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Hintergrund der Erfindung
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Alpha-1-Antitrypsin
(AAT) Mangel ist die zweit häufigste
monogenetische Lungenerkrankung des Menschen, die für 3% aller
frühen
Tode aufgrund chronischer Emphysembronchitis verantwortlich ist.
Das AAT-Protein wird normalerweise in der Leber erzeugt, in das
Serum sekretiert und zur Lunge zirkuliert, wo es das feine unterstützende Netzwerk
der Elastinfasern vor dem Abbau durch neutrophile Elastase schützt. Die
gegenwärtige
Therapie für
den AAT-Mangel umfaßt das Vermeiden
der Exposition gegenüber
Zigarettenrauch und die wöchentliche
intravenöse
Infusion rekombinanten humanen AAT-Proteins (hAAT). Versuche gentherapeutische
Strategien zu entwickeln, um das AAT entweder in der Lunge selbst
oder innerhalb einer Anzahl anderer Gewebe, die zur AAT-Sekretion
in der Lage sind, zu ersetzten, sind durch die kurze Dauer der Expression
von einigen der Vektoren und durch die relativ hohen zirkulierenden
Mengen des AATs, die für
die therapeutische Wirkung erforderlich sind, beschränkt worden.
Verfahren der Gentherapie sind im U.S. Patent Nr. 5,399,346 beschrieben.
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Es
ist kürzlich
gezeigt worden, daß Adeno-assoziierter
Virus-(AAV)-Vektoren zur stabilen in vivo Expression in der Lage
sind und weniger immunogen sein können als andere virale Vektoren
(Flotte et al., 1996; Xiao et al., 1996; Kessler et al., 1996; Jooss
et al., 1998). AAV ist ein nicht-pathogener humaner Parvovirus, dessen
Lebenszyklus natürlicherweise
einen Mechanismus für
eine langfristige Latenz umfaßt.
Im Falle von Wildtyp AAV (wtAAV) beruht diese Beständigkeit
auf der Orts-spezifischen Integration an einer Stelle des humanen
Chromosoms 19 (die AAVSI-Stelle) in der Mehrzahl der Zellen (Kotin
et al., 1990) während
die Beständigkeit
rekombinanter AAV-(rAAV)-Vektoren auf der Kombination einer episomalen
Beständigkeit
und der Integration an nicht-Chromosom 19 Orten zu beruhen scheint
(Afione et al., 1996; Kearns et al., 1996). Die Latenz des rekombinanten
AAVs unterscheidet sich von der von wtAAV dadurch, daß wtAAV
in Abwesenheit eines Helfervirus (z. B. Adenovirus) rasch in doppelsträngige DNA
umgewandelt wird, während
für rAAV
die Synthese des Führungsstrangs
in Abwesenheit des Helfervirus verzögert ist (Fisher et al., 1996;
Ferrari et al., 1996). U.S. Patent Nr. 5,658,785 beschreibt einen
Adeno-assoziierten Virusvektor und Verfahren für den Gentransfer in Zellen.
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Kessler
et al. (1996) zeigt, daß Mäuseskelettmuskelfasern,
die durch einen rAAV Vektor transduziert waren zu einer beständigen Sekretion
biologisch aktiven humanen Erithropoietin (hEpo) in der Lage waren scheinbar
ohne eine bedeutende Immunantwort gegen das sekretier tierte hEpo
auszulösen.
Siehe auch U.S. Patent Nr. 5,858,351, daß an Podsakoff et al. erteilt
worden ist. Gleichermaßen
haben Murphy et al. (1997) die Expression und Sekretion beständiger Mengen
Leptins ob/ob Mäusen
nach AAV-Muskeltransduktion beobachtet. Brantly et al. (U.S. Patent
Nr. 5,439,824) offenbart Verfahren für die Erhöhung von AAT unter Verwendung von
Vektoren, die das Intron II des humanen AAT-Gens umfassen. Die Menge
der beobachteten Leptin-Expression war jedoch nur im Bereich von
2 bis 5 ng/ml. Die Therapie von AAT-Mangel erfordert jedoch Serummengen
von mindestens 800 μg/ml.
Daher verbleibt ein Bedürfnis
im Stand der Technik für
Mittel, um therapeutisch nützliche
Mengen eines Proteins an eine Person, die einer solchen Behandlung
bedarf, zur Verfügung zu
stellen.
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Kurze Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Materialien und Verwendungen davon
für die
Gentherapie. Ein Aspekt der Erfindung betrifft Vektoren, die verwendet
werden können,
um eine genetische Therapie in Tieren oder Menschen zur Verfügung zu
stellen, die eine genetische Erkrankung aufweisen, bei der relativ
hohe Expressionsmengen eines Proteins erforderlich sind, um die
Erkrankung zu behandeln. Die Vektoren der Erfindung beruhen auf
Adeno-assoziierten Virus (AAV). Die Vektoren sind entworfen worden,
um hohe Mengen der im Vektor enthaltenen heterologen DNA zur Verfügung zu
stellen. In einer Ausführungsform
umfassen die Vektoren umgekehrte AAV-terminale Wiederholungssequenzen
und konstitutive oder regulierbare Promotoren, um hohe Mengen der
Genexpression zu steuern. Die vorliegende Erfindung offenbart auch
Verfahren für
die Behandlung von Tieren oder Menschen, die einer Gentherapie bedürfen z.
B. um eine genetische Mangelerkrankung zu krrigieren.
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In
einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein rekombinanter
Adenoassoziierter viraler Vektor zur Verfügung gestellt, der ein Polynukleotid
umfaßt,
das für
ein α-1-Antitrypsin-Polypeptid
oder ein biologisch wirksames Fragment oder eine Variante davon
kodiert, das wirksam mit einem Promotor ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus einem CMV-Promotor, einem β-Aktin-Promotor,
einem hybriden CMV-Enhancer/β-Promotor,
einem EF1-Promotor, einem U1a-Promotor, einem U1b-Promotor, einem
Tet-induzierbaren Promotor und einem VP16-LexA-Promotor verknüpft ist,
der das Polynukleotid exprimiert, um das α-1-Αntitrypsin-Polypeptid, das Fragment
oder die Variante in einer Säugetierwirtszelle
herzustellen.
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In
einem zweiten Aspekt wird eine Zusammensetzung zur Verfügung gestellt,
die den rekombinanten Adeno-assoziierten viralen Vektor, ein virales
Partikel oder die Wirtszelle für
die Verwendung in der Therapie umfaßt.
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In
einem dritten Aspekt wird die Verwendung eines rekombinanten Adeno-assoziierten
viralen Vektors, des viralen Partikels, der viralen Wirtszelle oder
der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung für die Herstellung eines Medikaments
für die
Behandlung eines α-1-Antitrypsinmangels
oder -defekts in einem Säugetier zur
Verfügung
gestellt.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
rAAV-AAT-Vektorkassetten, die gemäß der vorliegenden Erfindung
verwendet werden. Die A-AT- und B-AT-Konstrukte enthalten Promotoren
von den kleinen nukleären
RNA-Genen, U1a bzw. U1b. Das C-AT-Konstrukt enthält den CMV-Promotor während der
E-AT-Vektor den human Elongationsfaktor 1-α-Promotor verwendet (ELF in
der Figur). ITR bezeichnet die AAV-umgekehrte endständige Wiederholung;
An bezeichnet das polyA-Signal;
Tk bezeichnet den HSV-Thymidinkinase-Promotor; neo bezeichnet das
Tn5 Neomycinphosphotransferase-Gen.
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2 zeigt
die hAAT Sekretionsraten in vitro in der transient transfizierten
Mäuse C2C12-Myoblastenzellinie
unter Verwendung von Expressionsvektoren gemäß dem Gegenstand der Erfindung.
