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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Chelat-bildenden Filter, der
Metallionen oder Metalloid-Ionen und unlösliche Verunreinigungen in
einer zu behandelnden Flüssigkeit
wirksam entfernen kann, um die Flüssigkeit zu reinigen, ein Verfahren
zur Herstellung desselben und ein Verfahren zur Reinigung einer
Flüssigkeit unter
Verwendung des Chelat-bildenden Filters. Gemäß der vorliegenden Erfindung
kann eine Vielfalt von Chelat-bildenden Ionen wirksam entfernt (oder
eingefangen) werden, und unlösliche
Verunreinigungen können wirksam
entfernt werden, indem die Art einer Chelat-bildenden funktionellen
Gruppe, die in eine Faser einzuführen
ist, welche den Filter aufbaut, abhängig von der Art der zu entfernenden
Ionen in der zu behandelnden Flüssigkeit
geeignet gewählt
wird.
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Demgemäß kann dieser
Filter beispielsweise wirksam für
die Zwecke
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- (1) der Entfernung (oder des Einfangens) von Kupfer, Zink,
Nickel, Cobalt und anderen Schwermetallionen und unlöslichen
Verunreinigungen, die in einer wässrigen
Flüssigkeit
oder einer öligen
Flüssigkeit
enthalten sind, oder
- (2) der Entfernung (oder des Einfangens) von Bor, Germanium,
Arsen, Antimon, Selen und anderen Metalloiden und unlöslichen
Verunreinigungen, die in einer wässrigen
Flüssigkeit
oder einer öligen
Flüssigkeit
enthalten sind, für
die Reinigung speziell von Industrieabwasser, Trinkwasser, Wasser
zur Nahrungsmittelverarbeitung sowie von essbaren Ölen und Ölen für die Nahrungsmittelverarbeitung
wirksam verwendet werden.
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Stand der
Technik
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In
einigen Industrieabwässern
ist eine Vielfalt von schädlichen
Schwermetallionen enthalten und muss im Hinblick auf die Verhütung von
Umweltverschmutzung ausreichend durch eine Abwasserbehandlung entfernt
werden. Zusätzlich
beeinträchtigen
Schwermetall-Komponenten, die in Flusswasser und Grundwasser enthalten
sind, ebenfalls den menschlichen Körper, und es müssen ausreichende
Maßnahmen
gegen diese Schwermetall-Komponenten ergriffen werden, wenn das
Flusswasser oder Grundwasser beispielsweise als Trinkwasser oder
als Wasser zur Nahrungsmittelverarbeitung verwendet wird. Weiter
müssen
Metalle, die möglicherweise
beispielsweise Hydrierungskatalysatoren bei der Herstellung von
beispielsweise essbaren Ölen
oder Ölen
zur Nahrungsmittelverarbeitung kontaminieren, so weit wie möglich entfernt
werden, da sie die Lagerstabilität
und den menschlichen Körper
beeinträchtigen.
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Bor,
eine Art von Metalloid, oder eine Bor-Verbindung ist in der natürlichen
Welt weit verbreitet und ist für
den menschlichen Körper
ein essentielles Element. Jedoch wurde nachgewiesen, dass eine übermäßige Einnahme
dieses Elements den menschlichen Körper schädlich beeinflusst. Fälle, von
denen angenommen wird, dass sie durch vom Menschen bewirkte Verschmutzung
mit Bor-Komponenten
in Flüssen
oder Grundwasser verursacht werden, sind mitgeteilt worden, was
Befürchtungen
eines schlechten Einflusses der Wiederaufbereitung derartigen Wassers
auslöst.
Zusätzlich
zu Bor sind beispielsweise Arsen und Arsen-Verbindungen für den menschlichen
Körper
schädlich
und müssen
so weit wie möglich
beispielsweise aus Trinkwasser entfernt werden, das im Verdacht
steht, durch diese Substanzen kontaminiert zu sein.
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Wenn
eine Flüssigkeit
beispielsweise als Bewässerungswasser,
Wasser zur Nahrungsmittelverarbeitung, essbare Öle oder Öle zur Nahrungsmittelverarbeitung
verwendet wird, müssen
zusätzlich
zu derartigen metallischen Komponenten und Metalloid-Komponenten
unlösliche
Verunreinigungen entfernt werden.
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Unter
diesen Umständen
hat die vorliegende Erfindung Untersuchungen vorgenommen, um einen
Filter bereitzustellen, der diese Metallionen oder Metalloid-Ionen
und deren Verbindungen aus einer zu behandelnden Flüssigkeit,
wie Wasser oder essbaren Ölen,
wirksam einfangen und entfernen kann oder der weiter gleichzeitig
wirksam unlösliche
Verunreinigungen, die in der zu behandelnden Flüssigkeit enthalten sind, entfernen
kann, um dadurch die Flüssigkeit
zu reinigen, und eine Technik zu entwickeln, die eine zu behandelnde Flüssigkeit,
wie Wasser und Öle,
unter Verwendung des Filters reinigen kann.
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Ein
Ionenaustauschharz ist traditionell in großem Umfang verwendet worden,
um schädliche
Metallionen zu entfernen und nützliche
Metallionen einzufangen, die beispielsweise in Bewässerungswasser
oder Abwasser enthalten sind, aber seine Wirkung für die selektive
Adsorption und Abtrennung von Metallionen in niedriger Konzentration
ist nicht notwendigerweise ausreichend.
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Ein
Chelat-Harz mit der Eigenschaft der Bildung eines Chelats mit Metallionen,
um dadurch selektiv diese Ionen einzufangen, weist eine ausgezeichnete
selektive Einfangeigenschaft gegenüber Metallionen, insbesondere
Schwermetallionen, auf, und ist auch wirksam verwendet worden, um
Schwermetalle auf dem Gebiet der Wasserbehandlung zu entfernen oder
einzufangen. Jedoch werden die meisten dieser Chelat-Harze einfach
durch Einführung
einer Chelat-bildenden funktionellen Gruppe, wie Iminodiessigsäure, hergestellt
und zeigen nicht immer eine zufriedenstellende Chelat-bildende Fähigkeit.
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Herkömmliche
Ionenaustauschharze und Chelat-bildende Harze sind perlenartige
Harze mit einer starren dreidimensionalen vernetzten Struktur, die
durch ein Vernetzungsmittel, wie Divinylbenzol, verliehen wird,
und die Diffusionsgeschwindigkeit und Permeation von Metallionen
und Regenerierungsmitteln in die Harze ist gering, und deshalb ist
die Behandlungseffizienz gering. Zusätzlich ist im Fall der Entsorgung
der verwendeten Harze, die nicht wieder aufbereitet werden, auf
Probleme wie die Schwierigkeit bei der Verbrennung und die komplizierte
Volumenverringerung von verwendeten Harzen deutlich hingewiesen
worden.
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Als
mögliche
Lösung
für diese
Probleme bei perlenartigen Chelat-bildenden Harzen ist ein faseriges oder
blattartiges Chelat-Material vorgeschlagen worden (japanische ungeprüfte Patentanmeldung
Veröffentlichung
Nr. 7-10925). Dieses faserige oder blattartige Chelat-Material weist
viele Vorteile auf, wie folgt. Beispielsweise weist dieses Material
eine große
spezifische Oberfläche
auf und umfasst eine Chelat-bildende Gruppe an seiner Oberfläche, wo
Metallionen adsorbiert oder beseitigt werden, und besitzt deshalb
einen verbesserten Adsorptions- und Elimierungsswirkungsgrad. Zusätzlich können eine
Verbrennung und andere Behandlungen des Chelat-Materials leicht
durchgeführt
werden. Jedoch erfordert die Produktion des faserigen oder blattartigen
Chelat-Materials ein kompliziertes Verfahren unter Verwendung von
ionisierender Strahlung, und es ist auf eine Anzahl von Nachteilen
hingewiesen worden, beispielsweise technische Voraussetzungen, Sicherheit
und Produktionskosten.
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Weiter
wird nicht erwartet, dass die herkömmlichen Chelat-Harze oder
faserigen oder blattartigen Chelat-Materialien unlösliche Verunreinigungen,
welche die zu behandelnde Flüssigkeit
kontaminieren, zu mehr als einer geringen Menge entfernen, obwohl
sie die Fähigkeit
zeigen, Metallionen zu einem gewissen Ausmaß einzufangen, wie oben erwähnt. Deshalb
müssen,
um derartige unlösliche
Verunreinigungen zu entfernen, um dadurch die zu behandelnde Flüssigkeit
ausreichend zu reinigen, die unlöslichen
Verunreinigungen in der zu behandelnden Flüssigkeit vor oder nach der
Entfernung der Metallionen beispielsweise durch das Chelat-Harz entfernt
werden, und es muss eine Behandlung verwendet werden, die mindestens
zwei Schritte umfasst, um eine zuverlässige Reinigungswirkung zu
erzielen.
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Unter
diesen Umständen
haben die gegenwärtigen
Erfinder Untersuchungen vorgenommen, die darauf abzielen, eine Chelat-bildende
Faser zu entwickeln, die eine zufriedenstellende Fähigkeit
zum Einfangen von Metallionen, Metalloid-Ionen oder deren Verbindungen
aufweist, leicht einer Verbrennung zu unterziehen ist und durch
ein einfaches und sicheren Verfahren mit geringen Kosten produziert
werden kann. Als Teil der Ergebnisse dieser Untersuchungen entwickelten
die gegenwärtigen
Erfinder eine Chelat-bildende Faser, die erhalten wird, indem man eine
Faser, die in einem Molekül
eine Hydroxylgruppe, eine Aminogruppe oder eine andere reaktive
funktionelle Gruppe aufweist, wie Baumwolle oder eine andere Pflanzenfaser
oder Seide oder eine andere Tierfaser, mit einer Amin-Verbindung (vorzugsweise
z.B. D-Glucamin, N-Methyl-D-glucamin oder Dihydroxypropylamin),
welche durch die folgende allgemeine Formel (2) dargestellt wird
und die Fähigkeit
zur Bildung eines Chelats aufweist, oder mit einem Säureanhydrid
einer Polycarbonsäure
(bevorzugt beispielsweise Nitrilotriessigsäureanhydrid, Ethylendiamintetraessigsäuredianhydrid
oder Diethylentriaminpentaessigsäuredianhydrid)
reagieren lässt,
welche durch die folgende allgemeine Formel (4) dargestellt wird,
um dadurch eine Chelat-bildende funktionelle Gruppe, die durch die
folgende allgemeine Formel (1) dargestellt wird, oder eine Chelat-bildende
funktionelle Gruppe, die durch die folgende allgemeine Formel (3)
dargestellt wird, einzuführen.
