DE710158C - Anordnung zur Einschaltung von Alarmanlagen - Google Patents

Anordnung zur Einschaltung von Alarmanlagen

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DE710158C
DE710158C DES116847D DES0116847D DE710158C DE 710158 C DE710158 C DE 710158C DE S116847 D DES116847 D DE S116847D DE S0116847 D DES0116847 D DE S0116847D DE 710158 C DE710158 C DE 710158C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B27/00Alarm systems in which the alarm condition is signalled from a central station to a plurality of substations

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  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Emergency Alarm Devices (AREA)

Description

  • Anordnung zur Einschaltung von Alarmanlagen Es ist eine Anordnung zur Einschaltung von Alarmanlagen, insbesondere akustischen Alarmanlagen, durch eine bestimmte Folge von akustischen Signalen vorgeschlagen worden, indem die verschiedenen akustischen Signale der Folge je auf ihre-vorbestimmte Zeitdauer mittels einer Kombination von durch die Signale der Folge abwechselnd bzw. nacheinander betätigten, verzögert wirksam und verzögert unwirksam werdenden Schaltmitteln geprüft werden. Bei dieser Anordnung konnte auch bei gewissen Abweichungen von der vorgeschriebenen akustischen Signalfolge noch eine Einschaltung der Alarmanlagen zustande kommen.
  • Diese Möglichkeit der Fehleinschaltung wird gemäß der vorliegenden Erfindung beseitigt und die ältere Anordnung dadurch selektiver ausgestattet, daß die von den verschiedenen akustischen Signalen betätigten Schaltmittel, die entsprechend der Reihenfolge der eintreffenden Signale ,die Einschaltung der Signale stufenweise vorbereiten, bei einem Abweichen irgendeines der Signale der Folge von seiner vorbestimmten Zeitdauer die betätigten Schaltmittel die stufenweise Vorbereitung unterbrechen.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der weiteren Erfindung werden nach der endgültigen Vorbereitung der Einschaltung eines Alarms in Abhängigkeit von darauffolgenden weiteren Signalen verschiedenartige Alarme eingeschaltet, so daß die Alarmanlage durch die wahlweise Aussendung verschiedenartiger Alarme, wie z. B. Heultönen, Dauertönen, mehrfach ausgenutzt werden kann.
  • Ferner bringt die akustische Einschaltung an sich eine Reihe Vorteile, indem die hohen Kosten für die Verlegung und Unterhaltung von Steuerleitungen sowie deren zahlreiche Störungsmöglichkeiten (Sabotage, feindliche Fliegereinwirkung usw.) bzw. bei drahtloser Steuerung der Sonderaufwand für drahtlose Sende- und Empfangseinrichtungen vermieden wenden. Die Verwendung der Luft als Leitung begünstigt ferner dieAufstell-ung der Alarmeinrichtungen an nach militärischen Gesichtspunkten für die Alarmierung gut geeigneten, sonst aber schwer zugänglichen Orten, z. B. Türmen, Essen usw. Als vorteilhaft ist auch die Verwendung der in Rede stehenden Alarmeinrichtungen zur akustischen Einschaltung - weiterer derartiger Alarmeinrichtungen ohne wesentlichen Sonderaufwand hervorzuheben.
  • Ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Anordnung zeigt die Fig. r. Das Signal, in Abhängigkeit von dem die Alarmeinschaltung erfolgen soll (s. Fig.3). wird von dem Mikrophon M, auf das die Signalwellen auftreffen, aufgenommen und über den Thermokontakt tla, dem Verstärker V zugeleitet, der die Schwingungen ver" stärkt auf das Frequenzrelais Fr- gibt. Hat'. das empfangene Signal die Frequenz, auf die' das Relais Fr abgestimmt ist, dann spricht das Relais Fr an und öffnet seinen Kontakt fr, wodurch der Kurzschluß für das Relais A aufgehoben wird. -Durch das Ansprechen des Relais A (-}-, Vorschaltwiderstand L', Relais A, -) werden die Kontakte a, -a, geschlossen, der Kontakt a.4 geöffnet. Besteht die Signalfolge nun z. B. aus rhythmischen Schwankungen der Tonhöhe, dann wird nach Verlauf einer gewissen Zeit das Frequenzrelais Fr wieder abfallen und das Relais A wieder kurzschließen. Dieser Zustand wird dann wiederum nach einer .dem Rhythmus des Signals entsprechenden Zeit durch erneutes Ansprechen des Frequenzrelais Fr beendet usf. Die Kontakte a,-a,4 arbeiten also entsprechend dem Relais Fr, also auch entsprechend dem Rhythmus der von dein Mikrophon il-I aufgenommenen Schwankungen der Signalfolge, da die Zeit, während der das Relais Fr angesprochen hat bzw. abgefallen ist, für die empfangene Signalfolge charakteristisch ist.
  • Die Einschaltung des Alarms erfolgt also in Abhängigkeit von den Schwankungen des Signals mittels zweier Relaisgruppen, die von dem Relais Fr- abwechselnd betätigt werden. Die eine der beiden Relaisgruppen besteht aus den beiden abfallverzögerten Relais I, II, die im Ruhezustand der Anlage erregt sind (-1-, I, Vorschaltwiderstand w I, -; -E-, II, Vorschaltwiderstand w II, -). Die Kontakte ii bis 13 des Relais I und die Kontakte 21, 22 des Relais II befinden sich im Ruhezustande der Anlage in der gezeichneten Stellung. Spricht das Relais Fr- auf das empfangene Signal an, dann wird zunächst das Relais I durch den Kontakt a, des Relais A kurzgeschlossen. Dauert -die Erregung des Frequenzrelais Fr genügend lange Zeit, dann fällt zunächst das Relais I ab und schließt seine Kontakte i i, 12. Der Kontakt i i hält ,das Relais I kurzgeschlossen (-f-, I, vH, 1z, 21, 1i, -f-), so daß das Relais I unabhängig von dem Kontakt a, abgefallen bleibt. Über den bei Ansprechen des Relais A ebenfalls geschlossenen Kontakt a., wird nunmehr das Relais II durch den Kontakt 12 kurzgeschlossen.
  • Es sei nun zunächst angenommen, daß die einzelnen Signale der empfangenen Signalfolgen die vorschriftsmäßige Länge besitzen. In diesem Falle sind die Zeiten, während. denen das Relais A anspricht, so bemessen, daß zwar das Relais I in der oben beschriebenen Weise zum Abfall gebracht wurde, nicht dagegen das Relais II, indem vor Abfall des über die Kontakte 1a und a, kurzgeschlossenen Relais Il das Relais Fr zum Abfall gebracht wird und dadurch über das Relais A ;::;'der Kontakt a,2 wieder geöffnet wird.