C-AT weicht nicht wesentlich von E-AT ab, beide unterscheiden sich
von A-AT und B-AT (p < 0,05).
Die AAT-Expression wurde unter Verwendung eines ELISA-Testverfahrens, das
spezifisch für
humanes AAT ist, nachgewiesen.
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3 zeigt
die hAAT-Sekretionsmenge in vitro in einer stabilen transduzierten
Mäuse C2C12-Myoblasten-Zellinie
unter Verwendung viraler Partikel, die Expressionsvektoren gemäß dem Gegenstand
der Erfindung umfassen. Die Durchschnittsraten der Sekretion aus
G418-resistenten Kulturen 1 Mo. nach der Transduktion mit entweder
verpackten E-AT-Vektor
oder verpackten C-AT-Vektor sind gezeigt. In jedem Fall wurde eine
Transduktion "niedriger" Multiplizität (4 × 105 Partikel/Zelle) und eine Transduktion hoher
Multiplizität
(4 × 106 Partikel/Zelle) durchgeführt. E-AT "niedrig" und "hoch" sind größer als
die "hohe" Multiplizität C-AT (P
= 0,02) sind aber nicht deutlich voneinander unterschiedlich (n
= 3).
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Die
AAT-Expression wurde unter Verwendung eines ELISA-Testverfahrens,
das spezifisch für
humanes AAT ist, nachgewiesen.
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4 zeigt
weitere Konstrukte, die auf ihre AAT-Expression hin getestet wurden.
Die Mäusemyoblastenzellen
C2C12 wurden in 35 mm Vertiefungen mit etwa 4 × 105 Zellen
pro Vertiefung wachsen gelassen und wurden mit 5 μg der jeweiligen
Plasmid-DNA unter Verwendung von Superfect Transfektion (Qiagen
Inc., CA) transfiziert. Die Sekretion von hAAT in das Medium wurde
zwei Tage nach der Transfektion unter Verwendung eines Antigen-Fänger-ELISA bewertet. Jeder
Balken stellt den Mittelwert der Ergebnisse aus drei Experimenten
(dreifach Bestimmung in jedem Experiment) dar.
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Daten
aus den Transfektionsexperimenten deuten daraufhin, daß die Expression
von p43CB-AT in
vitro mindestens dreimal höher
war als die von C-AT.
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5A und 5B zeigen
die anhaltende Sekretion therapeutischer Mengen des hAATs unter
Verwendung von entweder dem C-AT-Vektor oder dem E-AT-Vektor in
entweder SCID- oder C57BL-Mäusen.
Die 5A zeigt den Mittelwert der Gesamtserummengen,
der in Gruppen von entweder SCID- (Rechtecke) oder C57BL-Mäusen (Kreise)
beobachtet wurde, die entweder einfache Injektionen einer niedrigen
Dosis (5 × 1011 Partikel) (offene Symbole) oder eine hohe
Dosis (1,4 × 1013) (gefüllte
Symbole) des C-AT-Vektors in den Muskel erhielten, gemessen an Zeitpunkten,
die von 1 bis 16 Wochen nach der Injektion reichten. Für jeden
Stamm unterscheidet sich die hoch-Dosiskurve deutlich von der niedrig-Dosiskurve
(P = 0,009 für
SCID, P = 0,02 für C57BL)
aber die Stämme
unterschieden sich nicht voneinander. Die 5B zeigt
analoge Daten für
den E-AT-Vektor. Keiner dieser Unterschiede war besonders bedeutsam.
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5C zeigt
die langfristige Sekretion von hAAT aus Mäusemuskeln, die mit C-AT transduziert
sind. C57B1/6 oder C57B1/6-SCID-Mäuse erhielten 3,5 × 1010 IE, 1,4 × 1013 Partikel/Maus.
Ein Jahr nach der Injektion betragen die Serum-hAAT-Mengen immer
noch 400 μg/ml
in C57B1/6-SCID und 200 μg/ml
in C57B1/6. Diese Mengen sind vergleichbar mit den beobachteten
Spitzen mengen 800 bzw. 400 μl).
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6 zeigt
ein Immunoblot mit Serum, das von mehreren der C-AT-Vektor behandelten
Mäuse 11
Wochen nach der Vektorverabreichung entnommen wurde. Zehn Mikroliter
einer 1 : 100 Verdünnung
des Serums wurde mit 10% SDS/PAGE elektrophoriert, geblottet und
mit einer 1 : 1.500 Verdünnung
eines Ziegen anti-hAAT-Meerrettich-Peroxidase-Konjugats (Cappel/ICN)
inkubiert. Proben aus drei Hochdosis-SCID (h1–h3), einer Hochdosis C57BL
(h3) und drei Niedrigdosis C57BL (lo1–lo3) wurden zusammen mit einem
negativen Kontrollserum (Salzlösung
injiziert – sal)
aufgenommen, um die Menge der Reaktivität mit endogenem mAAT aufzuzeigen.
Als Standard wurde hAAT entweder zur negativen Kontroll-C57BL-Serum (erste hAAT-Spur)
oder zu PBS (zweite hAAT-Spur) bis zu einer endgültigen äquivalenten Serumkonzentration
von 100 μg/ml
hinzugefügt.
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7A und 7B zeigen
das einige BALB/c-Mäuse
humorale Immunantworten gegen hAAT aufbauen, die mit niedrigeren
Serummengen aber nicht mit einer beobachtbaren Toxizität korreliert.
Die 7A zeigt die Serum-hAAT-Mengen und 7B zeigt
die Serum-anti-hAAT-Antikörper-Mengen,
die durch ELISA bestimmt wurde, der an Serum, welches Mäusen, die
mit 1 × 1011 Partikeln des C-AT-Vektors injiziert waren, entnommen
wurde, durchgeführt
wurde. Jede Symbolgruppe stellt ein einzelnes Tier dar (☐,
Nr. 1; Δ,
Nr. 2; o, Nr. 3). Bemerke die umgekehrte Korrelation zwischen der
Gegenwart des Antikörpers
und der Gegenwart zirkulierenden hAATs.
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8 zeigt
die Beständigkeit
der rAAV-AAT-Vektor-DNA in hochmolekulargewichtiger Form. Die PCR-Produkte
wurden aus DNA amplifiziert, die durch eine Hirt-Extraktion aus
drei SCID-Mäusen,
die 16 Wochen früher
mit 5 × 1011 resistenten Partikeln des C-ATs injiziert
waren, und durch Southern-Blot analysiert. Der hochmolekulargewichtige
Hirt-Niederschlag
(genomische DNA-Spuren) und der niedermolekulargewichtige Überstand
(episomale DNA-Spuren) wurden getrennt analysiert. Die Kontrollspuren
enthielten eine Probe, in der ein hAAT cDNA-Plasmid die Vorlagen-DNA
(+) war und eine Kontrolle, in der Wasser die Vorlage war (–). In dieser
internen PCR-Reaktion wird ein 500 bp Produkt erwartet, unabhängig davon,
ob das Vektorgenom integriert ist oder nicht.
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9 zeigt
Serum hAAT in C57B1/6-Mäusen,
die mit C-AT und p43CB-AT transduziert sind. Die C57B1/6-Mäuse wurden
in den Muskel mit C-AT (3,5 × 1010 IE/Maus, 1 × 1012 Partikel/Maus)
oder p43CB-AT (6 × 109 IE, 1 × 1012 Partikel/Maus) injiziert. Die Menge des
hAAts von p43CB-AT wurde auf einer Schätzung der äquivalenten Dosierung (infektiöse Einheit)
des C-ATs beruhend vorhergesagt.
