DE702193C - Auf eine gewuenschte Zeitdauer einstellbarer Kurzzeitschalter - Google Patents

Auf eine gewuenschte Zeitdauer einstellbarer Kurzzeitschalter

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DE702193C
DE702193C DE1936E0048779 DEE0048779D DE702193C DE 702193 C DE702193 C DE 702193C DE 1936E0048779 DE1936E0048779 DE 1936E0048779 DE E0048779 D DEE0048779 D DE E0048779D DE 702193 C DE702193 C DE 702193C
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Application number
DE1936E0048779
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Inventor
Bernhard Settegast
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ELAC Electroacustic GmbH
Original Assignee
ELAC Electroacustic GmbH
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04FTIME-INTERVAL MEASURING
    • G04F1/00Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers
    • G04F1/04Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Breakers (AREA)

Description

  • Auf eine gewünschte Zeitdauer einstellbarer Kurzzeitschalter Zum Schalten kurzer Zeiten wird im allgemeinen das Helmholtz-Pendel verwendet, bei dem durch Auslösen eines Relais ein Pendel freigegeben wird, das nach dem Durchfallen einer gewissen, genau zu -messenden Strecke einen Kontäkt betätigt, welcher auf ein zweites Relais einwirkt. Das Helmholtz-Pendel hat den Nachteil, daß es eine sehr genaue Aufstellung und fachmännische Bedienung verlangt.
  • Es sind ferner Zeitmeßeinrichtungen bekannt, bei denen eine rotationssymmetrische Schwungmasse zu einem bestimmten Zeitpunkt angestoßen wird und die Drehung der Schwungmasse als Maß für die seit dem Ingangsetzen verflossene Zeit benutzt wird. Derartige Einrichtungen sind von der Aufstellung mehr oder weniger unabhängig und weisen daher nicht die Störanfälligkeit wie das Helmholtz-Pendel auf. Diese Einrichtungen sind jedoch stets als Kurzzeitmesser, dagegen niemals zum Schalten von kurzen Zeiten in Vorschlag gebracht worden.
  • Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, die Genauigkeit und den Verwendungszweck des Helmholtz-Pendels mit der Einfachheit und Unabhängigkeit von@Störungen der erwähnten Kurzzeitmesser miteinander zu vereinigen. Gemäß der Erfindung wird daher zu einem auf eine gewünschte Zeitdauer einstellbaren Kurzzeitschalter eine um ihre Schwerpunktachse frei drehbare rotationssymmetrische Schwungmasse verwendet, die über eine Antriebsklinke durch eine ausgelöste Feder einen kurzzeitigen, durch einen Anschlag begrenzten Impuls erhält und zufolge Auslösung ihrer sie freigebenden -Antriebsfeder an ihrem Umfang Kontakte für den Beginn und das Ende des kurzzeitigen Schaltvorganges betätigt. Eine derartige Einrichtung wird gemäß der Erfindung dadurch zu einem Kurzzeitschalter gemacht, daß außer einem den Anfang des zu schaltenden Vorganges festlegenden Kontakt zwei das Ende festlegende Kontakte vorgesehen sind, welche durch die von der Antriebsfeder freigegebene Schwungmasse betätigt werden, hierbei den zu steuernden Stromkreis ein- bzw. ausschalten und gemeinsam auf einem Kreisbogen verschiebbar sind, wobei der Grad der Verstellung auf einer Skala ablesbar ist.
