DE219264C - - Google Patents
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- DE219264C DE219264C DENDAT219264D DE219264DA DE219264C DE 219264 C DE219264 C DE 219264C DE NDAT219264 D DENDAT219264 D DE NDAT219264D DE 219264D A DE219264D A DE 219264DA DE 219264 C DE219264 C DE 219264C
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- B60M1/10—Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle
- B60M1/103—Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle by vehicle-borne magnets
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine unterirdische Stromzuführung für elektrische
Bahnen mit Teilleiterbetrieb derjenigen Art, bei der ein von dem Wagen getragener Magnet
beim Vorüberfahren über die Kontaktstrecke die Kontaktschließung selbsttätig bewirkt. Bei
Stromzuführungen dieser an sich bekannten Art kommt es darauf an, zu verhindern, daß
nach Passieren des Wagens die an der Oberfläche der Straße befindlichen Kontaktstellen,
die sogenannten Straßenkontakte, stromführend bleiben.
Die vorliegende Erfindung verwendet in bekannter Weise einen in einem geschlossenen
Kanal unter dem Fahrweg liegenden, aus mehreren voneinander isolierten Stücken bestehenden
biegsamen Streifen, der unter dem Einfluß des vom Wagen aus in Wirksamkeit gesetzten Magnetismus eine mit dem Wagen
fortschreitende wellenförmige Bewegung ausführt.
Die Erfindung kennzeichnet sich nun im wesentlichen dadurch, daß die Kontaktschließung
unter Zwischenschaltung von Stromschaltern in der Weise stattfindet, daß nur durch
gleichzeitige gemeinsame Einwirkung des biegsamen Streifens und des Wagenmagneten auf
die Stromschalter der Stromschluß für die Straßenkontakte hergestellt wird, während in
dem .Falle, wo die Stromschalter durch den biegsamen Streifen allein bewegt werden, eine
Einschaltung der Straßenkontakte verhindert wird. Zu dem Zwecke wird der eine Arm des
Stromschalters, der aus einem drehbar gelagerten zweiarmigen Hebel besteht, durch den
biegsamen. Streifen selbst in die Stellung für den Stromschluß gebracht, während der andere
Arm diese Stellung nur unter dem Einfluß des Wagenmagneten einnehmen kann.
. Auf den Zeichnungen bedeutet Fig. 1 einen.
Längsschnitt durch die Kontaktvorrichtung, Fig. 2 eine Oberansicht, Fig. 3 einen Querschnitt
durch die Fahrbahn und den die Kontaktvorrichtung aufnehmenden Kanal, Fig. 4
einen Querschnitt des Mittelteils der Bahn in größerem Maßstabe, Fig. 5 ein Leitungsschema,
Fig. 6 einen teilweisen Schnitt durch die Kontaktvorrichtung, wobei die Kontaktorgane sich
in der gewöhnlich unwirksamen Stellung befinden, Fig. 7 einen ähnlichen Schnitt bei wirksamer
Stellung der Kontaktorgane, Fig. 8 eine schaubildliche Darstellung der Kontaktorgane,
Fig. 9 eine schaubildliche Darstellung eines Teils der zur Verwendung kommenden Verbindungsorgane, Fig. 10 eine schaubildliche
Darstellung der Magnetschienen, Fig. 11 einen senkrechten Schnitt durch den Kontaktkanal
in etwas veränderter Ausführung, Fig. 12 einen Schnitt in größerem Maßstabe einer weiteren
Ausführungsform, Fig. 13 eine teilweise Oberansieht der gemäß Fig. 12 verwendeten Kontaktvorrichtung,
während Fig. 14 schematisch die .Art und Weise veranschaulicht, in welcher
die Kontakte geschlossen werden.
An dem Wagengestell A ist ein Magnet B
(Fig. ι und 3) vorgesehen, welcher den Anschluß
der Motoren A' (Fig. 1) an die unterirdische Stromleitung bewirkt. Der Wägen besitzt äußerdem
Kontaktschuhe A2, welche von federnden Stangen A3 getragen werden, die mit den Mo-
' toren in üblicher Weise verbunden sind.
