DE719613C - Verfahren zur Verwertung thiosulfathaltiger Loesungen - Google Patents

Verfahren zur Verwertung thiosulfathaltiger Loesungen

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DE719613C
DE719613C DES141835D DES0141835D DE719613C DE 719613 C DE719613 C DE 719613C DE S141835 D DES141835 D DE S141835D DE S0141835 D DES0141835 D DE S0141835D DE 719613 C DE719613 C DE 719613C
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DE
Germany
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barium
sulfide
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thiosulphate
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Expired
Application number
DES141835D
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English (en)
Inventor
Dr Georg Alaschewski
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SILESIA VER CHEMISCHER FABRIKE
Original Assignee
SILESIA VER CHEMISCHER FABRIKE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/04Compounds of zinc
    • C09C1/06Lithopone

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Removal Of Specific Substances (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verwertung thiosulfathaltiger Lösungen In der Technik treten bei verschiedenen Umsetzungsprozessen Abwässer bzw. Ablaugen auf, die lösliches Thiosulfat, gegebenenfalls neben löslichem Sulfid, enthalten und deren Verarbeitung auf die festen Salze wegen der hiermit verbundenen Schwierigkeiten und Kosten nicht wirtschaftlich erscheint.
  • Es wurde nun gefunden, daß man derartige Lösungen in einfacher und sehr wirtschaftlicher Weise folgendermaßen zu wertvollen Erzeugnissen aufarbeiten kann: Die thiosulfathaltige Lösung wird zunächst mit Bariumsulfid versetzt, wodurch schwer lösliches Bariumthiosulfat ausgefällt wird. Dieser Niederschlä.g wird z. B. durch Abfiltrieren oder Dekantieren aus der Lösung entfernt. Die nunmehr vorliegende alkalisulfidhaltige Lösung, die gegebenenfalls außerdem überschüssiges Bariumsulfid enthalten kann, wird in an sich bekannter Weise durch Zusatz von sorgfältig gereinigter Zinksalzlösung, vorzugsweise Zinksulfatlösung, ausgefällt, wobei je nach Zusammensetzung der Ausgangslösung entweder eine Fällung von Zinksulfid oder von Litlhopone (Zinksulfid und Bariumsulfat) entsteht.
  • Beabsichtigt man die Herstellung von Zinksulfid, so bemißt man den Zusatz des Bariumsulfids zur Ausgangslösung so, daß er gerade zur Ausfällung des Bariumthiosulfats ausreicht und infolgedessen eine Älkalisulfidlösung als Filtrat zurückbleibt. Beabsichtigt man dagegen die -Herstellung von Lithopone, so verwendet man einen entsprechenden überschuß des Zusatzes von Bariumsulfid, der so bemessen ist, daß die jeweils gewünschte Zusammensetzung der bei Zugabe von Zinksulfatlösung ausfallenden Lithopone erhalten wird. ' Wenn die als Ausgangsmaterial verwendeten Thiosulfatlaugen außerdem noch lösliche Sulfide enthalten, so wird hierauf bei der Bemessung des Zusatzes 'von Zinksalzlösung entsprechend Rücksicht genommen. Ausführungsbeispiel Eine Lösung, die 3 Mol Natriumthiosulfat enthält, wird mit einer Lösung von ¢ Mol Bariumsulfid .gefällt. Das ausgeschiedene Bariumthiosulfat wird in üblicher Weise erbfiltriert. Es hinterbleibt eine Lösung, die aus 3 Mol Natriumsulfid und i Mol Bariumsulfid besteht. Diese Lösung wird alsdann mit einer sorgfältig gereinigten Zinksulfatlösung vollständig ausgefällt. Es entsteht ein Niederschlag der Zusammensetzung ¢ Zn S auf i Ba S 04. Dieser wird nach dem Trocknen in bekannter Weise durch Glühen, Abschrecken, Naßmahlen, Trocknen und Trockenmahlen auf fertige Lithopone- verarbeitet. Theoretisch sollte dieser Niederschlag fast 6a0,% Zinksulfid enthalten, nach seiner Verarbeitung auf fertige hochprozentige Lithopone erhält er praktisch 6o% Zinksulfid und entspricht genau der Lithoponemarke Silbersiegel,.
  • Das anfänglich abgeschiedene Bariumthiosulfat kann durch Behandeln mit Salzsäure oder Salpetersäure auf starke Lösungen von Bariumchlorid oder Bariumnitrat verarbeitet werden. Dabei fällt als Nebenprodukt Schwefel und schweflige Säure ab, die ihrerseits beliebig weiterverwendet werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verwertung thiosulfathaltiger Lösungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösungen mit Bariumsulfid versetzt und nach Abtrennen des hierbei gebildeten Bariumthiosulfats in an sich bekannter Weise durch Ausfällen mit Zinksalzlösung auf Lithopone oder Zinksulfid weiterverarbeitet werden.
DES141835D 1940-08-02 1940-08-02 Verfahren zur Verwertung thiosulfathaltiger Loesungen Expired DE719613C (de)

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