DE424902C - Vorrichtung zum Anhaengen von Bomben an Luftfahrzeugen mit einer Zuenderschutzhaube - Google Patents

Vorrichtung zum Anhaengen von Bomben an Luftfahrzeugen mit einer Zuenderschutzhaube

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DE424902C
DE424902C DER62584D DER0062584D DE424902C DE 424902 C DE424902 C DE 424902C DE R62584 D DER62584 D DE R62584D DE R0062584 D DER0062584 D DE R0062584D DE 424902 C DE424902 C DE 424902C
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    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C14/00Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type
    • F42C14/06Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type for fall bombs
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C19/00Details of fuzes
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Description

  • Vorrichtung zum Anhängen von Bomben an Luftfahrzeugen mit einer Zünderschutzhaube. Gegenstand der Erfindung ist eine Hängevorrichtung für Geschosse, die durch die Schwerkraft von einem Luftfahrzeug abgeworfen werden sollen, die einerseits eine vollständige Sicherheit gegen ungewolltes Scharfwerden des Geschosses in der Ruhestellung am Luftfahrzeug bietet und anderseits ermöglicht, das Geschoß entweder blind oder so abzuwerfen, daß der Zünder normäl wirkt und das Geschoß zum Krepieren bringt.
  • Nach der Erfindung ist eine Schutzhaube für den Geschoßzünder mit einer Aufhakvorrichtung, beispielsweise einem Ring oder einem Haken, versehen, während die Verankerung des Geschosses in der Haube durch einen Vorsprung an dem Zünderkörper bewirkt wird, der sich gegen ein entsprechendes Widerlager der Schutzhaube stützt, wobei diese Verriegelung beispielsweise durch das üfnen eines Sicherheitsringes lösbar gemacht ist.
  • Zu diesem Zweck kann die Haube in der Querrichtung ausdehnbar oder verengbar gemacht «-erden, beispielsweise durch achsial gerichtete Einschnitte ; sie wird in der Ruhe,-stellung auf dem Zünderkörper angedrückt gehalten durch einen Sicherungsring mit einer Üffnungsvorrichtung, die von Hand oder selbsttätig unter der Wirkung des Falls des entriegelten Geschosses bedient werden kann.
  • Wenn, wie das bei einigen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes der Fall ist, der Sicherungsring selbst eine gewisse Elastizität besitzt, während die Haube in radialer Richtung ausdehnbar ist, gestattet das öffnen des Rings die radiale Ausdehnung der Haube unter dem Gewicht des Geschosses und dessen Abwurf. Das Geschoß fällt dann allein, während die Haube an dem Luftschiff angehängt verbleibt; dagegen gestattet die einfache Auslösung des besonders mit dem Luftschiff verbundenen Sicherungsrings unter der Wirkung des Abwurfs von Geschoß und Haube. das Zusammenhalten von Geschoß und Haube beim Abwurf, wodurch ein Scharfwerden des Zünders verhindert und das Blindgehen des Geschosses veranlaßt wird.
  • Praktisch wird man den Schutzring immer in eine Ringnut der Haube einlegen, so daß er drehbar ist. Das Schließen des Schutzrings und das Befestigen seiner Aufhängung kann aus diesem Grund an einem beliebigen Punkt des wagerechten Feldes von 36o stattfinden, wodurch die Bedienung von einer beliebigen Stelle ebenso wie die Befestigung an einer beliebigen Stelle des Flugzeugs erfolgen kann.
  • Das öffnen des Schutzrings kann ferner durch verschiedenartige Mittel bewirkt werden, beispielsweise durch das Herausziehen eines Vorsteckers aus einem die zusammengedrückten Enden des Schutzrings verbindenden Zapfen; da dieser Zapfen in einer der Geschoßachse parallelen senkrechten Ebene gedreht werden kann, kann die Befestigungsstelle des Zugmittels zum Herausreißen des Vorsteckers unter einer beliebigen Neigung in dieser Ebene angeordnet werden.
  • Diese erste Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in Abb. i und 2 der Zeichnung dargestellt; es zeigen Abb. i einen senkrechten Schnitt nach der Geschoßachse durch die Geschoßspitze und das Gehänge, Abb. 2 einen Schnitt nach 2-a der Abb. i. Die Geschoßspitze A trägt ein Zündergehäuse B, in dein beispielsweise ein durch Hereinschlagen und durch das Beharrungsvermögen wirkender Aufschlagzünder untergebracht ist. Dieser Zünder umfaßt ein verschiebbares Schlagstück C, das die gesamte Zündvorrichtung enthält und an dem Zündergehäuse mittels eines Scherstiftes c verbunden ist.