Zwischen den Schienen ist ein geschlossener Kanal C eingebaut, welcher zur Aufnahme
der Hin- und Rückleitungen T), D' (Fig, 3 und 4)
dient. Oberhalb dieser Leitungen sind aus magnetischem Material bestehende Bänder
E, E' vorgesehen, welche von dem Magneten so angehoben werden können, daß sie eine mit
dem Wagen fortschreitende wellenartige Bewegung ausführen. Dabei stellen sie besondere
Sicherheitsschalter ein und bilden auch einen Teil des Arbeitsstromkreises. In gewissen Abständen
sind in der Mitte der Fahrbahn. Koritaktknöpfe F vorgesehen, über welche die
Kontaktschuhe A* schleifen.
Der Leitungskanal besteht aus einer Bodenwand
c und Seitenwaridüngen c' sowie ferner
aus einer Deckwand c2. Zur Abdichtung werden Packungsstreifen c3 verwendet, damit
in das Innere des Kanals Wasser nicht eindringen kann. Die Deckwand besteht zweckmäßig
aus Holz oder einem anderen Isolationsmaterial. Besondere Metallstreben C, die in
der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise verbolzt
werden können, sind zweckmäßig noch zum Zusammenhalten des Ganzen vorgesehen.
Die Kontaktknöpfe F (Fig. 4) werden durch Bolzen f und Muttern f unter Benutzung Von
Isölationsblöcken f2 in ihrer Lage gesichert. Der Raum zwischen den oberen schienenartigen
Ansätzen der Metallstreben C wird zweckmäßig durch eine Asphaltschicht G ausgefüllt.
Die Hauptleitungen D, D' sind zwischen Blöcken C4 und C5 aus Isolationsmaterial eingebettet.
Der Block C4 bildet durch seine starke Mittelrippe c6 und die beiden Seitenwände
c7 zwei besondere Kammern. Diese Einrichtung kommt nur in Betracht, wenn
sowohl für die Hin- und Rückleitung besondere Leitungsdrähte verwendet werden. Erfolgt
die Rückleitung aber durch Erde, dann ist dies nicht erforderlich.
ZU beiden Seiten der Kontaktknöpfe F ist
an der oberen Wand des Hauptkanals je eine Reihe Kontaktstifte H, H' vorgesehen (Fig. 1,
2 und 3), mit denen die Metallstreifen E, E' in Berührung kommen können, sobald sie unter
dem Einfluß des Magneten B angehoben werden.
Die Kontäktstifte H, H' stehen mit den Kontaktknöpfen F durch Drähte h, h' (Fig. 2) in
Verbindung. Jeder der Kontaktknöpfe ist auf diese Weise mit einem positiven und negativen
Kontaktstift H und H' verbunden. Die Stifte H, H' liegen bzw. vor und hinter den zugehörigen
Kontaktknöpfen, wie dies Fig. 2 erkennen läßt, und der Magnet B und die Kontaktschuhe
A2 des Wagens sind so angeordnet, daß, sobald das Anheben der Magnetstreifen
E, E' erfolgt, der eine der Schuhe A2 einen
Kontaktknopf F berührt, welcher mit dem positiven Pol der Stromzuführung in Verbindung
steht, während der andere Schuh A2 gleichzeitig mit einem Kontaktknopf F in
Berührung steht, der mit dem negativen Pol der Stromzuführung verbunden ist. In jedem
Zeitpunkte ist der Motorstromkreis des Wagens geschlossen, und zwar findet der Strom seinen
Weg von dem einen der Magnetstreifen E über einen Stift H, weiter über einen der KontaktkiiÖpie
F, über einen der Kontaktschuhe A2, dann zum Motor und über den anderen Kontakt-•
schuh A2, über einen zweiten Kontaktknopf F
und über Kontaktstift h' zum Magnetstreifen E'. Der Stromkreis beginnt mit dem einen der Magnetstreifen
und hört bei dem anderen Magnetstreifen auf.
