DE71409C - Vorrichtung zum Verstellen der Hammerbarre bei Klavieren - Google Patents

Vorrichtung zum Verstellen der Hammerbarre bei Klavieren

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DE71409C
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DE
Germany
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hammer
bar
pianos
adjusting
hammer bar
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT71409D
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English (en)
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M. CORSEP in Berlin, Alt-Moabit
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/16Actions
    • G10C3/18Hammers

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Auxiliary Devices For Music (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Ein Fehler fast aller Klaviere besteht darin, dafs die Leiste, welche die Hammerkapsel trägt, festliegt, so dafs die Saiten stets von derselben Stelle der Hammerköpfe getroffen werden. Die Folge davon ist, dafs in dem Hammerkopf Kerben entstehen, welche nach und nach tiefer werden. Die Intonation wird dadurch ungleich, da die am meisten gebrauchten Töne alsdann hart und spitz klingen, während die übrigen voll und in den Grundton intoniren. Dafs auch die Spielart der Klaviatur darunter leidet und schwerer wird, ist von selbst klar, da die Entfernung zwischen der Saite und dem Hammer im Ruhezustande gröfser wird.
Um nun diejenige Stelle des Hammers, welche die Saite trifft, stetig zu wechseln, so dafs sich der Einschlag nach und nach auf die ganze Oberfläche des Hammers erstreckt und das Durchschlagen der Hämmer wirksam zu verhindern, ohne dabei jedoch den Ton und die Spielart zu verändern, ist die Hammerbarre a, auf der die Docken oder Hammerkapseln b aufgeschraubt sind, verstellbar gemacht. Um das Verstellen zu erreichen, ist durch die rechte oder linke Seitenwand c des Pianofortes ein Kopfbolzen d geführt, welcher mit seinem Ende e im Innern des Pianofortes gegen die mit einem Filz/ bedeckte Hammerbarre α drückt. Auf der anderen Seite der Barre α ist eine Feder g vorhanden, welche die lose gelagerte Barre stets an das Bolzenende e andrückt. Für die Hammerbarre α ist in der Seitenwand c eine Büchse h befestigt, die mit einer in sich abgeschlossenen Schraubenfläche i versehen ist, deren Ganghöhe so grofs ist, als man Raum zum Verstellen hat oder als man die Barre α zu verstellen gedenkt. Der Bolzen d trägt einen Stift k, der gegen die Schraubenfläche i anliegt bezw. von der Feder g angedrückt wird. Dreht man an dem Kopf des Bolzens d, so wird man die Hammerbarre α hin- und zurückverschieben, weil der Stift k stets an der Schraubenfläche i anliegt, und dadurch wird der Hammer über die Saite hin- und zurückgezogen und sich deshalb gleichmäfsig abnutzen. Anstatt des Bolzens d kann man auch eine Schraube oder dergleichen anwenden,· um denselben Zweck zu erreichen, jedoch wird die dargestellte Schraubenfläche i so ziemlich das Vollkommenste sein, was man hierfür anwenden kann.
Um die Stellung des Stiftes k zur Schraubenfläche i beurtheilen zu können, ohne hinsehen zu müssen, ist es zweckmäfsig, an einer bestimmten Stelle des Kopfes ein fühlbares Zeichen, etwa einen Stift oder einen Einschnitt, anzubringen, was besonders da von Vortheil ist, wo das Instrument nahe an der Wand zu stehen kommt.
Um die Hammerköpfe in gleichmäfsiger Abnutzung zu behalten, wird man also den Bolzen d vielleicht in einer Woche oder in 14 Tagen u. s. w. langsam einmal herumdrehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum Verstellen der Hammerbarre (a) bei Klavieren, bestehend aus einem Kopfbolzen (d) mit Stift (k), der an die Schraubenfläche (i) der in der Seitenwand befestigten Büchse (h) durch eine Feder (g) oder dergleichen angehalten wird, um die mit der Hammerbarre (a) verbundenen Hammerköpfe langsam über die Saiten des Instruments hin- und zurückzuführen und dadurch eine gleichmäfsige Abnutzung der Hämmer zu erreichen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT71409D Vorrichtung zum Verstellen der Hammerbarre bei Klavieren Expired - Lifetime DE71409C (de)

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