DE71942C - Verfahren und Einrichtung zum Entsäuern der Kochlauge bei der Zellstofffabrikation nach Beendigung des Kochprozesses - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Entsäuern der Kochlauge bei der Zellstofffabrikation nach Beendigung des Kochprozesses

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DE71942C
DE71942C DE189371942D DE71942DA DE71942C DE 71942 C DE71942 C DE 71942C DE 189371942 D DE189371942 D DE 189371942D DE 71942D A DE71942D A DE 71942DA DE 71942 C DE71942 C DE 71942C
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Firma FRIEDRICH DÜRR & CO. in Breslau
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G39/00Rollers, e.g. drive rollers, or arrangements thereof incorporated in roller-ways or other types of mechanical conveyors 
    • B65G39/10Arrangements of rollers
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C11/00Regeneration of pulp liquors or effluent waste waters
    • D21C11/06Treatment of pulp gases; Recovery of the heat content of the gases; Treatment of gases arising from various sources in pulp and paper mills; Regeneration of gaseous SO2, e.g. arising from liquors containing sulfur compounds

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 55: Papierfabrikation.
Firma FRIEDRICH DÜRR & CO. in BRESLAU.
Beendigung des Kochprozesses.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. April 1893 ab.
Bei vorliegender Erfindung besteht der charakteristische Unterschied des Verfahrens im Vergleich zu den bis jetzt angewendeten Entsä'uerungsmethoden darin, dafs die Entsäuerung auf mechanischem Wege erzielt wird.
Bei der' niederen Verdampfungstemperatur der . schwefligen Säure, welche in den Kocherlaugen theils gebunden, theils im Zustande freier Säure vorhanden ist, scheidet dieselbe bei einem bestimmten Vacuumgrad aus dem kochenden Wasser aus, was auf folgende Weise erzielt wird.
Nachdem der Kochprozefs des Holzes vorüber und die Kochertrommel A zum Stillstand gelangt ist, herrscht in derselben noch eine gewisse Spannung der Wasser- oder.Säuredämpfe. Diese Spannung entweicht zunächst aus dem Kocher, indem man eine Reihe concentrisch angeordneter Ventile V1 V2 V3 , die in einem Sieb sitzen, successive öffnet, und zwar in der Weise, dafs die Spindel zuerst Ventil V1, dann Ventil V2 und zuletzt Ventil V3 öffnet, welche sich beim Zurückdrehen der Spindel durch den Druck der Feder/ in umgekehrter Reihenfolge wieder schliefsen.
Das Sieb hat den Zweck, das eventuelle Mitreifsen von Holztheilchen zu verhindern. Die Anordnung dreier concentrischer Ventile ermöglicht für das Entweichen des zuerst vorhandenen Druckes geringe Austrittsquerschnitte, welche aus dem Grunde nöthig sind, weil die ausströmenden Dämpfe gern bei unrichtiger oder nachlässiger Behandlung der Ausströmungsventile so viel Holzstoff an das Sieb mitreifsen, dafs sich dasselbe verstopft und nichts mehr entweichen läfst.
Da jedoch von dem Zeitpunkt an, zu welchem die Vacuumpumpe P in Thätigkeit tritt, grofse Querschnitte nöthig sind, so sind diese durch Oeffnen der weiteren beiden Ventile leicht zu schaffen. Die anfangs gespannten Wasser- und Säuredämpfe entweichen durch das coricentrische Ventil und den Dreiweghahn H nach der Leitung L und gehen von hier in eine Kühlschlange s s, wo die Dämpfe nach dem bekannten Gegenstromprincip durch kaltes Wasser niedergeschlagen und condensirt aufgefangen werden. Hört der Druck im Kocher auf, so wird der Dreiweghähn umgestellt , und es tritt die Pumpe P in Thätigkeit. Durch das Rohr MM steht die Pumpe mit dem Kocher in Verbindung und. treten die angesaugten Säuredämpfe durch entsprechend angeordnete Ansaugventile in den Cylinderraum, von hier durch ein Austrittsventil nach dem Rohre N N, welches durch Flantsch B mit Rohrleitung L verbunden ist, und von hier nach der Kühlschlange.
Der principielle Unterschied dieser Art Entsäuerung gegenüber dem Entsäuern durch Verdampfung in besonders geheizten Gefäfsen beruht hauptsächlich darin, dafs keine Belästigung durch schädliche Dämpfe eintritt, und dafs nicht die gesammte Kocherlauge verdampft wird, sondern nur so viel Vacuum gegeben wird, als zur Aufnahme der freien Säuren nöthig ist, und dafs ein bedeutend geringerer Kraft- bezw. Wärmebedarf erforderlich ist, als wenn das
Wasser mit zu verdampfen wäre. Begünstigt wird die Entsäuerung durch den Umstand, dafs das Wasser bei hohen Temperaturen weniger schweflige Säure aufnimmt als bei niederen Wärmegraden, somit nach Beendigung des Kochprozesses die freie Säure' leichter entfernt werden kann als später.

Claims (1)

  1. Pa te nt-Ansprüche:
    ι. Ein Verfahren, bei der Zellstofffabrikation die erhitzte und unter Spannung befindliche Kochlauge dadurch zu entsäuern, dafs man, nachdem man den am Ende des Kochprozesses vorhandenen Ueberdruck durch Ventile hat entweichen lassen, die im Kocher befindliche, auf normalen Druck gesunkene Lauge unter Vacuum setzt, wobei diese die freie Säure abgiebt.
    Zur Ausführung obigen Verfahrens die Anordnung dreier concentrischer Ventile, von denen zunächst das innere so lange geöffnet wird, bis die Hauptspannung entwichen ist, worauf die beiden übrigen ebenfalls geöffnet werden, in Verbindung mit einem Dreiweghahn und einer Vacuumpumpe, wobei . durch ersteren sowohl die gespannten als nach erfolgter Drehung die verdünnten Gase entweder direct oder durch die Vacuumpumpe nach dem Condensator entweichen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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DE9106125U1 (de) * 1991-04-10 1991-08-29 Aquadosil Wasseraufbereitung GmbH, 4300 Essen Anlage zum Entgasen von Wasser, insbesondere kohlendioxidhaltigem Trinkwasser

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