Sie haben bereits früher
eine Patentanmeldung mit dieser Technologie eingereicht.

[worin G einen Rest eines
Ketten-Zuckeralkohols oder einen Rest eines mehrwertigen Alkohols
darstellt und R ein Wasserstoffatom, eine (Nieder)alkylgruppe oder
-G darstellt (worin G die gleiche Bedeutung aufweist, wie oben definiert,
und eine Gruppe sein kann, die identisch mit dem oben erwähnten G
oder verschieden davon ist)]
[worin G und R die gleichen
Bedeutungen aufweisen, wie oben definiert]
(worin
jedes von R
1, R
2 und
R
3 eine Niederalkylengruppe ist und n eine
ganze Zahl von 1 bis 4 bezeichnet)
(worin
R
1, R
2, R
3 und n die gleichen Bedeutungen aufweisen,
wie oben definiert)
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Die
Chelat-bildende Faser mit der Chelat-bildenden funktionellen Gruppe,
die durch die Formel (1) oder (3) dargestellt wird und in ein Fasermolekül eingeführt worden
ist, wurde zuerst von den gegenwärtigen Erfindern
entwickelt, und die Faser selbst war zu dem Zeitpunkt neu, als die
vorliegende Patentanmeldung eingereicht wurde.
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Die
Chelat-bildende Faser, in die die funktionelle Gruppe eingeführt worden
ist, welche durch die allgemeine Formel (1) dargestellt wird, weist
eine zufriedenstellende Fähigkeit
des Einfangens von Metalloid-Ionen oder deren Verbindungen als Chelat
auf. Die Chelat-Faser, in die die funktionelle Gruppe eingeführt worden
ist, die durch die allgemeine Formel (3) dargestellt wird, weist
eine zufriedenstellende Fähigkeit
des Einfangens von Kupfer-, Zink-, Nickel- oder Cobalt- und anderen
Schwermetallionen und deren Verbindungen als Chelat auf.
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Eine
derartige Chelat-Faser, in der die Chelat-bildende funktionelle
Gruppe in ein Fasermolekül
eingeführt
worden ist, weist eine ausgezeichnete Chelat-Einfangfähigkeit auf und kann leicht
hergestellt werden und ist so in der Praxis im Vergleich zu herkömmlichen
granulären
Chelat-Harzen sehr nützlich.
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Demgemäß ist es
ein erstes Ziel der vorliegenden Erfindung, unter Verwendung der
Wirkung des Einfangens von Metalloiden oder Schwermetallen oder
deren Verbindungen und unter Verwendung der Wirkung der Entfernung
von unlöslichen Verunreinigungen
einen Chelat-bildenden Filter bereitzustellen, der aus einer zu
behandelnden Flüssigkeit
Metalloide, Schwermetalle oder deren Verbindungen einfangen oder
entfernen kann und gleichzeitig unlösliche Verunreinigungen entfernen
kann, und ein Verfahren zur Reinigung einer Flüssigkeit unter Verwendung des
Filters bereitzustellen. Die Wirkung des Einfangens von Metalloiden,
Schwermetallen oder deren Verbindungen verwendet die speziellen
Merkmale der Chelat-bildenden Faser, d.h. die zufriedenstellende
Chelat-bildende Eigenschaft, und die Wirkung der Entfernung von
unlöslichen
Verunreinigungen verwende die speziellen Merkmale, dass die Chelat-bildende
Faser in Form einer Faser vorliegt.
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Noch
ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren
zur leichten Produktion eines Chelat-bildenden Filters bereitzustellen,
der sowohl eine optimale Chelat-bildende Fähigkeit für verschiedene einzufangende
Ionen als auch die Fähigkeit
zur Entfernung von unlöslichen
Verunreinigungen aufweist.
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Offenbarung
der Erfindung
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Der
erfindungsgemäße Chelat-bildende
Filter umfasst zumindest als Teil eines Filtermaterials eine Chelat-bildende
Faser mit einer Chelat-bildenden funktionellen Gruppe, die in ein
Molekül
einer natürlichen
Faser und/oder einer regenerierten Faser eingeführt ist. Der Chelat-bildende
Filter kann in einer zu behandelnden Flüssigkeit ein Chelat aus Chelat-bildenden
Ionen einfangen und kann gleichzeitig unlösliche Verunreinigungen entfernen.
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Die
in ein Molekül
der Faser, welche den Chelat-bildenden Filter aufbaut, einzuführenden
Chelat-bildenden funktionellen Gruppen umfassen eine Gruppe, die
durch die folgende allgemeine Formel (1) dargestellt wird und eine
Aminogruppe und mindestens zwei Hydroxylgruppen mit Kohlenstoff
vereinigt aufweist:
[worin G einen Rest eines
Ketten-Zuckeralkohls oder einen Rest eines mehrwertigen Alkohols
darstellt und R ein Wasserstoffatom, eine (Nieder)alkylgruppe oder
-G darstellt (worin G die gleiche Bedeutung aufweist, wie oben definiert,
und eine Gruppe sein kann, die mit dem oben erwähnten G identisch oder davon
verschieden ist)],
oder eine Acylgruppe, die durch die folgende
allgemeine Formel (3) dargestellt wird:
(worin
jedes von R
1, R
2 und
R
3 eine Niederalkylengruppe darstellt und
n eine ganze Zahl von 1 bis 4 bezeichnet).
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Von
den Chelat-bildenden funktionellen Gruppen, die durch die allgemeine
Formel (1) dargestellt werden, werden typisch funktionelle Gruppen
bevorzugt, in denen in der allgemeinen Formel (1) G ein Rest, in dem
eine Aminogruppe aus D-Glucamin eliminiert ist, oder eine Dihydroxypropylgruppe
ist und R ein Wasserstoffatom oder eine Niederalkylgruppe ist. Diese
Chelat-bildenden funktionellen Gruppen können direkt in eine reaktive
funktionelle Gruppe in einem Molekül einer natürlichen Faser und/oder einer
regenerierten Faser eingeführt
werden oder können über eine
weitere reaktive funktionelle Gruppe in ein Molekül eingeführt werden, das
diese Fasern aufbaut.
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Der
Chelat-bildende Filter kann leicht erhalten werden, indem man die
Amin-Verbindung,
die durch die folgende allgemeine Formel (2) dargestellt wird und
eine Aminogruppe und mindestens zwei Hydroxylgruppen mit Kohlenstoff
vereinigt aufweist:
[worin G und R die gleichen
Bedeutungen aufweisen, wie oben definiert]
oder ein Säureanhydrid
einer Polycarbonsäure,
die durch die folgende allgemeine Formel (4) dargestellt wird:
(worin
R
1, R
2, R
3 und n die gleichen Bedeutungen aufweisen,
wie oben definiert)
direkt mit einer reaktiven funktionellen
Gruppe in einem Fasermolekül,
das den Filter aufbaut, reagieren lässt oder mit einer weiteren
reaktiven funktionellen Gruppe reagieren lässt; die reaktive funktionelle
Gruppe wird vor der Umsetzung in ein Molekül eingeführt, das die Faser aufbaut.
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Die
Chelat-bildende funktionelle Gruppe wird in der eingeführten Menge,
die aus der folgenden Gleichung berechnet wird, zu vorzugsweise
gleich oder mehr als 10 Gew. % und bevorzugter gleich oder mehr
als 20 Gew. % eingeführt.
Indem man sicherstellt, dass die funktionelle Gruppe innerhalb dieses
Bereiches eingeführt
wird, kann der resultierende Chelat-bildende Filter wirksamer die
Einfang- und Entfernungswirkung gegenüber Metallionen und Metalloid-Ionen
zeigen.
Eingeführte
Menge (Gew. %) = [(Gewicht der Faser nach Reaktion – Gewicht
der Faser vor Reaktion)/(Gewicht der Faser vor Reaktion)] × 100
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Als
Faser zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung können natürliche Fasern
und/oder regenerierte Fasern verwendet werden. Unter diesen werden
typisch natürliche
und regenerierte Fasern bevorzugt, die jeweils eine reaktive funktionelle
Gruppe in einem Fasermolekül
aufweisen, von denen cellulosische Pflanzenfasern und regenerierte
Fasern oder Seide, Wolle und andere Tierfasern besonders bevorzugt
sind.
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In
der vorliegenden Erfindung zeigt ein Filter, bei dem die funktionelle
Gruppe, die durch die allgemeine Formel (1) dargestellt wird, in
ein Fasermolekül
eingeführt
worden ist, eine zufriedenstellende Fähigkeit des Einfangens von
Metalloid-Elementen
oder deren Verbindungen (darunter Bor oder Bor-Verbindungen) als
Chelat, und ein Filter, bei dem die funktionelle Gruppe, die durch
die allgemeine Formel (3) dargestellt wird, in ein Fasermolekül eingeführt worden
ist, zeigt eine zufriedenstellende Fähigkeit des Einfangens von
Schwermetall-Elementen und deren Verbindungen als Chelat.
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Demgemäß können, indem
man eine Flüssigkeit
durch eine Vorrichtung treten lässt,
an der der Chelat-bildende Filter befestigt ist, ionische Substanzen
und unlösliche
Verunreinigungen in der Flüssigkeit
gleichzeitig entfernt werden, und die Flüssigkeit kann gereinigt werden.
Der Filter kann deshalb wirksam für die Reinigung von verschiedenen
wässrigen
oder öligen
Flüssigkeiten
verwendet werden, wie nachstehend beschrieben.
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In
noch einem weiteren Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein
Verfahren zur leichteren Produktion des Chelat-bildenden Filters
mit dem obigen Verhalten bereit. Dieses Verfahren umfasst speziell
die Verarbeitung einer Faser zu einem Filter, wobei die Faser in
einem Molekül
eine funktionelle Gruppe aufweist, die mit der Chelat-bildenden
Verbindung reagieren kann, und das Reagierenlassen der reaktiven
funktionellen Gruppe in dem Fasermolekül auf direkte Weise oder über ein
Vernetzungsmittel mit einer Chelat-bildenden Verbindung, um dadurch
eine Chelat-bildende funktionelle Gruppe in das Fasermolekül einzuführen.