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10 zeigt
die Verstärkung
der CMV-Promotoraktivität
durch einen synthetischen Enhancer in C2C12-Zellen. Die Mäusemyoblasten
C2C12-Zellen wurden in 35 mm Vertiefungen von ungefähr 4 × 105 Zellen pro Vertiefung wachsen gelassen
und wurden mit 5 μg
p.43rmsENC-AT Vektor-DNA unter Verwendung von SUPERFECT-Transfektion
(Qiagen Inc, CA) transfiziert. Die Sekretion von hAAT in das Medium
wurde zwei Tage nach der Transfektion unter Verwendung eines Antigen-Fänger ELISAs
bewertet. Jeder Balken stellt den Mittelwert der Ergebnisse aus
einem Experiment (dreifach) dar.
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11 zeigt
die Sekretion von hAAT aus Mäuseleberzellen
(HO15), die mit verschiedenen Konstrukten transfiziert waren. Die
Mäuseleberzellen
(HO15) wurden in 35 mm Vertiefung mit etwa 4 × 105 Zellen
pro Vertiefung wachsen gelassen und wurden mit 5 μg der Plasmid-DNA unter Verwendung
der LIPOFECTAMIN-Reagenzien (Life Technologies Inc, MD) transfiziert.
Die Sekretion des hAATs in das Medium wurde zwei Tage nach der Transfektion
unter Verwendung eines Antigen-Fänger-ELISAs
bewertet. Jeder Balken stellt den Mittelwert der Ergebnisse zweier
Experimente (dreifach) dar.
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12 zeigt
die Sekretion von hAAT aus Mäuseleberzellen
(HO15), die unter Verwendung verschiedener Verfahren transfiziert
wurden. Die Mäuseleberzellen
(HO15) wurden in 35 mm Vertiefung mit ungefähr 4 × 105 Zellen
pro Vertiefung wachsen gelassen und wurden mit 5 μg des p43CB-AT-Vektors
unter Verwendung von Superfect-(Qiagen Inc., CA), FuGENE (Boehringer
Mannheim Co, IN), Lipofectin-, LipofectAMINE-(Life Technologies
Inc., MD) Reagenzien und der Kalzium-Phosphat-Transfektion (CAPO4)
transfiziert. Die Sekretion des hAATs in das Medium wurde zwei Tage
nach der Transfektion unter Verwendung eines Antigen-Fänger-ELISAs
bewertet. Jeder Balken stellt den Mittelwert der Ergebnisse aus
einem Experiment (dreifach) dar.
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13 zeigt
die hAAT-Sekretion aus Mäuseleber,
die mit rAAV transfiziert ist. C57B1/6-Mäuse
wurden entweder mit p43CB-AT, C-AT oder E-AT-Vektor entweder über die
Pfortader oder durch Schwanzveneninjektion injiziert. PA = Pfortaderinjektion.
SV = Schwanzveneninjektion.
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14 zeigt
die Serum hAAT-Mengen in C57B1/6-Mäusen nach intratrachialer (IT)
Injektion von C-AT oder p43CB-AT-Vektoren. Die Mäuse erhielten entweder 109 IE des C-AT (offene Kreise), 109 IE des p43CB-AT (offene Dreiecke) oder
1010 IE des p43CB-AT (offene Quadrate).
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15 zeigt
eine Karte und eine Nukleotidsequenz für den Vektor der vorliegenden
Erfindung, der als C-AT bezeichnet wird.
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16 zeigt
eine Karte und eine Nukleotidsequenz für den Vektor der vorliegenden
Erfindung, der als E-AT bezeichnet wird.
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17 zeigt
eine Karte und eine Nukleotidsequenz für den Vektor der vorliegenden
Erfindung, der als dE-AT bezeichnet wird.
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18 zeigt
eine Karte und eine Nukleotidsequenz für den Vektor der vorliegenden
Erfindung, der als p43C-AT bezeichnet wird.
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19 zeigt
eine Karte und eine Nukleotidsequenz für den Vektor der vorliegenden
Erfindung, der als p43C-AT-IN bezeichnet wird. Dieser Vektor umfaßt das Intron
II aus dem human AAT-Gen, um die Transkription zu verstärken.
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20 zeigt
eine Karte und eine Nukleotidsequenz für den Vektor der vorliegenden
Erfindung, der als p43CB-AT bezeichnet wird.
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21 zeigt
eine Karte und eine Nukleotidsequenz für den Vektor der vorliegenden
Erfindung, der als C-AT2 bezeichnet wird.
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22 zeigt
eine Karte und eine Nukleotidsequenz für den Vektor der vorliegenden
Erfindung, der als p43msENC-AT bezeichnet wird. Dieser Vektor ist
zu p43C-AT ähnlich
umfaßt
aber auch Enhancer-Sequenzen stromaufwärts vom CMV-Promotor.
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23 zeigt
eine Karte und eine Nukleotidsequenz für den Vektor der vorliegenden
Erfindung, der als p43rmsENC-AT bezeichnet wird. Dieser Vektor ist
der gleiche, wie der p43msENC-AT-Vektor mit dem Unterschied, daß sich die
Enhancer-Sequenz in einer entgegengesetzten Orientierung befindet.
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24 zeigt
eine Karte und eine Nukleotidsequenz für den Vektor der vorliegenden
Erfindung, der als p43msENCB-AT bezeichnet wird. Dieser Vektor ist
zu p43CB-AT ähnlich
aber umfaßt
auch eine Enhancer-Sequenz stromaufwärts des CMV-Promotors.
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25 zeigt
eine Karte und eine Nukleotidsequenz für den Vektor der vorliegenden
Erfindung, der als p43rmsENCB-AT bezeichnet wird. Dieser Vektor
ist der gleiche, wie p43msENCB-AT mit dem Unterschied, daß die Enhancer-Sequenz
sich in einer umgekehrten Orientierung findet.
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Detaillierte Offenbarung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft neue Materialien und Verwendungen
davon, um einem Säugetier oder
einem Menschen, der einen Zustand oder eine Erkrankung wie eine
genetische Mangelerkrankungen aufweist, bei dem (der) hohe Expressionsmengen
eines Proteins erforderlich sind, um die Erkrankung oder den Zustand
zu behandeln, eine Gentherapie zur Verfügung zu stellen. In einem offenbarten
Verfahren wird ein viraler Vektor in Zellen eines Tieres eingeführt, wobei
ein therapeutisches Protein hergestellt wird, wodurch dem Tier eine
genetische Therapie zur Verfügung
gestellt wird. In einer Ausführungsform
umfaßt
ein offenbartes Verfahren, das Einführen einer wirksamen Menge
viraler Partikel oder eines Vektors, der ein rekombinantes Genom
umfaßt,
welches heterologe Polynukleotide, die für ein bei der Gentherapie nützliches
Protein kodieren und das durch die Zelle oder das Gewebe exprimiert
werden kann, in eine Tierzelle oder Gewebe. Die Expression des heterologen
Polynukleotids führt
zur Erzeugung des Proteins. Vorzugsweise ist das therapcutische Protein,
das durch das heterologe Polynukleotid kodiert wird, ein Serumprotein.
In einer bevorzugten Ausführungsform
ist das Vektormaterial, das das heterologe Polynukleotid umfaßt, in ein
Chromosom der Zelle oder des Wirtstiers integriert.
