DE698353C - Zuender-Entsicherungsvorrichtung fuer Luftfahrzeugbomben - Google Patents

Zuender-Entsicherungsvorrichtung fuer Luftfahrzeugbomben

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DE698353C
DE698353C DE1938M0141653 DEM0141653D DE698353C DE 698353 C DE698353 C DE 698353C DE 1938M0141653 DE1938M0141653 DE 1938M0141653 DE M0141653 D DEM0141653 D DE M0141653D DE 698353 C DE698353 C DE 698353C
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Germany
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hook
bomb
arm
spring
swivel arm
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Expired
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DE1938M0141653
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English (en)
Inventor
Fritz Rotter
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MECHANISCHE WERKSTAETTEN NEUBR
Original Assignee
MECHANISCHE WERKSTAETTEN NEUBR
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D1/00Dropping, ejecting, releasing or receiving articles, liquids, or the like, in flight
    • B64D1/02Dropping, ejecting, or releasing articles
    • B64D1/04Dropping, ejecting, or releasing articles the articles being explosive, e.g. bombs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

  • Zünder-Entsicherungsvorrichtung für Luftfahrzeugbomben. Die Erfindung bezieht. sich auf eine Zünder-Entsicherungsvorrichtung für Luftfahrzeugbomben mit einem in der Flugrichtung schwenkbaren und sich federnd gegen die Bombe legenden Schwenkarm sowie mit einem auf die Vorstecker@öse der Bombe :cinwitkenden schwenkbaren und mittels eines Druckhebels verriegelbaren Haken. -Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art ist- der sich gegen die Bombe legende Schwenkarm ein auf einem Drehbolzen befestigter einfacher gerader- Stab, an dem eine Rückholfeder angreift. Mit dem Drehbolzen des Schwenkarmes ist ein Haken fest verbunden, der durch einen Druckhebel (Klinke) verriegelt werden kann, und in dessen Hakenteil eine Drahtschleife mit geweridelter Verlängerung hängt, die durch die Öse des Zündervorsteckers hindurchgezogen ist. Ein zufälliges Herausrutschen der Drahtschleife aus dem Haken soll durch eine. sich in ihn hineinlegende schwache Blattfeder verhindert werden. Bei durch die Verriegelung waagerecht gehaltenem Haken bleibt der Vorstecker an der Drahtschleife hängen, und die Bombe fällt scharf. Soll sie blind. geworfen werden, muß der Druckhebel vom Haken abgezogen werden, worauf die Drahtschleife und ihre Wendel zusammen mit dem Vorstecker und der Bombe fallen.
  • Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß .der Schwenkarm unterhalb seiner Drehachse als Hohlkörper ausgebildet ist, dessen Höhlung (unten) in deinem in der Schwenkmittelebene des Armes liegenden, die Vorsteckeröse aufnehmenden Führungsschlitz endet, über dem der quer zum Schlitz schwenkbare und im wesentlichen senkrecht hängende verriegelbare Haken-gelagert ist, der zwecks unmittelbaren Eingriffs in die Vorsteck erö.se eine schräg abfallende Nase aufweist, für die als Rast vorzugsweise eine Vertiefung, z. B. eine Nut, in dem Führungsschlitz vorgesehen ist sowie daß der Haken durch eine- schwache Feder; beispielsweise eine den Häkendrehbolz..en umfassende Wickelfeder, auf Schließen belastet `ist.
  • Des weiteren ist gemäß der Erfindung zwischen den die Verriegelung bewirkenden Druckhebel und den zu verriegelnden Haken ein quer durch die Schwen'karmachse hindurchgehender, achsrecht verschiebbarer und durch eine Feder belasteter Sperrteil geschaltet, der mechanisch oder elektrisch, z. B. mittels eines auf den Druckhebel einwirken=. den Drehschlagmagneten, riegelartig in die Bahn .eines oberen Armes des in die Vorsteckeröseeingreifenden Hakens vorgeschoben werden kann.
  • Weiterhin kann erfindungsgemäß, der Schwenkarm durch eine seine Schwenkachse umfassende Wickelfeder auf volles waagerechtes Zurücklegen in die Luftstromriehtuug nach dem Abwurf der Bombe belastet sein.
  • Die erfindungsgemäße Zünder-Entsicherungsvorrichtung zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß, außer dem die Verriegelung bewirkenden Druckhebel sämtliche Teile im Innern des Schwenkarmes untergebracht sind und mit diesem eine Einheit bilden, die in der Werkstatt sehr :genau zusammengebaut und sorgfältig .erprobt werden kann: Der Schwenkarm läßt sich an einem verhältnismäßig kleinen Gehäuse aufhängen, das den Druckhebel enthält, und man kann das Ganze vorher zusammenbauen und prüfen, um es erst dann am Luftfahrzeug zu befestigen.