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Als
Chelat-bildende Verbindungen zur Verwendung in diesem Verfahren
können
die Amin-Verbindung, die durch die allgemeine Formel (2) dargestellt
wird, und das Säureanhydrid
der Polycarbonsäure,
die durch die allgemeine Formel (4) dargestellt wird, verwendet
werden. Als bevorzugtes Verfahren wird ein Verfahren empfohlen,
welches die Schritte einschließt:
Verwenden einer Faser, die in einem Molekül eine funktionelle Gruppe
aufweist, welche mit einem Säureanhydrid
reagieren kann, Reagierenlassen des Fasermoleküls mit einem Säureanhydrid
mit einer reaktiven Doppelbindung als Vernetzungsmittel und anschließendes Reagierenlassen
des Fasermoleküls
mit einer Verbindung, die in einem Molekül eine Carboxylgruppe und beispielsweise
eine Aminogruppe, Iminogruppe oder Thiolgruppe aufweist. Speziell
umfassen derartige Verbindungen beispielsweise Aminosäuren, Iminodiessigsäure, Iminodibernsteinsäure, Ethylendiamindiessigsäure, Ethylendiamintriessigsäure, Ethylendiamindibernsteinsäure, Thioglycolsäure, Thioäpfelsäure, Thiosalicylsäure und Mercaptopropionsäure.
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Beste Weise
zur Durchführung
der Erfindung
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Die
Merkmale der vorliegenden Erfindung werden in weiterer Einzelheit
mit Bezug auf typische Chelat-bildende funktionelle Gruppen, die
in ein Molekül
einer natürlichen
Faser und/oder einer regenerierten Faser einzuführen sind, und Verfahren zur
Einführung
derselben erläutert.
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Ein
erster Chelat-bildender Filter gemäß der vorliegenden Erfindung
weist die Chelat-bildende funktionelle Gruppe auf, die durch die
allgemeine Formel (1) dargestellt wird und in ein Fasermolekül eingeführt wird, das
den Filter aufbaut. Dieser Chelat-bildende Filter kann erhalten
werden, indem man eine Faser mit einer reaktiven funktionellen Gruppe,
wie einer Hydroxylgruppe oder einer Aminogruppe, in einem Molekül direkt oder über eine
weitere reaktive funktionelle Gruppe mit der Amin-Verbindung, die
durch die allgemeine Formel (2) dargestellt wird, reagieren lässt.
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Die
Chelat-bildende Faser, in die die Chelat-bildende funktionelle Gruppe
eingeführt
worden ist, welche durch die allgemeine Formel (1) dargestellt wird, weist
eine zufriedenstellende Chelat-einfangende Fähigkeit gegenüber Metalloid-Ionen auf. Wie im
folgenden Schema (5) gezeigt, veranschaulicht diese Konfiguration das
Einfangen von Boriionen durch einen Faser-Filter, in den beispielsweise
ein Rest von N-Methyl-D-glucamin eingeführt worden ist, als Beispiel:
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Speziell
weist diese Chelat-bildende Faser eine Gruppe mit einer Aminogruppe
und zwei oder mehr Hydroxylgruppen, insbesondere eine Gruppe mit
mindestens zwei Hydroxylgruppen, die mit benachbarten Kohlenstoffen
vereinigt sind, auf, die in ein Fasermolekül eingeführt worden ist, und zeigt eine
zufriedene Chelatbildende Fähigkeit
gegenüber
Bor und anderen Metalloiden, um dadurch wirksam die Metalloide einzufangen.
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Bevorzugte
Gruppen, welche diese Anforderungen erfüllen, werden durch die Formel
(1) dargestellt. In der Formel (1) stellt G einen Rest eines Ketten-Zuckeralkohols oder
einen Rest eines mehrwertigen Alkohols dar und stellt R ein Wasserstoffatom,
eine (Nieder)alkylgruppe oder -G dar (worin G die gleiche Bedeutung
aufweist, wie oben definiert, und mit dem oben erwähnten G
identisch oder davon verschieden sein kann). Für R ist Wasserstoff oder eine
(Niede)alkylgruppe sehr geeignet. In der obigen Formel schließt die (Nieder)alkylgruppe
(C1-C6)-Alkylgruppen
ein, von denen die Methylgruppe oder Ethylgruppe besonders bevorzugt
ist.
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Unter
den Gruppen, die von der allgemeinen Formel (1) dargestellt werden,
sind typisch Gruppen bevorzugt, in denen G ein Rest eines Ketten-Zuckeralkohols
oder ein Rest eines mehrwertigen Alkohols ist und R ein Wasserstoffatom
oder eine (Nieder)alkylgruppe ist. Beispiele für diese Gruppen umfassen Zuckeralkohol-Reste, in denen eine
Aminogruppe aus beispielsweise D-Glucamin, D-Galactamin, D-Manosamin,
D-Arabitylamin, N-Methyl-D-glucamin, N-Ethyl-D-glucamin, N-Methyl-D-galactamin,
N-Ethyl-D-galactamin, N-Methyl-D-mannosamin oder N-Ethyl-D-arabitylamin
eliminiert worden ist, oder Dihydroxyalkylgruppen. Im Hinblick auf
die Leichtigkeit der Einführung
in ein Fasermolekül
oder die Verfügbarkeit
von Materialien wird ein Rest, in dem eine Aminogruppe aus D-Glucamin
oder N-Methyl-D-glucamin
eliminiert worden ist, oder eine Dihydroxypropylgruppe am meisten
bevorzugt.
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In
diesem Zusammenhang zeigen Gruppen, in denen G in der allgemeinen
Formel (1) ein cyclischer Zuckeralkohol mit einer Pyranose-Ringstruktur
ist, eine unzureichende Chelat-einfangende Fähigkeit gegenüber Metalloiden
und sind nicht wünschenswert.
Dies ist wahrscheinlich der Fall, da der Freiheitsgrad der Hydroxylgruppen
in diesen Gruppen beschränkt
ist.
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Diese
Gruppen, die in ein Fasermolekül
einzuführen
sind, um die Fähigkeit
der Bildung eines Chelats mit Metalloiden zu verleihen, können direkt
oder indirekt über
eine vernetzende Bindung, wie nachstehend erwähnt, mit einer reaktiven funktionellen
Gruppe (z.B. Hydroxylgruppe, Aminogruppe, Iminogruppe, Carboxylgruppe,
Aldehydgruppe oder Thiolgruppe) in dem Fasermolekül vereinigt
werden.
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Als
Verfahren zur Einführung
der Metalloidchelat-bildenden funktionellen Gruppe in eine Faser
kann das folgende Verfahren verwendet werden. Speziell lässt man
eine derartige reaktive funktionelle Gruppe, wie oben erwähnt, welche
ein Fasermolekül
inhärent
aufweist, oder eine reaktive funktionelle Gruppe, die durch Modifikation
eingeführt
wird, direkt mit der Amin-Verbindung reagieren, die durch die allgemeine
Formel (2) dargestellt wird, oder man lässt die reaktive funktionelle
Gruppe mit einer Verbindung reagieren, die in einem Molekül zwei oder
mehr funktionelle Gruppen, wie eine Epoxygruppe, eine reaktive Doppelbindung,
eine Halogengruppe, eine Aldehydgruppe, eine Carboxylgruppe und
eine Isocyanatgruppe, aufweist, reagieren und lässt dies dann mit der Amin-Verbindung reagieren,
die durch die allgemeine Formel (2) dargestellt wird.
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Speziell
lässt man,
wenn das Fasermolekül
beispielsweise eine Hydroxylgruppe und eine Carboxylgruppe aufweist,
diese Gruppen direkt mit der Amin-Verbindung reagieren, die durch
die allgemeine Formel (2) dargestellt wird, um diese Verbindung
in Form einer seitenständigen
Gruppe in das Fasermolekül
einzuführen. Eine
typische Reaktion in diesem Fall wird durch das folgende Schema
(6) gezeigt:
(worin
G und R die gleichen Bedeutungen aufweisen, wie oben definiert).
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Wenn
eine reaktive funktionelle Gruppe in dem Fasermolekül eine schlechte
Reaktivität
mit der Amin-Verbindung aufweist, lässt man die Faser zuerst mit
einem Vernetzungsmittel reagieren, um eine funktionelle Gruppe mit
einer hohen Reaktivität
mit der Amin-Verbindung in Form einer seitenständigen Gruppe in die Faser
einzuführen,
und dann lässt
man diese funktionelle Gruppe mit der Amin-Verbindung reagieren, um eine Gruppe
mit einer Metalloidchelat-bildenden Fähigkeit in Form einer seitenständigen Gruppe
in die Faser einzuführen.
Das letztgenannte Verfahren wird bevorzugt, da das Verfahren gegebenenfalls
die Metalloid-Einfangfähigkeit
(d.h. die eingeführte
Menge einer Gruppe mit einer Metalloidchelat-bildenden Fähigkeit)
gemäß einem
beabsichtigten Zweck steuern kann, indem die Mengen des Vernetzungsmittels
und der Amin-Verbindung bezüglich
der Faser eingestellt werden.
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Bevorzugte
Vernetzungsmittel zur Verwendung hierin schließen Verbindungen ein, die jeweils
zwei oder mehr und bevorzugt zwei Gruppen aus beispielsweise einer Epoxygruppe,
einer reaktiven Doppelbindung, einer Halogengruppe, einer Aldehydgruppe,
einer Carboxylgruppe und einer Isocyanatgruppe aufweisen. Beispiele
für derartige
bevorzugte Vernetzungsmittel umfassen Glycidylmethacrylat, Glycidylacrylat,
Allylglycidylether, Glycidylsorbat, Epichlorhydrin, Epibromhydrin,
Ethylenglycoldiglycidylether, Neopentylglycoldiglycidylether, Glycerindiglycidylether,
Polypropylenglycoldiglycidylether, Maleinsäure, Bernsteinsäure, Adipinsäure, Glyoxal,
Glyoxylsäure,
Toluoldiisocyanat und Hexamethylendiisocyanat. Unter diesen sind
typisch beispielsweise Glycidylmethacrylat, Epichlorhydrin und Ethylenglycoldiglycidylether
bevorzugt.