  • _"eNTach Empfang des ersten Signals der Fölge ist also der Zustand der ersten Relaisgruppe der Anlage der, daß das Relais I abgefallen, das Relais II dagegen erregt ist. Durch den Abfall des Relais I wurde der Kontakt 13 in der aus dem Relais TZ, bestehenden zweiten Relaisgruppe der Anlage geschlossen und dadurch die Erregung des anzugverzögerten Relais VZ, vorbereitet (+, a4, 22, 13, VZ" -). Fällt nun das Relais Fr nach der Aberregung des Relais I im Verlauf der rhythmischen Schwankungen des empfangenen Signals ab, dann wird der Kontakt a., geschlossen, und der Erregerstromkreis für das Relais VZ, der zweiten Relaisgruppe ist geschlossen. Bleibt das Relais Fr- genügend lange abgefallen, dann spricht zunächst der Kontakt v~" an, wodurch sich 1'Z, in einen Haltestromkreis legt. Bei richtigem Verlauf der Signalfolge muß nunmehr das Relais Fr wiederum ansprechen, bevor auch- der Kontakt vM,2 geöffnet ist. Durch das erneute Ansprechen des Relais Fr wird nunmehr wiederum das Relais II kurzgeschlossen (+, i=, a2, 1I, +) und fällt diesmal im Gegensatz zu den Vorgängen bei der ersten Erregung des Relais Ft- ab, falls das Relais Fr- entsprechend der vorgeschriebenen Signalfolge genügend lange erregt ist. Durch den Abfall des Relais 1I wird nunmehr das Relais R über den Haltekontakt vz" des Relais TZ, erregt (+, 2@", 2a, R, -), das über seinen Kontakt r, den SchaltwerksmagnetenSchu, zum Ansprechen bringt (+, r,, Schw, -). Die Erregung des Schaltwerksmagneten Sclut, bewirkt in der in der Fig. 2 dargestellten Weise die Einschaltung der Alarmanlage, die im Ausführungsbeispiel aus der Sirne SII besteht. Der Kontakt sches des SchaltwerksmagnetenSclt", wird geschlossen und bewirkt das Anlaufen des Zeitschaltwerksmötors Zlb7, der z: B. aus einem an ein Wechselstromnetz angeschlossenen Svnchronmotor bestehen kann. Dieser Zeitschaltwerksmotor treibt über ein Getriebe mit geeignetem Übersetzungsverhältnis die Nockenscheiben N,, r'12, N2, die die Kontakte D, d, N steuern. Das Zeitscbaltwerk ist, wie durch ein gestricheltes Viereck angedeutet ist, zu einer Einheit vereinigt und besitzt die entsprechenden Anschlüsse. In der in der Fig. 2 dargestellten Weise wird der Kontakt D beim Anlaufen des Zeitschaltwerksmotors geschlossen und dadurch der Zeitschaltwerksmotor Z 17 so lange an Spannung gelegt, bis die Noclcenscheibe N, einen Umlauf vollendet hat und der Kontakt D sich wieder öffnet. Die Dauer des Arbeitens des Zeitschaltwerks ist also von der Bemessung der Geschwindigkeit der Nockenscheibe Ni abhängig.
  • Der Kontakt d des Zeitschaltwerks, der durch die Nockenscheibe N2 betätigt. wird, entspricht dem Kontakt d der Fig. i und schließt bei Anlaufen des Zeitschaltwerkmotors ZM den Stromkreis für das Thermorelais Tla (+, d, Th, -) für eine Zeit, .die der Einschaltungsdauer des Zeitschaltwerksmotors ZM.entspricht. Durch das Schließen des Kontaktes d wird gleichzeitig die Betätigung des Relais S vorbereitet, ' das durch seinen Kontakt s unter Verwendung eines Vorschaltwiderstandes W den Sirenenmotor SM ein-bzw. ausschaltet. Der ferner von dem Zeitschaltwerk betätigte Kontakt z der Nockenscheibe N3, der, wie aus der Fig. 2 hervorgeht, in kürzeren Abständen geöffnet und geschlossen wird, entspricht dem- Kontakt z der Fig. i und bewirkt die Einschaltung bzw. Ausschaltung des den Sirenenmotor SA7 steuernden Magnets S (-f-, .d, z, S, -). Es ist ersichtlich, daß entsprechend den Nocken der Scheibe N3 des Zeitschaltwerks der Magnet S gesteuert wird, der durch seinen Kontakts den Sirenenmotor ein- und ausschaltet und somit ein rhythmisches Heulen der von dem Sirenenmotor angetriebenen Sirene bewirkt.
