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Photographische Klappkamera mit Zentralobjektivverschluß Die Erfindung
betrifft eine photographische Klappkamera mit Zentralobjektivverschluß, dessen Antriebswerk
vom Objektivträger und den Verschlußblättern getrennt ist. Im Gegensatz zu den bekannten
Einrichtungen dieser Art, welche lediglich eine Unterteilung des Gesamtverschlusses
bezwecken, um den Verschlußantrieb in einem besonderen Gehäuse unterbringen und
gegebenenfalls auswechselbar machen zu können, soll die Unterteilung nach der Erfindung
derart erfolgen, daß bei einer Klappkamera das Antriebswerk gegenüber dem Objektivträger
mit einem Kupplungsteil versehen ist, der beim Aufklappen der Kamera in die Bereitschaftslage
selbsttätig mit dem Verschlußblätterring in Eingriff kommt, und umgekehrt.
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Dadurch wird einmal eine größere konstruktive Freizügigkeit bezüglich
.der Unterbringung-des Verschlußantriebswerkes an der Kamera herbeigeführt, und
außerdem wird eine Betätigung des Verschlusses bei nicht aufgeklappter und daher
aufnahmebereiter Kamera verhindert; so daß Fehlbelichtungen aus diesem Grunde nicht
gemacht werden können.
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Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt Abb. r eine schaubildliche Seitenansicht der vollständigen
Kamera in der Betriebsstellung, Abb. 2 eine ebenfalls schaubildliche Darstellung
der Kamera von der anderen Seite aus gesehen, Abb. 3 eine Seitenansicht der geschlossenen
Kamera, Abb. q: eine schaubildliche Darstellung der Grundplatte für das Verschlußbetätigungswerk,
wobei jedoch nur einige Verschlußtenle dargestellt sind, und @- . . _ . ..
Abb.
5 eine schaubildliche Teildarstellung, die insbesondere den Sperriegel für die Verschlußlamellen
zeigt.
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Die nach der Erfindung ausgestattete Kamera ist aus den Abb. 1 bis
3 ersichtlich. An dem Kamerakörper 31 ist der Klappdeckel 32 angelenkt und der Balgen
33 befestigt. Die gehäuseartige Tragplatte 3d., die durch die Federspreize 35 am
Kamerakörper 3i angelenkt ist, enthält das Objektiv 36 und die Verschlußblätter.
Durch Streben 32,a wird die Aufklappbewegung der Kamera begrenzt.
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Die Scharfeinstellung erfolgt durch Verdrehen der Objektivvorderlinse.
Die Kamera kann im übrigen noch mit einem Entfernungsmesser 37 und einem photoelektrischen
Belichtungsmesser 38 versehen sein. Unter dein Gehäusedeckel 39 ist das Verschlußtriebwerk
eingebaut. Die Bodenplatte d.o dieses Gehäuses ist mittels der Scharniere 41 am
Kamerakörper 31 angelenkt und besitzt seitliche Führungen 42 für Stifte 43 des Objektivtraggehäuses
3.1, durch die beim Zuklappen der Kaniera das Triebwerkgehäuse über letzteres geschwenkt
wird und dann zum Schluß von dem Klappdeckel 32 überdeckt wird (vgl. Abb.3
und d.).
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Wenn der Klappdeckel 32 durch Druck auf den Knopf 32, entriegelt wird,
springt die Kamera auf, d. h. die Objektivtragplatte wird durch die Streben 35 nach
vorn geschoben, und durch die Stifte 43, die in den Nuten 42 gleiten, «-erden die
Grundplatte d.o des Verschlußantriebes und die es umfassende Kappe 39 nach oben
geschwenkt, bis sie die Lage nach Abb. i erreicht haben, in der eine Kupplung zwischen
dem Verschlußantrieb innerhalb des Gehäuses 39 und einem aus dem Gehäuse 34 herausragenden
Betätigungsteil herbeigeführt wird. Der Verschluß selbst enthält eine Reihe von
Lamellen 45 (Abb. d.), die auf Stiften 46 der Platte 44 im Gehäuse 34 gelagert sind
und durch Stifte 4; des Verschlußblätterringes 48 in üblicher Weise geschwenkt werden.
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Zu diesem Zweck ist der Lamellenring q.8 mit einem Ansatz d.9 versehen,
der durch einen Schlitz am Oberteil des Gehäuses 34 nach außen ragt und mit einer
Schubklinke So, die den letzten Teil des Verschlußantriebes bildet, selbsttätig
in Eingriff kommt, wenn die Kamera in der beschriebenen Weise aufgeklappt wird.
