DE717103C - Aus getraenktem Faserstoff bestehender elektrischer Isolierstoff - Google Patents

Aus getraenktem Faserstoff bestehender elektrischer Isolierstoff

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DE717103C
DE717103C DEI59456D DEI0059456D DE717103C DE 717103 C DE717103 C DE 717103C DE I59456 D DEI59456 D DE I59456D DE I0059456 D DEI0059456 D DE I0059456D DE 717103 C DE717103 C DE 717103C
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Germany
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insulating material
oxidized
abietic acid
electrical insulating
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DEI59456D
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English (en)
Inventor
Raymond Price Lutz
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International Standard Electric Corp
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International Standard Electric Corp
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
    • H01B3/48Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances fibrous materials
    • H01B3/50Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances fibrous materials fabric

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Aus getränktem Faserstoff bestehender elektrischer Isolierstoff Die Eifindung bezieht sich auf einen Isolierstoff, der nicht hygroskopisch ist und gute Isolationseigenschaften besitzt. Er besteht ,aus einem Faserstoff, welcher mit einer Mischung von oxydierter Abietinsäure und :einem Celluloseester getränkt ist. Insbesondere ist der Isolierstoff für Spulen geeignet.
  • Es ist schon bekannt, oxydiertes Kolophonium .als elektrischen Isolierstoff zu verwenden. Ferner ist es bekannt, daß sich Nitrocellulose gut üz .oxydiertem Kolophonium löst. Es war aber neu, daßeine Mischung von oxydierter Abietinsäure und einem Cellulosaester in besonderem Maße als elektrischer Isolierstoff geeignet ist, weil der Gelluloseester die Brüchigkeit der oxydierten Abietinsäure beseitigt und die Abietinsäure bei der Tränkung das Eindringen des Celluloseesters in den Faserstoff ermöglicht.
  • In der Abb. t ist eine Spule in perspektivischer Ansicht und teilweise im Schnitt dargestellt. Der Spulenträger y hat eine rechteckige Form und besteht aus .einem Faserstoff oder einem Phenolkondens:atonsprodukt oder .aus Celluloseacetat :oder einem Phenolkondensationisproidukt, das mit Celluloseaeetat überzogen ist. Die Windungen des Drahtes sind .auf den Spulenträger in Lagen aufgebracht. Jede Lage ist von der anderen durch einen Streifen aus Papier, Stoff o. dgl. getrennt. Die äußere Lage der Wicklung ist mit einem ähnlichen Streifen umwickelt. Der Draht kann blank sein, wenn er in geeignetem Abstand bewickelt wird. Vorzugsweise wird jedoch emaillierter Draht oder c-in Di J-it-iiiit Fasersto$isolierung verwendet.
  • Zach dem Wickeln der Spule wird sie in eine Mischung von oxydierter AbietinsäurL und einem Cellttloseester getaucht. Oxydici°--Abietinsäuri ist auf dein Markt in Form ehxrr harten, dunkel gcfärbteii, harzigen Masse Vinsol genannt',, erhältlich, welche in der Hauptsache aus oxydierter Abietinsäurc besteht, neben welcher auch andere Harzsäuren zusaTlmen mit kleinen :IVIengen von Polyplienolen, nicht oxydierter Abietinsäure und anderen Stoffen vorhanden sein können.
  • Wenn man eine Lösung von Celltilo:seacettit und oxydierter Abietinsätire herstellen will. löst man i oo Teile der oxydierten Abietiiisätire in ungefähr ; 5 Teilen Aceton und i 0o Teile Celltilosseacetat in 4.oo Teilen Acetoai. Dann werden die beiden Lösungen miteinander vermischt. Man kann auch oxydierte Abietinsäure direkt zu einer Lösung von Celluloseacetat in Aceton hinzufügen. Vorzugsweise ist die ;Menge des Gelluloseacetats gleich der Menge der oxydierten @bietnsäure zti wählen, obwohl diese Stoffe in allen Veihältnissen löslich sind. Es scheint, daß, wenn nian weniger als 30," oxydierter Abietinsäureverwendet , die Eigenschaft, das Celluloseacetat in die Fasern des Faserstoffs hineitizutr:agen, sehr klein wird, und dar),. wenn inan mehr als 95a.@o der oxydierten Abietinsiitiru benutzt, das Produkt brüchiger wird und abzuilä ttern beginnt.
  • Oxydierte Abietinsiiure allein ist ziemlich brüchig und zerfällt beim Trocknen zu Pulver. Wenn man jedoch eine Lösung hiervon in einem Celluloseester herstellt, bekommt man einen plastischeren Stoff=. Diese Mischung kann unter Anwendung von Wärme und Druck auch zu Platten oder Blättern verarbeitet oder auch in verschiedene andere Formen gebracht werden. Um einen leicht zu formenden Stoff herzustellen, werden die Substanzen, wie vorhin beschrieben, aufgelöst. Danach wird das Lösungsmittel verdampft und der -Rückstand pulverisiert. Bei der Herstellung kann eine relativ viscose Lösung benutzt «-erden, uin die Menge des für die Tränkma,sse erforderlichen Acetons herabzusetzen. Es ist auch zweckmäßig, diese Lösung dadurch zu Platteen zu verarbeiten, daß man das Lösungsmittel von einer Lösung verdampft, welche in geeigneten Formen enthalten ist. Für andere Anwendungszwecke können der Gelluloseester und die oxydierte Abietinsäure in Pulverform ,gemischt und in einer Form untergebracht werden. Die Masse wird dann Hitze -und Druck ausgesetzt, um sie zu verfestigen.
  • Charakteristisch für die oxydierte _lbi@etinsiiurr@ ist die C nlöslichkeit in Petroleum. lialilem;-asserstoi@@n und Terpentinen. Die nach cluiii- eben beschriebünen Verlahren livrgestellte-n Spuren können daher mit Schmierölen oder Transformatorölen in i3ertihrting 1:,-,mmen, ohne daß die Wirksamkc-it tlcs 1-@@@lierstoffs bceii-tträchtigt wird.
  • ,'In der Abb. 2 ist eine Spule dargestc-llt. deren Spulenträger 6 aus Celluloseacetat oder einem faserförmigen Phenolkondensatlonsprodulkt, welches mit Celluloseacetat überzogen ist, besteht. Die Spule ist in Lagen gewickelt, und die Lagen sind voneinander durch Streifen von Faserstoff getrennt. Nach der Wicklung der Spule wird sie mit einer lZsun,g einer Mischung von oxydierter Abietinsäure und einem Celluloseester. insbesondere Celitiloseacetat, getränkt. Danach werden die Flanschen; aus Celluloseacetat oder einem mit Celluloseacet.at überzogenen Phetiolkondensationsprodukt an den Spulenträger vermittels einer Lösung von Celluloseacetat in Aceton a-n eklebt. Die Flanschen werden dabei so lange gegen dien Spulenträger gedrückt. bis das Lösungsmittel verdunstet isst. Wenn man einen hermetischen Abschluß der Spule erzielen will, kann eine äußere Hülle R auf die. Spule .aufgebracht werdet.. Diese Hüllt wird durch Tränktnig eines faserigen Streifens p mit einer Lösung von oxydierter Abietinsäurc und CeIluloseacetat hergestellt. Auf beide Seiten des getränkten Streifens 9 werden dann Streifen i i :aus Celluloseacetat aufgcbracht. Dadurch, daß man die zusainmengesetzten Streifen Wärme und Druck unterwirft, wird das Celltiloseacetat plastisch, so daß die Streifen zti einer Einheit verklebt werden. Durch dieses `'erfahren wird die vollständige. Tränkung des Faserstoffs gesichert, so daß beim Schneiden des Streifens keine rohe und unimprägnierte Faser zum Vorschein kommt. Um die in der Abb.2 dargestellte Spule zu umhüllen, wird ein Stück dieses zusammengesetzten Streifens abgeschnitten und derart auf die Spule gewickelt. daß die einzelnen Windungen sich Überlappen und die Enden des Streifens beben die Flanschen 7 stoßen. Auf die sieh überlappenden Teile des Streifens und auf die an die Flanschen stoßenden Enden wird dann eine Lösung von Cellulo seacetat in Aceton ge- bracht.