  • Durch` das Schließen des Kontaktes d, dass nach einer gewissen Zeit zum Ansprechen des Thermorel:ais Th führt, wird nun der Thermokontakt thl und der Verstärker V vom Mikrophon abgeschaltet, so daß während der Dauer der Aussendung des eigenen Alarms das Frequenzrelais Fr aberregt bleibt. Diese Aberregung des Relais Fr und damit des Relais A bewirkt nun folgendes: Durch das Ansprechen des Relais II war durch den Kontakt 21 der Kurzschlußstromkreis für das Relais I geöffnet (+, I, vzl2, 21, 11, +) und das Relais II in einen Kurzschlußstromkreis gelegt (+, 1I, 21, 11, +). Sobald also das Relais A nach Unterbrechen des Thermokontaktes tlal aberregt wurde, öffnete es seinen Kontakt a1, und das Relais I wurde erregt, das durch seine Kontakte i i und 13 den Kurzschlußstromkreis für das Relais II und den Haltestromkreis für das Relais VZ, öffnet. Durch Abfallen des Relais VZ, wird dessen Kontakt vzll geöffnet, was den Abfall des Relais R und damit die Abschaltung des Schaltwerksmagneten Schw mit sich bringt. Der zum Anlassen des Zeitschaltwerkes (Fig.2) dienende Kontakt schw des Schaltwerksmagneten wird somit geöffnet, und die Dauer des- ausgesendeten Signals bleibt .nunmehr allein von der Dauer der Schließung des Kontaktes D abhängig. Nach einmaligem Umlauf der Nockenscheibe Nl wird daher der Stromkreis des Zeitschaltwerksmotors ZM geöffnet, und die Alarmgabe durch gleichzeitiges Öffnen des Kontaktes d beendet. Nach Ablauf einer gewissen Zeit schließt ferner das Thermorelais Th seinen Thermokontakt thl wieder, `-°und die Anlage ist wiederum von dem Emp-@ang einer bestimmten Signalfolge abhängig gemacht worden.
  • Im folgenden wenden nunmehr die Vorgänge besprochen, die sich abspielen, wenn das erste die Erregung des Frequenzrelais Fr mit sich bringende Signal der empfangenen Folge zu lang ist. Wie oben beschrieben, wurde die Mindestdauer des Signales durch die Abfallverzögerungszeit des Relais I ,gemessen, so daß zu kurze Signale überhaupt keinen Einfluß auf die Anordnung haben. Nach Ab-' fall des Relais I wurde ein Kurzschlußstromkreis für das Relais II geschlossen (+, 12, a2, II, -f-). Eine zu große Dauer des -das Relais Fr erregenden Signales hat nun zur Folge, daß auch das Relais Il zum Abfall gebracht wird. Dadurch wird der für das Relais I geschaffene Kurzschlußstromkreis (+, I, vzl-4, 21, 11, +) geöffnet, da das Relais II seinen Kontakt 2i umlegt und somit für sich selbst einen Kurzschlußstromkreis (4-, 11, 21, 1I, +) schafft. Dieses Ansprechen des Relais II hat nun zur Folge, daß bei Aufhören des empfangenen Signals durch das Abfallen der Relais Fr und A zunächst das Relais I wieder zum Ansprechen gebracht wird, da seine beiden Kurzschlußstromkreise geöffnet sind und somit ebenfalls die beiden Kurzschlußstromkreise des Relais II geöffnet und das Relais II ebenfalls zum Ansprechen gebracht wird. Damit aber ist der Ruhezustand der Anlage wiederhergestellt, und es erfolgt keine Einschaltung des Alarms.
  • Es sei nun angenommen, daß das Relais Fr zwar zunächst für eine richtige Zeitdauer durch das empfangene Signal angesprochen gehalten wurde, danach aber für eine zu lange Zeit aberregt blieb. Durch das Abfallen des Relais Fr nach einer vorschriftsmäßig langen Erregung würde, wie oben beschrieben, der Stromkreis für das Relais VZ, geschlossen (+, a1, 22, 13, VZI, -). Die Minimalzeit der @ Aberregung des Relais Fr wird auch durch das Schließendes Kontaktes v.,11 gemessen, bei deren Unterschreitung der Stromkreis für das die Einschaltung des Schaltwerksmagneten Schw bewirkende Relais R nicht zustande kommen kann. Bleibt das kelais Fr zu lange aberregt, dann betätigt das anzugsverzögerte Relais VZ, außer seinem Kontakt vzll auch seinen Kontakt vzl2, wodurch der Kurzschlußstromkreis für das Relais I (+., I, vzl2, 21, 11, -;-) geöffnet wird. Das Relais I spricht sofort an, öffnet durch seinen Kontakt 13 den Stromkreis für das Relais VZ" das unverzögert abfällt, wodurch die Anlage wieder in den Ruhezustand zurückgelangt ist.