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Typische
Beispiele für
Reaktionen bei der Einführung
der Amin-Verbindung unter Verwendung eines derartigen Vernetzungsmittels,
wie oben beschrieben, sind wie folgt.
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Die
Reaktion zur Einführung
einer Gruppe mit zur Fähigkeit
der Bildung eines Chelats mit Metalloiden in eine Faser, die den
Filter aufbaut, unter Verwendung eines solchen Vernetzungsmittels
ist nicht besonders beschränkt.
Ein bevorzugtes Verfahren umfasst den Schritt, dass man eine Faser,
die zu einem Filter verarbeitet worden ist, mit einer Lösung, welche
das Vernetzungsmittel in einem polaren Lösungsmittel wie Wasser, N,N'-Dimethylformamid
oder Dimethylsulfoxid gelöst
enthält,
bei etwa 60°C
bis 100°C über etwa
30 Minuten bis mehrere zehn Stunden in Kontakt kommen und reagieren
lässt,
wobei, falls erforderlich, beispielsweise ein Reaktionskatalysator
oder ein Emulgator verwendet wird. Gemäß dieser Reaktion lässt man
das Vernetzungsmittel mit einer reaktiven funktionellen Gruppe (z.B.
Hydroxylgruppe oder Aminogruppe) in einem Fasermolekül, das den
Filter aufbaut, reagieren, so dass es sich dadurch mit der Faser
vereinigt, und eine funktionelle Gruppe, die leicht mit der Amin-Verbindung,
wie durch die allgemeine Formel (2) dargestellt, reagieren kann, kann
in das Fasermolekül
eingeführt
werden.
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Anschließend lässt man
die Faser mit der eingeführten
funktionellen Gruppe mit einer Lösung,
welche die Amin-Verbindung in einem polaren Lösungsmittel wie Wasser, N,N'-Dimethylformamid
oder Dimethylsulfoxid gelöst
enthält,
falls erforderlich in Mitanwesenheit eines Reaktionskatalysators
bei 60°C
bis 100°C über etwa
30 Minuten bis mehrere zehn Stunden in Kontakt kommen und reagieren,
und eine Aminogruppe in der Amin-Verbindung reagiert mit einer reaktiven
funktionellen Gruppe (z.B. Epoxygruppe oder Halogengruppe) des Vernetzungsmittels,
wodurch ein Filter geliefert wird, bei dem die Gruppe, die durch
die allgemeine Formel (1) dargestellt wird und die Fähigkeit
zur Bildung eines Chelats mit Metalloiden besitzt, in Form einer
seitenständigen
Gruppe in das Fasermolekül
eingeführt
ist.
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Diese
Reaktion wird gewöhnlich
Schritt für
Schritt durchgeführt,
aber in einigen Reaktionssystemen werden das Vernetzungsmittel und
die Amin-Verbindung gleichzeitig mit dem Filter in Kontakt gebracht,
wodurch man die beiden Verbindungen gleichzeitig mit einer Faser
reagieren lässt,
die den Filter aufbaut.
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Bei
einem weiteren Chelat-bildenden Filter gemäß der vorliegenden Erfindung
ist die Chelat-bildende funktionelle Gruppe, die durch die allgemeine
Formel (3) dargestellt wird, in eine Faser eingeführt, welche
den Filter aufbaut. Die funktionelle Gruppe wird durch ein Verfahren
eingeführt,
bei dem man das Fasermolekül
mit der Chelat-bildenden Verbindung reagieren lässt, welche durch die allgemeine
Formel (4) dargestellt wird. Stickstoff und Carbonsäure in der
Acylgruppe, die durch dieses Verfahren eingeführt wird, zeigen eine zufriedenstellende
Fähigkeit
des Einfangens von Kupfer-, Zink-, Nickel-, Cobalt- und anderen Schwermetallionen
als Chelat.
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Die
Niederalkylengruppe, die von R1 bis R3 in der allgemeinen Formel (3) dargestellt
wird, umfasst (C1-C6)-Alkylengruppen,
von denen Methylen, Ethylen und Propylen typisch bevorzugt sind.
Eine besonders bevorzugte Wiederholungszahl n ist 1 oder 2.
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Wenn
eine Faser, die in einem Molekül
eine funktionelle Gruppe aufweist, die mit der Amino-Verbindung
reagieren kann, mit einem Säureanhydrid
der Polycarbonsäure
reagieren gelassen wird, welche durch die allgemeine Formel (4)
dargestellt wird, wird die Acylgruppe, die durch die allgemeine
Formel (3) dargestellt wird, in Form einer seitenständigen Gruppe
in das Fasermolekül
eingeführt.
Carbonsäuren
in der Acylgruppe weisen eine sehr hohe Chelatreaktivität mit Metallionen
auf, und wenn eine zu behandelnde Flüssigkeit, die Metallionen enthält, mit
dem Faserfilter behandelt wird, das die eingeführte Acylgruppe aufweist, bilden
die Metallionen, die in der Flüssigkeit
enthalten sind, ein Metallchelat und werden effizient eingefangen.
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Bevorzugte
Beispiele für
Säureanhydride
der Polycarbonsäuren,
die durch die allgemeine Formel (4) dargestellt werden, umfassen,
ohne jedoch darauf beschränkt
zu sein, Nitrilotriessigsäureanhydrid
(NTA-Anhydrid), Ethylendiamintetraessigsäuredianhydrid (EDTA-Dianhyrid),
Ethylendiamintetraessigsäuremonoanhydrid
(EDTA-Monoanhydrid), Diethylentriaminpentaessigsäuredianhydrid (DTPA-Dianhydrid)
und Diethylentriaminpentaessigsäuremonoanhyrid
(DTPA- Monoanhydrid),
von denen NTA-Anhydrid, EDTA-Dianhydrid und DTPA-Dianhydrid besonders bevorzugt sind.
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Wenn
ein derartiges Säureanhyrid
in einem polaren Lösungsmittel
wie N,N'-Dimethylformamid
oder Dimethylsulfoxid gelöst
wird und mit einer Faser als Filtermaterial beispielsweise bei etwa
60°C bis
100°C über etwa
30 Minuten bis zu mehreren Stunden reagieren gelassen wird, reagiert
die Säureanhydridgruppe
mit einer reaktiven funktionellen Gruppe (z.B. Hydroxylgruppe oder
Aminogruppe) in einem Fasermolekül,
das den Filter aufbaut, und wird damit vereinigt. So wird eine Chelat-bildende
funktionelle Gruppe, die aus der Acylgruppe zusammengesetzt ist,
in Form einer seitenständigen
Gruppe eingeführt,
wodurch ein Filter geliefert wird, das eine ausgezeichnete selektive
Adsorption von Metallionen zeigt.
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Wenn
das Fasermolekül,
das den Filter aufbaut, keine reaktive funktionelle Gruppe aufweist,
sollte vor der Reaktion der Faser mit dem Säureanhydrid der Polycarbonsäure vorteilhaft
zuerst durch ein beliebiges Mittel, wie Oxidation oder Pfropfpolymerisation,
eine reaktive funktionelle Gruppe in die Faser eingeführt werden. Wenn
die Faser, falls überhaupt,
eine reaktive funktionelle Gruppe mit einer geringen Reaktivität mit dem
Säureanhydrid
der Polycarbonsäure
aufweist, ist es ebenfalls wirksam, vor der Reaktion der Faser mit
dem Säureanhydrid
der Polycarbonsäure
eine reaktive funktionelle Gruppe mit einer hohen Reaktivität einzuführen.
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Indem
man eine Reaktion von Baumwolle oder Seide mit Ethylendiamintetraessigsäuredianhydrid
als Beispiel betrachtet, wird eine Einführungsreaktion der Acylgruppe
schematisch wie folgt veranschaulicht. (Im
Fall von Baumwolle [Cotton])
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Der
Fall, in dem man das Säureanhydrid
der Polycarbonsäure
mit einer Hydroxylgruppe oder Aminogruppe in dem Fasermolekül reagieren
lässt,
ist in dem obigen Schema als typisches Beispiel veranschaulicht. Andere
Fälle,
in denen die Acylgruppe unter Verwendung von =NH, -SH oder anderen
reaktiven funktionellen Gruppen eingeführt wird, können auf ähnliche Weise in Betracht gezogen
werden.
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So
wird die Acylgruppe, die durch die allgemeine Formel (3) dargestellt
wird, in das Fasermolekül
eingeführt,
welches den Filter aufbaut, um einen Filter zu liefern, der eine
zufriedenstellende selektive Adsorptionswirkung gegenüber Schwermetallionen
zeigt und eine zufriedenstellende Einfangwirkung nicht nur um den neutralen
Bereich herum, sondern auch in einem niedrigen pH-Bereich und selbst
dann, wenn der Filter bei zu behandelndem Wasser mit einer niedrigen
Schwermetallionenkonzentration verwendet wird, aufweist.
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Metalle,
die durch das Filter mit der eingeführten Chelat-bildenden funktionellen
Gruppe einzufangen sind, umfassen beispielsweise Kupfer, Nickel,
Cobalt, Zink, Calcium, Magnesium und Eisen sowie Seltenerdelemente,
einschließlich
Scandium und Yttrium, Lanthanoide, einschließlich Lanthan, Cer, Praseodym,
Neodym, Samarium, Europium, Gadolinium, Dysprosium, Holmium, Erbium
und Ytterbium, und radioaktive Elemente, einschließlich Technetium,
Promethium, Francium, Radium, Uran, Plutonium und Cäsium.
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Ein
weiteres bevorzugtes Verfahren zur Herstellung des Chelat-bildenden
Filters ist ein Verfahren, in dem unter Verwendung einer Faser,
die in einem Molekül
eine funktionelle Gruppe mit einer Reaktivität mit einem Säureanhydrid
aufweist, das Fasermolekül,
das den Filter aufbaut, mit einem Säureanhydrid mit einer reaktiven
Doppelbindung als Vernetzungsmittel reagieren gelassen wird und
dies dann mit einer Chelat-bildenden Verbindung reagieren gelassen
wird.