  • Der verriegelbare Haken greift unmittelbar in die öse des Zündervorsteckers ein,-womit die erreichbar zuverlässigste Wirkungsweise -erzielt ist: Für den Eingriff in die Vorstecker-,öse hat der Haken statt der bekannten kreisbogenförmigen Krümmung eine schräg abfallende Nase, die jedoch beim Scharfwerden die Vorst:eckeröse zuverlässig festhält, zumal sie in :eine Vertiefung des Führungsschlitzes eingreift. Zugleich genügt aber beim Blindwerfen eine geringfügige Hakenbewegung, um die Vorsteckeröse freizugeben.
  • Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung nach der Erfindung besteht. darin, daß bei ihr der Anwendung von Spielräumen, die die Bearbeitung erleichtern, nichts entgegensteht. Infolgedessen zeichnet die ,neue Schärfungsvorrichtugg sich .auch durcheitre hohe Unempfindlichkeit aus, und zwar an sich und .gegen nachteilige .äußere Einflüsse. üb-erwachung, Pflege und Handhabung sind überaus einfach. Mit genauester Wirkung, ohne daß peinlichst ;genaue Werkstattarbeit erforderlich ist, verbindet sich eine große Betriebssicherheit.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung: Es zeigen Abb. z einen durch die Schwenkachse geführten senkrechten Schnitt einer Vorrichtung für waagerecht aufgehängte Bomben, Abb. 2 einen durch die Schwenkmittelebene des Armes geführten senkrechten Schnitt. Im Träger einer Abwurfvorrichtung oder im Flugzeugboden sitzt das Gehäuse i, an dem der Schwenkarm 2 hängt, dessen Schwinghubgrenzen in Abb.2 strichpunktiert angedeutet sind. Gemäß Abb. i hängt der Arm 2 mit zwei die Mitte des Armkopfes freilassenden ""Drehbolzen 3, die durch Bleche q. gesichert sind, an den Seitenwangen des Gehäuses. i. Er kann sich mit einer Schmiege 5 schließend an die Bombenspitze anlegen (Abb.2). In einer Aussparung des Armkopfes ist eine Wickelfeder 6 angeordnet, die den Arm in seine waagerechte Ruhelage (Abb. z, rechts) ziehen kann.
  • Der Schwenkarm 2 ist unterhalb seiner Drehachse 3, 3 als Hohlkörper ausgebildet, dessen Höhlung unten in .einem in der Schwenkmittelebene des Armes liegenden Führungsschlitz 7 endet, der die Ose 8 des Zündervorsteckers aufnimmt. Auf dem Drehbolzen 9 hängt innerhalb der Armhöhliulg, im wesentlichen senkrecht und durch eine schwache Wickelfeder io belastet, der verriegelbare Haken i i: Er hat einen aus dem Ariü 2 vorstehenden Handgriff 12 und eine schräg abfallende Nase 13, mit der er unmittelbar in die Vorsteckeröse 8 eingreift, -und zwar vorzugsweise bis in eine Vertiefung des Führungsschlitzes-, z. B. in eine Nut 14, hinein.
  • Neben und über einem nach oben gerichteten Arm 15 des Hakens i i ist ein zwischen den Drehbolzen 3, 3 des Schwenkarmes.2 hindurchgesteckter Sperrteil 16 angeordnet, den eine sich unten auf den Schwenkarm und oben gegen einen aufgenieteten Bund 18 des Riegels 16 stützende Feder 17 gewöhnlich in seiner oberen Stellung hält. Im Gehäuse i ist bei i 9 ein Druckhebel -20, 21 schwenkbar gelagert, der mechanisch oder elektrisch, z. B. durch einen mit Dauerstrom arbeitenden Drehschlagmagneten, betätigt werden kann.
  • Beim Aufhängen der Bombe zieht man den Schwenkarm 2 aus seiner in Abh. 2 voll gezeichneten Stellung in die links strichpunktiert angedeutete Endlage und zieht gleichzeitig mit dem Handgriff 12 den Haken i i aus dem Bereich des Schlitzes 7 heraus. Hängt die Bombe, so gibt man =nach, so daß die Feder 6 den Arm 2 an die Bombe anlegen und die Öse 8 in den Schlitz 7 einführen kann. Liegt der Schwenkarm 2 an .der Bombe, so läßt man den Handgriff 12 los, so daß die Feder io die Hakennase 13 durch die Öse 8 hindurch in die Nut 14 hineindrückt. Die Vorrichtung ist betriebsbereit.
  • Für Blindabwurf bleibt die Schärfungsvörrichtung in ihrer voll gezeichneten Bereitschaftslage, in der der Sperrteil 16 sich oberhalb- der Bahn des Hakenarmes 15 befindet. Beim Fallen der- Bombe ,gleitet die Öse 8 unter übürwindung der schwachen Spannung der Feder. 1o an der Nase 13 des Hakens 11 abwärts vorbei und aus dem Schlitz 7 heraus, ohne ihre Lage zur Bombe zu ändern. Die Zündersicherung bleibt- bestehen; die Bombe ist unscharf.
  • Für . Scharfabwurf wird im Augenblick des Elbwurfes oder kurz vorher der Sperrteil 16 mittels Lies -Druckhebels 20 in die in Abb, i gestrichelte Stellung heruntergeschoben; der Arm 15 des Hakens i i kann nicht mehr frei schwingen. Beim Fallen der Bombe .wird die Öse 8 von der Nase 13 festgehalten. Der Vorstecker!des Bombenzünders bleibt am Schwenkarm 2 hängen; die Bombe ist scharf.

