DE712789C - Verfahren zur Trennung von Kohlenwasserstoffgemischen in mehr als zwei Fraktionen - Google Patents
Verfahren zur Trennung von Kohlenwasserstoffgemischen in mehr als zwei FraktionenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G21/00—Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents
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Description
- Verfahren zur Trennung von Kohlenwasserstoffgemischen in mehr als zwei Fraktionen Um Gemische von. Koblenwasserstoffen, wie Mineralöle, in ihre verschiedenen Fraktionen zu zerlegen, bediente man sich bisher der Destillation und fraktionierten Kondensation und gewinnt auf diese Weise aus Rohölen Erzeugnisse, wie Benzin, Petroleum, Gasöl, Schmieröle, Asphalte.
- Nach der Erfindung wird dasselbe Ziel, nämlich die Zerlegung von Kohlenwasserstoffgemischen in einzelne Fraktionen, in der Weise erreicht, daß das Gemisch mit einem Lösungsmittel behandelt wird, welches die einzelnen Fraktionen aus dem Rohgemisch löst und durch Destillation von den Extrakten getrennt werden kann.
- Es hat sich gezeigt, daß, wenn man ein geeignetes Lösungsmittel in ausreichender Menge und in geeigneter Weise mit dem Rohblgemisch zusammenbringt, der Lösungsvorgang in der Weise vor sich geht, daß z. B. m einer Flüssigkeitssäule des Lösungsmittels sich die einzelnen Fraktionen des. Kohlenwasserstoffgemisches in verschiedenen Schichten dieser Säule lösen. Sorgt man dafür, daß das Lösungsmittel und die in ihm gelösten ölfraktionen in verschiedenen Höhen dieser Säule entnommen werden können und destilliert man .aus diesen das Lösungsmittel ab, so :erhält man die einzelnen Fraktionen des Mineralöls. Dieser Vorgang ist darauf zurückzuführen, daß die Löslichkeit der einzelnen Fraktionen in dem Lösungsmittel durchaus nicht die gleiche ist. Das Lösungsmittel löst zunächst aus dem öl die Fraktion von dem niedrigsten spezifischen Gewicht heraus. Die so in Lösung gegangene Fraktion verbleibt im Lösungsmittel, während die nächstfolgende, noch nicht gelöste Fraktion infolge ihres höheren spezifischen Gewichts in der Lösungsmittelsäule tiefer sinkt. Auf diesem Wege erreicht man @es, daß@ , im obersten Teil der Lösungsmittelsäule sich die spezifisch leichtesten, im untersten Teil die spezifisch schwersten Anteile des Mineralöls vorfinden. Unterhalb der Lösungsmittelsäule schließlich sammeln sich die in dem U-sungsmittel unlöslichen Bestandteile des Mineralöls.
- Voraussetzung für diesen Vorgang ist, daß das Lösungsmittel spezifisch leichter als das zu behandelnde ölgemisch und jede seiner Fraktionen ist und ein gutes Lösungsvermögen für die einzelnen im Gemisch vorhandenen Köhlenwasserstoffe besitzt.
- Behandelt man beispielsweise ein Wietzer Rohöl mit einem spezifischen Gewicht von 0g37 bei 20° C mit einem Benzin, das bei 20° C nur ein spezifisches Gewicht von 0,7338 aufweist, so sinkt das spezifisch schwerere Mineralöl durch die Benzinsäule herab. Auf diesem Wege gibt es an das Benzin seine einzelnen Bestandteile im Wege der Lösung ab. Hierbei.lösen sich in der obersten Schicht des Benzins die spezifisch leichtesten Stoffe des Mineralöls, die schwereren lösen sich in
Bender Weise ausgeführt: Das Benzin und das Mineralöl werden mittels Pumpen in Hochbehälter:a und b gefüllt. Diese Hochbehälter sind mittels Rohrleitungen mit einer hoben Kolonne c verbunden. Hierbei mündet die Verbindungsleitung e des Benzinhochbehälters a in dem untersten Teil der Kolonne, die Verbindungsleitung rd des ölhochbehälters b etwa in der Mitte der Kolonne. Auf der ganzen Höhe der Kolonne sind Abzapfhähne f verteilt, die es gestatten, der Kolonne aus jeder Höhe Flüssigkeit zu entnehmen. Schließlich besitzt die Kolonne einen Bodenabla.ß g, um die unterhalb der Benzinsäule angesammelten ungelösten Bestandteile des Mineralöls aus der Kolonne zu entfernen. Um eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Mineralöls in der Benzinsäule zu erreichen, mündet das Verbitidungsrohr "l innerhalb der Lösungskolomie in ein Röhrenkreuz h, welches nach unten gerichtete Austrittsöffnungen besitzt...