DE71001C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung voller und hohler Gegenstände aus formbaren Stoffen mittels Centrifugirens - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung voller und hohler Gegenstände aus formbaren Stoffen mittels CentrifugirensInfo
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- DE71001C DE71001C DENDAT71001D DE71001DA DE71001C DE 71001 C DE71001 C DE 71001C DE NDAT71001 D DENDAT71001 D DE NDAT71001D DE 71001D A DE71001D A DE 71001DA DE 71001 C DE71001 C DE 71001C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C41/00—Shaping by coating a mould, core or other substrate, i.e. by depositing material and stripping-off the shaped article; Apparatus therefor
- B29C41/02—Shaping by coating a mould, core or other substrate, i.e. by depositing material and stripping-off the shaped article; Apparatus therefor for making articles of definite length, i.e. discrete articles
- B29C41/04—Rotational or centrifugal casting, i.e. coating the inside of a mould by rotating the mould
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Moulding By Coating Moulds (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Stoffen mittels Centrifugirens.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Abänderung des durch Patent Nr. 65494 geschützten
Verfahrens und der zugehörigen Vorrichtung zur Herstellung von Gegenständen aus formbaren Stoffen mittels Centrifugirens.
Das Verfahren -ist dahin abgeändert, dafs das Formmaterial während der Doppelschleuderung
der Formen um die eigene Achse und zugleich um eine zweite Hauptachse, aufserdem
noch einer schlingernden Bewegung unterworfen wird. Zur Ausführung solchen Schleuderns
ist die Vorrichtung dahin abgeändert, dafs eine Form anstatt wie in Fig. 2 der Patentschrift Nr. 65494 auf einer parallel, auf
einer geneigt zur Hauptachse stehenden Nebenachse drehbar angeordnet ist.
Ferner ist die Vorrichtung zur Ausübung des im Haupt - Patent geschützten Verfahrens
dahin abgeändert, dafs die Hauptachse horizontal oder geneigt liegt und die Formen auf
den Zapfen von Kurbeln sitzen.
In den Fig. 1 bis 5 der Zeichnung sind die
letzterwähnten Vorrichtungen, in den Fig. 6 und 7 eine zum gleichzeitigen Hervorrufen
einer schlingernden Bewegung dienende Vorrichtung dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Schleudervorrichtung, bei welcher die drehbare Trommel oder Form D'2
der Fig. 2 des Haupt - Patentes auf einem Kurbelzapfen m einer Kurbel M angeordnet
ist, welche von einer Achse A gedreht wird. Die Achse A wird durch irgend eine bekannte
Antriebsvorrichtung in Umdrehung versetzt, im dargestellten Beispiel durch Riemscheiben a.
Die Form D2 besteht hier aus einer äufseren, rings geschlossenen Trommel d und einer
inneren durchlöcherten Trommel d1, in welch' letztere das flüssige (geschmolzene) oder breiige
Formmaterial direct eingegossen wird. Das Formmaterial tritt durch die Durchlochungen
des ringförmigen Siebes dl in den ringförmigen Raum der Schleudertrommel d, um hier bei
der Drehung der Kurbelachse A und der Form D2 um die Kurbelzapfenachse m die
gewünschte Doppelschleuderung zu erfahren. Etwaige gröbere Unreinigkeiten oder zu grofse
Fasern (bei Papier- oder Holzstoff brei), Schlacken (bei flüssigem Metall), Steine (bei Thon- oder
Porcellanmasse) u. s. w. bleiben hierbei auf dem Sieb zurück.
Unter Umständen kann auch die Trommel d durchlöchert sein, um bei Flüssigkeit haltenden
Stoffen, wie z. B. Papierbrei, diese nach aufsen treten zu lassen. Bei anderen Flüssigkeit haltenden
Stoffen, wie z.B. Thon, kann die äufsere Trommel ohne Durchlochungen benutzt
und die Flüssigkeit, welche als der leichtere Theil nach innen austritt, durch
irgend eine bekannte Vorrichtung, z. B. durch
eine Pumpe, von der Oberfläche abgesaugt werden.
Die Drehung der von der Kurbel im Kreise geschwungenen Form Z)2 kann in verschiedener
Weise bewirkt werden. Im dargestellten Beispiel, Fig. i, ist die Trommel d mit einer
Verzahnung η versehen, welche in einem conaxial zur Kurbelwelle angeordneten feststehenden,
verzahnten Hohlrad ο arbeitet und hierdurch die Drehung der Schleudertrommel bewirkt.