Claims (3)

  1. PATENTÄNSPRÜCriE: i: Zünder-Entsicherungsvorrichtung für Luftfahrzeugbomben mit einem in der Flugrichtung schwenkbaren und sich federnd gegen die Bombe legenden Schwenkarm sowie mit einem auf die Vorsteckeröse der Bombe einwirkenden schwenkbaren und mittels eines Druckhebels verriegelbaren Haken, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (2) unterhalb seiner Drehachse (3) als Hohlkörper ausgebildet ist, dessen Höhlung in .einem in -'der Schwenkmittelebene des Armes 'liegenden; die Vorsbeckeröse (8 aufnehmenden Führungsschlitz (7) endet, über dem der quer zum Schlitz (7) schwenkbare und im wesentlichen senkrecht hängende verriegelbare Haken (i i ) ,gelagert ist, der zwecks unmittelbaren Eii1-griffs in die öse (8) ene schräg. abfallende Nase (13) aufweist, für die a15. Rast ,vorzugsweise ,einte Vertiefung, z. B. eine Nut (1q.), indem Führungsschlitz (7) vorgesehen ist sowie daß der Haken (i i ) durch eine schwache Feder, beispielsweise eine den Hakendrehbolzen (9) umfassende Wickelfeder (io), auf Schließen bielastet ist. '
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den D,ruckh ebel (2o) und den von ihm zu verriegelnden Haken (i i) :eine durch die Achse (3) des S chwenkarmes (2) hindurchgehender, achsrecht verschiebbarer unid durch eine Feder (17) - belasteter Sperrbeil (16): geschaltet ist, der mechanisch oder elektrisch, z. B: mittels eines Drehschlagmagneben, riegelartig -in die Bahn eines oberen Armes (15) des Hakens (i r) vorgeschoben -werden kann:
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch ,gekennzeichnet; daß der Schwenkarm (2) - durch eine seine Schwenkachse (3) umfassende Wickelfeder (6) auf volles waagerechtes Zurücklegen in die - Luftstromrichtung nach Abwurf der Bombe belastet ist.
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