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Gemäß diesem
Verfahren lässt
man das Säureanhyrid
mit einer reaktiven Doppelbindung mit einer reaktiven funktionellen
Gruppe in dem Fasermolekül
reagieren, wie oben beschrieben, um dadurch die reaktive Doppelbindung
in das Fasermolekül
einzuführen,
und dann lässt
man die reaktive Doppelbindung mit einer Metallchelat-bildenden
Verbindung reagieren, wobei der Faser, die den Filter aufbaut, die
Fähigkeit
zur Bildung eines Chelats mit Metallen verliehen wird.
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Das
Säureanhydrid
mit einer reaktiven Doppelbindung zur Verwendung hierin kann irgendeine
Verbindung sein, die in einem Molekül eine Säureanhydridgruppe und eine
reaktive Doppelbindung aufweist, und bevorzugter Beispiele dafür umfassen
Maleinsäureanhydrid,
Itaconsäureanhydrid,
Aconitsäureanhydrid,
Citraconsäureanhydrid,
tetrabasisches Methylcyclohexenmaleinsäureanhydrid, Endomethylentetrahydrophthalsäureanhydrid,
Het-Säureanhydrid,
Crotonsäureanhydrid,
Acrylsäureanhydrid
und Methacrylsäureanhydrid. Unter
diesen ist ein intramolekulares Anhydrid von zweibasigen Säuren besonders
bevorzugt. Im Hinblick auf die Reaktionseffizienz und die Kosten
bei der Einführung
in das Fasermolekül
sind Maleinsäureanhydrid
und Itaconsäureanhydrid
besonders bevorzugt.
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Wenn
man das Säureanhydrid,
das eine derartige reaktive Doppelbindung aufweist, mit der Faser
in einem polaren Lösungsmittel
wie N,N'-Dimethylformamid
oder Dimethylsulfoxid bei etwa 60°C
bis 100°C über 30 Minuten
bis mehrere Stunden, falls erforderlich, unter Verwendung eines
Reaktionskatalysators reagieren lässt, wird die reaktive funktionelle
Gruppe in dem Fasermolekül
als Ergebnis der Reaktion mit der Säureanhydridgruppe vereinigt,
wodurch eine Gruppe mit einer reaktiven Doppelbindung in das Fasermolekül eingeführt wird.
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Wenn
man anschließend
eine Chelat-bildende Verbindung mit der Faser, welche den Filter
aufbaut und in welche die reaktive Doppelbindung eingeführt ist,
reagieren lässt,
wird die Chelat-bildende Verbindung in Form einer seitenständigen Gruppe
an das Fasermolekül
addiert, wodurch der Faser eine Metallchelat-bildende Fähigkeit
verliehen wird.
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Als
Chelat-bildende Verbindung zur Verwendung hierin wird eine Verbindung
verwendet, die in einem Molekül
eine funktionelle Gruppe mit einer Reaktivität mit einer reaktiven Doppelbindung
aufweist. Typisch bevorzugte funktionelle Gruppen mit einer Reaktivität mit der
reaktiven Doppelbindung schließen
eine Aminogruppe, eine Iminogruppe und eine Thiolgruppe ein. Diese
Gruppen reagieren leicht mit der reaktiven Doppelbindung, und N
oder S in diesen Gruppen zeigt zusammen mit der mit vorliegenden
Carboxylgruppe eine Metallchelatbildende Fähigkeit.
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Wenn
das Säureanhydrid
mit der Doppelbindung in das Fasermolekül eingeführt wird, wird durch Ringöffnung eine
Carboxylgruppe gebildet, und diese zeigt zusammen mit N oder S eine
Metallchelat-bildende Fähigkeit.
Deshalb ist die Anwesenheit der Carboxylgruppe in der Chelat-bildenden
Verbindung selbst nicht wesentlich. Die Chelat-bildende Fähigkeit
wird wirksam durch eine Wechselwirkung zwischen N oder S und einer Carboxylgruppe
entfaltet, die in demselben Molekül vorliegen, und deshalb wird
bevorzugt eine Verbindung, die in einem Molekül mindestens einer Gruppe,
die aus einer Aminogruppe, Iminogruppe und Thiolgruppe ausgewählt ist,
zusammen mit einer Carboxylgruppe aufweist, als die Chelat-bildende
Verbindung verwendet.
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Spezielle
Beispiele für
derartige Chelat-bildende Verbindungen, die jeweils in einem Molekül mindestens
eine Gruppe, die aus einer Aminogruppe, einer Iminogruppe und einer
Thiolgruppe ausgewählt
ist, zusammen mit einer Carboxylgruppe aufweisen, umfassen, ohne
jedoch darauf beschränkt
zu sein, Glycin, Alanin, Asparaginsäure, Glutaminsäure und
andere Aminosäuren;
Iminodiessigsäure,
Iminodibernsteinsäure, Ethylendiamindiessigsäure, Ethylendiamindibernsteinsäure, Thioglycolsäure, Thioäpfelsäure, Thiosalicylsäure und
Mercaptopropionsäure.
Unter diesen sind typisch Aminodiessigsäure und Thioäpfelsäure bevorzugt.
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Das
Verfahren des Reagierenlassens der Chelat-bildenden Verbindung mit
der Faser, in die ein Säureanhydrid
mit einer Doppelbindung eingeführt
ist, ist nicht auf spezielle Weise beschränkt, kann aber ein Verfahren
sein, in dem man ein Fasermaterial, das den Filter aufbaut, bei
etwa 10°C
bis 100°C über 30 Minuten bis
mehrere zehn Stunden mit einer Behandlungslösung in Kontakt bringen und
damit reagieren lässt,
welche die Metallchelat-bildende Verbindung in einem polaren Lösungsmittel
wie Wasser, N,N'-Dimethylformamid oder
Dimethylsulfoxid, falls erforderlich, zusammen mit einem Reaktionskatalysator
gelöst
enthält.
Als Ergebnis dieser Reaktion lässt
man die reaktive Doppelbindung, die in das Fasermolekül eingeführt ist,
welches den Filter aufbaut, mit der Aminogruppe, Iminogruppe oder
Thiolgruppe reagieren, um dadurch eine Chelat-bildende Gruppe in
Form einer seitenständigen
Gruppe in das Fasermolekül
einzuführen,
welches den Filter aufbaut.
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Wie
in dem folgenden Schema gezeigt, werden typische Beispiele für eine derartige
Reaktion speziell mit Bezug auf den Fall veranschaulicht, in dem
Baumwolle als die Faser verwendet wird, Maleinsäureanhydrid als das Säureanhydrid
verwendet wird und Iminodiessigsäure,
Ethylendiamindiessigsäure,
Ethylendiamindibernsteinsäure,
Iminodibernsteinsäure,
Thioglycolsäure
bzw. Thioäpfelsäure als
die Chelat-bildende Verbindung verwendet wird.
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In
dem obigen Schema ist typisch der Fall veranschaulicht, in dem eine
Hydroxylgruppe in einem Fasermolekül mit einem Säureanhydrid
reagieren gelassen wird, aber der Fall, in dem andere reaktive funktionelle
Gruppen, wie eine Aminogruppe, Iminogruppe, Glycidylgruppe, Isocyanatgruppe,
Aziridinylgruppe und Thiolgruppe verwendet werden, können auf
die gleiche Weise in Betracht gezogen werden.
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Metalle,
die durch den Filter mit einer Chelat-bildenden funktionellen Gruppe,
die über
eine Säureanhydridgruppe
eingeführt
worden ist, wie oben beschrieben, einzufangen sind, umfassen Kupfer,
Nickel, Cobalt, Zink, Magnesium und Eisen sowie Seltenerdelemente
einschließlich
Scandium und Yttrium, Lanthanoide einschließlich Lanthan, Cer, Praseodym,
Neodym, Samarium, Europium, Gadolinium, Dysprosium, Holmium, Erbium
und Ytterbium, und radioaktive Elemente, einschließlich Technetium,
Promethium, Francium, Radium, Uran, Plutonium und Cäsium.
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Die
Menge der Chelat-bildenden funktionellen Gruppe, die in die Faser
einzuführen
ist, welche den Filter aufbaut, kann nach Belieben durch die Menge
der reaktiven funktionellen Gruppen in dem Grund-Fasermolekül, die Menge
der Chelat-bildenden Verbindung oder die Menge des Vernetzungsmittels
sowie die Bedingungen der Reaktionen zu deren Einführung gesteuert
werden. Um der Faser eine ausreichende Chelat-einfangende Fähigkeit
zu verleihen, wird die Menge bevorzugt so gesteuert, dass die eingeführte Menge, die
durch die folgende Gleichung berechnet wird, gleich oder größer als
etwa 10 Gew. %, bevorzugt gleich oder größer als etwa 20 Gew. % wird.
Eingeführte Menge
(Gew. %) = [(Gewicht der Faser nach Einführung von Substituent – Gewicht
der Faser vor Einführung
von Substituent)/(Gewicht der Faser vor Einführung von Substituent)] × 100
(worin
die eingeführte
Menge die eingeführte
Menge der Chelat-bildenden funktionellen Gruppe bedeutet)
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Um
die Chelat-bildende Fähigkeit
zu verbessern, wird diese umso besser, je höher die oben eingeführte Menge
ist. Dementsprechend ist die obere Grenze der eingeführten Menge
nicht speziell beschränkt.
Wenn die eingeführte
Menge übermäßig hoch
wird, wird die Kristallinität
der Faser mit eingeführtem
Substituenten erhöht,
und die Faser neigt dazu, zerbrechlich zu werden. Deshalb ist die
synthetisch eingeführte
Menge im Hinblick auf die praktische Verwendbarkeit als Material
zum Einfangen von Metallen oder Metalloiden und die wirtschaftliche
Effizienz bevorzugt gleich oder weniger etwa 130 Gew. % und bevorzugter
gleich oder weniger als etwa 80 Gew. %. In einigen Fällen kann
jedoch die Chelat-einfangende Fähigkeit
auch erhöht
werden, indem man eine hohe eingeführte Menge, wie 150 oder 200
Gew. %, ansteuert.
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Die
Art von natürlichen
Fasern und regenerierten Fasern, denen die Chelatbildende Fähigkeit
verliehen wird, ist nicht besonders beschränkt und schließt beispielsweise
Baumwolle, Hanf und verschiedene andere pflanzliche Fasern; Seide,
Wolle und verschiedene andere Tierfasern; Viskose-Kunstseide, Acetat
und verschiedene andere regenerierte Fasern ein. Bei den Fasern
kann es sich auch um solche handeln, die modifiziert sind, falls
erforderlich.