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Zweckmäßig sind geeignete Sicherheitsvorrichtungen vorgesehen, durch
die der Ansatz 49 gegen ungewollte Betätigung gesichert ist, d. h. durch die die
Verschlußlamellen 45 in der Schließlage gehalten werden, während die Kamera geschlossen
oder nur teilweise geöffnet ist, so daß sie nicht durch versehentliches Schütteln
der Kamera sich öffnen können. Eine derartige Sicherheitseinrichtung besteht vorteilhaft
aus einer Feder 249 (Abb. 5), die finit einem gekrümmten Teil 250 rastartig
über den Ansatz 49 faßt, bis sie in der Betriebsstellung der Kamera außer Wirkung
gesetzt wird. Wenn die Kamera in diese Lage gebracht wird, wird der Ansatz 49 freigegeben,
da der Vorsprung 2d.o der Platte .4o sich an das nach oben ragende Ende 252 des
Federriegels 251 anlegt, und zwar unmittelbar bevor die Kamera voll ausgeklappt
ist. Bei Beginn des Zusammenklappens der Kamera wird der Federriegel sofort wieder
freigegeben und kann daher wieder in Eingriff mit dem Ansatz d9 kommen.
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Die Einrichtung zur Betätigung des Verschlußblätterringesd8 ist folgendermaßen
aufgebaut: Die Schubklinke So besitzt eine Aussparung 51 in der Nähe ihres freien
Endes und ist am Umfang der Scheibe 52 angelenkt, die um den Zapfen 53 drehbar ist.
Dieser Zapfen ist an einer Platine 54 befestigt, die auch die anderen Antriebsteile
trägt und die ihrerseits an der Grundplatte d.o befestigt ist.
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Die Scheibe 52 trägt an einem Teil ihres Umfanges eine Verzahnung
55, welche mit einer Verzahnung 56 eines ringförmigen Hauptantriebsteils 57 kämmt.
Der Ring 57 ist auf einem Rohr 58 gelagert und wird von einem flanschartigen Ansatz
59 dieses Rohres in Stellung gehalten. Die Höhlung 6o des Rohres 58 dient zur Aufnahme
der Vorderlinse 36 bei geschlossener Kamera (Abb. 3) und ist durch eine Platt2°6ou
verschlossen. Alle Antriebsteile sind um dieses Rohr herum angeordnet, und zwar
sind sie zum Teil auf ihm selbst, zum Teil auf Zapfen oder Ansätzen der Platte 5.1
gelagert. Der Hauptantriebsring 57 trägt einen Stift 61, durch den er von der Spanneinrichtung
des.Verschlusses mitgenommen wird. Diese Spannbewegung des Antriebsringes erfolgt
im Uhrzeigersinne entgegen einer Feder 62, die den Antriebsring in die Stellung
gemäß Abb. q. zurückzuführen sucht" in der er mit einem Vorsprung an eineu Anschlag
63 stößt. Bei dem Spannen des Antriebsringes wird die Scheibe 52 in entgegengesetztem
Uhrzeigersinne gedreht, wodurch die Schubklinke So erst nach rechts und dann nach
links bewegt wird, während beim Entspannen die Bewegung entgegengesetzt verläuft.
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Die Spanneinrichtung für das VerschluB-triebwerk besteht . in der
Hauptsache aus einem Hebel 6q., der an einem Zapfen 65, etwa
am Filmwickelschlüssel,
befestigt ist und daher zugleich zur Filmaufwickelung dient. Dieser Hebel 64 ist
durch ein Drahtkabe156 mit einem Schieber 67 verbunden, der mit einem Vorsprung
68 gegen den Stift 6o des
Antriebsringes liegt..Dieser Schieber
67 wird durch die Feder 67" auf die Scheibe 52 zu gezogen. Wenn nun der Hebel 64
in der Pfeilrichtung A gemäß Abb. 4 bewegt wird, so nimmt der Vorsprung 68 den Stift
61 mit, wodurch der Antriebsring im Uhrzeigersinne gedreht wird, bis der Ansatz
69 an seinem Umfang an der Sperrklinke 70 @vorbeigelangt ist.
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Diese Sperrklinke wird durch eine Feder 71 gegen den Antriebsring
zu gepreßt und ist auf einem Auslösehebel72 gelagert, der um einen Zapfen 73 schwenkbar
ist und durch eine leichte Feder 74 in entgegengesetztem Uhrzeigersinne geschwenkt
gehalten wird. Mit einer Gabel 75 des Auslösehebels steht ein Handgriff 76
in Eingriff, der durch die Seitenwand des Gehäuses 39 (Abb. a) ragt. Durch Bewegung
des Fingergriffs 76 gegen das Kameragehäuse zu wird die Sperrklinke 7o aus dem Vorsprung
69 ausgehoben, so daß nunmehr der Antriebsring 67 sich unter dem Einfluß der Feder
62 in entgegengesetztem Uhrzeigersinne drehen kann. Der Schubklinkenantrieb ist
von der bei photographischen Verschlüssen bekannten Art.