  • ach der Erfindung ist die Schutzhaube D des Zünders, die mit einer Hülse über das Zündergehäuse gestreift ist, an ihrem oberen Ende mit einer Aufhakvorrichtung, beispielsweise einem Ring F, versehen. Die Hülse D ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel in radialer Richtung ausdehnbar, z. B. durch längsgerichtete Einschnitte d, zwischen denen Schenkel dl verbleiben. Diese haben infolge ihrer eigenen Elastizität das Bestreben, stets eine Stellung in einer bestimmten Entfernung von der Hülsenlängsachse einzunehmen. Das ZündergehäuseB besitzt eine schräge Ausladung b, mit der es sich auf eine Schulter von gleicher Schrägrichtung d° stützt, die an einer inneren Ringwulst der Hülse angeordnet ist. Das Festhalten des Geschosses durch diese Stützvorrichtung wird gesichert durch einen Ring F, der sich gegen die äußere Mantelfläche der Hülsenschenkel dl stützt, wobei er in eine Ringnut d3 eingreift, die durch Eindrehen der Hülsenmantelfiäche entstanden ist.
  • Der Schutzring F wird vorzugsweise, wie in der Zeichnung gezeigt, von einem geschlitzten Ring gebildet, dessen Enden in Arne f auslaufen. Wenn diese Arme/ an ihren freien Enden zusammengedrückt werden, übt der Schutzring einen geeigneten Druck auf die Schenkel dl der Hülse D aus und verhindert sie, sich von der Achse der Hülse zu entfernen, d. h. sich in ihre normale Entfernung einzustellen, die sie unter der Wirkung ihrer Elastizität einnehmen. Die Arme/ des Schutzrings F v.-erden beispielsweise durch einn Vorstecker G zusammengehalten, der in einen #.-on diesen Armen getragenen Zapfen H eingeschoben ist.
  • Das Geschoß ist mittels des Ringes F an einem lösbaren Gehänge aufgehängt, das von dem Fahrzeug aus gehandhabt werden kann. An dem Forstecker G ist das eine Ende einer Zugleine g oder einer Zugstange befestigt, deren anderes Ende an dem Fahrzeug be- festigt ist.
  • Um das C'berstreifen der Hülse über dem Zünder zu ermöglichen, besitzt dieser an seinem oberen Ende eine abgestumpft 1>g°lige Spitze bi. Man kann die Hülse D, F' zusammen mit dem Schutzring F über das Zündergehäuse vor dem Einstecken des Vorsteckers G überstreifen; es genügt hierfür, einen hinreichenden Druck auszuüben, um das öffnen des Ringes F zu veranlassen, so daß die elastischen Schenkel dl auseinandergehen, und die verdickten Enden der Schenkel dl über den zylindrischen Teil b= des Zündergehäuses herüb, rgleiten zu lassen. Sobald die Schenkel dl an diesem zylindrischen Teil vorbeigegangen sind, nehmen sie die Stellung gemäß Abb. i an, wobei der Schutzring F sich durch seine eigene Elastizität schließt. Der Vorstecker G kann dann an seine Stelle gebracht werden. Solange der Ring F geschlossen bleibt, können sich die Schenkel dl nicht voneinander entfernen, so daß sie das Geschoß mit der Hülse D verankert und durch sie an dein Fahrzeug aufgehängt halten, wobei vollkommene Sicherheit gegen unguivolltes - Scharfwerden des Zünders und vollständige Sicherung gegen äußere Stöße, z. B. von feindlichen Geschossen, gegeben ist.
  • Wenn man, wie dies meistens der Fall ist, einen scharfen Abwurf der Bombe gegen ein Ziel bewirken will, genügt es, einen hinreichenden Zug auf die Zugleine ä auszuüben. wodurch der Vorstecker G herausgerissen wird. Unter der Wirkung des Geschoßgewichts können sich die Schenkel dl der Hülse D voneinander entfernen. indem sie den Ring F aus einanderdrücken, nachdem seine Arme f nicht mehr zusammengehalten werden. Indem der Zünderkopf reit seiner Schräg 1läche d auf dem Widerlager il-' gleitet, drückt er die Schenkel d' auseinander und zwingt den Schutzrin gF, sich zu öffnen, bis der zylindrische Teil b- zwischen die verdickten Teile der Schenkel dl gelangt ist. Der Abwurf des Geschosses erfolgt demgemäß frei, wobei die Schutzhaube D, E-- und der Ring F an dem Fahrzeug aufgehängt verbleiben.
