DE704173C - Schaltungsanordnung fuer Telegraphenanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Telegraphenanlagen

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Publication number
DE704173C
DE704173C DEL92517D DEL0092517D DE704173C DE 704173 C DE704173 C DE 704173C DE L92517 D DEL92517 D DE L92517D DE L0092517 D DEL0092517 D DE L0092517D DE 704173 C DE704173 C DE 704173C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
circuit arrangement
arrangement according
telegraph
connection
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Expired
Application number
DEL92517D
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Helmert
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Alcatel Lucent Deutschland AG
C Lorenz AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
C Lorenz AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Standard Elektrik Lorenz AG, C Lorenz AG filed Critical Standard Elektrik Lorenz AG
Priority to DEL92517D priority Critical patent/DE704173C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE704173C publication Critical patent/DE704173C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L12/00Data switching networks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für Telegraphenanlagen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Telegraphenanlagen mit Vermittlungseinrichtungen, insbesondere mit Wählerbetrieb, in denen die Auslösung der Verbindungen durch lange Telegraphierzeichen herbeigeführt wird. In solchen Anlagen sind bekanntlich Verzögerungsrelais vorgesehen, deren Abfallzeit so bemessen ist, daß sie die normalen Telegraphierzeichen überdauern, während sie beim, Eintreffen längerer Zeichen zum Abfall kommen und die Auslösung der Wähler bzw. Schlußzeichengabe in Handvermittlungen herbeiführen. Mit Rücksicht auf die mit Relais üblicher Bauart erreichbaren Abfallzeiten wird es häufig notwendig, zwei Relais nacheinander abfallen zu lassen und erst durch das zweite Relais die Auslösung bzw. Schlußzeichengabe einzuleiten, da die Abfallzeit eines Relais insbesondere beim Auftreten von Zeichenverzerrungen nicht ausreicht, um die längsten, im Betriebe vorkommenden Telegraphierzeichen zu überdauern. In Anlagen mit getrennten Kanälen für die beiden Verkehrsrichtungen zwischen zwei miteinander verbundenen Teilnehmern (Vierdrahtbetrieb) wird durch diesen Umstand der erhebliche Aufwand von vier Auslöserelais notwendig.
  • Die vorliegende Erfindung besteht nun in einer besonders !einfachen Lösung, und zwar darin, daß die Telegraphierzeichen beider Verkehrsrichtungen die Wicklungen ein und desselben Verzögerungsrelais beeinflussen, über dessen Kontakt ein zweites Verzögerungsrelais gesteuert wird, das durch seine Kontakte die Auslösung der Verbindung bewirkt. Das erste Verzögerungsrelais ist nach der Erfindung mit zwei Wicklungen versehen, von denen je eine durch die Telegraphierzeichen der beiden Verkehrsrichtungen be-einflußt wird. Dabei ist in bekannter Weise die Schaltung so eingerichtet, daß die der einen Verkehrsrichtung zugeordnete Wicklung Strom führt, wenn in dieser Verkehrsrichtung nicht geschrieben wird, während sie bei jddem Zeichen kurzgeschlossen bzw. abgeschaltet wird. Die der anderen Verkehrsrichtung zu- geordnete Wicklung -wird nun erfindungsgemäß bei jedem Zeichen eingeschaltet und ist in den Pausen zwischen den Zeichen stromlos bzw, kurzgeschlossen. Die Stromrichtung in beiden Wicklungen ist derart bemessen, -daß die Wirkung der Wicklungen sich aufhebt. Durch diese Anordnung wird erreicht, daß das Relais bereits abfällt, wenn in einer der beiden Verkehrsrichtungen ein langes Schlußzeichen gegeben wird, und daß das Abfallen des Relais auch zustande kommt, wenn beide Teilnehmer gleichzeitig Schlußzeichen geben.