Die Magnetstreifen, welche durch Isolierung e (Fig. 5) in Abschnitte zerlegt sind, um
das Teilleitersystem aufrecht zu erhalten, stehen über besondere Sicherheitsschaltvorrichtungen
mit den stromführenden Leitungsdrähten D, D' in Verbindung. Das Teilleitersystem ist, wie
es in ähnlichen Fällen üblich ist, so eingerichtet, daß nur immer eine der Wagenlänge
entsprechende Strecke mit Strom versorgt wird.
Die Bauart und Wirkungsweise der Sicherheitsschalter sei nunmehr an Hand der Fig. 1
bis 8 näher beschrieben.
Der Sicherheitsschalter besteht aus zwei Hebeln I (Fig. 8) mit je zwei Armen /' und I2,
welche zu beiden Seiten eines Drehzapfens i verteilt sind. Die beiden Hebel stehen durch
einen Isolationsblock miteinander in Verbindung, durch welchen der Drehzapfen i greift.
Die Schalter sind unmittelbar unter der Deckwand des Kanals angebracht (Fig. 1, 6 und 7),
und die Drehzapfen i werden von der Mittelrippe ce und den Seitenwänden c7 (Fig. 4)
getragen. Die Arme /' der Kontakthebel besitzen je ein Kontaktplättchen i' (Fig. 8),
welche mit entsprechenden Kontakten i2 (Fig. 6 und 7) in Berührung kommen können.
Die letzteren sind an der Seitenwand des Kanals befestigt. Die anderen Enden der Kontakthebel
besitzen Kontakte iz und t'4, welche mit
entsprechenden Kontakten i& und i6 in Berührung
kommen können, die auch von den Kanalwänden getragen werden.
Die Kontakte i2 stehen nun mit den Haupt-Stromzuführungsleitungen
D und D' durch Drähte, ϊ1 (Fig. 5 und 6) in Verbindung, und die
Kontakte ib und ie sind mit den benachbarten
Abschnitten der zugehörigen Magnetstreifen E, E! durch Drähte i& und i9 verbunden. Sind
die Schalter geschlossen, dann kann der Arbeitsstrom von der Hauptleitung über die
Schaltvorrichtungen zu dem betreffenden Abschnitt der Magnetstreifen hingelangen, um
dem Wagenmotor zugeführt zu werden.
Wichtig ist die Art und Weise, in welcher die Sicherheitsschalter in und außer Wirksamkeit
gesetzt werden, sowie die Bauart der Schalter selbst, die Kurzschlüsse von der einen
stromzuführenden Leitung zur anderen über die Kontakte F dann nicht befürchten lassen,
ίο wenn der Wagen sich nicht über der betreffenden
Strecke befindet. Gewöhnlich nehmen die Sicherheitsschalter die aus Fig. 6 ersichtliche
Lage ein. Die Arme Γ befinden sich dabei in der gesenkten Lage und die Kontakte iz, i*
stehen mit den zugehörigen Kontakten i5 und i6 in Berührung (Fig. 5).
Die Streifen E, E' liegen gewöhnlich flach am Boden, wie dies Fig. 4 erkennen läßt. Nur
an der Stelle, an der sich ein Wagen befindet, wird durch dessen Magnet ein Anheben der
Bänder E, E' bewirkt, die eine wellenförmige Lage einnehmen und dabei mit den Kontaktstiften
H, H' in der vorbeschriebenen Weise in Berührung kommen. Gleichzeitig heben die
Bänder dabei die' Arme / der Schalter und
bringen deren Kontakte V. mit den-Kontakten i%
in Berührung.