  • Der Unterschied der Einrichtung nach der Erfindung gegenüber dem Hehnholtz-Pendel besteht darin, daß nach der Erfindung der bewegliche Körper um eine Achse rotiert, in der er iin indifferenten Gleichgewicht gelagert ist. Nach Empfangen des Impulses bewegt sich der Körper gleichförmig oder mindestens nahezu gleichförmig, da er durch die Reibungskraft der Lagerung nur eine sehr geringe und bei dem kurzen Drehwinkel zu vernachlässigende Verzögerung erfährt. Da die Einrichtung nach der Erfindung gegenüber dem Helmholtz-Pendel den Vorzug der einfachen Bedienung und der Unabhängigkeit von einer horizontalen Lagerung hat, eignet sie sich insbesondere zur Verwendung auf Schiffen, bei denen das Bedürfnis für eine Zeitgebernormale vorhanden ist, aber das Helmholtz-Pendel nicht verwendet werden kann.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Einrichtung nach der Erfindung in Grund-und Aufriß beispielsweise dargestellt. In den Abb. i und ia bedeutet i einen um eine feste Achse 2 drehbaren Körper, der beispielsweise als eine Metallscheibe ausgebildet sein kann. Die Scheibe i ist über einer schweren Grundplatte 3 drehbar angeordnet, die mit einer Skala versehen ist, die unter Umständen in Zeiteinheiten geeicht sein kann. Auf der Grundplatte 3 ist ferner ein Schlitten 4 verschiebbar angeordnet, der einen Kontakt trägt, der mittels eines Hebels 5 in einer später beschriebenen Weise betätigt werden kann. Der Hebel 5 wird bei der Drehung der Scheibe i durch einen Anschlag 6, der fest auf der Scheibe i sitzt, zurückgeschlagen. Den Drehimpuls, durch den die Scheibe i in Bewegung kommt, erteilt ein Hebel 7, der um eine Achse 8 mittels einer Feder g beschleunigt gedreht wird, sobald der Strom eines Elektromagneten unterbrochen wird. Im Ruhezustand, d. h. bei eingeschaltetem Elektromagneten io, ist der Hebel? von dem Elektromagneten fest angezogen. Die Impulsübertragung von dem Hebel .7 auf die Scheibe i findet in einer Kerbe ii statt, in die die Spitze eines Sperrhakens i2 eingreift. Die Impulsübertragung erfolgt durch Unterbrechen des Relaisstromes mittels einer Taste 17, durch deren Drücken ein Federkontakt 18 geöffnet wird. Der Kontakt iS ist als Federkontakt ausgebildet, damit ein stets gleichmäßiger Öffnungsfunke gewährleistet ist. Beim Unterbrechen des Relaisstromes wird der Hebelarm 7 durch die Feder 9 gegen einen Anschlag ig gezogen und hierdurch gleichzeitig ein Kontakt 2o geöffnet, der die erste Zeitmarke gibt.
  • Der Sperrhaken 12 mird mittels einer Feder 13 in einer Ruhelage gehalten. Damit die Ausgangsstellung genau festgelegt ist und die Spitze des Sperrhakens a2 wirklich genau in die Kerbe ii eingreift, ist es zweckmäßig, eine weitere, gestrichelt gezeichnete Feder 16 vorzusehen, die in der Nullage die Scheibe i gegen die Kerbe ii drückt und beim Freigeben des Hebels 7 durch die sehr viel größere Kraft der Feder 9 überwunden wird. Gegebenenfalls kann diese Feder, die die Nullstellung der Scheibe i sichert, als Rastennocke ausgebildet sein.
  • Es ist von besonderer Wichtigkeit, daß die Kraft der Feder 9 konstant ist und fein einreguliert werden kann. Sie ist daher in einem Klotz 14 stramm eingepaßt, z. B. durch Klemmbacken festgeklemmt. Es ist außerdem eine Schraube 15 vorgesehen, mittels derer die Feder fein eingestellt werden kann. Die Feder selbst besteht aus gut gealtertem Stahl, der seine elastischen Eigenschaften über längere Zeitabschnitte nicht ändert.
  • Um die Benutzung des Erfindungsgedankens vielseitiger zu gestalten, ist der Kontakt am Schlitten 4 als Doppelkontakt ausgebildet; die Achse, an der der Hebelarm 5 sitzt, ist mit zwei Nocken ausgestattet, deren einer einen Kontakt schließt, während der andere einen zweiten Kontakt öffnet.
