DE698135C - Verfahren zur Gewinnung spinnfaehiger Pflanzenfasern aus Spinnfaserpflanzen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung spinnfaehiger Pflanzenfasern aus Spinnfaserpflanzen

Info

Publication number
DE698135C
DE698135C DE1938N0041735 DEN0041735D DE698135C DE 698135 C DE698135 C DE 698135C DE 1938N0041735 DE1938N0041735 DE 1938N0041735 DE N0041735 D DEN0041735 D DE N0041735D DE 698135 C DE698135 C DE 698135C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ozone
staple fiber
spinnable
fiber plants
vegetable fibers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1938N0041735
Other languages
English (en)
Inventor
Leo Nordmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEO A SCHMIDT
SCHANTUNG HANDELS AKT GES
Original Assignee
GEO A SCHMIDT
SCHANTUNG HANDELS AKT GES
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to DEN32694D priority Critical patent/DE621115C/de
Priority to US633162A priority patent/US2009944A/en
Application filed by GEO A SCHMIDT, SCHANTUNG HANDELS AKT GES filed Critical GEO A SCHMIDT
Priority to DE1938N0041735 priority patent/DE698135C/de
Priority to NL92063A priority patent/NL53717C/xx
Priority to FR850729D priority patent/FR850729A/fr
Priority to BE432922D priority patent/BE432922A/xx
Application granted granted Critical
Publication of DE698135C publication Critical patent/DE698135C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/02Treatment of vegetable material by chemical methods to obtain bast fibres