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In
einer Ausführungsform
ist ein rekombinanter Polynukleotid-Vektor der vorliegenden Erfindung
vom Adeno-assoziierten Virus (AAV) abgeleitet und umfaßt einen
konstitutiven oder regulierbaren Promotor, der dazu in der Lage
ist, ausreichende Mengen der Expression der heterologen DNA in dem
viralen Vektor zu steuern. Vorzugsweise umfaßt ein rekombinanter Vektor
der Erfindung umgekehrte terminale Wiederholungssequenzen des AAVs
wie die, die in WO 93/24641 beschrieben sind. In einer bevorzugten
Ausführungsform
umfaßt
ein Vektor der vorliegenden Erfindung Polynukleotidsequenzen des
pTR-UF5-Plasmids. Das pTR-UF5- Plasmid
ist eine modifizierte Version der pTRBS-UF/UF1/UF2/UFB-Plasmidserien
(Zolotukhin et al., 1996). Das pTR-UF5-Plasmid enthält Modifikationen
der Sequenz, die für
das Grünfluoreszierendeprotein (GFP)
kodieren.
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Promotoren,
die im Zusammenhang der vorliegenden Erfindung nützlich sind, umfassen beispielsweise
den Zytomegalovirus "immediate
early" Promotor
(CMV), den human Elongationsfaktor 1-alpha-Promotor (EF1), die kleinen
nukleären
RNA-Promotoren (U1a und U1b), den α-Myosin schwere Ketten-Promotor,
den Simian virus 40-Promotor (SV40), den Rous sarcoma virus-Promotor
(RSV), den Adenovirus "major
late" Promotor,
den β-Aktin-Promotor und hybride
Regulatinselemente, die einen CMV-Enhancer/β-Aktin-Promotor umfassen. Für diese
Promotoren ist es gezeigt worden, daß sie in einer großen Auswahl
von Säugetierzellen
eine Aktivität
aufweisen. Zusätzlich
zu den oben beschriebenen natürlichen
Promotoren können
synthetische Promotoren in der vorliegenden Erfindung verwendet
werden. Beispielsweise ein synthetischer Enhancer, der beliebig
aus Spc5-12-abgeleiteten Elementen, der Muskel-spezifische Elemente,
Serum response factor Bindungselemente (SRE), Myozyten-spezifischen
Enhancer-Faktor-1 (MEF-1), Myozyten-spezifischen Enhancer-Faktor-2
(MEF-2), Transkriptions-Enhancer Faktor-1 (TEF-1) und SP-1 umfaßt (Li et
al., 1999; Deshpande et al., 1997; Stewart et al., 1996; Mitchell
et al., 1989; Briggs et al., 1986; Pitluk et al., 1991) können in
den Vektoren der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
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Die
Promotoren sind wirksam mit heterologer DNA verknüpft, die
für das
interessierende Protein kodiert. Mit "wirksam verknüpft" ist beabsichtigt, daß das Promotorelement
relativ zu der kodierenden Sequenz positioniert ist, um in der Lage
zu sein die Expression der kodierer, den Sequenz zu bewirken.
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Promotoren,
die besonders für
die Expression von Proteinen in Muskelzellen nützlich sind, umfassen beispielsweise
hybride CMV/β-Aktin-Promotoren,
CMV-Promotoren, synthetische Promotoren und EF1-Promotor. Die für die Expression
eines Proteins in Leberzellen besonders nützlichen Promotoren umfassen
beispielsweise hybride CMV/β-Aktin-Promotoren
und EF1-Promotoren.
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Für die Verwendung
mit den Vektoren der vorliegenden Erfindung werden auch induzierbare
und zelltypspezifische Promotoren erwogen. Beispielsweise können Tet-induzierbare
Pro motoren (Clontech, Palo Alto, CA) und VP16-LexA-Promotoren (Nettelbeck
et al., 1998) in der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
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Die
Vektoren können
auch Introns umfassen, die in die Polynukleotidsequenz des Vektors
als Mittel für
die Erhöhung
der Expression der heterologen DNA, die für ein interessierendes Protein
kodiert, eingeführt sind.
Beispielsweise kann ein Intron zwischen einer Promotorsequenz und
der Region, die auf den Vektor für das
interessierende Protein kodiert, eingeführt werden. Introns können auch
in die kodierende Region eingeführt
werden. Transkriptionelle Enhancer-Elemente, die dadurch wirken
können,
daß sie
die Mengen der Transkription von einem gegebenen Promotor erhöhen, können auch
von Vektoren der Erfindung umfaßt
sein. Enhancer können
im Allgemeinen im Hinblick auf die Promotorsequenzen entweder in
3' oder 5' Orientierung gesetzt
werden.
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Heterologe
Polynukleotide in den rekombinanten Vektor können beispielsweise Polynukleotide
umfassen, die für
normale funktionelle Proteine kodieren, die den therapeutischen
Ersatz normaler biologischer Funktionen in Tieren zur Verfügung stellen,
die von genetischen Erkrankungen betroffen sind, welche das Tier dazu
bringen ein defektes Protein oder unnatürliche oder verringerte Mengen
des Proteins herzustellen. Die Proteine und die Polynukleotidsequenzen,
die sie kodieren, die durch Gentherapie unter Verwendung der vorliegenden
Erfindung zur Verfügung
gestellt werden können,
umfassen, sind aber nicht eingeschränkt auf Antiproteasen, Enzyme,
strukturelle Proteine, koagulierende Faktoren, Interleukine, Zytokine,
Wachstumsfaktoren, Interferone und Lymphokine. In einer beispielhaften
Ausführungsform
kodiert die heterologe DNA in einem rekombinanten AAV-Vektor das
humane alpha-1-Antitrypsin-Protein.
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Die
Gentherapieverfahren der vorliegenden Erfindung können durch
ex vivo oder in vivo Behandlung der Patientenzellen oder des Gewebes
durchgeführt
werden. Die Zellen und Gewebe, die im Umfang der Erfindung erwogen
werden, umfassen beispielsweise Muskel, Leber, Haut und andere Zellen
und Gewebe, die dazu in der Lage sind Serumproteine zu produzieren
und zu sekretieren. Die Vektoren der Erfindung können in geeignete Zellen, Zellinien
oder Gewebe unter Verwendung vom im Stand der Technik bekannten
Verfahren eingeführt
werden. Die viralen Partikel und Vektoren können in vitro oder in vivo
in die Zellen oder Gewebe eingeführt
werden. Dafür
erwogene Verfahren umfassen Transfektion, Transduktion, Injektion
und Inhalation. Beispielsweise können
Vektoren in Zellen unter Verwendung von Liposo men, die die betreffenden
Vektoren enthalten, durch direkte Transfektion mit dem Vektor allein,
durch Elektroporation oder durch Partikelbombardierung eingeführt werden.
In einer beispielhaften Ausführungsform
werden Muskelzellen in vivo durch Injektion viraler Partikel, die
den rekombinanten Vektor umfassen, in das Muskelgewebe eines Tiers
injiziert. In einer anderen Ausführungsform
werden Leberzellen in vivo durch Injektion des rekombinanten Virus
in entweder die Pfortader oder in periphere Venen injiziert.
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Die
Materialien der vorliegenden Erfindung können verwendet werden, um eine
genetische Therapie für
jeden Zustand oder Erkrankung zur Verfügung zu stellen, der (die)
durch Protein oder Zytokininfusion, wie beispielsweise der α-1-Antitrypsin-Mangel,
die Hämophilie,
der Adenosindeaminasemangel und die Diabetes behandelbar ist, zur
Verfügung
zu stellen. Die Verfahren der vorliegenden Erfindung können auch
verwendet werden, um eine genetische Therapie für die Behandlung von Zuständen, wie
beispielsweise Krebs, Autoimmunerkrankungen, neurologische Erkrankungen,
Immunschwächeerkrankungen
und bakterielle und virale Infektionen zur Verfügung zu stellen. Beispielsweise
kann die vorliegende Erfindung verwendet werden, um eine genetische
Therapie einem Patienten zur Verfügung zu stellen, bei dem die
Zellen des Patienten transformiert werden, um Interleukine, wie
Interleukin-2 zu exprimieren und herzustellen.