  • Das zweite Relais, das von einem Kontakt des ersten Relais abhängig ist, kann zwecks Verringerung des Aufwandes gleichzeitig noch anderen Zwecken dienen. So kann z. B. in Anlagen, in denen die angeschlossenn Fertlschreibmaschinen erst nach Belegung eins Wählers oder nach Wählen des gewünschten Teilnehmers durch Stromrichtungsumkelir in der zweiadrigen Teilnehmerleitung angelassen werden, dieses Relais die Strom richttingstunkehr bewirken. In Anlagen mit Wählerbetrieb kann dabei die Schaltung gemäß weiterer Erfindung so eingerichtet werden, daß die Auslösung der Wähler vor Durchschaltung der Verbindung zum gewünschten Teilnehmer von dem erstell der beiden Auslöserelais direkt abhängig ist und erst bei Ansprechen des zweiten, gleichzeitig die Umpolung der Teilnehmerleitung steuernden Relais dieses Relais von dem ersten abhängig gemacht und damit die Auslösung in Abhängigkeit von denl zweiten Relais gebracht wird.
  • In den beiliegenden Abb. i und 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Im Ruhezustand sind die Anker sämtlicher Relais in der gezeichneten Lage mit Ausnahme des Relais U, das dauernd erregt ist und daher seine Kontakte umgelegt hat. Zwecks Herstellung einer Verbindung drückt der Teilnehmer zunächst seine Anruftaste AT (Abb. i) und bewirkt dadurch das Umlegen des Ankers des Relais E (Abb. 2), so daß das Relais R über seine Wicklung I anspricht. Durch den Kontakt r3 wird in. bekannter Weise der Vorwähler in Betrieb gesetzt, der so lange läuft, bis seine Arme auf einem freien Leitungswähler stehen, -,vorauf das Relais T anspricht und durch seine Kontakte in bekannter Weise den Vorit-ähler stillsetzt und die Leitill)gen (c lind b auf den LLV durchschaltet. Sobald nun der Teilnehmer seine Wählscheibe ablaufen läßt und durch den usi-Kontakt die Leitung unterbricht, legt das E-Relais während jeder Unterbrechung seinen Anker in die gezeichnete Lage zurück, wodurch die Einstellung des Leituilgstvählers in bekannter, für die Darstellung des Erfindungsgedankens unerheblicher Weise erfolgt. Das Relais R wird bei jedem Impuls kurzgeschlossen, fällt aber nicht ab, da es durch Verzögerung imstande ist, die Wahlimpulse zu überdauern. Drückt aber der Teilnehmer während der Wahl die Schlußtaste ST, so wird die Anruftaste AT selbsttätig zurückgestellt; das Relais R fällt ab und bringt durch den Kontakt r3 das T-Relais zum Abfallen und dadurch Vorwähler und Leitungswähler zur Auslösung.
  • Wird die Wahl bis zur vollständigen Einstellung des Leitungs«-älilers durchgeführt, so kommt über diesen eine Verbindung zum angerufenen Teilnehmer zustande. Infolgedessen legt zunächst das S-Relais des angerufenen Teilnehmers seinen Anker um, so daß das Relais L über seine Wicklung 111 und gleichzeitig das Relais E erregt wird. Durch Umlegen des e-Kontaktes wird bewirkt, daß auch das S-Relais des anrufenden Teilnehmers seinen Kontakt uinlcgt und ebenfalls die Wicklung L III einschaltet. Durch den e-Kontakt des angerufenen Teilnehmers wird außerdem das Relais R mit seiner Wicklung l eingeschaltet. Es sprechen also die L-Relais beider Teilnehmer an und polen die Teilnehmerleitungen um, wodurch bei beiden Fernschreibern die P-Relais ihre Kontakte umlegen, so daß auch die M-Relais erregt werden und die Fernschreibermotoren einschalten und außexdem die Sendekontakte der Fernschreibmaschinen freigeben. Beim anrufenden Teilnehmer wird durch Ansprechen des l41-Relais die Anruftaste selbsttätig in die Ruhelage zurückgestellt. Der Gleichstromkreis der Teilnehmerleitung ist jetzt über den m2-Kontakt geschlossen.