  • Wenn man aus irgendwelchen Umständen, beispielsweise infolge der Notwendigkeit einer Notlandung, das Geschoß blind abwerfen will, so genügt es, die Haube D, E abzukuppeln. Das Geschoß nimmt im Fall die Schutzhaube und den Ring F mit, während der Vorstecker herausgezogen wird und an der Zugleine g hängenbleibt. Unter diesf@ii Umständen wirkt nichts darauf hin, das Geschoß von der Haube zu trennen und den Ring F zu öftnen, dessen Elastizität in diesem Fall genügt, um die Schenkel d zusammenzuhalten und das Festhalten der Haube auf dem Zünderkopf zu sichern, derart, daß der Zünder nicht scharf werden, das Geschoß nicht krepieren kann.
  • -Bei dieser Vorrichtung kann man nach Belieben entsprechend den Bedingungen der Unterbringung der Geschosse das Zugseil g einstellen, da der Ring F in seiner wagerechten Ebene drehbar ist, während gleichzeitig der Zapfen H eine nach Belieben in einer senkrechten Ebene geneigte Stellung des Vorsteckers G ermöglicht. Die Abb. 3 bis ; zeigen eine zweite 21,usführungsfonn des Erfindungsgegenstandes, und zwar Abb.3 einen Schnitt nach der Geschoßlängsachse, Abb. 4. einen Schnitt nach :#-.f der :ebb. 3, beide in der normalen Aufhängestellung des Geschosses, Abb. j und 6 entsprechende Schnitte in der Stellung der Teile im Augenblick der Auslösung zum Zweck eines scharfen Abwurfs, Abb. ; eine etwas abgeänderte Ausführungsform der Sperrvorrichtung für den Schutzring. Bei der zweiten Ausführungsform umfaßt die Vorrichtung wie beim vorigen Ausfüh rungsbeispiel eine Schutzhaube D mit einem Ring E zum Aufhaken des Geschosses. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Haube in radialer Richtung zusammendr ückbar, d. h. sie ist gebildet von einer Hülse; die normalerweise, wenn sie über den Zünderkopf gestreift ist, keinen Druck auf ihn ausübt. Wie beim vorigen Ausführungsbeispiel ist diese Wirkung mittels längsgerichteten Einschnitten d erreicht, zwischen denen eine Reihe von Schenkeln dl verbleibt. Normal streben die Schenkel dl. sich von der Achse der Hülse D zu entfernen und nehmen dabei die in Abb. gezeigte Stellung ein. Wenn die Hülse D, E über den Zünderkopf gestreift ist, wird das Andrücken der Schenkel d und das Festhalten ihrer klauenartig verdickten freien Enden unter der Randwulst b des Zünderkopfes mittels der Schrägflächen d= durch den Schutzring F gesichert. Dieser Ring kann, wie in der Zeichnung gezeigt, aus zwei bei f 1 aneinandergelenkten Schenkeln bestehen, wodurch das öffnen des Rings erleichtert wird. Das Zusammendrücken des Rings erfolgt durch eine starre, gabelförmige Klammer G, deren Schenkel G` in Eindrückungen f= der Schenkel f des Rings eingreift. An die Klammer G ist die Zugleine g angelenkt. Bei der abgeänderten Ausführungsform gemäß Abb. 7 kann ein ausdehnbarer Ring verwendet werden, dessen Schenkel f das Bestreben haben, sich unter der Einwirkung ihrer Elastizität voneinander zu entfernen. Dies wird normal durch eine elastische Klammer G verhindert, deren Schenkel das Bestreben haben, sich einander zu nähern.
  • Die neue Ausführungsform kann auch die Verwendung einer Feder I im Innern der Hülse umfassen, die sich mit dem einen Ende gegen den Boden der Hülse, finit dem andern auf den Zünderkopf stützt und so im Falle eines scharfen Abwurfs das Ausstoßen der Bombe aus der Hülse D, E sichert.