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Tiere,
die mit den Materialien der Erfindung behandelt werden können, umfassen
Säugetiere
wie Rind-, Schwein-, Pferd-, Schaf-, Katze- und Hund-Säugetiere.
Vorzugsweise sind die Säugetiere
Primaten wie Schimpansen und Menschen.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft auch Zellen, die rekombinante Vektoren
der vorliegenden Erfindung enthalten. Die Zellen können beispielsweise
Tierzellen, wie Säugetierzellen
sein. Vorzugsweise sind die Zellen menschliche Zellen. Am meisten
bevorzugt sind die Zellen menschliche Muskelfasern oder Myoblasten,
Hepatozyten oder Lungenzellen. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist ein rekombinanter Vektor der vorliegenden Erfindung stabil in
das Wirtszellgenom integriert. Die Zellinien, die den rekombinanten
Vektor enthalten, sind auch im Umfang dieser Erfindung enthalten.
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In
einer beispielhaften Ausführungsform
wurden rekombinante AAV-Vektoren, die das humane AAT-Gen (hAAT)
umfassen, entweder unter Verwendung des CMV-Promotors (AAV-C-AT) oder des humanen Elongationsfaktor
1-alpha-Promotors (EF1) (AAV-E-AT), um die Expression zu steuern,
konstruiert und unter Verwendung von Standardverfahren verpackt.
Eine Mäusemyoblastenzellinie
C2C12 wurde mit jedem Vektor transduziert und die Expression von
hAAT in das Medium wurde mit einem ELISA gemessen. In vitro führte das
EF1-Promotorkonstrukt
zu einer 10-fach höheren
hAAT-Expression als das CMV-Promotorkonstrukt.
Die in vivo Transduktion wurde durch die Injektion von Dosen mit
bis zu 1,4 × 1013 DNase-resistenten Partikeln jedes Vektors
in Skelettmuskeln einer Vielzahl verschiedene Mäusestämme (umfassend C57B1/6, Balb/c
und SCID) durchgeführt.
In vivo führten
die CMV-Promotorkonstrukte zu höheren
Expressionsmengen mit anhaltenden Serummengen von bis zu 800 μg/ml in SCID-Mäusen, ungefähr 10 000-fach
höher als
die, die vorher von AAV-Vektoren in Muskel sekretierten Proteinen
beobachtet worden ist. Bei niedrigeren Dosen war sowohl in C57B1/6
und in SCID-Mäusen
die Expression für
mehrere Wochen verzögert,
aber verblieb für über 10 Wochen
ohne ein Absinken. Somit stellte eine Erhöhung der Dosierung des AAV-Vektors
bei Transduktion des Skelettmuskels ein Mittel für den Ersatz von AAT oder anderer
Serumproteine zur Verfügung.
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Die
Transduktion von Muskel unter Verwendung der Vektoren der vorliegenden
Erfindung bietet mehrere Vorteile dadurch, daß sie stabil, nicht toxisch
und relativ wenig immunogen ist. Des weiteren ist es für bestimmte
Transkriptionspromotoren wie den CMV-Promotor, der in anderen Zusammenhängen deutlich
runterreguliert zu sein scheint, gefunden worden, daß sie, wenn
wie in der vorliegenden Erfindung verwendet, über den Zeitablauf aktiv blieben.
Unter Verwendung der Materialien und Verfahren der vorliegenden
Erfindung können
Mikrogramm/ml Serrummengen eines therapeutischen Proteins erreicht
werden. In einer beispielhaften Ausführungsform stellen die Mengen
der erreichten in vivo Proteinexpressionen eine 10.000-fach oder
größere Erhöhung im
Vergleich zu vorher publizierten Ergebnissen dar. Zusätzlich war
eine Dosis-Wirkungszusammenhang über
einen Bereich verwendeter Dosen nachweisbar, was eine weitere Erhöhung der
Expressionsmengen zur Verfügung
stellt, wenn die Vektordosis erhöht
wird.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung wurden rekombinante AAV-Vektoren, d. h. C-AT, p43C-AT,
p43CB-AT, E-AT und dE-AT die das humane AAT-Gen (hAAT) umfaßen, konstruiert
und unter Verwendung von Standardtechniken verpackt. Eine Mäuseleberzellinie
HO15 wurde mit jedem Vektor transfiziert und die Expression von
hAAT in das Medium wurde durch ELISA gemessen. Die in vitro Transduktion
mit p43CB-AT-Vektor zeigte die größten Mengen der hAAT-Expression.
In vivo ergab der p43CB-AT-Vektor auch höhere Mengen der Expression.
Die Pfortaderverabreichung schien die wirksamere Verabreichungsroute
zu sein, da Mäuse,
die in dieser Weise injiziert wurden, höhere Expressionsmengen zeigten,
als die, die periphere Veneninjektion erhielten. Die Transduktion
der Leber stellt dieselben Vorteile wie Muskel zur Verfügung, aber Hepatozyten
können
bei der Sekretion von Proteinen effizienter sein.
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Die
Dosierung des rekombinanten Vektors oder des Virus, der an ein Tier
verabreicht wird, das einer solchen Handlung bedarf, kann durch
den Durchschnittskliniker beruhend auf verschiedene Parametern wie dem
Weg der Verabreichung, dem Stadium der betroffenen Krankheit oder
des Zustandes und ähnlichem,
bestimmt werden. Typischerweise wird der rekombinante Virus der
Erfindung in Dosen zwischen 105 und 1014 infektiösen Einheiten verabreicht.
Die rekombinanten Vektoren und Viren der vorliegenden Erfindung
können
unter Verwendung von Verfahren und Materialien der Formulierung,
die im Stand der Technik bekannt sind, zubereitet werden. Eine Vielzahl
von Formulierungen können
in Remington's Pharmaceutical
Sciences, 15. Ausgabe (1975) gefunden werden.
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Materialien
und Methoden
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Herstellung
der rAAV-Plasmide. Die rAAV-AAT-Vektorplasmide, die für diese
Experimente verwendet worden sind, sind diagrammartig wiedergegeben
(1). In Kürze:
das Plasmid pN2FAT (Garver et al., 1987) wurde mit XhoI verdaut,
um ein 1,8-kb-Fragment freizusetzen, das die humane AAT cDNA zusammen
mit dem SV40-Promotor und einem Polyadenylierungssignal enthält. Dieses
Fragment wurde in einem Plasmid, pBlucScript (Stratagene) subkloniert
und nach der Entfernung des SV40-Promotors durch Hind III-Verdau
und Rückligation
wurde die hAAT cDNA mit ihrem polyA-Signal durch XbaI- und XhoI-Verdau
freigesetzt. Dieses 1,4-kb XbaI-XhoI-Fragment wurde dann in das
pTR-UF5-Plasmid (ein Vektor, der ein AAV-umgekehrte terminale Wiederholung
enthält)
(Zolotukhin et al., 1996) zwischen die XbaI-Stelle 3' zum Promotor und
der XhoI-Stelle 5' zu der
Polyomavirus Enhancer/HSV-Thymidin-Kinase
Promotorkassette, die das neo-Konstrukt steuert, kloniert. Dies
führte
zu den pAAV-CMV-AAT-Konstrukt (C-AT). Analoge Konstrukte unter Verwendung
des Promotors für
kleine nukleäre
RNA-Proteine, U1a und U1b (um die A-AT bzw. B-AT-Konstrukte zu ergeben) und des humanen
Elongationsfaktor 1-alpha-Promotors (EF1) (um das E-AT-Konstrukt
zu ergeben) wurden dadurch konstruiert, daß jede dieser Promotorkassetten
an Stelle des CMV-Promotors zwischen den KpnI- und den XbaI-Stellen
ersetzt wurde.