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Unter
diesen natürlichen
Fasern und regenerierten Fasern sind Pflanzenfasern, Tierfasern
und regenerierte Fasern, die jeweils in einem Fasermolekül eine Hydroxylgruppe,
eine Aminogruppe und andere reaktive funktionelle Gruppen aufweisen,
besonders bevorzugt. Da die reaktiven funktionellen Gruppen in dem
Fasermolekül
dazu dienen, leicht eine Gruppe mit der Metallchelat-bildenden Fähigkeit
einzuführen,
sind diese Fasern bevorzugt. Wenn die Materialfaser selbst keine
reaktive funktionelle Gruppe aufweist, kann eine wie oben erwähnte Gruppe
durch Modifikation der Materialfaser durch ein beliebiges Mittel
wie Oxidation oder Einführen
einer funktionellen Gruppe mit einer höheren Reaktivität über ein
Vernetzungsmittel und Einführen
der oben erwähnten
Gruppe unter Verwendung der funktionellen Gruppe eingeführt werden.
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Bei
der Produktion von Fasern für
das Einfangen verschiedener Ionen unter Verwendung der Chelat-bildenden
Faser kann ein Verfahren verwendet werden, in dem in eine Faser
gemäß der Art
der zu behandelnden Flüssigkeit,
d.h. der Art der einzufangenden Ionen oder Verbindungen derselben,
die in der Flüssigkeit enthalten
sind, eine optimale Chelat-bildende funktionelle Gruppe eingeführt wird,
und die resultierende Faser wird beispielsweise zu der Form eines
nicht gewebten Stoffs, eines gewebten Stoffs, einer Stickware oder
eines Bindfadens verarbeitet und wird dann zu einem Filter verarbeitet,
und der Filter wird dann zu einer Filtervorrichtung zusammengebaut.
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Jedoch
muss, wenn die Art des einzufangenden Ions von der Art der zu behandelnden
Flüssigkeit
abhängt,
eine Mehrheit von Chelat-Fasern, in die jeweils verschiedene Chelat-bildende
funktionelle Gruppen eingeführt
worden sind, abhängig
von der Art der zu behandelnden Flüssigkeit hergestellt werden,
wenn das unmittelbar oben erwähnte
Verfahren verwendet wird. Zusätzlich
ist das Verfahren der Auswahl einer verschiedenen Chelat-Faser je
nach dem einzufangenden Ion, wie es der Fall erfordert, das Verarbeiten
der Faser zu einem Filter und das Zusammenbauen des Filters zu einer
Filtervorrichtung nicht immer effizient.
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Im
Gegensatz dazu wird als sehr wirksames Verfahren ein Verfahren der
Verarbeitung einer Faser zu einem Filter, wobei die Faser in einem
Molekül
eine funktionelle Gruppe aufweist, die mit einer Chelat-bildenden
Verbindung reagieren kann, und des Reagierenlassens der reaktiven
funktionellen Gruppe in dem Fasermolekül mit einer Chelat-bildenden
Verbindung mit einer funktionellen Gruppe, die mit der funktionellen
Gruppe reagieren kann, empfohlen. Gemäß diesem Verfahren kann die
Chelat-bildende funktionelle Gruppe in die Faser eingeführt werden,
nachdem die Faser zu einem Filter verarbeitet worden ist. Eine geeignete
Chelat-einfangende Fähigkeit
je nach den einzufangenden Ionen kann unter Verwendung von nur einer
Art von Filtermaterial verliehen werden, indem man eine Art von
Filter herstellt, der aus einer Faser wie Baumwolle zusammengesetzt
ist, und eine optimale Chelat-bildende funktionelle Gruppe je nach
Art der einzufangenden Ionen oder Verbindungen derselben in der
zu behandelnden Flüssigkeit
einführt.
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Speziell
kann dieses Verfahren leicht eine optimale Chelat-bildende funktionelle
Gruppe in einen Filter einführen,
indem man ein Mittel, das eine optimale Chelatbildende Verbindung
je nach Verwendung enthält,
in den Filter einfüllt
oder darin zirkulieren lässt,
um dadurch einen Filter zu einem Chelat-bildenden Filter zu modifizieren,
der für
eine Vielfalt von Verwendungen anwendbar ist.
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Die
Form der hierin zu verwendenden Faser ist nicht speziell beschränkt, und
es kann sich um ein Multifilament von langen Fasern, gesponnenes
Garn von kurzen Fasern, einen gewebten oder gestrickten Stoff, der
durch Weben oder Stricken derselben hergestellt wird, und einen
nicht-gewebten Stoff handeln. Es ist auch wirksam, Fasern, die durch
Verwendung von zwei oder mehr Arten von Fasern in Kombination erzeugt
werden, oder einen gewebten oder gestrickten Stoff zu verwenden.
Zusätzlich
können
auch Holzzellstoff oder Papier, Holzstücke oder Holzschnitzel und
Papierbögen
verwendet werden.
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Die
Konstruktion des Filters selbst ist nicht nennenswert speziell,
und er kann auf die gleiche Weise wie Filter mit allen bekannten
Strukturen gebildet werden. Eine derartige Struktur umfasst beispielsweise
die Struktur, die erhalten wird, indem man ein Material zu einer
Matte mit einer ein- oder mehrlagigen Struktur bildet, die aus einem
gewebten/gestrickten oder nicht-gewebten Stoff mit irgendeinem Zwischenraum
zwischen den Fasern besteht, und die Matte zu einem geeigneten Substrat,
einer geeigneten Struktur zusammenbaut, das bzw. die erhalten wird,
indem man eine Schnur aus einer Faser mehrere Male um den äußeren Umfang eines
Flüssigkeits-durchlässigen Substratzylinders
in Form eines Twillmusters aufwickelt, zu einer Struktur bildet,
die durch Falten eines gewebten/gestrickten Stoffs oder eines nicht-gewebten
Bogens aus der oben erwähnten
Faser in einem gefalteten Muster und Zusammenbauen des Ergebnisses
zu einem Substratelement erhalten wird, und zu einem Beutelfilter
bildet, das durch Bilden eines gewebten oder gestrickten Stoffs,
der unter Verwendung der oben erwähnten Faser hergestellt ist,
zu einem Beutel erhalten wird.
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So
wird gemäß dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren
die Faser zu einem Filter verarbeitet, und gewöhnlich wird dieser Filter zu
einer Filtervorrichtung zusammengebaut, und anschließend lässt man eine
Behandlungslösung,
die solche verschiedenen Chelat-bildenden Verbindungen wie oben
enthält,
in dem Filter zirkulieren und damit in Kontakt kommen, oder der
Filter wird in die Behandlungslösung
eingetaucht und auf eine geeignete Temperatur je nach Notwendigkeit
erwärmt,
um die Chelat-bildende funktionelle Gruppe in das Fasermolekül einzuführen, welches
den Filter aufbaut, um dadurch einen Chelat-bildenden Filter mit
sowohl der Chelat-einfangenden Fähigkeit
als auch der Fähigkeit
des Einfangens von unlöslichen
Verunreinigungen zu erzielen.
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Demgemäß werden
durch die Verwendung eines Filters, dessen Faserdichte so eingestellt
ist, dass sie eine geeignete Sieböffnungsgröße je nach den Größen der
unlöslichen
Verunreinigungen aufweist, welche in der zu behandelnden Flüssigkeit
enthalten sind, Ionen, die in der zu behandelnden Flüssigkeit
enthalten sind, durch die Chelat-bildende funktionelle Gruppe eingefangen,
und gleichzeitig wird durch die Wirkung der Sieböffnung des Filters verhindert,
dass unlösliche
Verunreinigungen durch den Filter treten, wenn man die zu behandelnde
Flüssigkeit
durch den Filter treten lässt.
So können
diese Komponenten gleichzeitig aus der behandelten Flüssigkeit
entfernt werden, um dadurch die behandelte Flüssigkeit zu reinigen.
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In
diesem Fall kann der Raum zwischen den Fasern beliebig gesteuert
werden, indem man die Dicke der verwendeten Chelat-bildenden Faser,
die gewebte oder gestrickte Dichte, die Zahl der Laminierungsschichten
oder die Dichte der Laminierung einstellt oder indem man die Dichte
der Wicklung, die Dichte der gewickelten Lagen oder die Spannung
der Wicklung einstellt, wenn der Filter durch mehrmaliges Aufwickeln einer
Schnur aus der Chelat-bildenden Faser erhalten wird. Ein Filter
mit einer geeigneten Fähigkeit
zur Reinigung je nach Anforderung kann deshalb erhalten werden,
indem man den Raum zwischen den Fasern je nach den Teilchengrößen der
unlöslichen
Verunreinigungen steuert, welche die zu behandelnde Flüssigkeit kontaminieren.
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Beispiele
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Die
vorliegende Erfindung wird in weiterer Einzelheit mit Bezug auf
mehrere nachstehende Beispiele erläutert, die nicht den Bereich
der Erfindung beschränken
sollen. Abwandlungen können
vorgenommen werden, ohne von der vorstehend und nachstehend beschriebenen
Tragweite abzuweichen, und sind ebenfalls im technischen Bereich
der vorliegenden Erfindung eingeschlossen. Alle nachstehenden %
sind "Gew. %".
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Beispiel 1
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Ein
im Handel erhältlicher
Hülsenfilter
(hergestellt von Advantec Toyo Kaisha, Ltd. unter dem Handelsnamen "TCW-1-CSS", nominelle Porengröße: 1 μm), der durch
Wickeln eines gesponnenen Baumwollgarns um ein Edelstahl-Kernmaterial
in einem Twillmuster hergestellt wird, wurde an einem Polypropylen-Gehäuse (hergestellt
von Advantec Toyo Kaisha, Ltd. unter dem Handelsnamen "1 PP-1-FS-000") angebracht. Getrennt davon
wurden in 7000 ml destilliertem Wasser 53,6 g Glycidylmethacrylat,
2,7 g eines nichtionischen Tensids (hergestellt von Daiichi Kogyo
Seiyako Co., Ltd. unter dem Handelsnamen "Noigen EA126"), 2,7 g eines nichtionischen Tensids
(hergestellt von Nippon Oils & Fats
Corporation unter dem Handelsnamen "NonionOT-221"), 5,8 g eines 31 %-igen H2O2-Wassers und 471,2 g einer 0,5 %-igen wässrigen
Thioharnstoffdioxid-Lösung
gelöst,
was eine Lösung
lieferte. Die Lösung
wurde bei 60°C
bei einem Durchsatz von 15 Litern/Minute eine Stunde in dem oben
hergestellten Filter unter Verwendung einer Umlaufpumpe im Kreis
geführt,
um dadurch Glycidylmethacrylat auf ein Molekül eines gesponnenen Baumwollgarns
zu pfropfen. Nachdem die Reaktionslösung abgelassen war, wurde
der Filter durch Zirkulieren von 3000 ml destilliertem Wasser gewaschen.
