DE70938C - Federnde Stromschlufsschiene zur Verbindung fahrender Züge mit seitlichen Stromleitern - Google Patents
Federnde Stromschlufsschiene zur Verbindung fahrender Züge mit seitlichen StromleiternInfo
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- DE70938C DE70938C DENDAT70938D DE70938DA DE70938C DE 70938 C DE70938 C DE 70938C DE NDAT70938 D DENDAT70938 D DE NDAT70938D DE 70938D A DE70938D A DE 70938DA DE 70938 C DE70938 C DE 70938C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L3/00—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
- B61L3/16—Continuous control along the route
- B61L3/18—Continuous control along the route using electric current passing between devices along the route and devices on the vehicle or train
- B61L3/185—Continuous control along the route using electric current passing between devices along the route and devices on the vehicle or train using separate conductors
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Vorrichtung findet bei Einrichtungen
Anwendung, die zur. Herstellung einer telegraphischen oder telephonischen Verbindung
zwischen fahrenden Eisenbahnzügen und zwischen diesen und den Stationen dienen.
Die Gesammteinrichtung besteht im wesentlichen aus drei Theilen, nämlich 1. aus einer
neben dem Schienengeleise angeordneten oberirdischen Drahtleitung, 2. aus einer federnden
Stromschlufsvorrichtung zwischen dieser Leitung und einem Wagen des Eisenbahnzuges und
3. aus elektrischen Vorrichtungen im Wagen, welche im Falle der Gefahr die nöthigen Stromverbindungen
zur Einrückung der Bremsen, zur Auslösung des Lärmsignals und Herstellung der Fernsprechverbindung veranlassen.
Auf der beiliegenden Zeichnung stellt dar: Fig. ι die unter 1. genannte Leitung neben
dem Schienengeleise, Fig. 2 die Seitenansicht derselben, Fig. 3 einen Querschnitt mit theilweiser
Ansicht des die Stromschlufsvorrichtung und die elektrischen Vorrichtungen aufnehmenden
WTagens, Fig. 4 die Oberansicht der am Wagen angebrachten Stromschlufsvorrichtung,
Fig. 5 und 6 endlich Längsschnitt und Oberansicht der elektrischen Vorrichtungen.
Die Leitung (Fig. 1 und 2) besteht aus den Stangen A, welche von den Schienen gleich
weit entfernt stehen und mittelst Isolatoren aus Porcellan die parallelen Drähte B B1 tragen.
Letztere sind durch die senkrechten Drähte C aus Kupfer mit einander verbunden. An den
Drähten C schleift die an einem Wagen des Zuges angebrachte Stromschlufsvorrichtung entlang.
Letztere besteht aus einer Längsleiste D, auf welcher runde, halbrunde oder herzförmig gestaltete
Blechstreifen E aus Federstahl befestigt sind. Ein Stab F aus Stahl oder Eisen verbindet
diese gebogenen federnden Streifen mit einander und ist aufserhalb mit einem Streifen G
aus Kupfer belegt, dessen beide Enden gleichfalls rund gebogen und mit den zu den elektrischen
Vorrichtungen im Innern des Wagens führenden Leitungsdrähten verlöthet sind. Die
ganze Vorrichtung ist mittelst dreier Träger H auf einer Welle / befestigt, welche an dem
Dach des Wagens drehbar gelagert ist und vermittelst zweier Kettenräder J K, einer Kette
ohne Ende und einer Handkurbel L gehoben und gesenkt werden kann. Letzteres geschieht,
wenn die Stromschlufsvorrichtung, wie z. B. beim Durchfahren von Bahnhöfen, mit der
Leitung ABC aufser Berührung gebracht werden
soll.
Die elektrischen Vorrichtungen (Fig. 3, 5 und 6) bestehen in bekannter Weise aus Elektro-^
magneten O und F, deren um Q und X schwingende
Anker P und W die erforderlichen Bewegungen und Schaltungen vermitteln. Der
Anker P trägt an seinem Arm R die Stange S, an welche das Gewicht T angehängt ist, das
sich in einem Cylinder bewegt, dessen Bodenplatte U zur Aufnahme der Gewichtsstöfse mit
Leder oder Kautschuk belegt ist. Die Stange L steht mit dem Hahn M einer Pfeife oder Sirene
in Verbindung. Dieselbe tritt in Thätigkeit,
Claims (1)
- sobald Elektromagnet O aus dem Stromkreise geschaltet wird.Der Anker W des zweiten Elektromagneten V hält zwischen den zwei Schrauben Y in der Ruhestellung den Stromkreis des Elektromagneten O geschlossen.Der Stromlauf für den Elektromagneten O ist hierbei folgender: von der Batterie X' durch die eine Spule von O zur einen Schraube Y, durch den Anker W zur anderen Schraube Y und durch die zweite Spule von O zur Batterie zurück. Es ist hier also ein geschlossener Stromkreis vorhanden, so dafs der Anker P von dem Elektromagneten O angezogen gehalten wird.Der eine Pol (ζ. Β. der negative) einer zweiten Batterie,X", welche von der ersten unabhängig und erheblich stä'rker als diese ist, steht mit der Erde in Verbindung, z. B. vermittelst einer Bürste Z)1, welche gegen die eine Wagenachse schleift. Der andere Pol (-)-) führt durch den Elektromagneten Fund die Stromschlufsvorrichtung EFG in die Leitung ABC, und da' diese von der Erde isolirt ist, so ist dieser zweite Strom nicht geschlossen, folglich der Anker W von dem Elektromagneten V nicht angezogen.Bedingung ist, dafs alle in derselben Richtung fahrenden Züge denselben Pol mit der Erde und denselben Pol mit der federnden Stromschlufsvorrichtung verbunden haben, so dafs also für diese Züge die Sicherheitsvorrichtung aufser Thätigkeit bleibt. Die in entgegengesetzter Richtung, fahrenden Züge dagegen haben entgegengesetzte Pole mit der Erde bezw. der Stromschlufsvorrichtung verbunden, so dafs in den einander entgegenkommenden Zügen der durch X", V, G, Leitung und Erde gehende Strom sofort geschlossen wird. Anker W wird dann von seinem Elektromagneten V angezogen und die Verbindung zwischen den Schrauben Y und somit der Stromkreis der anderen Batterie X' unterbrochen. Hierdurch wird Anker P frei, das Gewicht T kann durch eigene Schwere niedersinken, zieht Stange S nach sich und öffnet den Hahn M, wodurch das Lä'rmsignal zum. Ertönen gebracht und sä'mmtliche Bremsen angezogen werden. Dies findet zu gleicher Zeit für sä'mmtliche auf demselben Geleise fahrenden Züge statt. Die Schliefsung des zweiten Stromkreises gestattet aufserdem einen Fernsprechverkehr zwischen den Zügen und den an die Leitung angeschlossenen Stationen, wenn auf den Zügen in diesen Stromkreis Fernsprecher eingeschaltet sind.Patεnt-Anspruch:Bei Einrichtungen zur Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen fahrenden Zügen mit seitlich zur Strecke angeordnetem Leiternetz die drehbare Verbindung der federnden Stromschlufsschiene G mit dem Fahrzeug, zu dem Zwecke, durch ein geeignetes Triebwerk die Schiene in und aufser Berührung mit dem Leiternetz zu bringen;Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70938C true DE70938C (de) |
Family
ID=344282
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT70938D Expired - Lifetime DE70938C (de) | Federnde Stromschlufsschiene zur Verbindung fahrender Züge mit seitlichen Stromleitern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE70938C (de) |
-
0
- DE DENDAT70938D patent/DE70938C/de not_active Expired - Lifetime
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