DE74641C - Durch Magnete bewirkte Stromzuführung für elektrische Bahnen mit Theilleitern - Google Patents
Durch Magnete bewirkte Stromzuführung für elektrische Bahnen mit TheilleiternInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60M—POWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
- B60M1/00—Power supply lines for contact with collector on vehicle
- B60M1/02—Details
- B60M1/10—Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle
- B60M1/103—Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle by vehicle-borne magnets
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
In der Fig. 1 der anliegenden Zeichnung ist ein Längsschnitt durch die Stromzuführungsvorrichtung
dargestellt, während die Fig. 2 einen Querschnitt durch die Fahrbahn nebst einem Stromschema zeigt.
Die vorliegenden Vorrichtungen gehören zum Betriebe jener Gattung von elektrischen Bahnen,
bei welchen die Zuleitung des Stromes durch eine unterirdische Leitung derart erfolgt, dafs
der Strom an jener Stelle, wo sich gerade der Wagen befindet, zu einer aus isolirten Theilleitern
bestehenden Mittelschiene heraufgeführt, hier durch; Schleifbürsten abgenommen wird
und dann durch den Motor und' die als Rückleitung dienenden Schienen zur Dynamo wieder
zurUckfliefst.
Der Hauptnachtheil der bisher bekannten derartigen Anordnung besteht in den zwischen
den Theilleitern der' Mittelschiene und deren Isolirung auftretenden Undichtheiten, durch
welche Wasser zu dem unterirdischen Zuleitungsmechanismus eindringen kann, wodurch
dann Rostbildungen und Kurzschlüsse entstehen.
Wie Fig. ι zeigt, besteht die neue Vorrichtung aus unter einander isolirten Theilleitern a{ a2,
mit denen wasserdicht je ein völlig geschlossener Kasten b verbünden ist. In diesem Kasten befindet
sich ein elektromagnetischer Apparat, welcher mittelst eines wasserdicht in den
Kasten b' eingeführten Drahtes d mit der Hauptleitung
c in Verbindung steht. Der Elektromagnet besteht aus einer Weicheisenspule f,
auf welcher zwei Drahtwickelungen sich befinden, und zwar ist die innere Windung g
aus dünnem Draht mit einem später zu beschreibenden Relais verbunden, während die
äufsere Wickelung e aus dickem Draht die Fortsetzung der Zuleitung d bildet. Der Anker
dieses Elektromagneten besteht aus einem in der Spule f senkrecht geführten Eisenkern h\
welcher an seinem oberen Ende eine Metallbürste i trägt, die durch eine biegsame Leitung
k mit der feststehenden Wickelung e verbunden ist.
Das oben erwähnte Relais wird aus einem in einer Isolirmasse senkrecht geführten Eisenstab
/ gebildet, dessen unteres Ende durch eine' dünne federnde Leitung m mit dem Draht d
verbunden und aufserdem mit einem Contact no versehen ist, von wo aus der Draht g zur
dünnen Wickelung der Spule f führt.
Der punktirt gezeichnete permanente oder Elektromagnet ρ sowohl als die Schleifbürste q
sind an der Unterseite des Motorwagens angebracht und gleiten mit dem Wagen über die
Mittelschiene ax a2 hinweg.
Die gesammte Vorrichtung arbeitet nun in folgender Weise:
Fährt der Motorwagen mit dem Magneten ρ über das Relais im Kasten b hin, so wird zunächst
das Eisenstäbchen I durch den Magneten ρ gehoben und hierdurch der Contact η ο
geschlossen. Ein schwacher Zweigstrom geht dann von der Leitung d durch den dünnen
Draht m in die innere Wickelung g der Elektromagnetspule
f, welche den Anker h sofort derart hebt, dafs zwischen dessen Metallbürste i
und dem Theilleiter a2 ein elektrischer Schlufs
entsteht.
Mittlerweile ist auch die Schleifbürste q auf den Theilleiter a2 gelangt, und da die Bürste i
durch die Leitung k mit dem Draht d bezw. der Hauptleitung c verbunden ist, so wird hierdurch
der Hauptstrom geschlossen, welcher, in der Wickelung e die Elektromagnetspule /
umfliefsend, den Eisenkern h und dessen Metallbürste i fest gegen den Theilleiter a2 prefst.
Der Hauptstrom nimmt hierbei den aus dem Stromschema (Fig. 2) ersichtlichen Weg. Von
der Hauptleitung c geht derselbe in den Kasten b, ferner durch den Theilleiter a, die Bürste q
und die Leitung r zum Motor s; von hier aus durch die Leitung t, die Bürsten u, die
Räder v, die Schienen χ und die Leitung w
zur Dynamo y zurück. Die Leitung % bildet den elektrischen Schlufs für den Zweigstrom
des Relais.
Hat der Motorwagen den Theilleiter a.2 passirt,
so fällt das Eisen / des Relais, sowie der Magnetkern h des Elektromagneten wieder in
seine Ruhelage zurück, während bei dem nächsten Theilleiter und der damit verbundenen
Stromzuführung sich das oben beschriebene Spiel wiederholt, so dafs immer nur an jenem
Theilleiter der Mittelschiene Strom zu Tage tritt, über welchen der Motorwagen gerade hinfährt.
Claims (1)
- Pa te nt-An sprüch:Für elektrische Bahnen mit Theilleiterbetrieb und mit in allseits geschlossenen Kästen angeordneten Stromabgebern die Einrichtung der letzteren derart, dafs ein vom Magnet ρ des Fahrzeuges gesteuerter Hülfsstromschliefser I durch eine Zweigleitung d m ο η g ^, welche um die Spule f herumführt, zunächst den eigentlichen Stromschliefser i zur Anlage an den Theilleiter α bringt, worauf der um dieselbe Spule h fliefsende Hauptstrom d e k i aq auch nach Abfallen des Hülfsstromschliefsers / so lange durch den federnd angeprefsten Stromschliefser i zur Bürste q des Fahrzeuges geht, bis die Bürste den Theilieiter α verlassen hat.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE74641C true DE74641C (de) |
Family
ID=347672
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT74641D Expired - Lifetime DE74641C (de) | Durch Magnete bewirkte Stromzuführung für elektrische Bahnen mit Theilleitern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE74641C (de) |
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