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Als
nächstes
wurden 1500 g N-Methyl-D-glucamin in 3000 ml destilliertem Wasser
gelöst,
und die resultierende Lösung
wurde in dem Glycidylmethacrylatgepfropften Filter 2 Stunden lang
bei 80°C
zirkuliert, um eine Metalloidchelatbildende funktionelle Gruppe
in das gesponnene Baumwollgarn, das den Filter aufbaute, einzuführen. Anschließend wurden
die Zirkulation und das Ablassen unter Verwendung von destilliertem
Wasser wiederholt, bis die Waschlösungen neutral wurden, was
einen Metalloidchelat-bildenden Filter lieferte.
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Dieser
Metalloidchelat-bildende Filter wurde dann an dem Polypropylen-Gehäuse angebracht.
Getrennt davon wurde Borsäure
in destilliertem Wasser gelöst,
und die Konzentration von Bor wurde auf 10 ppm eingestellt, was
eine Lösung
lieferte, und in 10 Litern dieser Lösung wurden 2,01 g eines feinen
Siliciumdioxid-Pulvers mit einer mittleren Teilchengröße von 10 μm als unlösliche Verunreinigung
dispergiert, was eine Testlösung
lieferte. Die Testlösung
wurde bei 25°C
mit einem Durchsatz von 15 Litern/Minute 30 Minuten lang in dem
oben hergestellten Filter zirkuliert.
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Die
Konzentration des in der Testlösung
verbliebenen Bors wurde dann bestimmt, wobei man fand, dass die
Konzentration auf 1 ppm oder weniger verringert war. Getrennt davon
wurde 1 Liter der Testlösung durch
einen Membranfilter mit einer Porengröße von 0,1 μm geleitet, und der Entfernungsprozentsatz
wurde durch Messen der verbliebenen Menge an Siliciumdioxid bestimmt,
wobei man fand, dass der Entfernungsprozentsatz 96 % betrug.
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Beispiel 2
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Ein
Metalloidchelat-bildender Filter, der auf die gleiche Weise wie
in Beispiel 1 hergestellt war, wurde an dem Polypropylen-Gehäuse angebracht.
Getrennt davon wurde Germaniumoxid in einem Alkali gelöst, und die
resultierende Lösung
wurde auf neutral eingestellt und wurde auf eine Germanium-Konzentration
von 10 ppm eingestellt, was eine Lösung lieferte. In 10 Litern
dieser Lösung
wurden 1,98 g eines feinen Siliciumdioxid-Pulvers mit einer mittleren
Teilchengröße von 10 μm als unlösliche Verunreinigung
dispergiert, was eine Testlösung
lieferte. Die Testlösung
wurde bei 25°C
mit einem Durchsatz von 15 Litern/Minute 30 Minuten lang in dem
oben hergestellten Filter zirkuliert.
-
Anschließend wurde
die Konzentration des in der Testlösung verbliebenen Germaniums
bestimmt, wobei man fand, dass die Konzentration auf 1 ppm oder
weniger verringert war. Getrennt davon wurde 1 Liter der Testlösung durch
einen Membranfilter mit einer Porengröße von 0,1 μm geleitet, und der Entfernungsprozentsatz
wurde bestimmt, indem man die verbliebene Menge an Siliciumdioxid
maß, wobei
man fand, dass der Entfernungsprozentsatz 97 betrug.
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Beispiel 3
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Ein
Metalloidchelat-bildender Filter, der auf die gleiche Weise wie
in Beispiel 1 hergestellt war, wurde an dem Polypropylen-Gehäuse angebracht.
Getrennt davon wurde Arsentrioxid in einem Alkali gelöst, und
die resultierende Lösung
wurde auf eine Arsen-Konzentration von 10 ppm eingestellt, was eine
Lösung
lieferte. In 5 Litern dieser Lösung
wurden 1,04 g eines feinen Siliciumdioxid-Pulvers mit einer mittleren
Teilchengröße von 10 μm als unlösliche Verunreinigung
dispergiert, was eine Testlösung
lieferte. Die Testlösung
wurde bei 25°C mit
einem Durchsatz von 15 Litern/Minute 30 Minuten lang in dem oben
hergestellten Filter zirkuliert.
-
Anschließend wurde
die Konzentration des in der Testlösung verbliebenen Arsens bestimmt,
wobei man fand, dass die Konzentration auf 1 ppm oder weniger verringert
war. Getrennt davon wurde 1 Liter der Testlösung durch ein Membranfilter
mit einer Porengröße von 0,1 μm geleitet,
und der Entfernungsprozentsatz wurde bestimmt, indem man die verbliebene
Menge an Siliciumdioxid maß,
wobei man fand, dass der Entfernungsprozentsatz 97 betrug.
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Beispiel 4
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Ein
Metalloidchelat-bildender Filter wurde auf die gleiche Weise wie
in Beispiel 1 hergestellt, außer dass
ein Hülsenfilter
(hergestellt von Advantec Toyo Kaisha, Ltd. unter dem Handelsnamen "TC-1 ", nominelle Porengröße: 1 μm), der durch
Formen eines Cellulose-Filterpapiers zu einem gefalteten Muster
hergestellt war, anstelle des Hülsenfilters
verwendet wurde, welcher durch Wickeln eines gesponnenen Baumwollgarns um
ein Edelstahl-Kernmaterial in einem Twillmuster hergestellt war
und in Beispiel 1 verwendet wurde.
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Das
oben hergestellte Metalloidchelat-bildende Filtermaterial wurde
an demselben Polypropylen-Gehäuse
wie oben angebracht. Getrennt davon wurde Borsäure in destilliertem Wasser
gelöst,
und die resultierende Lösung
wurde auf eine Bor-Konzentration
von 10 ppm eingestellt. In 10 Litern der resultierenden Lösung wurden
1,89 g eines feinen Siliciumdioxid-Pulvers mit einer mittleren Teilchengröße von 10 μm als unlösliche Verunreinigung
dispergiert, was eine Testlösung
lieferte. Die Testlösung
wurde bei 25°C
mit einem Durchsatz von 15 Litern/Minute 30 Minuten lang in dem
oben hergestellten Filter zirkuliert.
-
Dann
wurde die Konzentration des in der Testlösung verbliebenen Bors bestimmt,
wobei man fand, dass die Konzentration auf 1 ppm oder weniger verringert
war. Getrennt davon wurde 1 Liter der Testlösung durch einen Membranfilter
mit einer Porengröße von 0,1 μm geleitet,
und der Entfernungsprozentsatz wurde bestimmt, indem man die verbliebene
Menge an Siliciumdioxid maß,
wobei man fand, dass der Entfernungsprozentsatz 97 % betrug.
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Beispiel 5
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Ein
Metalloidchelat-bildender Filter, der auf die gleiche Weise wie
in Beispiel 1 hergestellt war, wurde an einem Edelstahl-Gehäuse (hergestellt
von Advantec Toyo Kaisha, Ltd. unter dem Handelsnamen "1TS") angebracht, und
eine Testlösung,
die durch Dispergieren von 0,46 g eines feinen Siliciumdioxid-Pulvers
mit einer mittleren Teilchengröße von 10 μμm als unlösliche Verunreinigung
in 2 Litern Maschinenöl
mit einer Bor-Konzentration von 35 ppm hergestellt war, wurde darin
bei 25°C
mit einem Durchsatz von 1 Liter/Minute 30 Minuten lang zirkuliert.
-
Anschließend wurde
die Konzentration des in der Testlösung verbliebenen Bors bestimmt,
wobei man fand, dass die Konzentration auf 1 ppm oder weniger verringert
war. Getrennt davon wurde 1 Liter der Testlösung mit Lösungsbenzin verdünnt und
dann durch ein Membranfilter mit einer Porengröße von 0,1 μm geleitet, und der Entfernungsprozentsatz
wurde bestimmt, indem man die verbliebene Menge an Siliciumdioxid
maß, wobei
man fand, dass der Entfernungsprozentsatz 95 % betrug.
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Beispiel 6
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Ein
im Handel erhältlicher
Hülsenfilter
(hergestellt von Advantec Toyo Kaisha, Ltd. unter dem Handelsnamen "TCW-1-CSS", nominelle Porengröße: 1 μm), der durch
Wickeln eines gesponnenen Baumwollgarns um ein Edelstahl-Kernmaterial
in einem Twillmuster hergestellt war, wurde an einem Edelstahl-Gehäuse (hergestellt
von Advantec Toyo Kaisha, Ltd. unter dem Handelsnamen "1TS") befestigt, und
eine Lösung,
die durch Lösen
von 177 g Ethylendiamintetraessigsäuredianhydrid in 1000 ml N,N'-Dimethylformamid
unter Erwärmen auf
80°C hergestellt
war, wurde darin bei 80°C
mit einem Durchsatz von 15 Litern/Minute 6 Stunden lang unter Verwendung
einer Umlaufpumpe zirkuliert. Nachdem die Reaktionslösung abgelassen
war, wurden 3000 ml destilliertes Wasser, die zuvor unter Verwendung
von wässrigem
Ammoniak auf einen pH von etwa 10 eingestellt worden war, etwa 1
Stunde zirkuliert, um dadurch unumgesetzte Ethylendiamintetraessigsäure zu lösen. Die
Zirkulation und das Ablassen wurden weiter unter Verwendung von
destilliertem Wasser wiederholt, bis die Waschlösungen neutral wurden. Anschließend wurden
30 ml einer 0,1 N wässrigen
Schwefelsäure-Lösung 1 Stunde
lang zirkuliert, und das Zirkulieren und Ablassen wurden dann unter
Verwendung von destilliertem Wasser wiederholt, bis die Waschlösungen neutral
wurden, waas einen Metallchelat-bildenden Filter lieferte.