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung spinnfähiger Pflanzenfasern aus Spinnfaserpflanzen Gegenstand des Patents 621 115 isti ein Verfahren zur Gewinnung spinnfähiger Pflanzenfasern und der im Rohfaserstoff enthaltenen Holzteile durch Behandeln trockner oder getrockneter Spinnfaserpflanzen mittels Ozons oder ozonhaltiger Luft und nachfolgender mechanischer Bearbeitung, bei dem der Rohfaserstoff oder das Reaktionsgas oder beide dauernd oder zeitweilig bewegt werden.
  • Die vorliegende Erfindung beruht auf der neuen Erkenntnis, daß man zu wirksamen Er-, gebnissen gelangt, wenn man die Ozonbildung und Ozonkonzentration im Behandlungsraum in bestimmter Weise lenkt.
  • Erfindungsgemäß wird dies erreicht durch Temperaturregelung, durch Aufrechterhaltung eines bestimmten nicht zu hohen Feuchtigkeitsgehaltes der ozonisierten Luft im Behandlungs, raum und im Zusammenhang damit durch eine bestimmte Ozonkonzentration in ihm.
  • Versuche haben ,nämlich ergeben, daß die Feuchtigkeit der Behandlungsluft die Menge des sich bildenden Ozons beeinflußt. Die Feuchtigkeit der zu özonierenden Luft im Behandlungsschrank ist ihrerseits wieder abhängig von der Feuchtigkeit des Behandlungsgutes. Das erfindungsgemäße Verfahren wird ohne Anwendung von äußerer Feuchtigkeit auf das Behandlungsgut durchgeführt. Dieses besitzt jedoch, je nach -den äußeren atmosphärischen Bedingungen, der Länge der Lagerung, einen verschiedenen Feuchtigkeitsgehalt.
  • Des weiteren wurde festgestellt, daß bei einer Abkühlung der Luft die Erhaltung einer. bestimmten Ozonkonzentration erleichtert wird. Die Zerfallgeschwindigkeit des Ozons ist bei niedriger Temperatur wesentlich geringer, so daß ein Arbeiten mit kühler Luft die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens infolge der für die Ozonerzeugung notwendigen geringen elektrischen Energie wesentlich steigert und die Einhaltung der gewünschten Ozonkonzentration ermöglicht.
  • Man ist demnach in der Lage, durch Einstellung des Feuchtigkeitsgehaltes der zu verarbeitenden Spinnfaserpflanzen den Ozongehalt der Behandlungsgase zu regulieren und ihn z. B. durch Temperaturherabsetzung zu stabilisieren. Die optimale Ozonmenge im Behandlungsgase kann von Fall zu Fall für die verschiedenen Materialien durch Versuche festgestellt werden. Sie liegt in der Regel um i g/cbm.
  • Eine Ozonmenge in dieser Höhe kann beispielsweise bei einem mittleren Feuchtigkeits-Behalt von etwa "12°/o des Behandlungsgutes unter normalen Lufttemperaturen und normaler Luftfeuchtigkeit erzielt werden.
  • Während es bei einer Lufttemperatur von 15 ° zur Erzeugung von 2o g/cbm Ozon einer elektrischen Energie von i kW bedarf, wird bei einer Temperatur von beispielsweise - 5 ° eine wesentlich geringere Menge an elektrischer Energie zur Erzeugung derselben Ozonkonzentration benötigt. Die Stabilisierung der Ozonkonzentration _ ist danach unter wesentlich geringerem Aufwand von Energie zu erzielen.
  • Eine besonders zweckmäßige technische Ausbildung des Verfahrens ist darin zu sehen, daß in einer bekannten Apparatur flüssige Luft hergestellt wird, die nach Vergasen durch den Ozonisierungsapparat und die Behandlungsapparatur geleitet wird.
  • Auch- hat sich herausgestellt, daß die Aufschließung der Sprnnfaserpflanzen durch ozonhaltige Luft noch wesentlich dadurch verbessert werden kann, daß man dem Ozonluftstrom Katalysatoren zuführt. Als solche kommen in Betracht z. B. flüchtige Sauerstoffüberträger, wid: Kampfer, Terpene (Terpentin aus niedrig .siedenden Fraktionen) mit niederem Siedepunkt -`aMr Tetrahydronaphthalin, die Dämpfe von flüchtigen Superoxyden, von Chinonen, wie Benzochinon, sowie auch Metallkarbonyle.
  • Es gelingt nach dem Verfahren der Erfindung mühelos, sowohl ein tadelloses, weiches, geschmeidiges, helles Fasermaterial von hervorragender Reißfestigkeit unter vollkommener Vermeidung von Verlusten zu erzielen und als Nebenprodukt Holzteile, die sich gut auf Cellulose verarbeiten lassen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung spinnfähiger Pflanzenfasernmittels Ozons oder ozonhaltiger Luft nach Patent 621 115, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase auf einen bestimmten Feuchtigkeitsgehalt, der etwa einem Feuchtigkeitsgehalt von 120/, des Fasergutes entspricht, eingestellt und ihre Temperatur hierbei dauernd niedrig, möglichst unterhalb des Nullpunktes gehalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem ozonhaltigen Behandlungsgas flüchtige Sauerstoffüberträger, wie Kampfer, Terpene mit niederem Siedepunkt oder Tetrahydronaphthalin, die Dämpfe von flüchtigen Superoxyden, von Chinonen, wie Benzochinon, sowie auch Metallkarbonyle als Katalysatoren beigegeben werden.
DE1938N0041735 1931-09-22 1938-03-03 Verfahren zur Gewinnung spinnfaehiger Pflanzenfasern aus Spinnfaserpflanzen Expired DE698135C (de)

Priority Applications (6)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEN32694D DE621115C (de) 1931-09-22 1931-09-22 Verfahren zur Gewinnung spinnfaehiger Pflanzenfasern aus Bastfaserpflanzen
US633162A US2009944A (en) 1931-09-22 1932-09-14 Process of treating bast fiber
DE1938N0041735 DE698135C (de) 1931-09-22 1938-03-03 Verfahren zur Gewinnung spinnfaehiger Pflanzenfasern aus Spinnfaserpflanzen
NL92063A NL53717C (de) 1931-09-22 1939-02-20
FR850729D FR850729A (fr) 1931-09-22 1939-02-23 Procédé de préparation de fibres végétales susceptibles d'être filées
BE432922D BE432922A (de) 1931-09-22 1939-02-24