  • Nach Ansprechen der L-Relais halten sich diese über ihre Wicklungen I, die Kontakte l und r.,; die Relais U werden kurzgeschlossen und fallen ab. Sobald nun einer der Teilnehmer Telegraphierzeichen aussendet, wird bei ihm bei jedem Umlegen des e-Kontaktes das Relais R kurzgeschlossen. Beim anderen-Teilnehmer erhält das Relais R in seiner Wicklung 1I Strom, da das S-Relais seinen Kontakt umlegt, wobei die Leitung zum Teilnehmer unterbrochen wird, während das Relais E erregt bleibt. Die Wirkung der Wicklungen R 1 und R I1 liebt sich auf. Ob die Relais R dabei zum Abfallen kommen, hängt von der Länge der Telegraphierzveichen ab. Fallen die Relais R ab, so kommt dennoch keine Auslösung zustande, da der Stromkreis für die T-Relais jetzt über h und 17 verläuft. Durch öffnen des Kontaktes r, «-erden die L-Relais stromlos. Erst wenn -das Telegraphierzeichen so lang ist, daß auch die L-Relais abfallen, wird die Auslösung der Verbindung durch Unterbrechung der cAdern eingeleitet. Gleichzeitig wird durch die Kontakte l, und 12 die Stromrichtung in der Teilnehmerleitung wieder umgekehrt, so daß die Relais P und M ihre Kontakte öffnen und die Fernschreibinaschinen ausschalten. Das E-Relais des Teilnehmers, der kein Schlußzeichen gegeben hat, bleibt bis zum öffnen des m2-Kontaktes erregt, so daß nach Abfallen des L-Relais das ZZ-Relais über seine Wicklung I wieder anspricht. Eine Nieubelegung des Vorwählers kann aber dadurch nicht bewirkt werden, da das Relais U noch abgefallen ist. Dieses Relais kann erst wieder ansprechen, wenn sich der e-Kontakt in der gezeichneten Lage befindet und Relais R abgefallen ist, so daß ein Stromkreis von -über e, t'1, W3, 13, U, L II, L I nach -t- zustande kommt. Die Wicklungen L II und L I wirken gegeneinander, um min Ansprechen des Relais L in diesem Stromkreis zu verhindern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsanordnung für Telegraphenanlagen, in denen das Schlußzeichen durch ein langes Telegraphierzeichen gegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Telegraphierzeichen beider Verkehrsrichtungen die Wicklungen ein und desselben Verzögerungsrelais (R) beeinflussen, über dessen Kontakt ein zweites Verzögerungsrelais (L) gesteuert wird, das durch seine Kontakte die Auslösung der Verbindung bewirkt. z. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bis zum Ansprechen des zweiten Relais -(L) die Auslösung von Kontakten des ersten Relais (I?) abhängig ist. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Relais (L) erst bei Durchschaltung der Verbindung zum angerufenen Teilnehmer erregt und dann in Abhängigkeit von einem Kontakt (Y.) des ersten Relais Gebracht wird. q.. Schaltungsanordnung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die den beiden Verkehrsrichtungen zugeordneten Wicklungen des ersten Verzögerungsrelais (R) einander entgegenwirken. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß das der abgehenden Verkehrsrichtung zugeordnete Telegraphenrelais im Stromkreis der zweiten Reläis«icklung des ersten Verzögerungsrelais (FZ) gehalten wird. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die vom angerufenen Teilnehmer abhängige Relaiswicklung (II) des ersten Verzögerungsrelais (I@) erst nach Durchschaltung der Verbindung in Abhängigkeit von dem Telegraphenrelais (S) dieser Verkehrsrichtung gebracht wird. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abhängigkeit durch Kontakte des bei der Durch= schaltung der Verbindung ansprechenden, gleichzeitig die Umpolung der Teilnehmerleitung bewirkenden zweiten Auslöserelais (L) hergestellt wird. ä. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Kontakte des zweiten Relais (L) durch Umpölung der Teilnehmerleitung die Einschaltung der Fernschreibmaschinen bewirken.
DEL92517D 1937-05-07 1937-05-08 Schaltungsanordnung fuer Telegraphenanlagen Expired DE704173C (de)

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