DE544657C - Elektrische Sicherheitsanlage - Google Patents
Elektrische SicherheitsanlageInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B3/00—Audible signalling systems; Audible personal calling systems
- G08B3/10—Audible signalling systems; Audible personal calling systems using electric transmission; using electromagnetic transmission
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Description
Die vorliegende Erfindung 'bezieht sich auf eine elektrische Sicherheitsanlage, bei welcher
der Alarm durch Ansprechen eines in einem Ruhestromkreis liegenden Relais oder durch die Kontaktwalze eines Uhrwerks angeschaltet
wird. Damit bei solchen Anlagen nicht bei jeder durch Öffnen eines Geldschrankes
ο. dgl.
erfolgenden Unterbrechung des
Ruhestromkreises Alanm erfolgt, hat man
auch bereits Geheimkontakte vorgesehen, bei deren Bedienung der Ruhestromkreis auch bei
einem Türöffnen geschlossen bleibt, so daß kein Alarm eingeleitet wird. Gemäß der Erfindung
wird nun durch Betätigen eines Geheimkontaktes mittels eines Elektromagneten derart eine Kontaktscheibe verdreht, daß ein
Haltestromkreis für das den Alarmapparat anschaltende Relais gebildet wird, in welchem
das letztere während des Türöffnens so lange erregt gehalten wird, bis der Haltestromkreis
durch mechanisch von der Tür bei deren Schließen in Tätigkeit gesetzte Mittel unterbrochen
wird und eine Zurückdrehung der Kontaktscheibe in die Ruhestellung erfolgt, so daß der ursprüngliche Ruhestromkreis für
das Relais wiederhergestellt wird.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch
dargestellt.
Die Tür 1 des Geldschrankes ist in bekannter Weise dadurch mittels Ruhestromes gesichert,
daß zwei Kontaktmesser 2 und 3, von denen das erstere mit dem negativen Pol der Batterie 38 und das zweite über ein Relais 4
mit dem positiven Pol der Batterie verbunden ist, bei geschlossener Geldschranktür
durch einen Bügel 5 miteinander verbunden werden. Wird der Bügel durch Öffnen der
Tür aus den Kontaktmessern herausgezogen und dadurch der Ruhestromkreis für das Relais
4 unterbrochen, so fällt der Anker 6 des Relais 4 ab, wodurch seine Kontaktfedern. 7
und 8 sich berühren. Hierdurch wird folgender Stromkreis für den Alarmapparat 9 hergestellt:
Negativer Pol der Batterie 38, Kontakte 7, 8, Alarmapparat 9, positiver Pol der Batterie 39. Der Alarmapparat 9, der hier
nur durch einen Elektromagneten angedeutet ist, ist so eingerichtet, daß er z. B. über eine
Posttelephonleitung dauernd Alarmrufe an das Überfallkommando sendet. Mit letzterem
kann verabredet werden, daß der erste Alarmruf, der möglicherweise durch eine versehentliche
Betätigung der Sicherungseinrichtungen verursacht werden kann, ungültig ist, und
daß erst weitere Alarmrufe gelten.
An geheimer Stelle ist an der Außenseite der Tür ein Kontakt 11 angeordnet, der über
das Kontaktmesser 2 mit dem negativen Pol der Batterie 38 und über ein Kontaktmesser
12 mit einem Solenoid 13 und danach mit dem positiven Pol der Batterie 39 verbunden ist.
Der Anker 41 des Solenoids 13 greift erfindungsgemäß
an einem Hebel 14 an, auf dessen Welle sich eine Scheibe 15 aus Isoliermaterial
befindet. Auf der Scheibe 15 schleifen zwei Kontaktfedern 16 und 17, die über die Kontaktmesser
2 und 3 im Nebenschluß zu dem Bügel 5 liegen. In der Scheibe 15 befindet sich
eine Vertiefung 18, die mit Metallblech ausgelegt ist. Wird nun vor dem Öffnen der
Geldschranktür der Kontakt 11 geschlossen,
so schwenkt das Solenoid 13 den Arm 14 und
dreht die Scheibe 15 so weit, daß die Federn 16 und 17 in die Vertiefung 18 zu liegen
kommen, in der sie metallisch verbunden sind. Gleichzeitig halten die Federn 16 und 17 die
Scheibe 15 in ihrer Lage fest, so daß sie sich auch nach Öffnen des Kontaktes 11 nicht wieder
zurückdreht. Hierdurch wird ein Haltestromkreis für das Relais 4 gebildet, so daß
dieses Relais erregt bleibt, auch wenn der Bügel 5 durch Öffnen der Tür aus den Kontaktmessern
herausgezogen wird, so daß kein Alarmruf ertönt.
Die Scheibe 15 ist mechanisch mit der Tür 1
so verbunden, daß sie durch das spätere Schließen der Tür wiederum in ihre Ruhelage
zurückgedreht wird. Beispielsweise dient hierzu ein um eine Achse 20 schwingbarer
Hebel 21, der durch eine Feder gegen einen Anschlag 22 gezogen wird und auf den ein
Nocken 23 an der Innenseite der Geldschranktür beim Schließen der letzteren so einwirkt,
daß er \ron dem Anschlag 22 hinwegschwingt.
