte Entladungen dadurch verhindert, dass jedes Ende des schraubenlinienförmig gewundenen Glühfadens um einen Dorn aus einem schwer schmelzbaren Metall oder einer schwer schmelzbaren Metallegierung mit hohem Schmelzpunkt gelegt wird und die Enden zusammen mit dem Dorn zweckmässig durch Schweissen an den Zuleitungsdrähten befestigt werden. und dass diejenigen Teile dieser Drähte, an denen die Glühfadenenden mit Dornen befestigt sind, sich in grösserer Entfernung voneinander befinden als es bei unmittelbarer Befestigung des Glühfadens an den Zuleitungsdrähten der Fall ist, so dass die Gefahr der Gasentladung noch mehr abnimmt. Besteht der Glühfaden aus Wolfram, so wird der Dorn zweckmässig aus Wolfram oder Molybdän bestehen.
Indem man dieses Verfahren anwendet, erzielt man sehr bedeutende Vorteile. Die mechanische Befestigung des Glühkörpers an dem Zuleitungsdraht wird verbessert, da letzterer nahe den Glühfadencnden von dem Dorn unterstützt wird. Die mit den Enden des Glühkörpers verbundenen Teile der Zuleitungsdrähte bleiben infolge der wesentlichen Querschnittsvergrösserung des Zylinders nahe den Zuleitungsdrähten verhältnismässig kalt.
Eine Verbindung des Glühkörpers und Zuleitungsdrahtes durch Verschweissen ergibt in diesem Falle besondere Vorteile. Im allgemeinen ist die Befestigung des Glühfadens durch Schweissen der Befestigung durch Festkneifen des Glühfadens zwischen den umgebogenen Enden der Zuleitungsdrähte vorzuziehen, zumal bei Fäden mit einigermassen erheblichem Durchmesser, wie es z. B. bei Projektions- lampen öfters der Fall ist.
Jedoch bildet sieh beim Schweissen eines Glühfadens aus Wolfram an einen Zuleitungsdraht aus Nickel eine Wolf'inn-Nickellegierlllaf, die in manchen Fällen einen wesentlich
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niedrigeren Schmelzpunkt hat als Wolfram ; hiedurch wird die Verbindungsstelle des Glühfadens und Zuleitungsdrahtes noch mehr geschwächt. Wendet man nun das Verfahren nach der Erfindung an, so wirkt'diese Schmelzpunktherabsetzung nicht störend, weil die Zuleitungsdrahtenden auf niedriger Temperatur bleiben. Bei dem Schweissen mit einem Dorn wird ausser einer guten Befestigung des Glühfadens an den Zuleitungsdrähten auch ein guter Kontakt zwichen dem Glühfaden und dem Dorn erzielt.
Bei Lampen, deren Glühkörper aus einer Anzahl beim Brennen der Lampen senkrechter oder nahezu senkrechter schraubenlinienförmiger Drähte besteht, kann man nach der Erfindung die schraubenförmig gewundenen Enden des Glühfadens um Dorne aus einem Metall oder Metallegierung von hohem Schmelzpunkte legen, beispielsweise aus Wolfram oder Molybdän, diese Enden mit den Dornen an den Zuleitungsdrähten befestigen und dabei die mit den Glühfadenenden verbundenen Teile der Zuleitungsdrähte an der oberen Seite des Glühkörpers anordnen.
Die Teile des schraubenlinienförmigen Glühkörpers können parallel sein oder V-förmig in einer ebenen Fläche oder in einer gebogenen Fläche liegen, oder aber hintereinander in mehreren Flächen angeordnet sein, wie es z. B. bei Projektionslampen üblich ist.
In diesem Falle kannman die um einen Dorn gelegten Enden des Glühfadens zweckmässig senkrecht oder nahezu senkrecht zu dem nicht um den Dorn gewickelten Teil des schraubenlinienförmigen Glühfadens anbringen.
