DE70939C - Stromzuführungseinrichtung für elektrisch betriebene Wasserstrafsen und Bahnen - Google Patents
Stromzuführungseinrichtung für elektrisch betriebene Wasserstrafsen und BahnenInfo
- Publication number
- DE70939C DE70939C DENDAT70939D DE70939DA DE70939C DE 70939 C DE70939 C DE 70939C DE NDAT70939 D DENDAT70939 D DE NDAT70939D DE 70939D A DE70939D A DE 70939DA DE 70939 C DE70939 C DE 70939C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- power supply
- railways
- pin
- waterways
- supply device
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 7
- 229920001875 Ebonite Polymers 0.000 description 8
- RRHGJUQNOFWUDK-UHFFFAOYSA-N Isoprene Chemical compound CC(=C)C=C RRHGJUQNOFWUDK-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- WABPQHHGFIMREM-UHFFFAOYSA-N lead(0) Chemical compound [Pb] WABPQHHGFIMREM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 230000001154 acute effect Effects 0.000 description 1
- 230000003068 static effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C13/00—Locomotives or motor railcars characterised by their application to special systems or purposes
- B61C13/02—Locomotives or motor railcars characterised by their application to special systems or purposes for towing or transporting ships or for like special purposes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTA
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Um den Fahrverkehr bei Wasserstrafsen und Bahnen mit oder ohne Geleise elektrisch zu
betreiben, wendet man folgende Stromzuführungseinrichtung an.
In schiffs-, wagen- oder zugsweiten Abständen sind quer zur Fahrrichtung oder in
einer Zickzacklinie entlang der Fahrbahn die den elektrischen Betriebsstrom zuführenden
Leitungsdrähte D1D2DD1 angebracht, und
zwar oberhalb der Schiffe bezw. Wagen im Luftraum oder auch unterhalb derselben in
der Fahrbahn.
Der Motorwagen W oder auch mehrere an einander gekuppelte Wagen bezw. das Schiff
oder der Bahnzug tragen an Haltern UT1 H2 ein
sich um zwei oder mehr isolirte Rollen -R1 R2
leicht drehendes, endloses, stromleitendes Band B oder eine dergleichen Gliederkette, von welchem
bürstenartig elastische Metallstifte 5 abstehen. Dieses Band befindet sich stets zu einem Theil
unter den Zuleitungsdrähten, an welche sich bei der Annäherung des Wagens bezw. Schiffes
die stromleitenden Stifte S anlegen müssen, hierdurch Stromschlufs herstellend. Die Stifte S
nehmen für die ganze Dauer des Vorüberfahrens des Schiffes, Wagens oder Zuges, während
sich nothwendigerweise das endlose Band um die Rollen dreht, den Betriebsstrom vom
Kabel D1 ab und führen denselben, während
er von dem Bande durch die isolirten Rollen R1 R2 abgenommen wird, der Triebmaschine
des Schiffes bezw. Wagens zu, und zwar ohne Unterbrechung. Ehe nämlich der erste Zuleitungsdraht
aufser Berührung mit dem Stiftband getreten ist, stehen die federnden Metallstifte,
welche rings um das ganze Band dicht neben einander stehen, vorn am Bande schon wieder in Berührung mit dem nächstfolgenden
Zuleitungsdraht D1.
Die Rückleitung des Stromes erfolgt bei Geleisbahnen am besten durch die Schienen,
bei Wasserläufen durch den Wasserlauf selbst.
Namentlich bei Bahnen ohne Geleise empfiehlt es sich aber, über den Zuleitungsdrähten, parallel
zu denselben, sei es zu den Quer- oder zu den Zickzackdrähten, noch weitere gesonderte
Drähte D2 für die Rückleitung des Stromes im Luftraum anzubringen.