Durch das xA.nb.eben der Arme T der Schalterhebel
/ erhalten die Arme J2 das Bestreben, sich nach abwärts zu "bewegen. Um dies zu
verhindern, müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden, und zwar können die Arme I2
Unter magnetischem Einfluß in gehobener Lage gehalten Werden. Zu diesem Zweck ist
folgende Anordnung getroffen:
An der Kanaldecke sind Eisenschienen /, /'
vorgesehen, welche durch den Wagenmagneten magnetisiert werden und in gewisser Hinsicht
■ Polfortsätze von diesem bilden. Die Schalterhebel
sind ihrerseits an ihren Enden mit magnetischen Polstücken . i10, i11 ausgerüstet,
welche die Anker zu den Polfortsätzen /, /' bilden. Die beiden Arme /' besitzen ein gemeinsames
Polstück i10 (Fig. 8), während die
beiden frei liegenden Arme I2 je ein besonderes Polstück i11 tragen. An diesem Ende besitzen
die Schalterarme also eine gabelförmige Öffnung. Die Polstücke i10 und i11 sind von den
Schalterarmen durch besondere Blöcke isoliert, wie dies aus Fig. 6, 7 und 8 ersichtlich ist.
Die Magnetschienen sind in Fig. 4, 5 und 10 , klar zu erkennen. Es werden drei Magnetschienen
/, /' verwendet, und zwar liegen neben der Mittelschiene / zu beiden Seiten je eine
Schiene /', welche von der ersteren durch Luftzwischenraum getrennt sind. Jede der
Schienen ist in Abschnitte von entsprechender Länge unterteilt, und die einzelnen Abschnitte
sind durch Luftzwischenräume voneinander getrennt. Die Länge der Abschnitte entspricht
den Längen der Teilleiter.
Die mittlere Schiene / besitzt Öffnungen j ■
(Fig. 10), durch welche die Zapfen f (Fig. 4) der Kontaktknöpfe F hindurchgreifen können.
Die Hauptteile der Schalter I (Fig. 8) bestehen aus Federmetall, um die Möglichkeit
zu schaffen, daß beide Arme der Schalthebel gleichzeitig angehoben werden können. Dieselbe
Wirkung ließe sich natürlich auch erzielen, wenn man gerade Schalterhebel verwendet, die
sich in einem vertikalen Schlitz um einen festen Zapfen drehen, wie dies in Fig. 11 angenommen
ist.
In Fig. 5 ist die Lage der Schalter mit Bezug auf die Magnetschienen ersichtlich. Die Schalter
sind dabei so angeordnet, daß die magnetischen Polschuhe i10 der Arme Γ den Luftraum zwischen
den Seitenschienen /' und der Mittelschiene / überbrücken. Die Arme Γ werden
daher auch in gehobener Lage gehalten, wenn nur eine der Schienen in dem betreffenden
Abschnitt magnetisiert ist. Die beiden Polstücke i11 können dagegen unabhängig voneinander
der Wirkung der Schienen / und /' ausgesetzt werden. Wie Fig. 7 erkennen läßt, kann daher auch der eine Arm J2 angehoben
sein, während der andere sich in gesenkter Lage befindet.
Die gewöhnlich in gesenkter Lage sich befindenden Arme Γ (Fig. 6) tragen an ihrem
äußersten Ende an der Unterseite einen aus Isolationsmaterial bestehenden Block i12, welcher
von den Bändern E, E' angehoben werden kann.
Die Wirkungsweise der Einrichtung gestaltet sich folgendermaßen: Bewegt sich der Wagen
über die Fahrbahn von rechts nach links mit Bezug auf Fig. 1, dann werden die Bänder E, E'
unter dem Einfluß des von dem Wagen getragenen Magneten B in wellenförmiger Bahn
angehoben und kommen mit den Stiften H, H' in Berührung. Die Streifen heben die gewöhnlich
gesenkten Arme /' (Fig. 7 und 8) der Schalterhebel an und bringen diese in die aus Fig. 7
ersichtliche Lage, wodurch der Wagenmotor in stromleitende Verbindung mit den Leitungen
D und D' gebracht wird. Die Arme J2. werden, nachdem die Arme F angehoben sind,
an ihrem Bestreben, sich zu senken, dadurch gehindert, daß die Magnetschienen /' die Polstücke
i11 festhalten, wodurch die Kontakte i3
' und il in der Stromschlußlage bleiben.
