DE701598C - Verfahren zur Herstellung von Textilstoffen aus Celluloseabkoemmlingen mit gerauhter Oberflaeche - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Textilstoffen aus Celluloseabkoemmlingen mit gerauhter Oberflaeche

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DE701598C
DE701598C DE1939D0080023 DED0080023D DE701598C DE 701598 C DE701598 C DE 701598C DE 1939D0080023 DE1939D0080023 DE 1939D0080023 DE D0080023 D DED0080023 D DE D0080023D DE 701598 C DE701598 C DE 701598C
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Germany
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roughened surface
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cellulose cores
fibers
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DE1939D0080023
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Dr Heinrich Lohmann
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Deutsche Rhodiaceta AG
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Deutsche Rhodiaceta AG
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/322Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing nitrogen
    • D06M13/35Heterocyclic compounds
    • D06M13/355Heterocyclic compounds having six-membered heterocyclic rings
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/02Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with hydrocarbons

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Textilstoffen aus Celluloseabkönunlingen mit geraubter Oberfläche Es ist eine Anzahl von Verfahren bekannt, künstlichen Fäden im Naßspinnverfahren dadurch eine geraubte oder unregelmäl:iige Oberfläche zu geben, daß man entweder das Fällbad mechanisch bewegt oder die Koagulation im Fällbad besonders gestaltet oder daß man den Kunstfasern Kunstharze aus Formaldehyd und Harnstoff oder Phenol einverleibt.
  • Ein bekanntes Verfahren beruht auf der Herstellung von Kunstfäden, die neben Acetylcellulose ein Kunstharz enthalten, das den Fasern beim Behandeln mit sauren oder basischen Verbindungen die Eigenschaft des Schrumpfens verleiht, wenn die Behandlung an Fäden mit Kreppdrehung vorgenommen wird. Im Gegensatz hierzu ist es nach dem vorliegenden Verfahren möglich, auf Textilstoffen aus reinen Celluloseestern oder ,äthern durch Nachbehandeln mit Schrumpfbädern eine geraubte Oberfläche zu erzeugen.
  • Bei der bekannten Quellung von Acetatkunstseidefasern mit Hilfe einer wäßrigen Lösung von anorganischen oder organischen Quellungsmitteln tritt eine starke Längenabnahme bei gleichzeitiger Zunahme der Dicke ein. Die gleiche Beobachtung kann man auch bei Anwendung der bekannten, organische Quellungsmittel enthaltenden Flüssigkeitsgemische machen. In allen diesen Fällen tritt nur eine sichtbare Änderung von Faserlänge und -dicke auf.
  • Es wurde nun gefunden, daß man außer dieser bekannten Schrumpfung bei Textilstoffen aus Celluloseestern oder -äthern eine Oberfl,ächenaufrauhung der Fasern in Form feiner Zacken erzeugen kann, wenn man sie mit bestimmten organischen Flüssigkeitsgemischen behandelt, die neben aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Benzol oder Toluol, Lösungs- oder Quellungsmittelzusätze, wie Pyridin, Picolin oder andere Pyridinabkömmlinge, enthalten. Die Textilstoffe werden mit den Bädern bei Temperaturen bis nahe dem Siedepunkt des Hauptbestandteils des Flüssigkeitsgemisches erwärmt und längere Zeit bei diesen Temperaturen belassen. Will man erhöhte Temperaturen vermeiden, so ist die Behandlungsdauer entsprechend zu verlängern.
  • Die Benandlung mit den organischen Flüssigkeitsgemischen erzeugt auf der Oberfläche der Fasern zackige Aufrauhungen von etwa o, i bis o, 2 u ; diese verleihen der Faser eine gewisse Ähnlichkeit mit den natürlichen Wollfasern. Die Oberflächenaufrauhung führt gleichzeitig zu einer Fasermattierung. Bei richtiger Durchführung des Verfahrens behält die Faser praktisch ihre Ausgangsfestigkeit; ihre Dehnung wird jedoch wesentlich erhöht; damit wird sie der natürlichen Wollfaser noch :ähnlicher.
  • Wendet man das vorliegende Verfahren auf Gewebe aus Acetatkunstseide an, so erhält man besonders schöne Matteffekte. Der Griff- der erhaltenen Gewebe ist etwas rauher als bei den üblichen Acetatkunstseidegew #eben; das Warmhaltungsvermögen ist gegenüber diesen verbessert. Wendet man das Verfahren auf Acetatzellwolle an, so erhält man eine Fäser, die sich durch einen wollähnlichen Griff, gutes Warmhaltungsvermögen und bedeutend verbesserte Filzbarkeit auszeichnet. Diese Eigenschaften machen sich bemerkbar bei der Verarbeitung von reiner Acetatzellwolle sowie auch von Acetatzelhvolle-Wollegemischen.
  • Beispiel i i oo g trockene Acetatzellwolle, Schnittlänge i 2o mm, Titer 1,6 den., werden in i 1 einer 2oo;oigen Lösung von den.', in Toluol eingeführt, und die Temperatur wird langsam auf 105'C gesteigert. Das Bad wird 3o Minuten lang bei dieser Temperatur gehalten, die Faser alsdann herausgenommen, mit Toluol ausgewaschen, bei 4o' C getrocknet und mit einer o,5o@oigen Seifenlösung nachgewaschen. Die so erhaltene Acetatzellwolle hat eine Stapellänge von 6o mm und einen Titer von 3,2 den.; sie ist matt geworden und zeigt unter dem Mikroskop auf der Oberfläche deutlich kleine Zacken.
  • Beispiel e Ein trockenes Taffetge,#vebe aus Acetylcellulose, 75 den., Kettdichte 6o cm, Schußdichte 32 cm, wird in einer 2oo/oigen Lösung von @-Picolin in Benzol langsam auf 70° C erwärmt und 5o Minuten lang bei dieser Temperatur belassen. Dann wird wie im Beispiel i weiterbehandelt. Der Taffet zeigt einen Einsprung von 2o bis 250/0 und ist außerordentlich dicht und etwas härter geworden; außerdem ist er matt geworden, und die Einzelfasern zeigen auf ihrer Oberfläche deutliche, unter dem Mikroskop sichtbare Zacken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Textilstoffen aus Celluloseabkömmlingen mit gerauhter Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Textilstoffe mit Quellungsmitteln der Pyridingruppe in aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Temperaturen bis nahe dem Siedepunkt der Kohlenwasserstoffe behandelt werden.
DE1939D0080023 1939-03-10 1939-03-10 Verfahren zur Herstellung von Textilstoffen aus Celluloseabkoemmlingen mit gerauhter Oberflaeche Expired DE701598C (de)

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