Um zwischen diesen oberen Drähten D2 und der Treibmaschine des Wagens eine gesondert
wirkende leitende Verbindung herzustellen, benutzt man noch zwei weitere stromleitende,
endlose Bänder B1B2 (Fig. 2), welche sich
um besondere isolirte Theile der Rollen R1 R2
leicht drehen, von denen der Strom dann gesondert abgenommen wird. Von jedem der
beiden Bänder B1 B2 steht nur auf der oberen
Seite derselben je ein längerer, stromleitender, federnder Stift S1 S2 in schräger Richtung ab,
und zwar mit dem spitzen Winkel in die Fahrrichtung geneigt. Aufserdem ist jeder
Stift zu beiden Seiten — nach vorn und nach hinten — bis zu einer gewissen Höhe durch
isolirende, in einem Scharnier parallel am Stifte laufende Stäbe, z. B. aus Ebonit, E1 und E2, gegen
jede stromleitende Berührung mit dem unteren Zuleitungsdraht D1 geschützt. Nähert sich nun
der eine, gerade vorn auf dem einen Bande befindliche Stift S1 dem oberen Draht D2, so
legt er sich, Stromschlufs bewirkend, nur an diesen an. Bei der Weiterbewegung des
Wagens, während sich nothwendigerweise das
endlose Band um die Rollen dreht, bleibt dieser elastische Metallstift beständig in Berührung
mit dem oberen Kabel, bis er ans Ende des Wagens auf und mit dem Bande gelangt. Dort wird er, da er auf dem drehbaren
Bande sitzt, vom Draht D2 etwas nach
rückwärts gebogen, ohne jedoch selbst das untere Kabel D1 leitend zu berühren. Er ist
durch den Ebonitstab E zunächst vor der Berührung mit dem unteren Kabel D1 geschützt.
Dieser Ebonitstab wird sodann aber dadurch, dafs der Stift S1 im Gelenk auf dem
Bande B1 -B2 (Fig. 2) um eine Achse gedreht
wird, mittelst eines einfachen Mechanismus, z. B. eines Zahnrades mit Zahnstange Z, über
die ganze Länge des Stiftes hinausgeschoben und schützt, weil nunmehr blos er, der Ebonit- .
stab E, an dem unteren Draht D1 hinstreift,
den Metallstift S1 sicher vor der Berührung mit dem unteren Kabel D1. Sobald der Ebonitstab
sich aber vom unteren Kabel wieder abgelöst hat, richtet sich der in einem federnden
Gelenk sitzende Metallstift -S1 rasch wieder auf
und wird in seine ursprüngliche schräge Lage zurückgeschnellt, während der Ebonitstab dadurch
ebenso schnell vom oberen Stift wieder nach unten zurückgezogen wird, dessen Contactfähigkeit
damit wieder herstellend. Das Gleiche gilt vom Ebonitstab und Metallstift S2 (Fig. 2).
Damit der Stift nun aber auch wieder ans vordere Wagenende zurückgelangt, tritt am
besten eine um die Rollenachse gewickelte Spiralfeder F in Wirkung, welche bei der
Rückwärtsbewegung des Stiftes vom vorderen nach dem hinteren Wagenende angespannt
wurde. Löst sich der Ebonitstab E vom unteren Draht ab, so rollt sich diese Feder
plötzlich wieder zusammen und zieht sehr schnell das Band mit dem Stift in die Anfangsstellung zurück. Da aber hierbei bis zur Berührung
mit dem folgenden Kabel eine Stromunterbrechung stattfinden würde, so bringt man
zweckmäfsigerweise ein zweites Band B2 nebst gleichartigem Ebonit- und Contactstift S2 auf
mit besonderen Spiralfedern versehenen Rollen -R1 R2 an. Dieser Stift S2 hat inzwischen die
gleiche Wirkung des Stromschlusses mit dem oberen Kabel D2 übernommen, ehe noch der
erste Stift S1 aufser Berührung mit dem oberen Kabel D2 trat. In dieser Weise bewirken die
beiden Stifte abwechselnd mit einander den Stromschlufs, dadurch eine ununterbrochene
Stromleitung ermöglichend. Die beiden stets in entgegengesetzter Richtung sich verstellenden
Stifte bewegen sich also lediglich auf der oberen Seite der Bänder, nicht auch auf der unteren,
wie die des Bandes B. Dadurch wird es möglich, wenigstens einen der,Stifte S1 S2 beständig
abwechselnd in sicherem Contact mit dem oberen Kabel D2 zu erhalten. Der betreffende
Contactmechanismus kann übrigens sehr verschiedenartig sein. Es können statt eines elastischen
Stiftes auch mehrere bürstenartig neben einander in dem federnden Gelenk am Bande
angebracht werden, auch könnte man die rückläufige Bewegung der einen unteren Bandseite
benutzen, um den Stift auf der oberen Seite des anderen Bandes entsprechend zu verstellen.