Befindet sich der Schalter in der genannten Lage, dann ist der Strom über den Schalter
nach beiden Abschnitten der Magnetbänder E und E' geschlossen, und zwar über die beiden
Abschnitte der Magnetbänder, welche durch die Isolierung e voneinander getrennt sind und die
nach vorwärts und rückwärts von dieser Isolierung sich erstrecken.
An der rechten Seite der Fig. 1 kann man erkennen, daß der Schalter / daselbst sich in
■ gehobener Lage befindet, in welcher er durch die Magnetschienen /, /' festgehalten wird.
Bei der. Weiterfahrt des Wagens von rechts
nach links wird, sobald der Magnet den betreffenden Abschnitt der mittleren Magnetschiene
/ verlassen hat, dieser Abschnitt unmagnetisch, und die Schalterarme, welche die
Kontaktstücke i* tragen, kommen mit den Kontakten i6 außer Berührung; demzufolge
ίο werden die Abschnitte der Magnetbänder, die
hinter diesen Schaltern liegen, stromlos. Die Kontakte der Arme Γ der Schalter werden
aber noch durch die benachbarten Abschnitte der äußeren Kontaktschienen /', welche über
die mittleren Abschnitte, wie dies Fig. 5 und Io erkennen lassen, herüberragen, festgehalten.
Die anderen Arme I2 der Schalter, welche mit den Kontakten i° in Berührung stehen, werden
ebenfalls so lange in angehobener Lage gehalten, bis der Wagenmagnet die betreffenden
Abschnitte der äußeren Magnetschienen /' verlassen hat. Auf diese Weise werden die
betreffenden Abschnitte der Magnetbänder E, E' so lange mit Strom versorgt, als sich ein
Wagen über. dem betreffenden Abschnitt befindet. Dasselbe Spiel wiederholt sich bei
sämtlichen Abschnitten; dabei ist dafür gesorgt, daß ein Abschnitt, über dem sich ein
Wagen nicht befindet, stets stromlos ist.
Sobald der Wagen sich so weit bewegt hat, daß die seitlichen Magnetschienen /' eines
Abschnittes unmagnetisch werden, fallen die betreffenden Arme Γ der Schalterhebel nieder
und nehmen die aus Fig. 6 ersichtliche Lage wieder ein. Bei dieser Stellung der Schalter
besteht keine Gefahr eines Kurzschlusses von der einen Stromleitung zur anderen über die
Kontaktknöpfe F, selbst wenn die Magnetbänder E, E' aus irgendeiner Ursache angehoben
sein sollten, da in diesem Falle nur die
Arme Γ durch die Bänder angehoben werden können, - während die Arme I2, die zu diesem
Zeitpunkt mit ihren Polstücken einer magnetischen Einwirkung nicht unterliegen, nach
abwärts bewegt werden würden.
Um es zu vermeiden, daß beide Arme T und /2 der Schalter gleichzeitig durch die Magnetbänder
E, E' angehoben werden, wird . eine Schutzplatte K (Fig. 1, 6 und 7) verwendet,
welche sich unterhalb der Arme I2 befindet und eine Berührung dieser Arme I2·
durch die Bänder verhindert.
In der Praxis wird in der Weise vorgegangen, daß das Schließen und Öffnen der Kontakte
55. zu einer Zeit stattfindet, in der der betreffende
Abschnitt stromlos ist. Auf diese Weise werden Funkenbildungen vermieden.
