DE746121C - Verfahren zum Isolieren von elektrischen Leitungen - Google Patents
Verfahren zum Isolieren von elektrischen LeitungenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
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Description
- Verfahren zum Isolieren von elektrischen Leitungen Es ist bekannt, zur Isolierung elektrischer .Leiter mit Cellulosederivaten getränkte bzw. überzogene Faserstoffe wie Faserstoffgewebe zu verwenden oder auch den Leiter mit Lagen von Faserstoffen und Celluloseverbindungen zu umwickeln und durch Hitzeeinwirkung die Celluloseverhindung zum Erweichen zu bringen, so d aß der verflüssigte Stoff das Faserstoffgeweb:e durchtränkt. Es ist auch bereits bekannt, mit löslichen Celluloseverbindungen getränkte Faserstoffisolierungen aus unlöslichen Fasern, nachd ein sie auf den Leiter aufgebracht sind, durch Einwirkung von Lösungsmitteln mit :dem Leiter zu verkleben. Ferner ist auch bekannt, Faserstoffisolierungen, die nur aus organischen Verbindungen der Cellulose bestehen, mit Lösungsmitteln zu behandeln.
- Diese bekannten Tränk- und Isolierverfahren sind umständlicher und unzuverlässiger als die Isolierung gemäß der Erfindung, nach welcher ein Mischgewebe bzw. Mischgeflecht aus Natur- und Kunstfäden, :dessen lösliche Kunstfäden in dem erhalten gebliebenen weitmaschigen Naturfä:dengerüst eingelagert werden, auf den Leiter aufgebracht sind. In dieser Form stellt der Celluloseesteranteil in der Gesamtisolierung einen bedeutend größeren Betrag dar als in dem Fall, bei welchem eine Tränkung des normalen FaserstQffgewebes vorgenommen bzw. bei mehrschichtigen Umwicklungen das Celluloseest:ermaterial zum Erweichen gebracht wird, damit es in das normale Faserstoffgewebe eindringt, wobei im letzteren Falle die Gefahr der Hohlraumbildung in der Isolierung gegeben ist. Bei Verwendung von mit Celluloseverbindungen getränkten Faserstoffen zur Isolierung der Leiter liegt die Gefahr der Beschädigung des Isolierbandes während des Isolierungsvorganges vor. Die Isolierung gemäß :der Erfindung ergibt gegenüber den bekannten Isolierungen mit Naturfaserstoffen und Kunstseiden eine - wesentlich gleichmäßigere Schicht mit einem höheren Anteil der besser isolierenden Cel:l.uloseester, die nicht nur elektrisch besser, sondern auch unempfindlicher gegen Wasser sind und eine verbesserte Temperaturbeständigkeit besitzen. Die .gemäß der Erfindung aufgebaute Isolierung läßt etwa die gleiche Wirkung bei geringerer Dicke .der Isolierung erreichen.
- Das Mischgewebe wird nach dem Aufbringen auf den elektrischen Leiter mit Lösungsmitteln für die Kunstseide behandelt. wobei das Lösen des K=unststoffes ganz oder teilweise eintritt und der sich verflüssigende Stoff auf und zwischen den erhalten gebliebenen Fäden einen zusammenhängenden Film bildet. Eine dickere Isolierschicht kann, wenn erforderlich, dadurch erhalten werden, daß als Lösungsmittel ein Lack, welcher die gleichen oder ähnlichen Celluloseverbindung,#n enthält, aufgetragen wird. Zweckmäßig wer= den üblicherweise gesponnene Garne verwendet und Fäden aus Celltiloseverbindungen, die aus einer Anzahl feiner Fäden gesponnen sind.
- Zum Beispiel wird ein Isolierband in der Weise hergestellt. daß die üblichen Bauinwollfäden mit Fäden aus Celluloseacetat verwebt sind. Die mit diesem Isolierband umwickelten Leiter «-erden in ein Bad, welches Aceton oder andere Lösungsmittel enthält, eingetaucht. Das Anduellen oder Lösen kann auch z. B. durch Bespritzen finit L ösungsinitteln vorgenommen werden. Dabei wird, wie schon erwähnt, das Celltiloseacetat teilweise oder ganz -gelöst. Es tränkt und überzieht dabei die Baumwollfäden mit einem zusammenhängenden Film. :Mach dem Trocknen und Entfernen des Lösungsmittels bleibt also ein Celluloseacetatfilin zurück, der durch ein unversehrt gebliebenes Gewebegerüst eine gute mechanische Festigkeit aufweist.
- Die Kunst- und Naturfäden können auch in bekannter Weise auf der Flechtmaschine auf den Leiter gebracht werden und durch Behandlung der Kunstfäden finit dein Lösungsmittel wiederum der zusammenhängende Film erzeugt werden, in welchem das erhalten gebliebene Fadengefüge zu erkennen ist, das in diesem Falle wendelförmig uin den Leiter liegt.
- An Celluloseverbindungen kommen selbstverständlich auch andere als Celluloseacetate in Frage, es sei hier nur noch beispielsweise auf Benzylcellulose hingewiesen. Die Behandlung der vorgenannten Isolierung kann auch durch Anwendung von Hitze und Druck unterstützt werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. 'Verfahren zum Isolieren von elektrischen Leitungen, bei denen Naturfaserstofte und Kunstseide auf den Leiter aufgebracht und durch Behandlung mit Lösungsmitteln für die Kunstseide diese teilweise oder ganz aufgelöst wird und dabei auf dem erhalten gebliebenen Faserstoffgerüst einen zusammenhängenden Film bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserstoffe und die Kunstseide in Facienforin im Gemisch gewebt oder geflochten auf den Leiter aufgebracht werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserstoffe, z. B. Baumwolle, und die Kunstseide, z. B. Celluloseacetat, in Form eines aus Fäden dieser Stoffe hergestellten Gewebes oder Geflechtes auf den Leiter aufgebracht werden und gegebenenfalls außer finit dem Lösungsmittel noch mit Hitze und Druck behandelt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB746121X | 1934-11-05 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE746121C true DE746121C (de) | 1944-04-25 |
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|---|---|---|---|
| DEA77556D Expired DE746121C (de) | 1934-11-05 | 1935-11-06 | Verfahren zum Isolieren von elektrischen Leitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE746121C (de) |
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1935
- 1935-11-06 DE DEA77556D patent/DE746121C/de not_active Expired
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