  • Wenn man einen solchen scharfen Abwurf bewirken will, genügt es, den Ring E auszulösen. Der Fall des Geschosses veranlaßt einen Zug auf die Klammer Cr, wodurch sich die Arme j des Rings F voneinander entfernen, während die Klammer durch das Zugseil g mit dem Fahrzeug verbunden bleibt. Die Arme des Rings F öffnen sich nunmehr unter der Wirkung der Schenkel dl der Hülse D, die das Bestreben hat, die Stellung gemäß Abb. 5 einzunehmen, wobei gleichzeitig die Feder l sich entspannt und das Auswerfen des Geschosses aus der Hülse unterstützt. Die Teile nehmen dann die in Abb.5 und 6 gezeigte Stellung ein.
  • Will man das Geschoß blind abwerfen, so muß man zunächst die Zugleine o, von dem Luftfahrzeug abkuppeln. Man kann dann den Aufhängering E auslösen, so daß das Geschoß fällt und die Klammer ('r mitnimmt-, wodurch der Ring F geschlossen bleibt.
  • Wie man sieht, erfordert bei dieser Ausführungsform das blinde Abwerfen des Geschosses eine zusätzliche Handhabung (Loskuppeln der Leine g); anderseits können die Schutz- und Hängevorrichtungen, die an dem Flugzeug beim scharfen Abwurf verbleiben, wenn man die erste Ausführungsform verwendet, für eine unbegrenzte Zahl von Geschossen verwendet werden, während, wenn man die zweite Ausführungsform verwendet, diese Teile für jeden Abwurf ersetzt werden müssen.
  • Bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen wurde das Verriegeln des Geschosses mit der als Aufhängeorgan dienenden Haube D, E dadurch erzielt, daß sich ein Zünderteil auf Widerlager an den elastisch ausdehnbaren oder zusammendrückbaren Enden der Hülsenschenkel abstützte. Man kann aber zu diesem Zweck auch andere Mittel anwenden.
  • In Abb.8 ist eine weitere Ausführungsform gezeigt, wo die ausrückbare Abstützung des Geschosses in der Schutzhaube D, E mittels eines Kranzes von in Höhlungen D1 der in sich starren Hülse D untergebrachten KugeIn J erzielt wird; diese Kugeln werden in der Stützstellung von einem Ring F gehalten, der in jeder Beziehung dem bei den vorigen Ausführungsbeispielen verwendeten Ring entspricht, und dessen Öffnung die Kugeln unter dem Gewicht des Geschosses zurücktreten läßt, wobei wie beim Ausführungsbeispiel nach Abb.3 bis 7 eine Auswerffeder nachhelfen kann.
  • In Abb. g ist eine etwas abgeänderte Ausführungsform dieser Art gezeigt, wo die Kugeln J in den Höhlungen Dl der starren Hülse D von einer :Muffe vorgeschoben gehalten werden, die auf der Mantelfläche der Hülse D gleiten kann und ein eigenes Gehänge besitzt. -Bei dieser Ausführungsform kann man vorteilhafterweise für die Haube D und die Muffe I( gleichachsige Gehänge verwenden. Z. B. hängt man die Haube an einer Stange E auf, die an ihrem oberen Ende einen wulstartig verdickten Kopf El trägt, der aus Gründen des Zusammenbaus aufgeschraubt sein kann. Die Aufhängung an dem Luftfahrzeug kann dadurch erfolgen, daß die Stange E in einem Schlitz L geführt wird, der in eine erweiterte Durchtrittsöffnung L1 ausläuft. Der Schlitz ist in einem wagerechten Schieber M angeordnet, der auf ringförmiger oder geradliniger Bahn verschoben werden kann. Um nun die Bombe abzuwerfen, wird der Schieber M so gehandhabt, daß man die Durchtrittsöffnung L1 auf den Kopf E'1 einstellt, der durch einen Vorsprung e1 zwischen Anschlägen E2 festgehalten wird.
  • Die Muffe K kann in ähnlicher Weise an einer röhrenförmigen Stange Kl aufgehängt sein, deren verdickter Kopf 1(2 in der Aufhängestellung in einem Schlitz N gehalten wird, der, in eine erweiterte Durchtritisöffnung NI auslaufend, in einem zweiten Schieber O angeordnet ist. Eine Feder P stützt sich nach oben gegen den Kopf El und nach unten gegen den Kopf 1(2 und hält hierdurch die Muffe I( über die Kugellagerstellen gestreift.
  • Die Ausbildung der Schieber M und O mit den Aufhängeköpfen El und 92 für die Hülse D bzw. die Muffe K ist in Abb. r o dargestellt.
