DE714604C - Verhinderung der Hautbildung von OEl- und Kunstharzlacken - Google Patents

Verhinderung der Hautbildung von OEl- und Kunstharzlacken

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Publication number
DE714604C
DE714604C DEB184362D DEB0184362D DE714604C DE 714604 C DE714604 C DE 714604C DE B184362 D DEB184362 D DE B184362D DE B0184362 D DEB0184362 D DE B0184362D DE 714604 C DE714604 C DE 714604C
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DE
Germany
Prior art keywords
oil
parts
synthetic resin
skin formation
resin paints
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Expired
Application number
DEB184362D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Paul Kuemmel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Takeda GmbH
Original Assignee
Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik GmbH
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Publication date
Application filed by Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik GmbH filed Critical Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik GmbH
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Description

  • Verhinderung der Hautbildung von öl- und Kunstharziacken
    Ge-enstand der Erfindung ist ein Mittel
    zur Verhinderung der Hautbildun- von Öl-
    und Kunstharzlacken bzw. allen Lacken.
    welche Bindemittel enthalten, Jie durch Auf-
    nahme von Luftsauerstoff Filine ergeben, ganz
    gleich, ob es sich uni piginentierte oder nicht-
    piginentierte Lacke handelt.
    .Diese Hatitbildung tritt in allen Leinöl-.
    Standöl-, Holzöl-, Allzvclliarzlaclizeii usw.
    iiach längen:r I,agerti-n" allgemein auf. m-o
    durch erhebliche Verluste in wertvollen Bin-
    rleinitteln eintreten. ganz abgesehen
    daß die Qualität der Lacke durch Verringe-
    rung des filinl)ilde*ndeil Bindemittch; infolge
    ,ler Hautbildung verschlechtert wird. -Us
    li;ttit\-erliiiidi2riifl(, Mittel werden Zusätze der
    Ant'elle hei der 'rerpeiilinöl-
    destillatinn im Rereich von 2oo bis
    (piiii2F)l ) benutzt. Damit wird wohl aller-
    rlings das 1.-1autbilden der Lacke vermieden.
    jedoch tritt ilabei erklärlicherweise der Nacb-
    tuil (-iii, laß die claiii:t versetzten Lacke in-
    iolge rIer Schwerflüchti#gIk-eit rlieser Terpentin-
    ölfraktion schlecht antrocknen, noch schlechter durchtrocknen und somit lange klebend bleiben. Auch sogenanntes entkampfertes Terpentinöl wir-1 für denselben Zweck verwendet (unter den Flandelsnamen Dipenten, Mittel 1, 30 bekannt). Der Anfall in diesem Produkt ist jedoch größeren Schwankung.-ii unterworfen, da dieser jeweils von dein Be-,larf an svnthetis#cliein Kampfer abhängig ist.
  • U's wurde nun gefunden, daß inan zu einer Glanz ausgezeichneten, hautverhindernclen Terpentinölfraktion kommen kann, die die Ain-und Durchtrocknung nicht -iiii geringsten verzögert. wenn man bei der G#-winnung von Holzterpentin iin wesentlichen die Nachläufe ab 170 b;S 200#" C isoliert und diese Fraktion als hautverhinderndes Mittel den Ül- und Kunstharzlacken zusetzt. Eine Fraktion hat beispielsweise folgende Daten: spezifisches Gewicht bei 2J # 0.878, VeMunstungszeit inach Jordan) = 3,5-Es ist bekannt, daß ]),ei Verwendung von '1.',erpentinöl.. sei es Balsain- oder Holzterpen-
    tinöl. -2"-,ilül)cr an-leren aromatischen
    11
    alipliatischen #',-P,Ifiniiiingsinitteln, z. B. To-
    luol, Xvlol, Sangajol, Mineralterpentinöl, eine
    g,#wisse aber ungenügen,le hautbildungsv,-r-
    zöge-ri#-le Wirkung fc-stzustellen ist. Nietnals-
    wird aber -lurch ein Terpentinöl auch nur an-
    ii.tli,-rn-1 die Wirkung von Dip,-iiten, --Xlittel
    1- 30 erreicht, wie die der Frak-
    t;on ' g einäß ender Erfindung.
    Letztere unterscheidet sich nun von den 1)z#-
    kannten hautbil-,lungsverhindernden Mitteln
    ganz wesentlich. Es ist allgemein bekannt,
    31
    laß Dipenten aus entkampferteni Terpentii1P
    .,tan-unt. Mittel 1,30 fällt ebenfalls bei Jer
    synt'#]2t;.;clieii Kampferlierstellung an. so daß
    ,lies-.ii infolgedessen wesentliche Bestandteile
    entzogen sind, ganz abgesehen von einer
    0eichzeitigen chemischen Veränderung oder
    von nachträglichen Zusatzen.
    Infolgedessen wird beobaclitet, daß diese
    Produkte in Lacken zu einer Verzögerung der
    An- und auch der Durchtrocknung führen,
    insbesowlere, weim höher,- Zusätze zur Ver-
    wen,lung kommen.
    Es ist zu erwarten, dali größere Zugaben
    Voll Lösungsmitteln mit einem Siedepunkt
    über 170-'# C die An- und Durchtrocknung in-
    fol"e ihrer Schwerflü(#Iitigkeit nachteilig be-
    einflussen. #Vesentlich ist aber bei den erfin-
    dun,-s zur Verwendung kommenden
    Nachlaufen der Holzti-peiitinölgewiiiiiiiiig,
    4aß d--,seii dieselbe katalytische trocknungs-
    begünstigende Eigenschaft erhalten gebliebeu
    ist, die nian len Balsain- oder Holztcrpentin-
    ölen zuschreibt, im Gegensatz zu den aus -k-r
    Kampfersyntliese anfallenden \litteln.
    Es war -deshalb keineswegs vorauszusehen,
    daß leIi-lich durch eine fraktionierende
    Destillation der Terpentinölnachläufe ein M it-
    t,.] erhalten wird, las hinsichtlich seiner haut-
    verzögernden 'U#'irkung mindestens densell)-,ii
    Wirkungsgrad #vi#- die bekannten Mittel auf-
    weist, All s;ch hätte gerade das Gegenteil
    erwartet werden müssen, so daß das erzielt,-
    l# rg;ebnis für den Fachmann aus den oben-
    erwähnten Gründen überraschend war.
    Bei den Ho17terpentinöliiachlätifen handelt e-; sich uni billige Abfallprodukte; die erfin-,lungsgemiß zurAnwendung kommenleFral,-Z> el von ist von schwach gelblicher Farbc. Für el fette Lacke setzt man im allgemeinen 150. tür inagere (bereclinet auf Verdünnungsmittel) zu. Beispiel i i 2o 'feile Leinölstandöl, 3o Teile Maleinatharz werden unter Erwärmen in iooTeilen San,-ajol und 5oTeilen Terpentinöl gelöst. Diese Mischung wird auf der Trichtermühle mit i8o Teilen Zinkweiß und 4o Teilen Titanweill feinst verrieben, danach setzt man unter erntein Rühren zu: i Teil Benzoesäure, gelöst in 3 Teilen Milchsäureäth,vlestcr (Solactol.) und i,, Teilen der erfindungsgemäßen Fral,-el tion, sowie 2 Teile Soligen Blei-Cobalt-Extrakt i : i d,-r 1. G. Farbenindustrie, Frankfurt (Main). Beispiel 2
    54 Teile Alkydal T (Alkydharz dtr 1. G. Far-
    benindtistrie-, Frankfurt [Mainf#, 2o Teile
    Maleinatliarz werden gelöst in 2o Teilen
    Xv101, 3o Teilen Sangajol und 2o Teilen Ter-
    pentinöl. Diese Mischung wird auf dein
    #Valzenstuhl in üblicher Weise angerieben
    init 7o Teilen Zink-weiß, io Teilen Titanoxvc1
    981j10i-'- sowie o,8 Teilen Mittel 29 (Croton-
    säure) der I. G. Farbenindustrie, Frankfurt
    (.\Iain). Danach wird verdünnt mit 2o Teilen
    Sangajol und 6 Teilen der Fraktion im Sinne
    der Erfindung sowie 3 'feilen Milchsäure-
    ä thy 1 ester (Solactol). Danach L# gibt man zu:
    1 ,2 Teile # Soligen Blei-Cobalt-Extrakt i : i.