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Das
Konstrukt dE-AT, ist von E-AT durch Deletion des Silencers (352
bp) durch SacII-Schnitt
(Wakabayashi-Ito et al., 1994) abgeleitet. C-AT2 ist zu C-AT ähnlich mit
dem Unterschied, daß SV40-Introns
und poly(A)-Sequenzen die cDNA des hAATs flankieren. Das p43C-AT
wurde durch Einfügen
der hAAT cDNA in ein AAV-Vektor-Plasmid (p43), das den CMV-Promotor,
Intron- und poly(A)-Sequenzen aufweist, hergestellt. Das p43CB-AT
wird durch das Ersetzen des CMV-Promotors durch den CMV-Enhancer
und die Huhn-β-Aktin-Promotorsequenzen
abgeleitet. Der p43C-AT-IN ist vom p43C-AT durch das Einfügen der
Intron II-Sequenzen des hAAT-Gens in die hAAT cDNA abgeleitet (Brantly
et al., 1995).
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Verpackung
der rAAV-Vektoren. Die Vektoren wurden unter Verwendung einer Modifikation
des von Ferrari et al. (1997) beschriebenen Verfahrens verpackt.
In Kürze:
wurden Plasmide, die die AAV rep und cap-Gene enthielten (Li et
al., 1997) und die die Ad-Gene (E2a, E4 und VA-RNA) enthielten,
wurden zusammen mit geeigneten AAV-AAT-Vektorplasmiden in 293-Zellen,
die in Cell Factories (Nunc) wachsen gelassen wurden, transfiziert.
Die Zellen wurden durch Trypsinierung geerntet und durch Gefrier-Tau-Lyse
zerstört,
um die Vektorvirionen freizusetzen, die dann durch Iodixanol gradienten
Ultrazentrifugation gereinigt wurden gefolgt von einer Heparinsepharose-Affinitäts-Säulenreinigung.
Alternativ kann der rekombinante Virus gemäß der Verfahren, die in Zolotukhin
et al. (1999) beschrieben sind, zubereitet werden.
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Die
physikalischen Titer der Vektorzubereitungen wurden durch quantitative
kompetitive PCR bewertete und ihre bialogischen Titer durch das
Infektionszentrumtestverfahren. Die Gegenwart von Wildtyp-AAV wurde
auch unter Verwendung derselben Testverfahren mit geeigneten internen
AAV-Proben bestimmt. Die C-AT-Stammlösung hoher Dosierung hatte
einen Partikel-Titer von 2,0 × 1014 Partikel/ml und einen Infektionstiter
von 5,0 × 1011 infektiösen Einheiten (i. e.)/ml (Partikel
zu i. e. Verhältnis
= 400 : 1). Das C-AT niedriger Dosierung zeigte 8 × 1012 Partikel/ml und 1,2 × 1010 i.
e./ml (Partikel zu i. e. = 667 : 1). Für die E-AT Experimente waren
die Titer 1 × 1013 Partikel/ml und 2,5 × 1010 i.
e./ml (Partikel zu i. e. = 400 : 1). Die C-AT-Stocklösung niedriger
Dosierung hatte ein wt-ähnlichen
AAV-Partikeltiter (d. h. positive AAV-Genom-PCR) entsprechen dem
0,1-fachen des rekombinanten Titers aber keinen nachweisbaren infektiösen wtAAV.
Die anderen zwei Zubereitungen wiesen einen wtähnlichen AAV-Partikeltiter < 10–5-fach
des rekombinanten Titers und keinen nachweisbaren infektiösen wtAAV
auf.
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In
vitro Transfektions- und Transduktionsexperimente. Die Mäuse C2C12-Myoblastenlinie
wurde für die
in vitro Transfektions- und Transduktionsexperimente verwendet.
Die Zellen wurden in 35 mm Vertiefungen mit ungefähr 4 × 105 Zellen pro Vertiefung wachsen gelassen
und mit 5 μg
jeder Plasmid-DNA unter Verwendung von Superfect (Qiagen Corp.)
transfiziert. Die Sekretion von hAAT in das Medium wurde 2 Tage
nach der Transfektion unter Verwendung eines Antigen-Fänger-ELISA-Testverfahrens
mit Standards bewertet (Brantly et al., 1991). Ein SV40-Promotor-Luziferase-Expressionsplasmid
pGL2 (Promega) wurde als interne Kontrolle verwendet. Für die Transduktionsexperimente
wurden Zellen unter ähnlichen
Bedingungen wachsen gelassen und mit Vektor mit einer Überinfektionsrate
die von 4 × 105 bis 4 × 106 Partikeln pro Zelle reichte, transduziert. Die
Zellen wurden in Gegenwart von Genitizinsulfat (350 μg/ml) passagiert
und Genitizin-resistente Klone wurden für die hAAT-Sekretionsstudien isoliert.
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In
vivo Injektionen von AAV-C-AT und AAV-E-AT-Vektoren in Mäusemuskel.
Die Mäusestämme (C57B1/6,
SCID, und Balb/c) wurden vom Jackson Laboratories (Bar Harbor, ME)
erhalten und unter speziellen Pathogen-freien Bedingungen gemäß einem
durch das University of Florida Institutional Animal Care and Use
Commitee bestätigtem
Protokoll behandelt. Die Tiere wurden durch Metaphan-Inhalation
anästhesiert
und Teilmengen des Vektors wurden perkutan in den Quatrizeps femoris-Muskel
beider hinterer Gliedmaßen
injiziert. Das Volumen des Vektors reicht von 50 bis 100 μl pro Injektionsstelle
und die Gesamtmenge des pro Tier injezierten Vektors reichte von
5 × 1010 bis 1,4 × 1013 DNase-resistente
Partikel.
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Antigen-Fänger-ELISA-Testverfahren
für die
hAAT Expression. Mikrotiterplatten (Immulon 4, Dynex Technologies,
Chantilly, VA) wurden mit 100 μl
einer 1 : 200 Verdünnung
von Ziegen anti-Mensch AAT (CAPPEL/ICN) in Vollers-Puffer (Na2CO3 = 2,76 g, NaHCO3 = 1,916 g, NaN3 =
0,2 g, d·H2O = 1 Liter, anpassen des pH = 9,6) über Nacht
bei 4°C
beschichtet. Nach dem Waschen wurden Standards und unbekannte Proben,
die hAAT enthielten, in den Platten bei 37°C für 1 Stunde inkubiert. Nach
dem Blockieren mit 3% BSA in PBS-Tween 20 bei 37°C für 1 Stunde wurde ein zweiten
Antikörper
(1 : 1 000 Verdünnung
des Kaninchen anti-Mensch-AAT, Boehringer Mannheim) mit dem Fängerantigen
bei 37°C
für 1 Stunde
reagiert. Die Detektion wurde unter Verwendung einer dritten Antikörperinkubation
(1 : 800 Verdünnung
eines Ziegen anti-Kaninchen IgG-Peroxidase-Konjugats, 37°C) durchgeführt, gefolgt
von dem Nachweis von o-Phenylendiamin (OPD, Sigma) und dem Messen
der Absorption bei 490 nm.
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ELISA-Testverfahren
für anti-hAAT
und anti-AAV VP3-Antikörper.