  • Es ergibt sich, daß, wenn man nur den Schiebei M handhabt und den Schieber O stehenläßt, die Aufhängung der Hülse D ausgelöst wird, der Kopf El mit dem Geschoß abwärts geht, um durch den Kopf I<2 aufgehalten zu werden, auf den er mit der - Stirnkante e= aufstößt. Sobald die Kugeln einer Ausnehmung I<'3 an dem unteren Rande der Muffe K gegenüberstehen, treten sie in diese Ausnehmung ein, was durch die kegelige Erweiterung der Aussparungen Dl von innen nach außen erleichtert wird. Diese kegelige Gestalt der Ausnehmungen Dl hat noch den Vorzug, daß die Kugeln nach dem Abwerfen des Geschosses nicht nach innen herausfallen können. Hierbei bleiben also Hülse D und Muffe K am Flugzeug hängen, und das Geschoß wird scharf abgeworfen.
  • Wenn man gleichzeitig diebeiden Schieber M und O verstellt, wodurch die beiden Durchtrittsöffnungen L1 und NI auf die Köpfe El und 1<2 eingestellt werden, wird das Geschoß mit seiner Haube und der Muffe- ausgelöst, wobei der Kopf El durch die Öffnung N1 hindurchtritt. Demgemäß wird das Geschoß blind abgeworfen.
  • Die Aufhängung der Stangenköpfe El oder I<=' oder ähnlicher Einrichtungen kann natürlich auch auf andere Weise bewirkt werden als mit der oben gezeigten Anordnung. So könnte man z. B. diese Köpfe El und K° zwischen Wellen oder Stangen anordnen, die um ihre Achse so gedreht werden können, daß sie unter den Köpfen veränderliche Querschnitte einstellen, die sie zurückhalten oder freigeben. Die Verstellung eines und desselben Aufhängungssystems könnte ermöglichen, nacheinander das scharfe oder blinde Abwerfen einer Reihe von Bomben zu bewirken.
  • Bei den oben beschriebenen Ausführungsformen bewirkt die Öffnung oder das Zurückziehen des Sperrings unmittelbar durch die Wirkung des Gewichts der Bombe ihre Trennung von der Schutzhaube. Wenn auch das Geschoß an dem Fahrzeug aufgehängt bleibt. so könnte auch eine ungewollte Öffnung des Sperrings den Abwurf des Geschosses bedingen. Obgleich eine solche ungewollte Entriegelung wohl sehr selten eintreffen wird, so muß man doch diese Möglichkeit in Betracht ziehen.
  • Die weiter unten beschriebene Ausführungsform gemäß Abb.11 bis 17 gestattet, den Abwurf des Geschosses bei ungewollter öffnung des Schutzrings zu verhindern. Im Grundsatz kennzeichnet sich diese Ausführungsform dadurch, daß die Haube, auf deren inneren Rand sich unmittelbar der Zünderkopf des Geschosses stützt, so eingerichtet ist, daß nur durch eine Längsverschiebung gegenüber der Bombe, gefolgt oder begleitet von einer Querverschiebung, die Haube von dem Geschoß abgelöst werden kann. Es ergibt sich daraus, daß selbst bei ungewolltem öffnen und Ausrücken des Sperrings die Bombe durch ihr Eigengewicht weiter in der aufgehängten Haube abgestützt bleibt und nicht fallen kann. Bei dieser neuen Ausführungsform ist das Abwerfen der Bombe nur möglich durch Abhaken der Haube vom Fahrzeug, und der Abwurf selbst ermöglicht nur dann das Scharfwerden des Zünders, wenn man vorher den Schutzring geöffnet oder ausgerückt hat.
  • Diese Ausführungsformen zeigen Abb. 11 in teilweisem Schnitt von der Seite, Abb. 12 in Ansicht, Abb. 13 mit abgenommenem Schutzring, Abb. 14 im Schnitt nach 14- 1 4. der Abb. 12, Abb. 15 und 16 die Schutzhaube in zwei verschiedenen Stellungen beim Abwurf des Geschosses, Abb.17 den Schutzring in geschlossener Stellung und in strichpunktierten Linien in geöffneter Stellung.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel trägt die Geschoßspitze A einen Zünderteller B, der beispielsweise einen durch Hereinschlagen und durch Beharrungsvermögen wirkenden Aufschlagzünder aufnimmt.
