DE689089C - Verfahren zur Trennung geloester fluechtiger Stoffe von ihren Loesungsmitteln - Google Patents

Verfahren zur Trennung geloester fluechtiger Stoffe von ihren Loesungsmitteln

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DE689089C
DE689089C DE1937H0153219 DEH0153219D DE689089C DE 689089 C DE689089 C DE 689089C DE 1937H0153219 DE1937H0153219 DE 1937H0153219 DE H0153219 D DEH0153219 D DE H0153219D DE 689089 C DE689089 C DE 689089C
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DE
Germany
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liquid
expulsion
solvents
line
volatile substances
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Expired
Application number
DE1937H0153219
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Inventor
Friedrich Koch
Hugo Specht
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HOLZHYDROLYSE AG
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HOLZHYDROLYSE AG
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/14Evaporating with heated gases or vapours or liquids in contact with the liquid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)

Description

  • Verfahren zur Trennung gelöster flüchtiger Stoffe von ihren Lösungsmitteln Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Trennung gelöster flüchtiger Stoffe von ihren Lösungsmitteln mit Hilfe einer Hilfsflüssigkeit und bezweckt die Erzielung einer quantitativen Trennung bei großen Durchsatzmengen unter wirtschàftlichster Ausnutzung der Wärme. Dies wird erfindiungsgemäß dadurch erreicht, daß eine erste Austreibung des flüchtigen Stoffes durch Vermischen der heißen Hilfsflüssigkeit mit der den flüchtigen Stoff enthaltenen Flüssigkeit vorzugsweise ohne Zuführung von Wärme herbeigeführt wird, die zweite Austreibung unter Zuführung von Wärme räumlich oberhalb der Lösungsmittelverdampfung und diese oberhalb der ersten Austreibung vorgenommen wird, so daß die Förderung der umlaufenden Flüssigkeit bei ihrer niedrigsten Temperatur vor sich geht.
  • Man erreicht noch den zusätzlichen Vorteil, die Förderpumpe dem Angriff hocherhitzter Flüssigkeiten zu entziehen und- an tiefster Stelle des Kreislaufes anzuordnen, so daß auch Gasabscheidungen, die bekanntlich den Wirkungsgrad erheblich verringern und sogar die Anlage gefährden, innerhalb der Fördereinrichtung vermieden werden. Es wird ferner der Vorteil einer geringeren Platzbeanspruchung der anlage erreicht.
  • Es ist bereits bekannt, zwecks Abtrennung der gelösten Salzsäure bzw. des Wassers aus Chlorcalciumlauge letztere von oben nach unten durch eine an der Basis geheizte Kolonne zu führen,.auf deren Boden durch die nämliche Heizquelle die Entwässerung erfolgen soll, wobei die konzentrierte Lauge im Kreislauf ständig umgepumpt wird. Dieses Verfahren hat sich jedoch nicht bewährt, weil die Bodenbeheizung für eine vollkommene Entgasung nicht ausreicht, weil ferner die Umlaufpumpe einem raschen Verschleiß unterliegt, und weil schließlich keine quantitative Trennung möglich ist, da das Wasser nicht in einer besonderen, vielmehr in der gleichen Stufe wie der Chlorwasserstoff ausgedämpft wird. Zur Beseitigung dieser Nachteile hat man daher vorgeschlagen, die Ausdampfung des Wassers in einer anderen Stufe als die Austreibung des Chlorwasserstoffs vorzunehmen und den Kreislauf der Chlorcatciumlauge nicht durch eine Pumpe, sondern durch den Unterschied der spezifischen Gewichte zu bewirken.
  • Verschiedene Gründe können nun aber den durch diesen Druckunterschied bedingten Kreislauf stören. Es kann an sich der Druckunterschied sehr klein sein, weil bei einer betreffenden auszudampfenden Flüssigkeit nur ein geringer Unterschied der spezifischen Gewichte vorhanden ist. Es kann aber auch die am Umfang zur Verfügung stehende Heizfläche nicht mehr genügen, so daß man gezwungen ist, Heizkörper einzubauen, wodurch die durch den Druckunterschied entstehende Bewegung der Flüssigkeit ebenfalls gestört wird; oder es kann auch die auszugasende Flüssigkeit die Eigenschaft haben, daß beim Erhitzen starke Wirbelbildungen auftreten, die ebenfalls den natürlichen Kreislauf stören.
  • Außerdem kann es in manchen Fällen hinderlich sein, in der Gestaltung der Apparatur an die U-förmige kommunizierende Bauweise gebunden zu sein, da zudem noch die Druckverluste innerhalb der Apparatur möglichst klein gehalten werden müssen, weil sonst der natürliche Kreislauf der Flüssigkeit ebenfalls gestört wird.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung vermeidet die genannten Nachteile, ist nicht an eine U-förmige Gestaltung der Vorrichtung gebunden und gestattet die Verwendung sehr großer Flüssigkeitsmengen unter wirtschaftlichster Ausnutzung der Wärme.