  • Da schließlich die Einschaltung des Schaltwerksmagneten Sclcw mittels des Relais R von der Aberregung des Relais II abhängig gemacht wurde, ist in dem Ausführungsbeispiel noch eine dritte Kontrolle für das empfangene Signal eingeführt, die darin besteht, daß bei der zweiten Erregung des Relais Fr durch das empfangene Signal diese Erregung mindestens eine der Abfallzeit des Relais II entsprechende Dauer haben muß, da anderenfalls kein Stromkreis für das Relais R geschaffen wird. Die Zahl der eingeführten Kontrollen für das empfangene Signal kann natürlich je nach den Anforderungen, die bezüglich der Vermeidung eines Fehlalarms gestellt werden, beliebig erweitert werden. Auch die Abhängigkeit der einzelnen Relaisgruppen voneinander läßt starke Veränderungen zu. So wurde z. B. im vorliegenden Falle die Ausführung so getroffen, daß während . der Zeit der ersten Aberregung des Relais Fr nach beginnendem Empfang des Signals eine kurzzeitige Erregung des Relais Fr ohne Ein-$uß auf die Anlage bleibt. Dies hat sich als notwendig herausgestellt, da es andernfalls sehr leicht möglich ist, daß überhaupt eine Signaleinschaltung verhindert wird. Insbesondere bei Aufstellung einer solchen Alarmanlage in Städten oder an Orten, die einen sehr starken Geräuschpegel besitzen, wird es häufig vorkommen, daß das Relais Fr durch irgendwelche von Maschinen, Fahrzeugen o. dgl. herrührende Signale kurzzeitig erregt wird. Dies würde bei einer Einschaltung der Alarmanlage durch eine Signalfolge bewirken können, daß bei jeder kurzzeitigen Erregung des Relais Fr die Anordnung zur Einschaltung des Alarms in den Ruhezustand zurückgebracht wird, so daß trotz Empfangs der richtigen Signalfolge die Einschaltung des Alarms verhindert wird.
  • Die Anordnung entsprechend der Fig. i ist ferner so getroffen, daß außer der Einschaltung der Alarmanlage durch eine bestimmte Signalfolge die Einschaltung eines Alarms auch durch eine andere Signalfolge möglich ist. Hierbei ist nun darauf zu achten, daß der auszusendende Alarm in Abhängigkeit von der empfangenen Folge geändert werden muß.
  • Außer den beiden Relaisgruppen, die zur Einschaltung des Signals in Abhängigkeit von der einen Signalfolge dienen, I, II, f'Zl, werden daher weitere Relaisgruppen vorgesehen, die bei Empfang einer anderen Signalfolge ebenfalls die Einschaltung eines anderen Alarms bewirken können. Im Ausführungsbeipiel der Fig. i ist dies durch das Relais L'7_" bewirkt,- das ebenfalls ansprechverzögert ausgebildet ist und durch seinen Kontakt v--21 den Schaltwerksmagneten Schzu einschalten kann.
  • Auch die Auslösung weiterer Signale, z. B. eines Dauersignäls, ist verschlüsselt, indem vor Aussendung des Dauersignals eine rhythmische Zerhackung des Sirenentones bewirkt wird. Um die Anlage möglichst einfach zu gestalten, werden hierbei die Zeiten für die rhythmischen Schwankungen des Sirenentones so gewählt, daß die schon vorhandenen Relaisgruppen wiederum zur Kontrolle des Signals benutzt werden können.