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEN32694D DE621115C (de) 1931-09-22 1931-09-22 Verfahren zur Gewinnung spinnfaehiger Pflanzenfasern aus Bastfaserpflanzen
DE1938N0041735 DE698135C (de) 1931-09-22 1938-03-03 Verfahren zur Gewinnung spinnfaehiger Pflanzenfasern aus Spinnfaserpflanzen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE698135C true DE698135C (de) 1940-11-02

Family

ID=7951146

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN32694D Expired DE621115C (de) 1931-09-22 1931-09-22 Verfahren zur Gewinnung spinnfaehiger Pflanzenfasern aus Bastfaserpflanzen
DE1938N0041735 Expired DE698135C (de) 1931-09-22 1938-03-03 Verfahren zur Gewinnung spinnfaehiger Pflanzenfasern aus Spinnfaserpflanzen

Family Applications Before (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN32694D Expired DE621115C (de) 1931-09-22 1931-09-22 Verfahren zur Gewinnung spinnfaehiger Pflanzenfasern aus Bastfaserpflanzen

Country Status (5)

Country Link
US (1) US2009944A (de)
BE (1) BE432922A (de)
DE (2) DE621115C (de)
FR (1) FR850729A (de)
NL (1) NL53717C (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2012012620A2 (en) * 2010-07-21 2012-01-26 Bastlab, Inc. Waterless degumming system

Also Published As

Publication number Publication date
BE432922A (de) 1939-03-31
NL53717C (de) 1943-01-15
US2009944A (en) 1935-07-30
DE621115C (de) 1935-11-01
FR850729A (fr) 1939-12-23

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1107207B (de) Stabilisierungsmittel fuer Peroxyverbindungen und deren Loesungen
DE1592324A1 (de) Verfahren zur Reinigung eines hauptsaechlich aus Ammoniak bestehenden Gases
DE698135C (de) Verfahren zur Gewinnung spinnfaehiger Pflanzenfasern aus Spinnfaserpflanzen
DE854205C (de) Herstellung von Schwefelsaeure
DE951951C (de) Verfahren zur Umwandlung von Merkaptanen oder Merkaptiden in Disulfide mittels Sauersoff in einem Zweiphasensystem
DE910536C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefeltrioxyd
DE1014136B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Gemisches aus Wasserstoff und Stickstoff, dessen Wasserstoff durch eine Zerlegung von Koksofengas unter Anwendung von Kuehlung unter Druck gewonnen ist
DE350922C (de) Verfahren zur Gewinnung von Formaldehyd aus AEthylen
DE319992C (de) Verfahren zur Zerlegung von Luft oder anderen Gasgemischen
DE925889C (de) Verfahren zur Herstellung von Dialkylsulfoxyden
DE872491C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd
DE493188C (de) Verfahren zum Entnikotinisieren von Tabak
DE539269C (de) Verfahren zur Herstellung von Maleinsaeureanhydrid und Maleinsaeure
DE809801C (de) Verfahren zur Herstellung von Kupferoxychlorid
DE923424C (de) Verfahren zur Herstellung von hochkonzentriertem Wasserstoffsuperoxyd
DE899501C (de) Verfahren zur Herstellung von Isopropylbenzolhydroperoxyd
DE969396C (de) Verfahren zur Herstellung von hochkonzentriertem Wasserstoffsuperoxyd
DE383320C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Stickoxyden aus Luft im elektrischen Flammenbogen
DE569918C (de) Verfahren zur Herstellung von Bleistaub
DE522167C (de) Herstellung von konzentrierter Salpetersaeure
DE299681C (de)
DE3427274A1 (de) Verfahren zur erzeugung von ozon
DE916396C (de) Nitrierung von Cellulose mit dampffoermiger Salpetersaeure
DE646975C (de) Verfahren zur Beeinflussung der Farbe von pflanzlichen Materialien, insbesondere Tabakblaettern
AT106847B (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäure.