AT222673B - Wachstumsstimulans für Pflanzen - Google Patents

Wachstumsstimulans für Pflanzen

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plants
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naphthenate
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Eugen Dipl Ing Hammer
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Oemv Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Wachstumsstimulans für Pflanzen 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 der vorliegenden Erfindung als Ausgangsmaterial Naphthenate bzw. Naphthensäuren verwendet, welche bei der Trennung der in Ablaugen der   Mineralölraffination,   insbesondere in   Spindelöl- und   Gasölablau- gen, enthaltenen verseiften und unverseiften Bestandteile voneinander gewonnen werden, bei welcher die
Ablauge auf eine Temperatur erhitzt wird, bei welcher beim gegebenen Druck bzw.

   Vakuum die flüch- tigen Bestandteile verdampfen, welche aber im wesentlichen unterhalb der Zersetzungstemperatur der verseiften Bestandteile liegt, und wobei nach Verdampfung und Abscheidung der flüchtigen Bestandteile die nichtflüchtigen, halbfesten bzw. festen Bestandteile durch Zufuhr von Nassdampf bzw. übersättigtem
Lösungsmitteldampf auf einen gewünschten Flüssigkeitsgehalt gebracht werden. 



   In beiden Fällen wird von einem Material ausgegangen, welches auf Grund der schonenden Behand- lung bei der Trennung und auf Grund des hiebei erreichten hohen Trennungsgrades für den erfindungsge- mässen Zweck besonders geeignet ist. Bei beiden Trennungsverfahren fallen nämlich Naphthenate an, welche zu einem sehr hohen Grad frei von Ölen sind und es wird daher durch die Verwendung der nach diesen Trennungsverfahren hergestellten Substanzen als Ausgangsmaterialien für die Herstellung der ge- mäss der vorliegenden Erfindung zu verwendenden   WachstumsstimulaÌ1tia   eine Verölung des Bodens, wel- che für das Pflanzenwachstum nachteilig wäre, vermieden. 



   Bei den beiden oben angegebenen Trennungsverfahren fallen die Naphthensäuren in Form der Alkali- naphthenate an und diese werden zweckmässig durch doppelte Umsetzung in die Erdalkalinaphthenate übergeführt. 



   Die erfindungsgemäss als Wachstumsstimulantia vorgeschlagenen Substanzen können sowohl in   wässe-   riger   Lösung   als auch in fester Form angewendet werden, wobei in letzterem Falle die Beimischung zu üblichen Düngemitteln bevorzugt wird. 



   Die Beimischung von Spurenelementen, welche zur Gesunderhaltung der Pflanzen notwendig sind, kann in verschiedener Weise erfolgen, u. zw. entweder im Nass-oder Trockenverfahren. 



   Beim Nassverfahren werden bei der Umsetzung der wässerigen Alkalinaphthenate mit einer geeigne- ten Erdalkalisalzlösung die entsprechenden Salze der Spurenelemente zugesetzt. Da die Fällung der
Naphthenate unter Rühren erfolgt, tritt eine homogene Verteilung der Naphthenate der Spurenelemente im Erdalkalinaphthenat ein. 



   Beim Trockenverfahren werden die trockenen naphthensauren Salze der Spurenelemente dem trochenen   ErdalkalinÅaphthenat   zugegeben und so lange durchgemischt, bis eine gleichmässige Verteilung erreicht ist. 



   Das   erfindungsgemässe Wachstumsstimulans   kann   auch einem handelsüblichen Kunstdünger   zugemischt werden, u. zw. beispielsweise in einem Mengenverhältnis von Naphthensäuresalzen zu Kunstdünger von   l :   100 bis 1 : 100 000. 



   Die Anwendung und die Wirkung der erfindungsgemässen Wachstumsstimulantia wird im folgenden an Hand von Beispielen näher erläutert. 



   Beispiel 1 : Ein auf übliche Weise hergestelltes und gereihigtes Kalziumnaphthenat, dessen Naphthensäurekomponente eine Säurezahl von 180 und ein mittleres Molekulargewicht von über 300 aufwies und welches aus Spindelöldestillat gewonnen wurde, wird in pulverisierter Form einem handelsüblichen Kunstdünger gleichmässig zugemischt. Das Mischungsverhältnis wird hiebei so eingestellt, dass für 1 Hektar Anbaufläche etwa   40 - 160   g, vorzugsweise   90 - 110   g Kalziumnaphthenat kommen. Eine derartig vorbereitete Erde ergab bei Weizen der   Sorte"Lassers Dickkopf"beim   Schalenversuch gegenüber den Pflanzen einer Blindprobe eine Steigerung des Wurzelwachstums um   33%   und eine Steigerung des Halmwachstums um   e.   



   Beispiel 2 : Es wurden Samen der   Melonensorte"Süsse,   kleine Ungarin"im Wasser vorgequollen und im Topf gepflanzt, wobei 400 g Gartenerde verwendet wurden, welche mit 100 cm3 einer Gasölab-   laue   getränkt   war, deren Naphthensäure   eine Säurezahl von 210 aufwies und deren Molekulargewicht 268   betrug. Die Naphthensäure lag in der Ablauge als Natriumnaphthenat vor. Es wurde das Natriumnaphthenat in einer Konzentration von 4 x 10 Grew.-% verwendet. Gegenüber einer Blindprobe wurde das Wur-   zelwachstum hiedurch um   72%   und das Stengelwachstum um   41%     erhöht.   



   Beispiel 3: Es wurde ein Schalenversuch mit Erbsen der   Sorte"Kleine Rheinländerin"durchge-   führt, wobei die Versuchsanordnung der von Beispiel 2 entsprach. Das nach Versuchsende festgestellte Gewicht der luftgetrockneten Pflanzen zeigte gegenüber dem Kontrollversuch eine Steigerung von über 84%. 



   Beispiel 4 : Es wurde ein Hydroponik-Versuch durchgeführt, wobei eine Lösung mit einem Gehalt von 4 x 10 4   Gew.. 8/o eincs NÅatriumnapbthenates   (welches aus einer Gasölnaphthensäure gewonnen wurde) verwendet wurde. Es zeigte sich, dass das Wachstum von Weizen der   Sorte "Lassers Dickkopf" gegenüber   

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 den Pflanzen des Kontrollversuches nach 4 Tagen bei den Wurzeln um etwa   190/0   und bei den Halmen um etwa   231o höher   lag. 



   Beispiel 5: Es wurde in derselben Weise verfahren, wie in Beispiel   1,   nur dass der verwendeten Menge von 100 cm3 Gasölablauge Spurenelemente in Form ihrer Naphthenate, u. zw. je 5 Tropfen einer n/1000 Naphthenatlösung eines jeden Spurenelementes zugegeben wurden. Es wurde gegenüber einer Blindprobe eine   Wachstumszunahme   bei den Wurzeln von 72% und bei den Stengeln von   410/c   festgestellt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Naphthenate enthaltendes Wachstumsstimulans fur Pflanzen, dadurch gekennzeichnet, dass es Salze höherer Naphthensäuren mit einem mittleren Molekulargewicht von mehr als 260, vorzugsweise in ölfreier Form, insbesondere deren Erdalkalisalze, enthält.

Claims (1)

  1. 2. Wachstumsstimulans nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass es ausserdem noch Spurenelemente, wie Cu. Fe, Mn, Zn, Ni, Co und V enthält.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3852340A (en) * 1966-09-26 1974-12-03 Akzona Inc Plant hormone carboxylic acid salts of aliphatic polyamines

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