In der angegebenen Weise kann man auch von mehreren im Luftraum über einander angebrachten
Kabeln z. B. Drehstrom abnehmen. Wird die einfachere Form, also nur ein Stiftband mit nur einer einzigen Zuleitung im
Luftraum und mit Schienenrückleitung angewendet, so ergeben sich doch schon bedeutende
Vortheile. Man braucht nämlich, so viele Bahngeleise oder Schiffe auch immer neben
einander laufen mögen, doch nur allemal eine dünne Querleitung oder nur ein einziges Stromzuleitungskabel
in einer Zickzacklinie über die Fahrbahn zu spannen. Die Spannweite der Leitungen darf aber natürlich nicht gröfser
sein, als die Länge des endlosen Bandes. am Schiffe, Wagen oder Zuge beträgt. Die Berührung
zwischen Kabel und Stiftband ist nicht schleifend, sondern festruhend. Wendet man
die complicirtere Form mit Hin- und Rückleitung im Luftraum an, so kann man den gesammten
Fahrverkehr z.B. einer Grofsstadt ohne Schienengeleise elektrisch betreiben, ingleichen
den gesammten Verkehr auf Strömen und Flüssep, und zwar diesen am besten unter
Benutzung des Wasserlaufs als Rückleitung.
Claims (1)
- Patent-AnspRucη:Eine Stromzuführungseinrichtung für elektrisch betriebene Wasserstrafsen und Bahnen mit oder ohne Geleise, dadurch gekennzeichnet, dafs an endlosen, über. isolirt gelagerte Rollen, von denen der Strom für die Treibmaschine des Wagens abgenommen wird, geführten Bändern oder Ketten befestigte Metallstäbe sich gegen die oberhalb oder unterhalb der Wagen quer zur Fahrrichtung oder in Zickzacklinien entlang der Fahrbahn angebrachten und den Strom zuführenden Leitungsdrähte anlegen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70939C true DE70939C (de) |
Family
ID=344283
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT70939D Expired - Lifetime DE70939C (de) | Stromzuführungseinrichtung für elektrisch betriebene Wasserstrafsen und Bahnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE70939C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4342522A (en) * | 1977-03-10 | 1982-08-03 | Bristol-Myers Company | Roll-on dispenser with a flexible membrane |
-
0
- DE DENDAT70939D patent/DE70939C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4342522A (en) * | 1977-03-10 | 1982-08-03 | Bristol-Myers Company | Roll-on dispenser with a flexible membrane |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE70939C (de) | Stromzuführungseinrichtung für elektrisch betriebene Wasserstrafsen und Bahnen | |
| DE52497C (de) | Elektrische Beleuchtungsanlage für Eisenbahnstrecken zur Zugdeckung | |
| DE674689C (de) | Stromabnahmevorrichtung fuer Kontaktbahnen | |
| DE87342C (de) | ||
| DE1615833C3 (de) | Stromzuführung für bewegliche Stromverbraucher | |
| DE382960C (de) | Vorrichtung zur Abnahme des Stromes von zwei parallel und in senkrechter oder wagerechter Ebene angeordneten Leitungsdraehten mittels Rollen | |
| DE131858C (de) | ||
| DE271261C (de) | ||
| DE1563956A1 (de) | Stromabnehmerwagen | |
| DE34353C (de) | Schaltung bei elektrischen Eisenbahnen | |
| DE90226C (de) | ||
| DE25766C (de) | Neuerung an elektrischen Drahtseilbahnen | |
| DE870426C (de) | Stromabnehmer fuer Krananlagen, Verschiebebuehnen od. dgl. | |
| DE187564C (de) | ||
| DE617340C (de) | Handschalter fuer elektrisch betriebene Blockwinden | |
| DE36025C (de) | Kontaktrad bei elektrischen Eisenbahnen | |
| DE125371C (de) | ||
| DE131015C (de) | ||
| DE572365C (de) | Elektrische Leitungsanlage | |
| DE14550C (de) | Neuerungen an elektromagnetischen Signalvorrichtungen für Eisenbahnen | |
| DE103960C (de) | Stromzufuehrung fuer elektrische bahnen mit magnetischer anschaltung | |
| DE123868C (de) | ||
| DE141862C (de) | ||
| DE209062C (de) | ||
| DE116570C (de) |