DE713775C - Pflanzenschutzmittel - Google Patents

Pflanzenschutzmittel

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DE713775C
DE713775C DEB183388D DEB0183388D DE713775C DE 713775 C DE713775 C DE 713775C DE B183388 D DEB183388 D DE B183388D DE B0183388 D DEB0183388 D DE B0183388D DE 713775 C DE713775 C DE 713775C
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DE
Germany
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tar
smoldering
coal
plant protection
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Expired
Application number
DEB183388D
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English (en)
Inventor
Dr Christian J Hansen
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Takeda GmbH
Original Assignee
Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik GmbH
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N61/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing substances of unknown or undetermined composition, e.g. substances characterised only by the mode of action
    • A01N61/02Mineral oils; Tar oils; Tar; Distillates, extracts or conversion products thereof

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Pflanzenschutzmittel Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung einer aus den sauren Bestandteilen des Steinkohlenschwelteeres hergestellten Lösung zum Pflanzenschutz.
  • Die Erfindung benutzt zur Herstellung von Pflanzenschutzmitteln den bei der Tieftemperaturverkokung, der sog. Schwelung der Steinkohle, .anfallenden. Schwelteer, dessen saure Bestandteile hierauf verarbeitet werden. Die sauren Bestandteile werden zu diesem Zweck dem "Schwelteer in bekannter Weise durch Behandeln mit wäßrigen Alkalien, vorzugsweise Natronlauge, entzogen und die hierbei anfallenden, die sauren Teerbestandteile als Alli:alisalze, vorwiegend Phenolate, enthaltenden Lösungen nach gegebenenfalls mehr oder weniger starker Verdünnung mit Wasser unmittelbar als Pflanzenschutzmittel verwandt.
  • Die Behandlung der Rohteere mit wäßrigem Alkali erfolgt zweckmäßig durch Rühren, erforderlichenfalls bei mäßig erhöhter Tempe-l beispielsweise bei etwa 31 bis 40°, um gegebenenfalls die Auflösung der sauren Bestandteile und die nachfolgende Trennung der "väß:rigen Lösung von dem Rest des Teeres zu erleichtern. Die wäßrige Lösung nimmt erhebliche Mengen neutraler Bestandteile des Teeres auf. Hierin liegt ein besonderer Vorteil, weil diese Stoffe einerseits eine gesteigerte Dauerwirkung des Pflanzenschutzmitte"ls bewirken, da sie sowohl die Netzfähigkeit als auch die Haftfestigkeit der wirksamen Stoffe erheblich steigern, andererseits durch die Luftkohlensäure die Phenolate sehr schnell zersetzt werden, so daß dadurch eine außerordentlich feine Verteilung der wirksamen Stoffe und damit eine besonders gute Wirkunerreicht wird. Die nötigenfalls in mehr oder weniger stark verdünntem Zustand verspritzten oder zerstäubten Mittel besitzen eine ausgezeichnete Haftfestigkeit.
  • Mai: hat zum gleichen Zweck auch schon Lösungen von Alkalinaphtholaten oder Alkaliphenolaten benutzt. Die Wirkung der nach x orliegrndc-r Erfindung hergestellten Mittel ist jedoch eine erheblich bessere, da infolgedes ,andersartigen Herstellungsverfahrens n1. nur Alkaliphenolate und verwandte ST! zur Wirkung gelangen, sondern ihre Wii°l;=; samkeit durch die gleichzeitige Aufnahme neutraler Bestandteile aus dem Teer noch wesentlich erhöht wird.
  • Man hat auch Steinkohlenurteeröle, die durch Destillation-bei Temperaturen von 23o" aufwärts anfallen, zu Zwecken des Pflanzenschutzes verwandt. Es hat sich aber gezeigt, daß die bei niedrigeren Temperaturen übergehenden öle ebenfalls ganz erhebliche Mengen Phenol enthalten, und zwar sogar wesentlich mehr als diejenigen, die über 23o`' übergehen. Wird daher die gesamte ölmenge verwandt, ist die Wirksamkeit der gemäß dem Verfahren der Erfindung hergestellten Pflanzenschutzmittel erheblich größer, da sie den Gesamtgehalt derartiger. Teere an wirksamen Stoffen einschließen.
  • Die -,vesentlich größere Wirkung des nach der Erfindung aus dem Schwelteer erzeugten Pflanzenschutzmittels gegenüber ähnlichen bekannten aus üblichen Steinkohlenteeren gewonnenen Mitteln ist überraschend. Eine Schädigung der Pflanzen tritt bei den für eine, restlose Beseitigung der Schädlinge :erforderlichen wirksamen Konzentration nicht ein, zumal die erfindungsgemäßen Mittel noch in sehr geringen Konzentrationen eine kräftige Wirkung zeigen.
  • Wie erwähnt, lösen die Schwelteerauszüge auch neutrale Bestandteile des Schwelteeres in gewissem Umfang auf. Eine vor allem bei stärkerar Verdünnung mit Wasser eintretende, "an sich nicht störende Abscheidung wird »rarch Beimengung von Dispersionsmitteln, ispielsweise Seifenlösungen, verhindert. An ,,Stelle der bei aer Verschwelung der Stein-"-kohle bei Temperaturen bis höchstens etwa 6oo° anfallenden echten Schwelteere kann der diesem in mancher Beziehung ähnliche Mitteltemperaturteer, gewonnen bei Temperaturen zwischen etwa 6oo und 8oo°, mit gleichem Erfolg verwandt werden.
  • Zur Erläuterung des Gegenstandes der Erfindung diene folgendes Beispiel: Beispiel i ooo Gewichtsteile eines durch Verschwelen einer oberschlesischen Gasflammkohle bei etwa 55o° gewonnenen Schwelteeres werden bei 3o bis 4o° mit 2ooo Gewichtsteilen einer 5 o,öigen Natronlauge mehrere Stunden kräftig gerührt. Nach iostündigern Stehen wird die untenliegende wäßrige Lösung vom Restteer abgetrennt. Hiervon werden etwa 2400 Gewichtsteile mit einem Gehalt von etwa 2o% Teerbestandteilen erhalten. DieLösung wird zur Verwendung im Pflanzenschutz mit Wasser oder einer etwa o,5%igen Seifenlösung auf das 3o- bis ioofache verdünnt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von durch Behandeln von Steinkohlentieftemperatur- (Schwel-) oder Mitteltemperaturteeren mit wäßrigen Alkalien erhaltenen Lösungen zum Pflanzenschutz.
DEB183388D 1938-06-03 1938-06-03 Pflanzenschutzmittel Expired DE713775C (de)

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