@ i den mittleren und unteren Schichten des Be#f#, zins, die unlöslichen Bestandteile sam sich schließlich unterhalb der BenzinsäulZweckmäßig wird das Verfahren in - Die Arbeitsweise in dieser Apparatur ist die folgende: Aus dem Benzinhochbehälter wird die Kolonne bis unmittelbar unter dem Röhrenkreuz mit Benzin gefüllt. Dies geschieht selbsttätig unter dem konstanten hydrostatischen Druck des Hochbehälters. Nunmehr wird der B:enzinzufluß abgesperrt und der ölzufluß geöffnet. Aus dem ölhochbehälter strömt nun durch das Röhrenkreuz das Öl selbsttätig unter seinem hydrostatischen Druck in die Kolonne. -Das spezifisch schwerere Ö1 durchfließt die L.ösungsmittelsäule und gibt ,afn diese seine einzelnen Bestandteile im Wege der Lösung ab. Ausführungsbeispiel Der Unterteil der Kolonne wird aus dem Benzinhochhehälter mit 12 50o kg Benzin gefüllt, hierauf wird der Benzinzufluß --esclilos-
Kolonne besitzt einen Kühlmantel, der es gestattet, die Benzinflüssigkeitssäule auf 15 bis 20@ C zu halten. Das hinzuströmende Öl hingegen wird, um den Zufluß zu erleichtern, .auf etwa 6o bis 70' C mittels Dampfschlange im Hochbehälter erwärmt. Sobald die Kolonne bis an ihren Deckel gefüllt ist, wird der ülzufluß geschlossen. Der Inhalt der Kolonne wird jetzt etwa 6 Stunden sich selbst überlassen. Während weiterer 6 Stunden wird aus einem öldruckgefäß m auf die Kolonne ein Druck von etwa 3 Atm. gegeben. Hierauf wird das in dem Deckel der Kolonne vorgesehene überlaufrohr i geöffnet, es strömt so viel Flüssigkeit aus der Kolonne in eine Vorlage h, daß ein Druckausgleich mit der Außenatmosphäre eintritt. Schließlich läßt man aus dem Benzinhochbehälter 2015k- Benzin in die Kolonne eintreten, die gleiche Flüssigkeitsmenge tritt :aus dem i: berlaufrohr im Deckel der Kolonne in die Vorlage. Nach Abschluß der, Benzinleitung überläßt man die Flüssigkeit in der Kolonne wiederum bei Atmosphärendrucketwa 6 Stunden sich selbst.eigtl und der ölzufluß geöffnet. Aus dem Ö1- chbehälter strömen durch das Röhrenkreuz bsttätig 12 227 kg Öl in die Kolonne. Die - Nach dieser Zeit -wird der Kolonne in den verschiedenen Höhen durch die Ablaf3hähne Flüssigkeit entnommen, und zwar als erster Extrakt der Inhalt der Kolonne bis einschließlich zum 3. Hahn von oben gemessen, als zweiter Extrakt bis einschließlich zum 6. Hahn, als dritter Extrakt bis einschließlich zum B. Hahn. Die nicht in Lösung gegangenen Bestandteile des Mineralöls werden der Kolonne durch das Bodenventil entnommen. Die einzelnen Extrakte werden nunmehr im Wege der Destillation vom Benzin befreit.
Die drei Extrakte -wurden der Raffination mittels Schwefelsäure, der Neutralisation mittels Kalk und der Bleichung mittels Bleicherde unterworfen. Die Raffinate der drei Extrakte wiesen folgende spezifische Gewichte aufDer I. Extrakt hat ein spezifisches Gewicht von o,9384 0,9412 - 3, 0,9510 Der in Benzin ungelöste Teil aus dem Boden- ventil hat ein spezifisches Gewicht von ...... o,9630 Diese drei R.affinate waren nach ihren sonstigen Eigenschaften Maschinen- bzw. Mötorenöl.e.Raffinat des ersten Extraktes 0,9205 - - zweiten - o,9216 - - dritten - 0,9290
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: t. Verfahren zur Trennung von Kohlenwasserstoffgemischen, wie Mineralölen, durch Behandlung mit Lösungsmitteln in mehr als zwei Fraktionen, dadurch -ekennzeichnet, daß -man eine Kolonne bis etwa zur halben Höhe mit einem Lösungsmittel, das spezifisch leichter als -das zu behandelnde Ölgemisch und jede seiner Fraktionen ist, beschickt, dann das Öl-_ gemisch gleichmäßig verteilt auf die Lösungsmittelsäule auffließen läßt, bis die Kolonne aufgefiillt ist, und den Inhalt der Kolonne so lange stehen läßt, bis die Trennung beendet ist, worauf die verschiedenen Fraktionen zusammen mit dem Lösungsmittel aus verschiedenen Höhenschichten der Kolonne .entnommen werden und das Lösungsmittel aus den einzelnen Fraktionen in bekannter Weise entfernt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Inhalt der Kolonne zeitweise unter Überdruck gesetzt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das Lösungsmittel und das Öl aus Hochbehältern unter Aufrechterhaltung eines konstanten hydrostatischen Druckes der Lösungskolonne zufließen läßt.
Priority Applications (1)
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| DE (1) | DE712789C (de) |
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1934
- 1934-08-08 DE DEN37029D patent/DE712789C/de not_active Expired
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