DE619903C - Elektrischer Schalter mit elektromagnetischer Lichtbogenloeschung - Google Patents
Elektrischer Schalter mit elektromagnetischer LichtbogenloeschungInfo
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- DE619903C DE619903C DEL84071D DEL0084071D DE619903C DE 619903 C DE619903 C DE 619903C DE L84071 D DEL84071 D DE L84071D DE L0084071 D DEL0084071 D DE L0084071D DE 619903 C DE619903 C DE 619903C
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- contacts
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H9/00—Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
- H01H9/30—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
- H01H9/44—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts using blow-out magnet
Landscapes
- Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Schalter mit elektromagnetischer Lichtbogenlöschung
-und mehreren in Reihe liegenden Unterbrechungsstellen. Schalter dieser Art
sind bekannt. Bei einigen von ihnen wird die elektromagnetische Blaswirkung dadurch erzielt,
daß die festen und beweglichen Kontakte eine Spulenwindung bilden, welche das
elektromagnetische Feld erzeugt. Die Unterbrechungslichtbögen
verlaufen hierbei senkrecht zur Richtung des magnetischen Feldes. Bei einem anderen bekannten Schalter verläuft
der Unterbrechungslichtbogen zwar parallel dem magnetischen Feld, doch bildet
hier der feste und der bewegliche Kontakt keine das magnetische Feld erzeugende Windung.
Außerdem ist hier der feste Kontakt gleichzeitig ein Teil des Kernes des das Feld
erzeugenden Elektromagneten.
Die Löschwirkung der bekannten Einrichtungen beruht das eine Mal darauf, daß der
Lichtbogen bestrebt ist, aus dem Bereich des magnetischen Feldes herauszugelangen, oder
das andere Mal darauf, daß sich der Lichtbogen so zu drehen trachtet, daß er den
Kraftlinien des Feldes parallel verläuft. Es hat sich nun herausgestellt, daß man eine
gegenüber den bekannten Einrichtungen schnellere und wirksamere Löschung des
Lichtbogens erzielen kann, wenn man von den beiden genannten Erscheinungen gleichzeitig
Gebrauch macht.
Dies wird dadurch erreicht, daß bei einem elektrischen Schalter, dessen feste und bewegliche
Kontakte eine Spulenwindung bilden, welche das elektromagnetische Feld erzeugt
oder verstärkt, erfindungsgemäß bei der Stromunterbrechung die beweglichen Kontakte
so von den festen Kontakten getrennt werden, daß die Unterbrechungslichtbögen in
Richtung des magnetischen Feldes verlaufen.
Die Zeichnung zeigt in Abb. 1 in schematischer
Darstellung den Strom- und Lichtbogenverlauf bei einem Schalter gemäß der Erfindung und in Abb. 2 eine schaubildliche
Darstellung eines praktischen Ausführungsbeispieles eines solchen Schalters.
Gemäß Abb. 1 tritt der Strom bei 9 in
eine Spule 8 ein, die in einem mit einem Luftspalt 2 versehenen magnetischen Körper
ι ein magnetisches Feld erzeugt. 5 sind die festen und 13 die beweglichen Kontakte,
die zusammen wiederum eine Windung bilden, die das magnetische Feld verstärkt. Bei 10 tritt der Strom aus dem Schalter
aus. „Wie man an Hand der Pfeile zwischen den festen und beweglichen Kontakten ersehen
kann, verlaufen die Unterbrechungslichtbögen in Richtung des magnetischen Feldes.
Der Schalter gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 hat ebenfalls einen Magnetkörper
ι mit einem Luftspalt 2 sowie einen festen Träger 3, der am Magnetkörper durch
Winkel 4 befestigt ist und die isolierten festen Kontaktstücke 5 trägt. Diese Kontaktstücke
sind paarweise durch die Schienen 6 verbunden. Das Kontaktstück 7, an welchem der Strom in die von den Kontakten gebildete
Windung eintritt, ist an dem Ende einer Spule 8 montiert, deren Anfang mit der Anschlußklemme
9 verbunden ist. Der Kontakt 10, an welchem der Strom austritt, ist mit
ίο der Anschlußklemme 11 verbunden.
Ein beweglicher Träger 12, der sich parallel
mit der Apparatachse verschiebt, trägt die beweglichen isolierten Kontaktstücke 13.
Diese Stücke sind paarweise mittels der Schienen 14 verbunden.
Die festen und beweglichen Kontaktstücke bilden zusammen ebenfalls eine Windung um
den Magnetkörper i.