Bei der Ausführungsform der Fig. 11 ist nur
eine stromführende Leitung D2 innerhalb des Kanals vorgesehen. Die Rückleitung liegt
außerhalb ,des. Kanals und wird z.B. durch den Schienenweg gebildet. In diesem Falle
ist auch nur ein einziger Magnetstreifen M erforderlich, der in mechanischer Weise auf einen
Schalter N einwirkt, welcher die stromführende Leitung D2 über die Kontaktknöpfe F und ■
Stromabnehmer A 2 mit dem Wagenmotor in
leitende Verbindung bringt. Der Schalter N besitzt Kontakte n, n', welche mit festen Kontakten
#2 und nz in Berührung kommen können.
Die Kontakte n2 stehen mit der stromführenden Leitung Z)2 durch einen Draht in Verbindung,
und die Kontakte ns sind mit den Kontaktknöpfen F durch kurze Leitungen w4
verbunden. An dem Ende, an welchem der Schalter N den Kontakt n' trägt, ist derselbe
schwerer ausgebildet und hat daher das Bestreben, sich an diesem Ende zu senken, kann
aber durch den Magnetstreifen M angehoben werden. Magnetschienen 0, O' oberhalb des
Schalters sind in derselben Weise angeordnet wie die Magnetschienen / und /' gemäß der
Fig. 10. Der aus einem zweiarmigen Hebel bestehende Schalter N ist um einen Zapfen p
der Mittelrippe P ausschwingbar. Der Zapfen p liegt aber in einem Schlitz des Schalters N,
so daß dadurch die Möglichkeit gegeben ist, beide Kontakte n, n' gleichzeitig in angehobener
Lage zu erhalten. . ' ■
Befindet sich der Schalter außer Wirksamkeit,. dann ist der Kontakt n' gesenkt, während
der Kontakt η mit dem Kontakt w2 verbunden
ist. Bei der vorliegenden Ausführungsform dient der Magnetstreifen M nur zum mechanischen
Anheben des Kontaktes n', bildet aber selbst keinen Teil der stromführenden Leitung.
Aber auch bei dieser Ausführungsform könnte der Streifen M in derselben Weise wie bei der
erstgenannten Ausführungsform mit als Stromleiter herangezogen werden.
Bei der Ausführungsform der Fig. 12 bis 14
sind Schalter R vorgesehen, welche beständig mit einer der Hauptstromleitungen 5 durch
Leitungsdrähte s verbunden sind. Der gewöhnlich in gesenkter Lage befindliche Kontakt r
der Schalter kann direkt mit den Kontaktstiften H in Berührung treten, wie dies Fig. 12
und 14 erkennen lassen. Jeder Schalter besitzt eine Mehrzahl von Kontakten r (Fig. 13),
welche mit den Kontaktstiften H in Berührung kommen können. Die Kontakte r sitzen an
einer Stange /, welche bei R! an der Mittelwand c6 (Fig. 12) des Kanals gelagert ist. Der
Schalter besitzt außerdem ein Schwanzstück i?2, welches mit einem isoliert getragenen magnetischen
Polstück R3 ausgerüstet ist.
Am oberen Ende des Kanals werden Magnetschienen
T vorgesehen, die eine ähnliche Anordnung wie die Magnetschienen /, /' der
Fig. 10 besitzen.
Unter dem Schwanzstück ist ein Kontakt r2
vorgesehen, welcher mit dem Kpntakt r 3 des
Schwanzstückes in Berührung treten kann und durch einen Draht s' mit der stromführenden
Leitung S in Verbindung steht.
Werden die Kontakte r des Schalters angehoben und mit den Kontaktstiften H in
Berührung gebracht, dann ist der Arbeitsstrom geschlossen und nimmt seinen Weg von einer
der Leitungen S über Leitung s, dann weiter über Schalter R über Kontaktstifte H, Kontaktknöpfe
F, dann über den Wagenmotor und über die Kontaktstifte H an der anderen Seite
des Leitungskanals und über Leitung s' zur anderen Hauptleitung S.