An der Scheibe 15 ist beispielsweise ein Stift 23' angebracht, der sich bei der Verdrehung
der Scheibe gegen den Hebel 21 anlegt. Wird letzterer durch das Schließen der Tür mit
seinem rechten Ende nach oben geschwenkt, so bringt er die Scheibe 15 wieder in ihre Ruhestellung,
wodurch der Kontakt zwischen den Federn 16 und 17 unterbrochen wird.
Für den Fall, daß beim Geschäftsschluß ein Schließen der Geldschranktür vergessen wird,
ist eine Uhr mit einer Isolierwalze 27 angeordnet. Auf der Walze schleifen drei Kontaktfedern
28, 29 und 30. Die Walze 27, die in 24 Stunden eine Umdrehung macht, ist mit einem Metallbelag versehen, der zur Zeit des
Geschäftsschlusses unter die drei Federn 28, 29 und 30 tritt und beim Beginn der Geschäftszeit
wieder unter diesen fortgezogen wird. Die drei Federn 28, 29 und 30 sind also während der Geschäftszeit voneinander
isoliert, außerhalb der Geschäftszeit dagegen metallisch miteinander verbunden. Die Feder
29 steht über eine Leitung 31 mit einer Kontaktfeder
32 in Verbindung, die durch Vorschieben des Schloßriegels 33 des Geldschrankes von einer Kontaktfeder 34 abgehoben
wird, welche mit dem negativen Pol der Batterie 38 verbunden ist. Die Feder 28 ist
dagegen über die Leitung 35 und Alarmapparat 9 mit dem positiven Pol der Batterie 39
verbunden. Wird bei Geschäftsschluß durch die Uhr 27 die metallische Verbindung zwischen
den Federn 28, 29 und 30 hergestellt, so wird hierdurch über die Federn 28 und 29
der Stromkreis des Alarmapparates 9 geschlossen, falls ein Abschließen des Geldschrankes
vergessen wurde und die Federn 32 und 34 sich noch in Kontakt befinden. Wird der
Geldschrank ordnungsmäßig verschlossen, so wird dadurch der Stromkreis unterbrochen.
Von der Feder 30 ist über eine Klingel 37 eine Leitung nach dem positiven Pol der
Batterie 38 geführt, deren negativer Pol über die Kontaktteile 34, 32 und Leiter 31 zu der
Kontaktfeder 29 hinführt. Ist also der Alarmapparat 9 durch ein Versehen in Tätigkeit
gesetzt worden, so hat das Personal, das durch das Ertönen des Weckers 37 hierauf aufmerksam
gemacht wird, noch Gelegenheit, den Strom sofort durch Abschließen des Geldschrankes
an den Federn 32, 34 wieder zu unterbrechen, so daß der Alarmapparat 9 nach dem ersten
wie vorher gesagt ungültigen Alarmruf keine weiteren Alarmrufe mehr aussendet.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Elektrische Sicherheitsanlage, bei welcher der Alarm durch Ansprechen eines in einem Ruhestromkreis liegenden Relais oder durch' die Kontaktwalze eines Uhrwerks angeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch Betätigen eines Geheimkontaktes (11) ein Elektromagnet (13) derart eine Kontaktscheibe (15) verdreht, daß ein Haltestromkreis für das den Alarmapparat (9) anschaltende Relais (4) go gebildet wird, in welchem das letztere während des Türöfrnens so lange erregt gehalten wird, bis der Haltestromkreis durch mechanisch von der Tür (1) bei deren Schließen in Tätigkeit gesetzte Mittel (21, 23, 23') unterbrochen wird und eine Zurückdrehung der Kontaktscheibe (15) in die Ruhestellung erfolgt, so daß der ursprüngliche Ruhestromkreis für das Relais (4) wiederhergestellt wird.
- 2. Elektrische Sicherheitsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Anker des erregten Elektromagneten (13) die Scheibe (15) eine Drehbewegung von bestimmter Länge ausführt, bei der zwei Federkontakte (16, 17) mit einer auf der Scheibe (15) vertieft angebrachten Messingplatte (18) Kontakt erhalten.
- 3. Elektrische Sicherheitsanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein von der Tür (1) mechanisch beim Schließen bewegter Hebel (21) die Scheibe (15) durch Andrücken gegen einen an ihr angebrachten Stift (23') in ihre Ruhelage zurückbewegt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE544657T | 1930-09-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE544657C true DE544657C (de) | 1932-02-20 |
Family
ID=6560492
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930544657D Expired DE544657C (de) | 1930-09-05 | 1930-09-05 | Elektrische Sicherheitsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE544657C (de) |
-
1930
- 1930-09-05 DE DE1930544657D patent/DE544657C/de not_active Expired
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