  • Die Schutzhaube D ist an ihrem oberen Ende mit einer Hängevorrichtung, z. B. einem Ring E, versehen, mit dem das Geschoß an dem Flugzeug aufgehängt werden kann. Der Ring wird hierbei in eine vom Fahrzeug aus zu handhabende Klinkv orrichtung eingehängt. Der Schutzring F wird in der Sicherungsstellung durch eine -Klammer0 geschlossen gehalten, die am einen Ende einer Zugleine oder Stange g1 befestigt ist, deren anderes Ende an dem Fahrzeug angebracht ist.
  • Die eigentliche Haube D ist bei diesem Ausführungsbeispiel starr und wird an der einen Längsseite von einem Fenster Dl durchbrochen, dessen Breite so bemessen ist, daß der Zünderkopf BI hindurchgeht. Dieser ruht in der Haube mit einer Schulter bi auf einem nach innen vorstehenden Rand; eine seitliche Verschiebung des Kopfes Bi wird verhindert durch Anschläge dl, die an dem Rand d vorspringen. Es ergibt sich, daß das mit dem Kopf b1 im Innern der Haube D festgelegte Geschoß daran aufgehängt bleibt, solange die Haube selbst an dem Luftfahrzeug hängt, auch selbst dann, wenn der Ring F sich ungewollt öffnet oder ausrückt.
  • Dieser Schutzring ist so angeordnet, daß er sich selbsttätig öffnet und ausrückt, wenn man die Bombe durch Entriegeln des Hakens E fallen läßt. Er kann, wie in Abb. 17 gezeigt, aus zwei durch Arme f verlängerte BackenF bestehen, die an den beiden Enden/' :einer Blattfeder F1 befestigt sind. Diese umfaßt in der Verriegelungsstellung die Backen F und hat das Bestreben, die Backen voneinander zu entfernen. In der Sicherungsstellung können die Anne/ zusammengehalten werden mittels eines Vorsteckers h, der in einen Zapfen H eingreift, der von dem einen der Arme getragen wird und durch ein Loch f 2 in dem andern Arm geht.
  • Um den Abwurf einer Bombe vorzubereiten, ist es nötig, zunächst den V orstecker h zu entfernen. Wenn man die Bombe abwerfen will, muß man von dem Flugzeug die Hängevorrichtung D, E ablösen. Das Geschoß, das durch sein Eigengewicht einen Zug auf die Klammer @G ausübt, löst die Arme f des Schutzrings ab, die durch die Ränder der Eindrückungen f 3 von den Haken g der Klammer abgleiten. Die Feder F1 veranlaßt das Öffnen der Arme f und das Abwerfen des Schutzrings. Dieses Abwerfen wird erleichtert dadurch, daß die freien Enden der Ringbacken sich gegen den Zünderkörper stützen, und dessen Reaktion das Bestreben hat, sie nach außen zu treiben. Die Trennung der Schutzhaube von dem Geschoß erfolgt nach dem Abwerfen durch die Wirkung des Abwurfes selbst. Selbst wenn das Geschoß sich nicht umkehrt, verschiebt sich die Haube unter der Wirkung ihres Gewichts in der Längsrichtung und nähert sich dem Zünderkörper. Sobald diese Längsbewegung die Höhe der Vorsprünge rh überschritten hat, verhindert nichts mehr die Querverschiebung der Haube.
  • Diese Querbewegung kann erleichtert werden durch eine eizentrische Lage des Schwerpunkts der Haube. Diese eszentrisc$e Lage kann nur von der Tatsache herrühren, daß das Metall zur Bildung des Fensters D# seitlich fortgenommen ist. Sie kann aber auch auf andere Weise erzielt werden.
  • Da das Geschoß sich umkehren kann, solange noch die Schutzhaube auf dem Zünderkopf ß1 sitzt, ist es zweckt xäßig, der exzentrischen Lage des Schwerpunkts der Haube eine Einrichtung hinzuzufügen, die ein leichtes Aufsteigen der Haube gegen den Zünderkörper ermögli#lit und beispielsweise in einer Stützfläche für den Luftwiderstand bestehen kann, die an der Haube ausgebildet oder befestigt ist. Diesen Zweck erfüllt beim gezeigten Ausführungsbeispiel eine Scheibe D=, die in geeigneter Weise so zugeschnitten ist, daß die Wirkung der Luft auf ihre Unterfläche in der umgestürzten Stellung des Geschosses das Bestreben hat, die Haube in derselben Richtung zu kippen wie der exzentrische Schwerpunkt. Statt einer befestigten Scheibe kann man auch an der Oberfläche der Haube Schraubenflügel anbringen, die daran befestigt oder mit ihr aus einem Stück ausgebildet sein können.