Bei den bisher ublichen Projektionslampen der oben beschriebenen Art sind die Enden der Zuleitungsdrähte gerade an der Unterseite des Glühkörpers angeordnet, da ihre Temperatur sonst zu hoch wird. Diese Anordnung hat jedoch Nachteile, da die unmittelbar mit den Zuleitungen verbundenen schraubenlinienförmigen Drähte nicht frei durchhängen können, so dass aufeinanderfolgende Windungen sich berühren können, wodurch die Lampe zugrunde geht. Bei der Anordnung nach der Erfindung sind die Enden der Zuleitungsdrähte'von dem eigentlichen Glühkörper entfernt, wobei sie ausserdem fast ganz ausser dem von dem Glühkörper aufsteigenden heissen Gasstrom liegen, so dass sie trotz der Anordnung an der oberen Seite des Glühkörpers verhältnismässig kalt bleiben.
Die Zeichnungen stellen beispielsweise eine Ausführungsform einer Projektionslampe nach der Erfindung dar. Fig. 1 ist eine Stirnansicht einer Projektionslampe nach der Erfindung, bei der die mit den Glühfadenenden verbundenen Teile der Zuleitungsdrähte an der oberen Seite des Glühkörpers liegen.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Glühkörpers mit den Zuleitungsdrähten und der Aufhängevorrichtung des Glühkörpers. Fig. 3 ist eine Einzeldarstellung der Befestigung des Glühfadens an dem Zuleitungsdraht in vergrössertem Massstab.
Die in Fig. 1 dargestellte Lampe besteht aus einer Glasglocke 1, mit der ein Fuss 2 verschmolzen ist.
In den Kniff des Fusses sind zwei Stromzuführungsdrähte eingeschmolzen, die mit den Zuleitungsdrähten d
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dass die schraubenförmig gewundenen Enden 7 und¯8 auf Dorne z. B. aus Wolfram gelegt und zusammen mit ihnen an die Zuleitungsdrähte geschweisst worden sind. Die Befestigung kann auch auf andere Weise als durch Schweissen erfolgen.
Der Fuss 2 trägt auch den Glasstab 3, der in der in Fig. 2 dargestellten Weise gebogen ist. Der schraubenlinienförmige Glühkörper 6, der aus V-förmig in einer ebenen Fläche nebeneinander liegenden Teilen besteht, ist mittels zweier dazwischenliegender Spitzen des V-förmig gebogenen Drahtes an zwei Haken 9, z. B. aus Molybdän, aufgehängt. An der Unterseite wird eine Verschiebung des Glühkörpers in der Querrichtung durch Haken 10 verhütet, die gleichfalls aus Molybdän bestehen können. Die untersten Teile des Glühfadens können sich jedoch in diesen Haken frei auf und abbewegen. Die Glühkörperteile können somit frei durchhängen und wieder schwinden, ohne dass Gefahr vorhanden ist, dass zwei aufeinanderfolgende Windungen sich berühren.
Die um die Dorne gewickelten Enden 7 und 8 des Glühfadens sind nahezu senkrecht zu den nicht um die Dorne gelegten schraubenlinienförmigen Teile des Glühkörpers 6 angebracht. Diese Anordnung ergibt noch den Vorteil, dass die Zuleitungsdrähte weiter voneinander entfernt sind, als wenn sie unmittelbar mit den Enden des eigentlichen Glühkörpers verbunden wären.
Hiedurch nimmt die Gefahr, dass Entladungen durch das Gas zwischen den Zuleitungsdrähten auftreten, noch mehr ab.
In Fig. 3 ist 5 das Ende eines Zuleitungsdrahtes. Das schraubenlinienförmig gewundene Ende 8 des Glühfadens ist um einen Dorn 11 z. B. aus Wolfram gelegt, der zweckmässig den gleichen Durchmesser hat wie der Dorn, der zwecks Spiralisierung des Glühfadens verwendet wird. Das Ende 8 mit dem Dorne 11 sind durch Schweissen mit dem Zuleitungsdraht verbunden..
Beim Stromdurchgang wird der Glühfaden 6 auf Weissglut erhitzt, der Teil 8 bleibt jedoch ganz
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kalt bleibt.
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