Statt dessen kann auch ein besonderes, mit der Trommel fest verbundenes Zahnrad η1
in einem solchen Hohlrad ol arbeiten, wie
Fig. 2 zeigt, oder es kann ein conaxial zur Kurbelachse angebrachtes feststehendes Zahnrad
o2 mit einem mit der Trommel fest verbundenen Zahnrad ri2 zusammen arbeiten, wie
Fig. 3 zeigt. Statt der feststehenden Zahnräder 001O2 können zur Erzielung einer
gröfseren Umdrehungsgeschwindigkeit auch geeignet angetriebene Zahnräder Verwendung
finden. Ferner können an Stelle der Zahnräder auch Reibungsräder oder je nach den
vorliegenden Verhältnissen, ähnlich wie bei der Vorrichtung Fig. 2 des Haupt - Patentes,
Riemen -, Schnur - oder Kettentriebe zur Drehung der Schleudertrommel angewendet
werden. Auch kann man in allen Fällen die Trommel mit dem Kurbelzapfen fest verbinden
und letzteren in einem Lager der Kurbel sich drehen lassen.
Der Antrieb der Form D- behufs Drehung um die eigene Achse während der Drehung
um die Kurbelachse kann ferner durch Mittel bewirkt werden, welche anstatt von der Achse
der Kurbelwelle her von einer anderen Stelle im Raum auf sie einwirken. Z. B. kann solcher
Antrieb mittels eines Deckenvorgeleges erfolgen, an welchem ein mit einer Riemscheibe
a2 versehener Kurbeltrieb von gleichem
Durchmesser mittels Riementriebs auf eine mit der Trommel fest verbundene Riemscheibe
a3 einwirkt, wie in Fig. 4 schematisch dargestellt ist, wobei die Riemscheibe d1 von
der Transmissionswelle aus, etwa mittels Zahnräder r r\ wovon r festgehalten oder geeignet
angetrieben wird, die erforderliche Umdrehung erfährt.
Die Drehung der Form D2 oder deren Achse m kann auch in einer sonst beliebigen
geeigneten Weise stattfinden. Z. B. kann man an der Form D 2 oder auf der Achse m ein
Windrad p, Fig. 5, anbringen, dessen von der Kurbelwelle ab gerichtete Flügel vermöge ihrer
gröfseren Winkelgeschwindigkeit bei der Drehung der Kurbel um die Kurbelachse einem
ungleich gröfseren Luftwiderstand begegnen, wie die nach der Kurbelwelle hin gerichteten
Flügel, durch welche Widerstandsdifferenz eine Drehung der Form D2 herbeigeführt wird.
Fig. 6 zeigt eine Anordnung der Form Z)2 zur Erzielung einer schlingernden Bewegung
des Formmaterials neben dessen Doppelschleuderung. Die Hauptwelle A ist hier horizontal
liegend angenommen und mit einer Kurbel M versehen, deren Kurbelzapfen m1 geneigt zur
Kurbelachse steht. Die wieder auf dem Kurbelzapfen drehbar angebrachte Form vollführt
aufser der Drehung um die Kurbelachse und um die eigene oder Kurbelzapfenachse noch
eine schlingernde Bewegung, welche auf das Gefüge des geschleuderten Formmaterials oder
Gegenstandes einen besonderen Einflufs ausübt. Der Antrieb dieser Form kann auf verschiedene
Weise erfolgen. Bei der in Fig. 7 dargestellten Anordnung wird die Drehung einfach dadurch
bewirkt, dafs die aufsen geeignet gewölbte Form D2 innerhalb eines feststehenden hohlkugelartigen
Gehäuses P sich dreht und durch die Reibung ihrer äufseren Oberfläche an der
Hohlkugelfläche in Umdrehung versetzt wird. Auch hier kann die Drehung der Form D2
durch ein Windrad, wie' zu Fig. 5 beschrieben, bewirkt werden.
Die Hauptwelle kann in allen diesen und anderen möglichen Fällen auch senkrecht, wie
im Haupt-Patent dargestellt, oder auch, wie bereits gesagt, geneigt gelagert sein.. Die
Drehung der Formen kann in der Richtung der Kurbeldrehung oder entgegengesetzt erfolgen.
Die Lage der Haupt- und Nebenachse zu einander kann ferner eine derartige sein, dafs
die einen Enden beider Achsen A und m1 in
einen Punkt χ zusammenfallen, während das andere Ende y der Nebenachse m1 in einem
beliebigen Abstande von der Hauptachse A liegt. Diese Anordnung kann sowohl bei
horizontaler, wie bei verticaler oder geneigter Lagerung der Hauptachse Anwendung finden.