  • Wie bereits oben gezeigt, hat die ungewollte Öffnung des Schutzrings F vor dem Abwurf des Geschosses nicht die Folge, daß dieses ins Fallen kommt; es bleibt vielmehr, wie in Abb.13 gezeigt, aufgehakt. da seine Trennung von der Haube ein Anheben, gefolgt von einer Querbewegung, erfordert.
  • Wenn man das Geschoß abwerfen will, ohne daß es krepiert, ist es wohlverstanden nötig, es mit an Ort und Stelle befindlicher Haube und Schutzring abzuwerfen. Es genügt zu diesem Zweck, vor dein Abwurf die Leine g1 abzulösen und dann das Gehänge E auszuklinken.
  • Es ist verständlich, daß man bei der beschriebenen Einrichtung, indem man in geeigneter Weise die Masse der Schutzhaube und die Exzentrizität des Schwerpunkts bestimmt und anderseits in geeigneter Weise durch den Aufbau oder mittels einer Regelvorrichtung die Stellung, die Neigung, die Formen und Abmessungen der Stützflächen D'2 und die Höhe der Vorsprüngedl regelt, die Haube so anordnen kann. daß ihre Trennung von dein Zünderkörper nur stattfindet unter der Wirkung eines gegebenen Luftwiderstandes, d.11. also, nur nachdem das Geschoß eine bestimmte Fallgeschwindigkeit erreicht hat und sich demgemäß in einer geei-neten E ntfernung vom Luftschiff beindet.
  • Die' Form des Schutzrings kann in verschiedener Weise abgeändert werden, z. B. kann man statt zweier starrer Ringhälften. denen man eine Feder hinzufügt, einen Ring in einem Stück verwen Zen, der selbst in s,--l'-nein kreisförmigen Teil federt, und dessen Arme in der geöffneten Stellung so weit vuseinandergehen, daß hierdurch mit voller Sicherheit die Haube freigegeben wird. Au-li kann statt der gezeigten Blattfeder eine beliebige andere Feder verwendet werden.

Claims (14)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: i. Vorrichtung zum Anhängen von Bomben an Luftfahrzeugen mit einer Zünderschutzhaube, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzhaube (D@) außen Aufhängemittel (Haken, Ring o. dgl. E i besitzt und unmittelbar oder durch Hilfsteile wirk-nde ausrückbare Stützmittel für das Geschot) enthält, deren Ausrücken in der Stützstellung von einem Ring (F, (oder Muffe I( o. dgl. ) verhindert wird, der selbsttätig durch den Fall des Geschosses oder zwangsmäßig durch ein am Fahrzeug befestigtes Auslösemittel entriegelt werden kann.
  2. 2. Ausführungsform der Hängevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die eigentliche Schutzhaube in radialer Richtung aufweitbar gestaltet ist, beispielsweise durch achsial gerichtete Schlitze (d), und in der Ruhestellung über dem Zünderkörper durch einen Ring (F j angedrückt gehalten wird, dessen Spannung sich der der Haube zuzählt, derart, daß die Öffnung des Rings die radiale Aufweitung der Haube unter der Wirkung des Geschoßgewichtes und den Geschoßabwurf bei aufgehakt bleibender Haube gestattet, während die einfache Entriegelu g des Spannrings beim Abwurf des Geschosses mit der abgekuppelten Haube den Verbleib der Haube auf dem Zündur und hierdurch das Blindgehen des Geschosses ermöglicht.
  3. 3. Hängevorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem aufweitbaren Ende (dl) der Haube eine kegelig geneigte Stützlagerfläche (d= für eine entsprechend abgeschrägte Schulter (b) des Zünderkörpers angeordnet ist, die die Aufweitung der Haube unter dem Druck des Geschoßgewichtes nach dem Öffnen des Spannrings i F t unterstÜtzt.
  4. Hängevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, _ daß der Spannring (F), in einer Kehlnut (d) an dem Unterende der Haube @"D r untergebracht, geschlitzt ist und beiderseits des Schlitzes in radiale Arme (f) ausläuft, die in der Ruhe mit ihren freien Enden zusammengedrückt gehalten werden von einem Zapfen (H ), dessen Forstecker (G) durch ein Zugmittel (g i am Fahrzeug angekuppelt ist.
  5. 5. Hängevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Zünderkörper (B) ein abgestumpft kegeliger hopf (b1) ausgebildet ist, der das Oberstreifen des aufweitbaren Haubenteils begünstige.