  • In der Zeichnung ist eine beispielsweise zur Behandlung wässeriger Salzsäure nach dem Verfahren gemäß der Erfindung geeignete Vorrichtung schematisch {dargestellt. Die Austreibung des Chlorwasserstoffs in erster Stufe erfolgt im Behälter a und in der zweiten Stufe in den Rohrschlangen b, während die Regenerierung des Absorbens (z. B. Ghlorcalciumlauge) in der Rohrschlange c stattfindet. Diese drei Räume a, b und c sind durch Leitung d, Pumpe e, Steigleitung!, Ausgleichsbehälters, Leitung und Leitungi in einem Flüssigkeitskreislauf in Richtung der Pfeile hintereinandergeschaltet. In den Austreibbehälter a ist ferner die Salzsäurezuleitung k hineingeführt. Vom Behälter a und dem höch sten Punkt der Rohrschlangen b führen Verbindungsleitungen l bzw. m zur Gasleitung n.
  • Der höchste Punkt der Regenerierschlangen c ist durch Verbindungsleitung o mit der Brüdenleitung verbunden. In die flüssigkeitsführenden Leitungen sind ferner an geeigneten Stellen nicht näher bezeichnete Regelorgane eingeschaltet, ferner in die Verbindungsleitung h ein den Gasdurchtritt hindernder Flüssigkeitsverschluß. Die in den Behältera hin einragenden Enden der Leitungen i bzw. k sind ebenfalls mit Tauchverschlüssen ver sehen, die einen Gaseintritt in diese Leitungen verhindern.
  • Es können natürlich mit dem nämlichen Behälter a mehrere in den Flüssigkeitskreislauf und an die Gas- bzw. Brüdenleitung parallel geschaltete Vergasungs- bzw. Verdampfungsschlangen nebst Zubehör zusammenwirken.
  • Die zu behandelnde Salzsäure tritt durch Rohr k mit etwa 20 bis 400 C in den Behälter a ein und vermischt sich hier mit dem aus Leitung i kommenden, etwa I40 bis I 50° C heißen Absorbens (z. B. Chlorcalciumlauge) in einem solchen Verhältnis, daß sich eine Mischtemperatur von etwa 100 bis IIoO C ergibt. Der hierbei ausgetriebene Chlorwasserstoff strömt durch Leitungl zur Gassammelleitungen, von wo er (nicht gezeichneten) Kondensationseinrichtungen zugeführt wird. Die teilweise von Chlorwasserstoff befreite, etwa I00° heiße Flüssigkeit verläßt den Behälter ( durch Leitung d und wird durch Pumpe e und Steigleitung f in die Ausgleichsbehälter g gefördert. Diese Teile können mit Rücksicht auf die verringerte Temperatur und Konzentration der Flüssigkeit an Chlorwasserstoff aus vergleichsweise billigem Werkstoff, z. B. ebonisiertem Eisen, bestehen. Aus dem Ausgleichsbehälter g strömt die Flüssigkeit unter der Wirkung der Schwere in die auf I25 bis I300 C erhitzte Rohrschlange b, welche einen hinreichend großen Durchmesser aufweist, daß die Austreibung des restlichen Chlorwasserstoffgases ohne Schwierigkeit stattfinden kann. Dieses Gas strömt im Gegenstrom zur Flüssigkeit bis zum höchsten Punkt der Rohrschlange b und wird hier durch Verbindungsleitung ni, welche zur Verbinderung eines Flüssigkeitsdurchtritts nach oben gekröpft ist, in die Sammelgasleitung 12 geführt. Die vom Gas befreite Flüssigkeit strömt durch den Flüssigkeitsverschluß 11 in die unterhalb der Rohrschlange b befindliche, auf etwa I40 bis I500 erhitzte Rohrschlange c, wo nun das Lösungsmittel (z. B. Wasser) aus dem Absorbens ausgetrieben und in Dampfform über die ebenfalls hochgekröpfte Verbindungsleitung o der Brüdenleitung zugeführt wird. Am unteren Ende der Rohrschlange c tritt das regenerierte, d. h. von Chlorwasserstoff und Wasser befreite Absorbens mit einer Temperatur von I40 bis I500 aus und strömt im Kreislauf wieder in den Behälter a zurück. Die Rohrschlangen b und c nebst Verbindungsleitungen bestehen natürlich aus einem bei den herrschenden hohen Temperaturen widerstandsfähigen Werkstoff, z. B. aus Quarz.
  • Außer den oben besonders genannten Stoffen, wie Chlorcalciumlauge, Wasser und Salzsäure, kommen natürlich auch andere Stoffe in Betracht; beispielsweise kann Ammoniak aus seinen wässerigen Lösungen mit Hilfe von Chlorcalcium oder einem anderen wasserentziehenden Mittel nach dem Verfahren gemäß der Erfindung abgetrennt werden. An Stelle von Wasser kann auch ein anderes Lösungsmittel dienen; so kann z. B. Äther aus seinen alkoholischen Lösungen abgetrennt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Trennung gelöster flüchtiger Stoffe von ihren Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß die Austreibung des flüchtigen Stoffes durch Vermischen der heißen Hilfsflüssigkeit mit der den flüchtigen Stoff enthaltenden Flüssigkeit vorzugsweise ohne Zuführung von Wärme herbeigeführt wird, die zweite Austreibung unter Zuführung von Wärme räumlich oberhalb der Lösungsmittelverdampfung und diese oberhalb der ersten Austreibung vorgenommen wird, so daß die Förderung bei der niedrigsten Temperatur der umlaufenden Flüssigkeit vor sich geht.
DE1937H0153219 1937-10-08 1937-10-08 Verfahren zur Trennung geloester fluechtiger Stoffe von ihren Loesungsmitteln Expired DE689089C (de)

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