  • Die Fig.3 zeigt schematisch den Verlauf . des Signals eines Dauertones. Bei Beginn des Signals steigt der Ton langsam bis zur vollen Höhe an. Bei dieser Frequenz f1 spricht das Frequenzrelais Fr zur Zeit t1 an. Das Frequenzrelais Fr bleibt dann trotz kleiner Schwankungen des Signaltones bis zur Zeit t2 gehalten, bis es nach Sinken des Signaltones unter die Frequenz f1 zum Abfall gebracht wird. Der Signalton sinkt dann noch eine Zeitlang und erreicht erst zur Zeit z3 wieder die Frequenz f l, um dann dauernd auf voller Höhe zu bleiben. Das Frequenzrelais Fr wird also zunächst bei der Zeit t1 erregt und fällt zur Zeit t2 wieder ab, bleibt dann aberregt, bis zur Zeit ts, von wo ab es dauernd angesprochen bleibt. In der Fig. 3 ist ferner durch die gestrichelt gezeichnete Linie der Verlauf der rhythmischen Schwankungen des Signaltones beim Empfang der ersten Signalfolge dargestellt. Die beiden zur Einschaltung des Dauertones dienenden Tonsch-,vankungen, wie sie in Fig. 3 schematisch dargestellt sind, entsprechen nun zweckmäßig den Schwankungen der Signalfolge; die im zuerst beschriebenen Falle zur Einschaltung des Alarms führten. Auf diese Weise ist es möglich, zur Kontrolle sowohl der ersten Signalfolge wie auch zur Einschaltung des Alarms des verschlüsselten Dauersignals die gleichen Relaisgruppen zu benutzen, wodurch eine wesentliche Vereinfachung erreicht ist: In dem Ausführungsbeispiel der Fig. i wird nun die Kontrolle der einzelnen Zeiten t1, t2, t3 in der oben beschriebenen Weise durchgeführt, wie in der Fig.3 durch die drei Abszissen schematisch angedeutet ist. Zur Zeit t1 beginnt das Relais I zu arbeiten und schließt bei seinem Abfall den Kontakt 11, der die Minimalzeit für die erste Erregung des Relais Fr bestimmt. Danach beginnt Relais II zu arbeiten und würde erst, wie aus Fig. 3 ersichtlich, nach der Zeit t_ seinen Kontakt 22 schließen. Da jedoch das Relais Fr schon zur Zeit t. aberregt wurde, bleibt das Relais 1I zunächst wirkungslos, und es beginnt das Relais [7, zu arbeiten, das zunächst seinen Kontakt vzll schließt, der wiederum die minimale Zeit der ersten Aberregong des Relais Fr bestimmt. Bei längerer Erregung des Relais VZ, würde ferner der Kontakt 71z12 geschlossen werden, wodurch die Anlage .in den Ruhezustand zurückgebracht wird; jedoch -wird dies durch das erneute Ansprechen des Relais Fr verhindert, so daß nunmehr das Relais II wiederum zu arbeiten beginnt, das nach Ablauf seiner Verzögerungszeit das Relais R in der oben beschriebenen Weise betätigt und dadurch die Einschaltung der Signalanlage bewirkt. Die strichpunktierte Linie in Fig. 3 zeigt nun den Beginn des eingeschalteten Alarms, der jedoch ohne Wirkung auf das. eigene Frequenzrelais bleibt, da zunächst beim Anlaufen des Sirenenmotors die ausgestrahlte Frequenz nicht mit der Eigenfrequenz des Relais Fr übereinstimmt und da zur Zeit t5 das Relais Th anspricht und somit die Empfangseinrichtung abschaltet, bevor der Sirenenton die das FrequenzrelaisFr beeinflussende Höhe erreicht hat. Vom Zeitpunkt des Ansprechens des Relais R bis zum Ansprechen des ThermorelaisTlc arbeitet das Verzögerungsrelais VZ2, das, wie Fig. i zeigt, über den Kontakt r1 des Relais R und den Kontakt a3 des von dem Relais Fr gesteuerten Relais A nach Ansprechen des Relais R erregt wird und, falls der empfangene Signalton das Relais Fr dauernd erregt hält, schließlich anspricht und seinen Kontakt 71z22 schließt. Dadurch legt es sich in einen Haltestromkreis über den