  6. 6. Ausführungsform der Hängevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die als Gehänge dienende Haubei D, E, in radialer Richtung zusammendrückbar gestaltet ist, beispielsweise durch achsial gerichtete Schlitze, die, um den Zünderkörper festzuhalten, beispielsweise durch Zusammendrücken ihrer federnden Schenkel mittels eines ausdehnbaren Rings (F) verengt werden müssen, wobei der Ring sie in eine Kehlnut des Zünderkörpers eindrückt, indem er selbst durch eine an das Fahrzeug durch ein Zugmittel angehängte Klammer (G) geschlossen gehalten und die Trennung der ausgelösten Haube von dem Geschoß durch eine Auswerffeder (I) unterstützt werden kann.
  7. Ausführungsform der Hängevorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die stützende Verbindung zwischen dem Geschoß und der Haube (D, F_ ) durch einen Kranz von in Ausnehtnungen (Dl) der starren Hülse (D) untergebrachten Kugeln (J i bewirkt wird, die durch einen selbsttätig oder zwangsmäßig zu öffnenden Ring (F) vorgeschoben-gehalten werden. B.
  8. Ausführungsform der Hängevorrichtung nach Anspruch ;, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln von einer Gleitmuffe (!O i vorgedrückt werden, die eine mit der Haube gleichachsige Aufhängung besitzt.
  9. 9. Hängevorrichtung nach Anspruch ; , dadurch gekennzeichnet, daß als Aufhängung der Haube eine Stange mit verdicktem Kopf dient, die in einem Führungsschlitz mit erweiterter Durchtrittsödfnung einer wagerecht verschiebbaren oder schwenkbaren Schiene so gehalten wird, daß man durch die Einstellung der Schiene dem verdickten Kopf der Stange die er-«-eiterte Durchtrittsöffnung gegenüberstellt, wodurch der Abwurf des Geschosses erfolgt. io.
  10. Hängevorrichtung näch Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Aufhängung der Gleitmuffe eine die Aufhängestange der Hülse umhüllende Reihre dient, deren verdickter Kopf in- einen Führungsschlitz mit erweiterter Durchtrittsöffnung eines zusätzlichen Schiebers eingreift, derart, daß bei gleichzeitiger Einstellung der beiden Schieber zum Zweck des blinden Abwerfens die beiden aufeinander einspielenden erweiterten Durchtrittsöffnungen beide Köpfe durchlassen. i i.
  11. Hängevorrichtung nach Anspruch i mit einer Haube, die zum Schutz des Zünders und gleichzeitig zum Aufhängen des Geschosses dient, und mit einem Spannring, dessen Öffnung oder Verschiebung nötig ist, um die Haube auszurücken, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube, auf deren inneren Rand sich die Bombe unmittelbar stützt, so angeordnet ist, daß sie nur dann ausgerückt werden kann, wenn eine Längsverschiebung gegen die Bombe gefolgt oder begleitet wird von einer Querverschiebung.
  12. 12. Hängevorrichtung nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube ein oder mehrere zwischen den Stützrändern und den daran angeordneten Vorsprüngen ausgebildete Fenster besitzt, durch die der Kopf der Bombe hindurchgehen kann, nachdem eine relative achsiale Verschiebung zwischen der Bombe und der Haube stattgefunden hat, wobei das Abwerfen der Haube nach der selbsttätigen Trennung des Spannrings gesichert wird durch die Luftströmung, unter evtl. Unterstützung durch Federn.
  13. 13. Hängevorrichtung nach Anspruch i i und 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Abwerfen der Haube von dem Geschoß erleichtert wird durch eine exzentrische Anordnung des Schwerpunktes der Haube, die davon herrühren kann, daß die Haube nur ein einziges Fenster -besitzt.
  14. 14. Hängevorrichtung nach Anspruch i i und 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Abwerfen der Haube von dem Geschoß dadurch erleichtert wird, daß an der Haube gegebenenfalls regelbare Vorsprünge angeordnet sind, die Widerstandsflächen für die Luft bieten und das Bestreben haben, die Haube anzuheben und in der gleichen Richtung zu kippen, in der das Kippen durch den exzentrischen Schwerpunkt bewirkt wird.
DER62584D 1923-09-29 1924-11-22 Vorrichtung zum Anhaengen von Bomben an Luftfahrzeugen mit einer Zuenderschutzhaube Expired DE424902C (de)

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