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Der
Metallchelat-bildende Filter wurde an einem Propylen-Gehäuse (hergestellt
von Advantec Toyo Kaisha, Ltd. unter dem Handelsnamen "1PP-1-000") angebracht. Getrennt
davon wurden 2,21 g feines Siliciumdioxid-Pulver mit einer mittleren
Teilchengröße von 10 μm als unlösliche Verunreinigung
in 10 Litern einer wässrigen
verdünnten
Schwefelsäure-Lösung gelöst, welche
jeweils etwa 50 ppm von Cu, Zn, Ni und Co enthielt, wobei der pH
auf etwa pH 5 eingestellt wurde, was eine Testlösung lieferte. Die Testlösung wurde
bei 25°C
mit einem Durchsatz von 15 Litern/Minute 30 Minuten lang in dem
oben hergestellten Filter zirkuliert.
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Anschließend wurde
die jeweilige Konzentration der Metallionen Cu2+,
Zn2+, Ni2+ und Co2+, die in der Testlösung verblieben waren, bestimmt,
wobei man fand, dass jede der Metallionen-Konzentrationen auf 1 ppm
oder weniger verringert war. Getrennt davon wurde 1 Liter der Testlösung durch
einen Membranfilter mit einer Porengröße von 0,1 μm geleitet, und der Entfernungsprozentsatz
wurde bestimmt, indem man die verbliebene Menge an Siliciumdioxid
maß, wobei
man fand, dass der Entfernungsprozentsatz 98 % betrug.
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Beispiel 7
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Ein
Metallchelat-bildender Filter wurde auf die gleiche Weise wie in
Beispiel 6 hergestellt, außer
dass 177 g Nitrilotriessigsäureanhydrid
anstelle des in Beispiel 6 verwendeten Ethylendiamintetraessigsäuredianhydrids
verwendet wurden. Unter Verwendung des erhaltenen Metallchelat-bildenden
Filters wurden die gleichen Testverfahren wie in Beispiel 6 wiederholt,
wobei man fand, dass die jeweilige Konzentration der Metallionen
Cu2+, Zn2+, Ni2+ und Co2+ auf 1
ppm oder weniger verringert war und dass der Entfernungsprozentsatz von
Siliciumdioxid 98 betrug.
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Beispiel 8
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Ein
Metallchelat-bildender Filter wurde auf die gleiche Weise wie in
Beispiel 6 hergestellt, außer
dass ein Hülsenfilter
(hergestellt von Advantec Toyo Kaisha, Ltd. unter dem Handelsnamen "TC-1 ", nominelle Porengröße: 1 μμm), der durch
Formen eines Cellulosefaser-Filterpapiers zu einem gefalteten Muster
hergestellt war, anstelle des in Beispiel 6 verwendeten Hülsenfilters
verwendet wurde, welcher durch Wickeln eines gesponnenen Baumwollgarns
um ein Edelstahl-Kernmaterial
in einem Twillmuster hergestellt war. Unter Verwendung des erhaltenen
Metallchelat-bildenden Filters wurden die gleichen Testverfahren
wie in Beispiel 6 wiederholt, wobei man fand, dass die jeweilige
Konzentration der Metallionen Cu2+, Zn2+, Ni2+ und Co2+ auf 1 ppm oder weniger verringert war
und dass der Entfernungsprozentsatz von Siliciumdioxid 97 % betrug.
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Beispiel 9
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Ein
Metallchelat-bildender Filter, der auf die gleiche Weise wie in
Beispiel 6 erhalten wurde, wurde an einem Edelstahl-Gehäuse (hergestellt
von Advantec Toyo Kaisha, Ltd. unter dem Handelsnamen "1TS") befestigt. Eine
Testlösung
wurde hergestellt, indem man 2 Liter eines gehärteten Palmöls, das 1300 ppb Ni, 30 ppb
Cu und 460 ppb Fe enthielt, durch Erwärmen auf 60°C schmolz und 0,51 g eines feinen
Siliciumdioxid-Pulvers mit einer mittleren Teilchengröße von 10 μm als unlösliche Verunreinigung
dispergierte. Die Testlösung wurde
bei 60°C
mit einem Durchsatz von 1 Liter/Minute 5 Minuten lang in dem oben
hergestellten Filter zirkuliert.
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Anschließend wurde
die jeweilige Konzentration der in dem Palmöl verbliebenen Metallionen
bestimmt, wobei man fand, dass die Ni-Konzentration auf 10 ppb oder
weniger verringert war und dass die Cu- und Fe-Konzentration jeweils
auf 5 ppb oder weniger verringert war. Getrennt davon wurden 500
ml der Testlösung
mit Trichlorethylen verdünnt
und durch einen Membranfilter mit einer Porengröße von 0,1 μm geleitet, und der Entfernungsprozentsatz
wurde bestimmt, indem man die verbliebene Menge an Siliciumdioxid
maß, wobei
man fand, dass der Entfernungsprozentsatz 94 % betrug.
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Beispiel 10
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Ein
im Handel erhältlicher
Hülsenfilter
(hergestellt von Advantec Co. unter dem Handelsnamen "TCW-1-CSS", nominelle Porengröße: 1 μm), der durch
Wickeln eines gesponnenen Baumwollgarns um ein Edelstahl-Kernmaterial
in einem Twillmuster hergestellt war, wurde an einem Edelstahl-Gehäuse (hergestellt von
Advantec Toyo Kaisha, Ltd. unter dem Handelsnamen "1TS") angebracht, und
eine Lösung,
die durch Lösen
von 1000 g Maleinsäureanhydrid
in 1000 ml N,N-Dimethylformamid
hergestellt war, wurde darin bei 80°C mit einem Durchsatz von 15
Litern/Minute unter Verwendung einer Umlaufpumpe 10 Stunden lang
zirkuliert, wodurch man eine reaktive Doppelbindung in ein Molekül von gesponnenem
Baumwollgarn einführte.
Nachdem die Reaktionslösung
abgelassen war, wurde der Filter gewaschen, indem man 3000 ml einer
wässrigen 30
%-igen Aceton-Lösung und
3000 ml destilliertes Wasser in dieser Reihenfolge zirkulierte.
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Als
nächstes
wurde eine Lösung
hergestellt, indem man 500 g Iminodiessigsäure (Metallchelat-bildende
Verbindung) zu 2000 ml destilliertem Wasser gab und den pH unter
Verwendung von Natriumhydroxid auf 10 einstellte. Die resultierende
Lösung
wurde 15 Stunden lang bei 25°C
in dem oben hergestellten Filter, in den die reaktive Doppelbindung
eingeführt
war, zirkuliert, wodurch eine Metallchelatbildende funktionelle
Gruppe in das gesponnene Baumwollgarn eingeführt wurde, welches den Filter
aufbaute. Anschließend
wurden die Zirkulation und das Ablassen unter Verwendung von destilliertem
Wasser wiederholt, bis die Waschlösungen neutral wurden, was
einen Metallchelat-bildenden Filter lieferte.
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Der
Metallchelat-bildende Filter wurde an einem Polypropylen-Gehäuse (hergestellt
von Advantec Toyo Kaisha, Ltd. unter dem Handelsnamen "1PP-1-FS-000") angebracht. Getrennt
davon wurde eine Testlösung
durch Dispergieren von 1,56 g eines feinen Siliciumdioxid-Pulvers
mit einer mittleren Teilchengröße von 10 μm als unlösliche Verunreinigung
in 10 Litern einer wässrigen
verdünnten
Schwefelsäure-Lösung hergestellt,
die Cu, Zn, Ni und Co jeweils zu etwa 50 ppm enthielt, wobei der
pH auf pH 3 eingestellt wurde. Die Testlösung wurde bei 25°C mit einem
Durchsatz von 15 Litern/Minute 30 Minuten lang in dem oben hergestellten Filter
zirkuliert.
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Anschließend wurde
die jeweilige Konzentration der Metallionen Cu2+,
Zn2+, Ni2+ und Co2+, die in der Testlösung verblieben, bestimmt,
wobei man fand, dass jedes der Metallionen auf 1 ppm oder weniger
verringert war. Getrennt davon wurde 1 Liter der Testlösung durch
einen Membranfilter mit einer Porengröße von 0,1 μm geleitet, und der Entfernungsprozentsatz
wurde bestimmt, indem man die verbliebene Menge an Siliciumdioxid
maß, wobei
man fand, dass der Entfernungsprozentsatz 97 % betrug.
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Vorteile
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Die
vorliegende Erfindung ist wie oben beschrieben beschaffen.
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Durch
die Verwendung einer natürlichen
Faser und/oder einer regenerierten Faser als Filtermaterial und
Einführen
einer speziellen funktionellen Gruppe mit einer hohen Einfang- (Entfernungs-)
Fähigkeit
für Metallionen
oder Metalloid-Ionen in das Fasermolekül kann die Erfindung einen
Chelat-bildenden Filter bereitstellen, der gleichzeitig Metalle
oder Metalloide oder deren Verbindungen und unlösliche Verunreinigungen in
einer zu behandelnden Flüssigkeit
entfernen kann. Die Verwendung des Chelat-bildenden Filters kann
die zu behandelnde Flüssigkeit
sehr effizient reinigen.
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Das
erfindungsgemäße Herstellungsverfahren
ist ein Verfahren, welches die Verarbeitung einer natürlichen
und/oder einer regenerierten Faser zu einem Filter, wobei die Faser
eine funktionelle Gruppe aufweist, die mit einer Chelat-bildenden
Verbindung reagieren kann, und das Einführen einer beliebigen Chelat-bildenden
funktionellen Gruppe in ein Fasermolekül umfasst, welches den Filter
aufbaut. Demgemäß kann die
Art der Chelat-bildenden funktionellen Gruppe frei geändert werden,
nachdem die Faser zu einem Filter verarbeitet worden ist. Durch
Verwendung eines Filters, der keiner Behandlung zur Verleihung der
Chelat-einfangenden
Fähigkeit
unterzogen worden ist, kann leicht ein optimaler Chelat-bildender Filter
gemäß der Art
einer einzufangenden (oder zu entfernenden) Substanz in der zu behandelnden
Flüssigkeit
erhalten werden.