Isoliertrennwände in geeigneter Form 15
trennen die verschiedenen Kontaktteile voneinander. '
Die Wirkungsweise des Schalters ist folgende:
Im Augenblick der Ausschaltung, die beispielsweise durch einen Überstrom hervorgerufen
wird, welcher auf ein mechanisches System 16 wirkt, das mit dem beweglichen
Träger 12 verbunden ist, bewegt sich letzterer, der eine Stellung einnahm, bei der alle
entsprechenden Kontaktstücke geschlossen sind, parallel zur Achse des Schalters. Die
Kontaktstücke werden dabei getrennt, und es bildet sich ein Lichtbogen zwischen jeder
Gruppe von je zwei übereinanderliegenden Kontaktstücken. Der Strom, der in den in
Reihe geschalteten und in Form einer Windung um den Magnetkörper 1 verlaufenden
Lichtbogen sowie auch in der Spule 8, die ebenfalls mit dieser Windung in Reihe liegt,
fließt, erregt diesen Magnetkörper 1, und es entsteht ein Magnetfeld im Luftspalt 2. Die-.
ses Feld ist allen Lichtbogen parallel. Jeder Lichtbogen ist infolgedessen bestrebt, eine
Richtung anzunehmen, welche senkrecht zum Magnetfeld verläuft. Da dieses Feld fest ist
und der elektrische Kreis beweglich, so hat letzterer außerdem die Neigung, sich vom
Magnetfeld zu· entfernen.
Der Lichtbogen, welcher zwischen zwei Kontaktstücken entsteht, erhält somit ein
Drehmoment, das ihn in eine Richtung bringt, die senkrecht zum festen Feld im Luftspalt 2
steht, und ferner leinen Antrieb, der ihn von diesem Feld abzutreiben und in eine Richtung
senkrecht zur Achse dieses Feldes zu drängen sucht, und einen weiteren Antrieb, der ihn
vom Zentrum des Apparates wegtreibt. Es entsteht dadurch eine Verlängerung des Lichtbogens
und seine Löschung, welche um so rascher erfolgt, je höher die Stromstärke ist.
In der vorstehenden Beschreibung ist angenommen, daß alle Kontakte in Reihe liegen.
Die Anordnung würde jedoch in ähnlicher Weise wirken, wenn die Kontakte parallel geschaltet
wären.
.Man bleibt ebenfalls im Rahmen der Erfindung durch eine senkrechte Überlagerung von
sollständigen Elementen, die elektrisch in Reihe liegen und mechanisch verbunden sind
mit entsprechender Isolation zwischen den einzelnen Elementen, damit Ströme mit
hoher Spannung unterbrochen werden können. Außerdem könnten diese Elemente parallel angeordnet
werden, wenn Ströme großer Stromstärke in Betracht kommen.
Im Gegensatz zu den gebräuchlichen Schaltern, welche als isolierendes Medium brennbares
öl enthalten, wird bei dem Schalter gemäß der Erfindung die Verwendung von
Isolieröl vermieden. Die Verwendung der beschriebenen Kontakteinrichtung ist nicht
auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern bei allen Apparaten möglich,
bei denen ein elektrischer Strom beliebiger Art in einem isolierenden Medium unterbrochen
werden.-muß.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Elektrischer Schalter mit elektromagnetischer Lichtbogenlöschung und mehreren in Reihe liegenden Unterbrechungsstellen, deren feste und bewegliche Kontakte eine Spulenwindung bilden, welche das elektromagnetische Feld erzeugt oder verstärkt, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Stromunterbrechung die beweglichen Kontakte so von den festen Kontakten getrennt werden, daß die Unterbrechungslichtbögen in Richtung des magnetischen Feldes verlaufen.
- 2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das magnetische Feld in einem magnetischen Körper mit Luftspalt erzeugt wird und die Öffnungsbewegung der beweglichen Kontakte parallel zu den Kraftlinien im Luftspalt erfolgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE619903X | 1932-11-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE619903C true DE619903C (de) | 1935-10-10 |
Family
ID=3875625
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL84071D Expired DE619903C (de) | 1932-11-10 | 1933-07-12 | Elektrischer Schalter mit elektromagnetischer Lichtbogenloeschung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE392201A (de) |
| DE (1) | DE619903C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1012661B (de) * | 1955-04-06 | 1957-07-25 | Bbc Brown Boveri & Cie | Kontaktanordnung an Leistungsschaltern |
-
0
- BE BE392201D patent/BE392201A/xx unknown
-
1933
- 1933-07-12 DE DEL84071D patent/DE619903C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1012661B (de) * | 1955-04-06 | 1957-07-25 | Bbc Brown Boveri & Cie | Kontaktanordnung an Leistungsschaltern |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE392201A (de) |
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