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Stroboskop Es sind Stroboslmpe bekanntgeworden mit einer vor einer
festen Blende schwingbar angeordneten Blende, die mit .einer gestreckten, in ihrer
wirksamen Länge veränderbaren Feder durch einen zirkular uni eine Achse schwingenden
Teil in Antriebsverbindung steht.
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Bei diesen Geräten haben die bei niederen Frequenzen entstehenden
großen Amplituden meist ein unregelmäßiges Arbeiten der Blende zur Folge, so daß
sich hierdurch oft größere Meßfehler einstellen können.
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Gegenstand der Erfindung ist nun eine Verbesserung dieser Stroboshope,
die darin besteht, daß bei niederen Frequenzen zur Wirkung kommende amplitudenbegrenaende
Mittel vorgesehen sind, die zur Erhöhung der Genauigkeit der Frequenzeinstellung
dienen, wobei zur Anzeige der jeweiligen Frequenzeinstellung eine mit den Einstellelementen
in Verbindung stehende Skala angeordnet ist. Die zur Aufrechterhaltung einer nahezu
konstanten Schwingungsweite über alle einstellbaren Schwingungsbereiche, insbesondere
für niedere Frequenzen, vorgesehenen aznplitudenbegrrenzenden Mittel bestehen vorzugsweise
in einer Bremsanordnüngoder in Begrenzungsanschlägen oder in beiden Maßnahmen zugleich.
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Die Bremsanordnung kann beispielsweise aus einer Feder und einem auf
der Antriebsachse angeordneten flachen Kurvenstück bestehen, welches durch eine
Abflachung einen kleinen einstellbarenLuftspalt zwischen Kurvenstück und Feder bildet.
Hierdurch wird bewirkt, daß das Kurvenstück bei kleineren Amplituden vor der Feder
ohne Reibung hin und her schwingen kann, während bei größer werdender Amplitude
die Kurve gegen die Feder bremsend anläuft und somit die Schwingungsweite konstant
hält.
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Die amplitudenbegrenzenden Mittel können auch an dem auf der Antriebsachse
angeordneten, zirkular um eine Achse schwingenden Teil, z. B. einer Abrollkurve,
vorgesehen sein, die bei Verwendung einer bekannten einstellbaren Blattfeder zur
Umsteuerung der Blende dient. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, die Abrollkurve
mit Begrenzungsanschlägen zu versehen, wobei die Anschläge zugleich zur Verhinderung
des Überschlagens des Kurventeiles an dem freien Federende dienen können.
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Die Blattfeder ist in bekannter Weise durch Schraubenzug in ihrer
frei schwingenden Länge verstellbar. Die Verstellmittel sind so ausgebildet, daß
der beispielsweise zylindrisch ausgebildete Verstellkörper des Schraubenzuges in
einem Rohr gleitet, welches zugleich als Handgriff ausgebildet ist und somit zur
leichteren Handhabung des Gerätes dient. Mit dem Verstellkörper ist eine mit einem
Federzug
versehene Skala durch ein Seil verbunden. Die durch die Feder bewirkte Seilzugkraft
ist bestrebt, die Skala in ihre Nullstellung zurückzudrehen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es zeigt Fig. r eine Gesamtansicht des Erfindungsgegenstandes schematisch
dargestellt und Fig. 2 eine erfindungsgemäße Bremseinrichtung in vergrößertem Maßstabe.
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Die in bekannter Weise mit einem Schlitz i versehene Schwingblende
2 ist mit ihrer Welle 3 drehbar gelagert. Die AbrollkurVe 4., die mit dem freien
Ende der Blattfeder 5 in Verbindung steht, ist auf der Welle 3 befestigt und schwingt
um diese zirkular. Die Blattfeder 5 ist von dem als Verstellkörper dienenden Einspannschlitten
6 umgeben, der bekanntlich durch Verdrehung der Spindel 7 verschoben wird.
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Die jeweilige Stellung des Schlittens ist daher maßgebend für die
Schwingungsfrequenz.
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Die in bekannter Weise an der Welle 3 vorgesehene Ab rollkurve
4 weist kleine Begrenzungsauschläge 8, 9 auf, die bei niederen Frequenzen als Amplitudenbegrenzung
dienen, Zoobei zugleich ein Umschlagen des Kurventeiles an dem freien Federende
i o verhindert wird.
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Wird eine Beobachtung bei langsamer Frequen7 der Blende durchgeführt,
so kann bei der dann möglichen großen Schwingungsweite der Fall eintreten, daß die
Blende unregelmäßig arbeitet und @1Ießfehler auftreten. Zti diesem Zwecke ist eine
Bremseinrichtung vorgesehen, die die unzweckmäßigen größeren Ausschläge der Blende
verhindert. Die Bremseinrichtung besteht aus einer Kurvenscheibe i i, die vor einer
vorgespannten Feder 12 die Schwingbewegung der Blende ausführt. Eine an der Kurvenscheibe
vorgesehene Abflachung bestimmt durch den entstehenden Luftspalt 13 zwischen Scheibe
i i und Feder 12 den freien ungehemmten Schwingweg. Die Feder 12 ist durch eine
Schraube 14 in ihrem Abstand zur Kurvenscheibe einstellbar. Schwingt die Blende
über das zulässige Maß hinaus; so tritt bei geeigneter Wahl der Kurvenform eine
Bremsung ein. Die Kurvenscheibe kann z. B. die Form einer flachen Ellipse mit anschließender
Kreisform erhalten (s. Fig.2). Der für die Einstellung der Feder 5 erforderliche
Einspannschlitten 6 ist vorteilhaft zylindrisch ausgebildet und mit dem gesamten
Verstellmechanismus in einem Rohr 15 verschiebbar gelagert. Das Rohr 15
ist als Handgriff ausgebildet und dient zum leichteren Bedienen des Gerätes. Mit
dem Schlitten 6 ist durch einen Seilzug 16 eine Skala 17 verbunden.
Die Skala ist am Gehäuse zweckmäßig so vorgesehen, daß auch während der stroboskopischen
Beobachtung der erhaltene Meßwert ablesbar ist. Die Skala steht mit einer Feder
i 8 in Verbindung, die dazu bestimmt ist, beim Nachlassen des Seilzuges die Skala
in ihre Nullstellung zurückzuführen. Die Skala ist entsprechend der Schwingungsfrequenz
der Schwingblende geeicht und mit Kennmarken i9 versehen. An dieser Skala kann,
wenn dies für erforderlich gehalten wird, noch eine weitere ringförmige Skala mit
Einstellschieberei o. d-1. für besondere Umrechnungszwecke vorgesehen sein.