Die Vertiefungen wurden mit Antigen (1 μg des hAAT oder 100 ng des VP3)
bei 4°C über Nacht
beschichtet, mit 3% BSA blockiert und dann mit Verdünnungen
von entweder Testserum oder mit positiven Kontrollantikörpern bei
37°C für 1 Stunde
reagiert. Nach dem Waschen wurde ein Ziegen anti-Maus IgG-Peroxidasekonjugat
als Zweitantikörper
(1 : 1500-Verdünnung)
verwendet, um gebundenen anti-AAT-Antikörper unter Verwendung einer
Standard OPD-Reaktion, wie oben beschrieben nachzuweisen. Die Antikörpermengen
wurden durch Vergleich mit einer Standardkurve, die durch die Reaktion
von Verdünnung
eines bekannten positiven monoklonalen Antikörpers gegen VP3 und hAAT erzeugt
wurde, verglichen.
-
Lymphozytenproliferationstestverfahren
um eine Zell-vermittelte Immunantworten nachzuweisen. Lymphozytenproliferationstestverfahren
wurden durchgeführt,
um die T-Zell-Antworten
auf die hAAT- und VP3-Antikörpergene
nachzuweisen. Frisch isolierte Splenozyten wurden in Primärkultur
in 96 Vertiefungsplatten wachsen gelassen, die mit 0, 0,1, 1 und
10 μg von
entweder hAAT oder VP3 in RPMI-C+medium beschichtet waren. Am dritten
Tag wurde ein 3H-Thymidinpuls hinzugefügt und die
Zellen wurden am vierten Tag für
die Lyse und die Scintillationszählung
geerntet. Phytohemagglutinin (PHA) wurde als Mitogen für die positiven Kontrollvertiefungen
verwendet. Ein Stimulationsindex wurde für jede Antigendosierungsmenge
durch das Teilen der Zählung
pro Minute (cpm) des 3H-Thymidins, das in
die Antigen-stimulierten Zeilen eingebaut wurde, durch die cpm in
einer Kontrollvertiefung (unstimuliert) berechnet.
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Es
folgen Beispiele, die die Verfahren für die Durchführung der
Erfindung illustrieren. Diese Beispiele sollten nicht als beschränkend interpretiert
werden. Alle Prozentzahlen sind, wenn nicht anders bemerkt nach Gewicht
und alle Lösungsgemischanteile
nach Volumen.
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Beispiel 1 – In vitro
Studie in Mäuse
C2C12-Myoblasten
-
Um
die relative Stärke
einer Anzahl konstitutiv aktiver Promotoren im Zusammenhang der AAV-AAT-Vektoren
zu bestimmen, wurden verpackbare AAV-AAT-Expressionsvektoren, die
einen der CMV, EF1, U1a oder U1b-Promotoren enthielten (1),
konstruiert. Jedes der Konstrukte wurde in die Mäuse C2C12-Myoblastenzellinie
transfiziert. Sowohl der EF1- und
der CMV-Promotor waren hinsichtlich der AAT-Expression aktiv, wobei
das EF1-Konstrukt
(AAV-E-AT) 850 ng/105 Zellen/Tag exprimierte
und das CMV-Konstrukt (AAV-C-AT)
ungefähr
670 ng/105 Zellen/Tag exprimierte, wie durch
humanspezifische ELISA-Testverfahren
für AAT
(2) gemessen wurde. Dieser Unterschied war statistisch
nicht signifikant. Die Mengen der Expression von den U1a- und U1b-Konstrukten
waren nicht nachweisbar.
-
Um
die Menge und das Andauern der Expression im Zusammenhang der Vektor-Transduktion zu charakterisieren,
wurden Kulturen der C2C12-Zellen mit entweder AAV-E-AT oder mit AAV-C-AT
mit einer Überinfektionsrate,
die von 4 × 105 bis 4 × 106 DNaseresistenten Partikeln pro Zelle reichte,
infiziert. Die Zellen wurden auf die Expression des neo-Gens (das
in jedem der AAV-Konstrukte vorhanden war) durch Wachstum in G418-enthaltenen Medium
selektiert. Mehrere Zellklone und zusammengeführte Zellpopulationen wurden
unabhängig
voneinander 4 Wochen nach der Transduktion auf ihre AAT-Expression
hin untersucht (3). Es gab eine klare Tendenz
in Richtung auf höhere
Expression bei einer höheren
Rate der Überinfektion
und das E-AT-Konstrukt exprimierte in diesen langfristigen Kulturen
unter allen Bedingungen mindestens 10-fach größere Mengen. Der am meisten
aktive E-AT-Klon exprimierte hAAT in einer Menge von über 1400
ng/105 Zellen/Tag.
-
Beispeil 2 – in vivo
Expression von hAAT in Mäuseskelettmuskel
-
Um
zu bestimmen, ob die AAV-AAT-Konstrukte in vivo in Skelettmuskel
aktiv sein würden,
wurden Dosen des Vektors in den Quatrizeps femoris-Muskel der Mäuse injiziert.
Die zirkulierenden Serummengen des hAATs wurden dann für 11 bis
15 Wochen nach der anfänglichen
Injektion gemessen. Vier Salzlösungen-injizierte
Tiere jedes Mäusestamms
dienten als Kontrollen. Im Falle des C-AT-Vektors (5A)
waren die Expressionsmengen ausreichend, um Serummengen über 800 μg/ml in SCID-Mäusen nach
einer einzigen Injektion von 1,4 × 1013 Partikeln
zu erreichen. Eine Dosis-Wirkungsbeziehungskurve wurde beobachtet,
wobei die Expressionsmengen in SCID mindestens 20-fach niedriger
bei der 5 × 1011 Partikeldosierung waren. Die Mengen der
Expression stiegen über
die ersten Wochen nach der Injektion an und waren danach bis zum
Zeitpunkt des Opferns stabil. Da hAAT eine Halbwertzeit von weniger
als eine Woche aufweist, deutete dies auf eine fortwährende Expression
hin. Die Mengen in C57B1/6-Mäusen
waren vergleichbar und erreichten auch Werte, die dem therapeutischen
Bereich nahe waren. In ähnlichen
Studien exprimierten zwei von drei Balb/c-Mäusen
die mit 1 × 1011 Partikeln des C-AT-Vektors injiziert waren
keine nachweisbaren Mengen des hAATs. Für beide wurde gefunden, daß sie hohe
Mengen von anti-hAAT-Antikörpern entwickelt
hatten. Überraschenderweise
waren die Expressionsmengen vom AAV-E-AT-Vektor in vivo nach der
Injektion leicht niedriger als die, die für den C-AT-Vektor beobachtet wurden (5B)
wobei die maximalen Mengen bei ungefähr 250 ng/ml bei einer Dosierung
von 5 × 1011 nach 7 Wochen und darüber hinaus in SCID-Mäusen betrug.
Wenn diese Dosis weiter auf 1 × 1012 Partikel erhöht wurde, wurden Mengen von
etwa 1 200 ng/ml beobachtet. Diese Mengen waren für 1 Jahr
nach der Injektion stabil (5C). Die
in SCID und immunkompetenten C57B1/6-Mäusen beobachteten Mengen waren ähnlich.
-
Beispiel 3 – Immunologische
Studien
-
In
Studien in Balb/c-Mäusen
waren die Antikörpermengen
gegen hAAT in zwei von drei injizierten Tieren hoch. Das eine, das
keine zirkulierenden anti-hAATs aufwies, war das einzige Tier mit
hAAT-Expressionsmengen, die den in den C57B1/6- und SCID-Gruppen ähnlich waren.
Die Hochdosis C57-C-AT Injektionsgruppe hatte nachweisbare Mengen
des gegen VP3 gerichteten Antikörpers
aber nicht gegen hAAT.