Befindet sich der Schalter in der unwirksamen Lage, dann ist das linke Ende mit den
Kontakten r durch das Eigengewicht gesenkt, wie Fig. 12 erkennen läßt. Beim Schließen des
Schalters wird das Schwanzstück durch die Wirkung der Magnetschiene T in gehobener
ao Lage gehalten.
Die Kontakte r3 des Schalterschwanzstückes und der Kontakt r2 sind so angeordnet, daß
sie einen Kurzschluß zwischen den beiden Hauptleitungen S bewirken, falls der wellenförmig
bewegte Magnetstreifen zu unrechter Zeit angehoben werden sollte und beispielsweise
durch Festklemmung oder durch Kleben in der angehobenen Lage verbleibt. Sollte dies
einmal stattfinden, dann ist zu diesem Zeitpunkt keine magnetische Kraft vorhanden,
welche das Schwanzstück in der angehobenen Lage hält. Dieses Schwanzstück wird dann
durch die Hebelwirkung mit dem Kontakt r2 in Berührung kommen, wodurch ein Kurzschluß
zwischen den beiden Hauptleitungen S über die Drähte s und s' stattfindet, der nach
außen hin keinerlei schädliche Wirkung hervorrufen kann. Der Leitungsdraht s', durch
welchen der Kurzschluß seinen Weg nimmt, könnte nach einer geeigneten Stelle außerhalb
des Kanals herausgeführt werden und daselbst zu einer Schmelzsicherung führen, welche
in die Kurzschlußleitung eingeschaltet ist. Die Schmelzsicherung würde dann durchbrennen
und es wäre jede Gefahr beseitigt.
In Fig. 13 ist nur ein Schalter dargestellt. Es ist aber ldar, daß auch an der anderen Seite
des Leitungskanals ein zweiter Schalter vorgesehen ist.
Die Streifen E können in der aus Fig. 9 ersichtlichen
Weise federnde Zwischenstücke e' besitzen, welche die Streifen in Spannung
halten und ein übermäßiges Straff ziehen verhindern.
Claims (9)
- Patent-Ansprüche:i. Unterirdische Stromzuführung mit unterteilten Kontakten und magnetischer Einschaltung dieser Kontakte mittels wellenförmiger Bewegung eines von einem Magneten beeinflußten, biegsamen Streifens unter Zwischenschaltung von Stromschaltern, dadurch gekennzeichnet, daß nur durch gleichzeitige, gemeinsame Einwirkung des biegsamen Streifens und des Wagenmagneten auf die Stromschalter der Stromschluß für die Straßenkontakte (F) hergestellt wird, während in dem Falle, wo die Stromschalter durch den biegsamen Streifen allein bewegt werden, eine Einschaltung der Straßenkpntakte verhindert wird.
- 2. Unterirdische Stromzuführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,, daß der Stromschalter aus einem drehbar gelagerten zweiarmigen Hebel (I) besteht, dessen einer Arm (Γ) durch den biegsamen Streifen in die Stellung für den Stromschluß gebracht wird, während der andere Arm (I2) diese Stellung nur unter Einfluß des Wagenmagneten einnimmt.
- 3. Unterirdische Stromzuführung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Arme (Γ und I2) des Schalters (I) an ihren Enden Polschuheφ (i10, i11) tragen, die vermittels in der Kanaldecke liegender und durch den Wagenmagneten magnetisierter Eisenschienen (J, J') so lange in der Stromschließlage gehalten werden, bis der Wagen den betreffen^ den Teilleiter verlassen hat, während der eine Arm (I2), der gewöhnlich in der Stromschließlage steht, in die Öffnungslage fällt, wenn der andere Schalterarm (V) durch, den biegsamen Streifen angehoben und in die Schließlage gebracht wird, ohne daß sich der Wagen über dieser Stelle befindet.
