DE428137C - Verfahren zur Gewinnung von Natronsalpeter - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Natronsalpeter

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DE428137C
DE428137C DEB119966D DEB0119966D DE428137C DE 428137 C DE428137 C DE 428137C DE B119966 D DEB119966 D DE B119966D DE B0119966 D DEB0119966 D DE B0119966D DE 428137 C DE428137 C DE 428137C
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DE
Germany
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sodium nitrate
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sodium
calcium
nitrate
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Expired
Application number
DEB119966D
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English (en)
Inventor
Dr Karl Eyer
Dr Robert Griessbach
Dr Kurt Roehre
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JG Farbenindustrie AG
Original Assignee
JG Farbenindustrie AG
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D9/00Nitrates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D9/08Preparation by double decomposition
    • C01D9/12Preparation by double decomposition with nitrates or magnesium, calcium, strontium, or barium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Natronsalpeter. Zur Gewinnung von synthetischem Natronsalpeter ist man bisher ausschließlich entweder unmittelbar oder mittelbar vom Kochsalz ausgegangen, das entweder als solches oder auf dem Umwege über das Natriumbikarbonat bz«-. -karbonat oder Natriumsulfat verwendet wurde. Das in dem Kochsalz ursprünglich an das Natrium gebundene Chlor muß zu diesem Zwecke stets an ein geeignetes anderes Element oder Radikal gebunden «-erden. Von den zwangläufig gewonnenen Nebenprodukten sind Salzsäure und Chlorammonium immerhin in beschränkten Mengen abzusetzen, während Chlorcalciuin bzw. -magnesium namentlich in der üblichen Form der Ablaugen sehr lästige und schwer unterzubringende Abfallprodukte darstellen. Die synthetische Gewinnung von Natronsalpeter aus Kochsalz war daher bisher nur in dein Umfange möglich, als es gelang, die genannten Chlorverbindungen unterzubringen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man zur Gewinnung von synthetischem Natronsalpeter mit Vorteil den natürlich und in genügend großen Mengen vorkommenden Glauberit verwenden kann. Die Verwendung dieses Doppelsulfates vori Natrium und Calcium als Ausgangsmaterial bietet den Vorteil, daß als Nebenprodukt Gips entsteht, der unter Umständen in wertvolles Ammonsulfat übergeführt «erden kann.
  • Als eine sehr zweckmäßige Art der Verarbeitung erwies sich die Umsetzung des GIauberits mit Kalksalpeter in wäßriger Lösung. Der fein gemahlene Glauberit wird unter guter Rührung in annähernd äquivalenter -Menge in die Kalksalpeterlösung eingetragen, deren Temperatur sowohl bei der Umsetzung selbst wie auch bei der Abtrennung der.Umsatzlauge von dem gebildeten Calciumsulfat zur Vermeidung der Bildung von Darap#kit (N a=S0, - N aV 03 - H= 0) zweckmäßig aufüber 75°gehaltenwird. Die Umsetzung erfolgt unter diesen Umständen praktisch vollständig, und zwar gemäß Gleichung Ca(\03)2+Na.Ca(S0,,)2- > 2NaN03+2CaS0,. Zur Trennung des ausgefällten Calciumsulfates vondergewonnenenNatronsalpeterlösung eignen sich insbesondere schnellaufende Zentrifugen.
  • Man kann die Umsetzung auch bei gewöhnlicher Temperatur durchführen ; es ist in diesem Falle jedoch erforderlich, einen größeren Kalksalpeterüberschuß anzuwenden und mit etwas verdünnteren Lösungen zu arbeiten.
  • Verunreinigung des Glauberits mit etwas Kochsalz stört die Umsetzung nicht. Das in Lösung gegangene Kochsalz kann von dem gewonnenen N atronsalpeter leicht getrennt werden, indem man es z. B. durch Eindampfen in der Hitze abscheidet, worauf aus der davon abgetrennten Mutterlauge das Natriunmitrat in reiner Form durch Abkühlung gewonnen werden kann.
  • Das anfallrnde Calciuinstilfat wird zweckmäßig in bekannter Weise mit Ammoniak und Kohlensäure umgesetzt und so auf Ammonsulfat verarbeitet, während der dabei anfallende kohlensaure Kalk zum Teil zur Herstellung neuer Mengen Kalksalpeterlösung nutzbar gemacht werden kann.
  • Ähnlich wie in neutraler Lösung kann die Umsetzung auch in salpetersaurer Lösung oder mittels reiner Salpetersäure durchgeführt werden. Beispiel. 1,35 cbm Kalksalpeterlösung (d = i,3o) werden mit der gleichen Menge Waschwasser von einem früheren Arbeitsgange verdünnt und auf 8o' erwärmt. Unter ständigem Umrühren werden in die Lösung im Verlaufe von z bis 2 Stunden etwa iooo kg fein gemahlener Glauberit eingetragen. Sodann wird noch r Stunde bei 8o' gerührt und anschließend in einer schnellaufenden Zentrifuge das gebildete Calciumsulfat abgeschleüdert und das Filtrat eingedampft. Der Schleuderrückstand wird mehrmals gewaschen. Die Waschwasser werden zweckmäßig jeweils getrennt aufgefangen, um sie bei den folgenden Waschungen gestaffelt aufrücken zu lassen und schließlich als Verdünnungswasser für einen neuen Ansatz zu verwenden.

Claims (1)

  1. PATE- IXT-Ax si'RUcIi: Verfahren zur Gewinnung von Natronsalpeter, dadurch gekennzeichnet, daß Glauberit in wäßriger Lösung mit Salpetersäure oder Nitraten, insbesondere Kalksalpeter, zweckmäßig bei Temperaturen über 75' umgesetzt wird.
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