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Um
zu bestimmen, ob irgendeine Zell-vermittelte Immunantwort aufgebaut
wurde, wurden Lymphozytenproliferationstestverfahren entweder unter
Verwendung von hAAT oder AAV-VP3
zur Antikörperstimulation von
primären
Milzlymphozyten, die zum Zeitpunkt der Opferung des Tieres 16 Wochen
nach der Vektorinjektion gesammelt wurden, durchgeführt. Unter
Verwendung dieses Verfahrens waren keine Immunantworten in irgendeiner
der Mäuse
nachweisbar.
-
Beispiel 4 – Fehlen
der Toxizität
auf Grund der direkten Vektorinjektion
-
Um
zu bestimmen, ob irgendeine direkte Toxizität, Inflammation oder eine neoplastische
Veränderung mit
der Vektorinjektion assoziiert war, wurden die Tiere einer vollständigen Leichenschau
unterzogen. Die histopathalogische Untersuchung wurde an 5 μm Schnitten
durchgeführt,
die von der Stelle der Vektorinjektion und einer Reihe anderer Organe,
umfassend das Gehirn, Herz, Lungen, Luftröhre, Pankreas, Milz, Leber,
Niere und Jejunum entnommen wurden. Es wurden keine histologischen
Abnormalitäten
an irgendeiner dieser Stel len selbst bei den Mäusen, die humane Immunantworten
gegen hAAT entwickelten, beobachtet.
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Beispiel 5 – Molekulare
Hinweise auf die Beständigkeit
des AAV-AAT-Vektors
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Um
die Gegenwart der Vektor-DNA zu bestätigen, wurde eine vektorspezifische
PCR (neo Primer 5'-TATGGGATCGGCCATTGAAC-3', und 5'-CCTGATGCTCTTC-GTCCAGA-3') an DNA durchgeführt, die
aus 3 SCID-Mäusen
16 Wochen nach der Injektion mit C-AT-Vektor extrahiert wurde und die PCR-Produkte
wurden durch Southern-Blot Analyse mit einer 32P-markierten
vektorspezifischen Sonde (8) analysiert.
Das Stadium der Vektor-DNA
wurde unter Verwendung des Hirt-Verfahrens (Carter et al., 1983)
analysiert, um die niedermolekulargewichtige episomale DNA von der
hochmolekulargewichtigen Fraktion abzutrennen, die die integrierten
Formen und große
Concatemere enthalten würde.
Im jeden Fall war Vektor-DNA in der hochmolekulargewichtigen DNA-Fraktion
vorhanden, wobei nur in einem der Tiere ein Signal in der Episomalen-Fraktion
vorhanden war. Das Ergebnis zeigt auf, das nach 16 Wochen der Großteil der
Vektor-DNA in unseren Tieren entweder integriert oder in großen Concatemeren
vorlag.
-
Beispiel 6 – In vivo
Expression von hAAT in Mäuseleber
-
Die
Pfortader- oder Schwanzveneninjektionen wurden an 18 weiblichen
8–10 Wochen
alten C57BL/6-Mäusen
durchgeführt.
Das Injektionsvolumen betrug 100 μl
pro Maus.
-
Jede
Gruppe wies die folgenden Parameter auf:
- 1.
Gruppe 1: 100 μl
PBS n = 4.
- 2. Gruppe 2: 100 μl
p43CB-AT (3 × 1010 IE/Tier) n = 3.
- 3. Gruppe 3: 100 μl
p43CB-AT (4 × 109 IE/Tier) n = 4.
- 4. Gruppe 4: 100 μl
C-AT (4 × 109 IE/Tier) n = 2.
- 5. Gruppe 5: 100 μl
E-AT (4 × 109 IE/Tier) n = 4.
- 6. Gruppe 6: EATM TV = 100 μl über Schwanzveneninjektion
von E-AT (4 × 109 IE/Tier) n = 3.
- 7. Gruppe 0: 100 μl
PBS über
Schwanzveneninjektion n = 2.
-
Eine
Gesamtzahl von 22 Tieren wurden in dieser Studie verwendet.
-
Alle
Tiere wurden mit 2-2-2-Tribromethanol (Avertin) unter Verwendung
einer Arbeitslösung
von 20 mg/ml mit einer Dosierung von 0,5 mg/g IP anästhesiert.
Einen 2 cm Einschnitt entlang der ventralen abdominalen Mittellinie
wurde von der pubischen Symphyse kranial bis zum xyphoiden Fortsatz
durch die Haut- und Muskelschichten gemacht. Die Pfortader wurde
durch das Zurückziehen
der Gedärme
und des angehefteten Mesenteriums zur linken Seite des Tiers offengelegt.
Zusätzlich
wurde der quadratische und der rechte mediale Lappen der Leber kranial
zurückgezogen.
Die Innereien und der Peritonealraum wurden beständig mit 0,9% NaCl gespült.
-
Virus
oder PBS wurde in die Pfortader unter Verwendung einer 30 g Nadel,
die an einer 100 μl
Kapilar-Pipette befestigt war unter Verwendung einer Mundverabreichung über einen
Gummischlauch und einen selbstverschließenden doppellagigen 0,8 μm Drummond-Filter
verabreicht. Ein kleines Stück
Gel-Schaum (0,5 × 0,5
cm) wurde auf die Injektionsstelle aufgetragen, bevor die Nadel
aus der Pfortader entfernt wurde. Die Nadel wurde unter dem Gel-Schaum hervorgezogen
und das Stück
wurde mit einer Pinzette am Platz gehalten während die Innereien wieder
in den Peritonalraum gebracht wurden.
-
Der
Muskel und die Haut wurde in einer Schicht unter Verwendung von
zwei einfachen unterbrochenen 3-0 Nylonwundnähten mit einer FS-1 Schneidenadel
geschlossen. Die Operationen wurden auf einem temperaturgeregelten
Operationstisch durchgeführt,
der entworfen war, um eine Temperatur von 37 Grad zu halten. Für die Erholung
von der Anästhesie
wurden die Tiere unter eine Wärmelampe
gesetzt, die eingestellt war, um eine Umgebungstemperatur von etwa
37 Grad zu bewahren und subkutane Flüssigkeit wurde gegeben wenn ein
deutlicher Blutverlust während
des chirurgischen Eingriffs aufgetreten war.
-
Die
Serummengen des hAATs in den Mäusen
wurden 2 Wochen nach der Injektion gemessen. Serummengen von etwa
200–150 μg/ml hAAT
wurden in Mäusen
gemessen, die p43CB-AT-Vektor erhielten (13). Studien,
die den E-AT-Vektor verwendeten, zeigten, daß die Injektion des Vektors über die
Pfortader zu größeren Mengen
der hAAT-Sekretion im Vergleich zu E-AT, das über Schwanzveneninjektion verabreicht wurde,
führte.
-
Beispiel 7 – In vivo
Expression des hAATs in Mäuselunge
-
Mäuse wurden
intratracheal entweder mit C-AT oder p43CB-AT-Vektor injiziert.
Die Serummengen des hAATs in den Mäusen wurden am Tag 3, 14 und
31 nach der Injektion gemessen (14). Der
p43CB-AT-Vektor vermittelte hohe Expressionsmengen des hAATs in
der Lunge.
-
Es
sollte verstanden werden, daß die
hierin beschriebenen Beispiele und Ausführungsformen lediglich illustrativen
Zwecken dienen, und daß verschiedene
Modifikationen und Änderungen
im Lichte davon dem Fachmann nahe gelegt werden und vom Bereich
dieser Anmeldung und dem Umfang der angefügten Ansprüche umfaßt sind.
-
Literaturzitate
-
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