Claims (1)

  1. PATENTA.X 0 Ple L'(' fl:
    Verwendung der 'Nachlätife rler Holz-Z, terpentinölgewinnung, dieini wesentlicheo zwischen 170 bis 2oo' sie-Jen, als Mittel Verhinderung der Hatitbildung in zur t' t' Lacken oder Lackfarben auf Grundlage trocknender Üle, trocknender Kunstharze oder Geinische derselben.
DEB184362D 1938-08-20 1938-08-20 Verhinderung der Hautbildung von OEl- und Kunstharzlacken Expired DE714604C (de)

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DEB184362D DE714604C (de) 1938-08-20 1938-08-20 Verhinderung der Hautbildung von OEl- und Kunstharzlacken

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DE714604C true DE714604C (de) 1941-12-03

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DEB184362D Expired DE714604C (de) 1938-08-20 1938-08-20 Verhinderung der Hautbildung von OEl- und Kunstharzlacken

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DE (1) DE714604C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1059598B (de) * 1953-11-16 1959-06-18 Pittsburgh Plate Glass Co Verfahren zur Verhuetung vorzeitiger Anlagerungs- und Polymerisationsreaktionen bei aethylenisch ungesaettigten Verbindungen, z. B. zur Verhuetung der Hautbildung von Farben und Lacken

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1059598B (de) * 1953-11-16 1959-06-18 Pittsburgh Plate Glass Co Verfahren zur Verhuetung vorzeitiger Anlagerungs- und Polymerisationsreaktionen bei aethylenisch ungesaettigten Verbindungen, z. B. zur Verhuetung der Hautbildung von Farben und Lacken

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