Kontakt d des Zeitschaltwerks und schließt gleichzeitig den Kontakt z des Zeitschaltwerks kurz, so daß wiederum nur ein Dauerton ausgesandt wird. Es -ist jedoch ohne weiteres möglich, auch den von der Alarmeinrichtung ausgesandten Ton wiederum zu verschlüsseln, indem erst nach einmaligem Schließen und Öffnen des Kontaktes z der Kurzschluß für den Kontakt z hergestellt wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Anordnung zur Einschaltung von Alarmanlagen, insbesondere akustischen Alarmanlagen, - durch eine bestimmte Folge von akustischen Signalen, indem die verschiedenen akustischen Signale der Folge je auf ihre vorbestimmte Zeitdauer mittels einer Kombination von durch die Signale der Folge abwechselnd bzw. nacheinander betätigten, verzögert wirksam und verzögert unwirksam werdenden Schaltmittel geprüft werden, dadurch gekennzeichnet, daß die von den verschiedenen akustischen S ignalen betätigten Schaltmittel, die entsprechend der Reihenfolge der eintreffenden Signale die Einschaltung der Signale stufenweise vorbereiten, bei einem Abweichen irgendeines der Signale der Folge von seiner vorbestimmten Zeitdauer die betätigten Schaltmittel die stufenweise Vorbereitung unterbrechen.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach der endgültigen Vorbereitung der Einschaltung eines Alarms in Abhängigkeit von darauffolgenden weiteren Signalen verschiedenartige Alarme (Heulton, Dauerton) eingeschaltet werden.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine bestimmte Folge von akustischen Signalen auf mehrere aus mindestens je einem Relais bestehende Relaisgruppen einwirkt und diese in Abhängigkeit von der Einhaltung der vorgesehenen Impuls- und/ oder Pausenlängen nacheinander wirksam macht.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Signalfolgen teilweise miteinander übereinstimmen.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Signalfolge aus einem seine Frequenz in regelmäßigen Abständen erhöhenden und erniedrigenden Signalton (Heulton) besteht und, eine zweite Signalfolge sich zusamensetzt aus einem oder mehreren Wechseln der Signalfrequenz gemäß der ersten Signalfolge, woran sich ein Dauerton anschließt.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die in Abhängigkeit von Signalfrequenzwechseln betätigten Re- . laisgruppen bei Einschaltung des Alarms gleichzeitig ein Schaltmittel (VZ2) betätigen, durch das der eingeschaltete Alarm entsprechend der weiteren empfangenen Signalfolge (Dauerton) geändert werden kann.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch z bis 6, gekennzeichnet durch ein zweckmäßig von einem Synchronmotor angetriebenes Zeitschaltwerk, das den eingeschalteten Alarm nach einer bestimmten Zeit selbsttätig abschaltet. B. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein von dem Zeitschaltwerk gesteuerter Kontakt (z) für die eine Signalart während der Abgabe der anderen Signalart kurzgeschlossen wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1175125B (de) * 1961-03-21 1964-07-30 Telefonbau Anordnung zur UEbertragung unterschiedlicher Meldungen ueber zwischen mehreren sendenden und einer empfangenden Station verlaufende Verbindungswege

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DE1175125B (de) * 1961-03-21 1964-07-30 Telefonbau Anordnung zur UEbertragung unterschiedlicher Meldungen ueber zwischen mehreren sendenden und einer empfangenden Station verlaufende Verbindungswege

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