  • Eine Ausführungsform des Doppelkontaktes ist in den Abb. 2 und 2a beispielsweise dargestellt. Abb. 2 entspricht der in Atrb. i gezeichneten Stellung des Kontaktarmes 5 ; in Abb. 2a ist der Kontaktarm 5 zurückgeschlagen dargestellt. In der Stellung des Kontaktarmes 5 gemäß Abb. 2 berührt die Spitze des einen Kontaktstückes 21 eine Blattfeder 22, die auf einer teilweise kantig ausgebildeten Welle 23 sitzt. Ein aus den Kontaktteilen 24 und 25 bestehender Kontakt ist in dieser Stellung geöffnet. Der Kontaktteil 25 ist ebenfalls eine Blattfeder, die auf dem Schlitten 4 mittels eines Trägers 26 befestigt ist und sich fest gegen die Welle 23 legt. Beim Umschlagen des Kontaktarmes 5 drückt die Welle 23 die Blattfeder 25 gegen den Kontaktteil 24. Diese Stellung ist in der Abb. 2a dargestellt; gleichzeitig hebt sich die Blattfeder 22 von dem Kontaktteil 21 ab. Das Zusammenarbeiten des in Abb. 2 und 2a dargestellten Doppelkontaktes mit dem Öffnen und Schließen des Kontaktes 2o (vgl. Abb. i) kann nun in der Weise erfolgen, daß irgendein Vorgang, beispielsweise das Fließen eines elektrischen Stromes, das durch das Öffnen des Kontaktes 2o in Gang gesetzt worden ist, mittels des Doppelkontaktes beendet wird. Da durch das Umschlagen des Kontaktarmes 5 sowohl ein Kontakt geöffnet als auch ein anderer geschlossen wird, so kann wahlweise die zweite Zeitmarke entweder unmittelbar durch Öffnen des Stromkreises gegeben werden, der durch das Öffnen des Kontaktes 2o, z. B. mittels eines Relais, geschlossen worden ist, oder aber es kann durch das Schließen des Kontaktes 24, 25 ein Relais betätigt werden, welches seinerseits den geschlosfünen Stromkreis abschaltet. Die Stromzusehrungsstellen des Doppelkontaktes werden durch Klemmschrauben 27, 28 und 29 gebildet. Durch ein Isolierstück 3o werden beide Kon- Pakte gegeneinander isoliert. Der Schlitten q., auf dem der Kontakt angeordnet ist, kann nötigenfalls mit einem Nonius versehen sein.
  • Um eine Abnutzung des Gerätes zu verhindern, sind die Schneide des Sperrhakens 12 und die Kerbe =i aus besonders hartem Material hergestellt.
  • Das Gerät kann für alle Zwecke verwendet werden, für- die das Helmholtz-Pendel bisher angewendet wurde. Insbesondere eignet es sich zur Erzeugung sehr genauer Zeitverzögerungen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Auf 'eine gewünschte Zeitdauer einstellbarer Kurzzeitschalter mit einer um ihre Schwerpunktachse frei drehbaren rotationssymmetrischen Schwungmasse, die über eme Antriebsklinke durch eine ausgelöste Feder einen kurzzeitigen, durch einen Anschlag begrenzten Impuls erhält und erst zufolge Auslösung ihrer sie freigebenden Antriebsfeder anihremUmfang Kontakte für den Beginn und das Ende des kurzzeitigen Schaltvorganges betätigt, dadurch gekennzeichnet, daß außer einem den Anfang des zu schaltenden Vorganges festlegenden Kontakt (2o) zwei das Ende festlegende Kontakte (z2, 25) vorgesehen sind, welche durch die von der Antriebsfeder (g) freigegebene Schwungmasse (_) betätigt werden, hierbei den zu steuernden Stromkreis ein- bzw. ausschalten und gemeinsam auf einem Kreisbogen verschiebbar sind, wobei der Grad der Verstellung auf einer Skala ablesbar ist.
  2. 2. Kurzzeitschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die über die Antriebsklinke (i2) * der Schwungmasse (i) einen Impuls erteilende Feder (g) bei Aberregung eines Elektromagneten (=o) dessen Anker (7) zum Abfall bringt und hierdurch am Anker einen Kontakt (2o) betätigt, der den Beginn des zu schaltenden Vorgangesfestlegt.
DE1936E0048779 1936-09-22 1936-09-22 Auf eine gewuenschte Zeitdauer einstellbarer Kurzzeitschalter Expired DE702193C (de)

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DE (1) DE702193C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1174884B (de) * 1960-12-08 1964-07-30 Kienzle Apparate Gmbh Mechanischer Impulsschalter zur einmaligen Impulsgabe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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