Derartige Anordnungen eignen sich besonders zum Giefsen längerer Gegenstände,
deren Festigkeit an beiden Enden eine ungleichmäfsige sein kann. Z. B. können mit
Anordnungen, wie sie in den Fig. 8 und 9 angedeutet sind, Formen zum Giefsen von Geschützrohren,
Geschossen oder anderen Gegenständen mit den Enden, wo sie besonders
dicht und fest sein sollen, wie bei Geschützen am Geschofsraum oder wie bei Geschossen an
der Spitze, in möglichstem Abstand von der Hauptachse der Doppelschleuderung unterworfen
werden. Das Giefsmaterial (Bronze, Stahl, Hartgufs etc.) kann direct, wie in Fig. 8,
oder durch ein centrales .Zuführungsrohr, wie in Fig. 9 angedeutet ist, erfolgen.
In den Fällen, in welchen die Formen einen verhältnifsmäfsig geringen Durchmesser besitzen
bezw. einen geringen Raum einnehmen und nicht über die Mitte der Kurbelwelle reichen,
wie ζ. B. bei der Einrichtung Fig. 9, können mehrere Formen auf oder in einer Kurbelscheibe
angeordnet sein.
Die Doppelschleuderung mit gleichzeitiger schlingernder Bewegung bewirkt in einem noch
viel höheren Grade als die einfache Doppelschleuderung des Haupt-Patentes eine förmliche
Verfilzung, Verstrickung oder Verschlingung der Theilchen des Formmaterials. Das Product
besitzt infolge dessen nicht allein in Richtung der Kreislinie, sondern auch in axialer
Richtung eine wesentlich erhöhte Festigkeit gegenüber einfach geschleuderten Gegenständen.
Je nach der Einrichtung und Anordnung der Formen können ebenso, wie im Haupt-Patent
beschrieben, beliebig gestaltete volle oder hohle Gegenstände aus den verschiedensten
flüssigen (geschmolzenen), breiigen, teigigen oder Flüssigkeit enthaltenden formbaren
Stoffen geschleudert werden. Je nach den Geschwindigkeiten, mit welchen sich die
Trommel oder Form um ihre eigene Achse, die Kurbelzapfenachse und um die Hauptachse
dreht bezw. je nach der Neigung der Kurbelzapfenachse zur Hauptachse wird eine mehr
oder weniger innige oder dichte Verfilzung, Verstrickung oder Verschlingung der Stoff- oder
Materialtheilchen bewirkt.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Abänderung des durch Patent Nr. 6 5494 (Anspruch 1.) geschützten Verfahrens, bei welcher das Formmaterial, anstatt durch Löcher im Mantel einer Trommel oder durch Rohrmündungen, direct in eine doppelt gedrehte Form eingegossen und gegebenenfalls darin gleichzeitig einer schlingernden Bewegung unterworfen wird.
- 2. Zur Ausübung des unter Anspruch 1. gekennzeichneten Verfahrens die Anordnung einer oder mehrerer drehbaren Schleudertrommeln oder Formen (D2) auf einer oder mehreren zur verticalen, horizontalen oder geneigten Hauptachse (A) parallel oder geneigt stehenden Kurbel - oder Nebenachsen (mm1).
- 3. Eine Ausführungsform der durch vorstehenden Anspruch/ 2. geschützten Vorrichtung, bei welcher eine Schleudertrommel oder Form (D2) aufser der von der Hauptachse (A) bewirkten Drehung einen Antrieb um die eigene Achse erfährt, z. B. durch Zahnräder (n o, nl o1, m2 O2J oder dergleichen oder durch einen besonderen Kurbeltrieb (Fig. 4) oder durch die Reibung in einem hohlkugelartigen Gehäuse (P) oder durch ein Windrad (p).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71001C true DE71001C (de) |
Family
ID=344341
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT71001D Expired - Lifetime DE71001C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung voller und hohler Gegenstände aus formbaren Stoffen mittels Centrifugirens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE71001C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1149882B (de) * | 1953-06-15 | 1963-06-06 | Sun Rubber Company | Verfahren zum Herstellen von hohlen Gegenstaenden aus mit einem Plastifizierungsmittel versetzten Vinylharzen |
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- DE DENDAT71001D patent/DE71001C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1149882B (de) * | 1953-06-15 | 1963-06-06 | Sun Rubber Company | Verfahren zum Herstellen von hohlen Gegenstaenden aus mit einem Plastifizierungsmittel versetzten Vinylharzen |
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