Claims (5)

  1. P_1-i"EX7ANSPi:CCHi: i. Aus getränktem Faserstoff bestehender elektrischer Isolierstoff, dadurch gekennzeichnet, d.aß er mit einer Mischung von oxydierter Abietinsäure und einem Celinloseester getränkt ist.
  2. 2. Elektrischer Isolierstoff nach Anspruch i. dadurch ;gekennzeichnet, daß der Celluloseester Celluliseaeetat ist.
  3. 3. Elektrischer Isolierstoff nach Anspruch i oder z, dadurch gekennzeichnet, daß der getränkte Faserstoff Streifienform hat und auf einer oder beiden Seiten mit einer Schicht eines Celluloseesters fest v; rbunden ist.
  4. 4. Elektrischer Isolierstoff nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserstoff mit einer Lösung von i oo Teilen oxydierter Abietinsäure in y 5 Teilen Aceton, zu welcher eine Lösung von ioo Teilen Celluloseacetat in 40o Teilen Aceton hinzugefügt ist, getränkt ist.
  5. 5. Elektrische Isolierpreßmasse, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer Mischung von oxydierter Abietinsäure und einem Celluloseester, insbesondere Gelluloseaeetat, besteht.
DEI59456D 1936-10-31 1937-10-29 Aus getraenktem Faserstoff bestehender elektrischer Isolierstoff Expired DE717103C (de)

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