- 4. Unterirdische Stromzuführung nach Anspruch 1 bis 3, bei welcher ein auf magnetische Weise wellenförmig angehobener. biegsamer Streifen, der selbst als Stromleiter dient, aus voneinander isolierten Teilen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Teile des biegsamen Streifens (E) mittels des Schalters (I) dadurch elektrisch miteinander verbunden werden können, daß der Schalter (I) an seinem einen Ende gabelförmig gestaltet ist und Kontakte (is, i9·) trägt, welche mit Kontakten (i5, iß) zusammenwirken, die mit je an einen Teil der benachbarten Teile des biegsamen Streifens führenden Leitungen (i8, i9) verbunden sind.
- 5. Unterirdische Stromzuführung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des gegabelten Kontaktarmes (I2, Fig. 6) des Stromschalters, der gewöhnlich in seiner obersten Stellung liegt, ' eine Schutzplatte (K) angebracht ist, die ein Anheben des federnden Armes (I2) verhindert, wenn der biegsame Streifen (E)den anderen Arm (V) des Schalthebels in unerwünschter Weise anhebt und hierdurch der gabelförmige Arm (I2) gesenkt wird.
- 6. Unterirdische Stromzuführung nach Anspruch ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Teile der biegsamen Streifen (E) durch wellenförmige Federn (V, Fig. g) verbunden sind, um die Streifen vor zu starker Spannung zu schützen.
- η. Unterirdische Stromzuführung nach Anspruch ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Straßenkontakte (F) elektrisch mit Kontaktstifteh (H, H') verbunden sind, die in dem Zuleitungskanal angebracht sind und gegen die der biegsame Streifen (E) unter Einfluß des Wagenmagneten sich beim Anheben legt, wobei er gleichzeitig die Stromschalter (I) einschaltet.
- 8. Unterirdische Stromzuführung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromschalter aus doppelarmigen Hebeln (N, Fig. ττ) bestehen, deren schwerere Arme gewöhnlich herabhängen und so den Stromschluß verhindern, die jedoch mittels Kontakte (n', n3) das Schließen des Stromes herbeiführen, wenn sie durch den biegsamen Streifen (M) hochgehoben und von der durch den Wagen magnetisierten Schiene (O, O') festgehalten werden, während, wenn der Wagen sich nicht an der betreffenden Stelle befindet und die Eisenschiene hierdurch unmagnetisch ist, der Kontakt am anderen Ende des Hebels (N) an dessen Ende (n, n2) selbsttätig unterbrochen wird. .
- 9. Unterirdische Stromzuführung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihe der Straßenkontakte (F) in der Mitte zwischen zwei Reihen von Kontaktstiften (H, H') liegt, die in das Innere des Zuleitungskanals hineinragen, mit der mittleren, die Straßenkontakte (F) bildenden Reihe verbunden und von entgegengesetzter Polarität sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin, gebruckt In der reichsdrückereI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE219264C true DE219264C (de) |
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| DENDAT219264D Active DE219264C (de) |
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|---|---|
| DE (1) | DE219264C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1998036934A1 (de) * | 1997-02-21 | 1998-08-27 | Ansaldo Trasporti S.P.A. | Ligne d'alimentation en energie pour vehicule electrique |
| WO1998036932A1 (en) * | 1997-02-21 | 1998-08-27 | Ansaldo Trasporti S.P.A. | Power line for an electric vehicle |
| ITBO20130277A1 (it) * | 2013-05-31 | 2014-12-01 | Natale Messina | Unità per l'alimentazione elettrica di mezzi di trasporto e simili e relativa rete elettrica. |
-
0
- DE DENDAT219264D patent/DE219264C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1998036934A1 (de) * | 1997-02-21 | 1998-08-27 | Ansaldo Trasporti S.P.A. | Ligne d'alimentation en energie pour vehicule electrique |
| WO1998036932A1 (en) * | 1997-02-21 | 1998-08-27 | Ansaldo Trasporti S.P.A. | Power line for an electric vehicle |
| ITBO20130277A1 (it) * | 2013-05-31 | 2014-12-01 | Natale Messina | Unità per l'alimentazione elettrica di mezzi di trasporto e simili e relativa rete elettrica. |
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