DE69785C - Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen der Indulinreihe aus symmetrischen p-Diatnidodialkylthioharnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen der Indulinreihe aus symmetrischen p-Diatnidodialkylthioharnstoffen

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DE69785C
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Original Assignee
J. ROHNER in Basel, Schweiz
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
JOSEPH ROHNER in BASEL (Schweiz). .'
dialkylthioharnstoffen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. April 1892 ab.
Beim Schmelzen von Diamidodialkyrthioharnstoffen mit aromatischen Monaminen und p-Diaminen der Benzolreihe entstehen rothe und blaue Farbstoffe. Schmilzt man die salzsauren Salze der substituirten Harnstoffe mit Monaminen, so erhält man spritlösliche Farbstoffe, die durch Sulfiren in werthvolle Producte übergeführt werden; wird mit einem Diamin yerschmolzen, so resultiren direct wasserlösliche Farbstoffe. Die Reaction ist nach den bisherigen Versuchen ganz allgemein anwendbar. Sobald Harnstoffe von dem allgemeinen Typus
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C ώς^ JJ Μ R NH' w°t>el -K einen aromatischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, mit einem aromatischen Amin in Gegenwart von Säuren auf eine Temperatur von ungefähr i8o° C. erhitzt werden, tritt Farbstoff bildung ein. Technisch werthvolle Resultate wurden bis jetzt erhalten bei Anwendung von Diamidodiphenylthioharnstoff, Diamidoditolylthioharnstoff und Diamidodinaphtylthioharnstoff einerseits und Anilin, p-Phenylendiamin, Toluylendiamin und 'Benzidin andererseits.
Bei Anwendung von salzsaurem Diamidodiphenylthioharnstoff und p-Phenylendiamin erhält man z. B. einen graublauen Farbstoff, der. als salzsaures Salz in Wasser löslich ist und die Färbeeigenschaft der »direct wasserlöslichen Induline« zeigt. Erhitzt man salzsauren Diamidodinaphtylthioharnstoff mit Anilin, so erhält man einen Farbstoff, der sich in verdünnter Salzsäure mit violettrother Farbe wenig löst, in concentrirter Schwefelsäure mit grüner Farbe löslich ist und mit rauchender Schwefelsäure je nach Concentration und Temperatur in verschiedene Sulfosäuren übergeführt wird.
Die Darstellung von Diamidodiphenylfhioharnstoff ist beschrieben im Patent Nr. 58204. Die "Darstellung dieses Productes, sowie diejenige des Homologen und des Diamidodinaphtylthioharnstoffes erfolgt am besten, wenn man die ρ-Nitramine in alkoholischer Lösung mit einem gleichen Molecül Alkali und überschüssigem Schwefelkohlenstoff erhitzt und die hierbei sich in glatter Weise bildenden Dinitrodialkylthioharnstoffe in üblicher Weise reducirt. Die Diamidodialkylthioharnstoffe sind in Wasser ziemlich schwer löslich, lösen sich sehr leicht, in Mineralsäuren. Die Producte der Benzolreihe werden mit überschüssiger Säure wieder gefällt.
Beispiele:
I. Farbstoff aus Diamidodiphenylthio-
harnstoff und Benzidin.
20 Theile salzsaurer symmetrischer ρ - Diamidodiphenylthioharnstoff und 60 Theile Benzidin (Base) werden während 4 Stunden auf 1800C. erhitzt. Die erkaltete Schmelze wird wiederholt mit verdünnter Salzsäure ausgekocht und in den Filtraten der Farbstoff mit Kochsalz in der Hitze ausgefällt und abfiltrirt. Das trockene Pulver löst sich in Wasser mit dunkelblauer Farbe ziemlich schwer. Verwendet man p-Phenylendiamin oder Toluylendiamin statt Benzidin, so tritt die Farbstoff bildung schon
früher ein (bei i6o° C.) und es resültirt ein rothstichigeres Blau.
Der Diamidodiphenylthioharnstoff kann mit ähnlichem Erfolg auch durch Diamidoditolylthioharnstöff oder Diamidodinaphtylthioharnstoff ersetzt werden.
Diese Farbstoffe färben mit Tannin und Brechweinstein gebeizte Baumwolle in graublauen Nuancen. .
II. Farbstoffe aus Diamidodinaphtylthioharnstoff und Anilin.
20 Theile symmetrischer p-Diamidodinaphtyl· thioharnstoff, 30 Theile salzsaures Anilin und 40 Theile Anilin werden circa 5 Stunden auf 150 bis 1600C. erhitzt, bis die anfänglich dunkelgrüne Schmelze in roth übergegangen ist. Die erkaltete Schmelze wird mit Salzsäure angesäuert und wiederholt mit Wasser ausgezogen. Den Rückstand löst man in 40 Theilen heifsem Alkohol und übersättigt mit Aetzkali. Die. ausgeschiedene Farbbase bildet nach dem Trocknen ein braunrothes Pulver, das in verdünnter Salzsäure mit violettrother Farbe löslich ist. ·
Zum Sulfiren werden 20 Theile Base in der Kälte in 100 Theilen rauchender Schwefelsäure von 22 pCt. SO3 gelöst, langsam auf 700C. erwärmt und bei dieser Temperatur während 1 Stunde erhalten. Nach dem Erkalten giefst man in Eiswasser, filtrirt und kocht den Rückstand mit Ammoniak. Beim Erkalten . krystallisirt die Sulfosäure als 1Ammoniaksalz aus. Dieses Salz bildet nach dem Trocknen ein dunkelrothes Pulver und färbt im sauren Bade auf Wolle ein blaustichiges Roth. . .
Statt rauchender Schwefelsäure können ähnlich wirkende Sulfirungsmittel, wie z. B. Schwefelsäuremonochlorhydrin, angewendet werden.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen der Indulinreihe durch Erhitzen von symmetrischen p-Diamidodialkylfhioharnstoffen mit aromatischen Monaminen oder p-Diaminen der Benzolreihe in Gegenwart von Säuren auf Temperatüren von ungefähr 180° C.
2. Darstellung von graublauen Farbstoffen nach dem Verfahren von Anspruch 1., darin bestehend, dafs die salzsauren Salze des symmetrischen ρ -Diamidodiphenylfhiohärnstoffes, p-Diamidoditolylfhioharnstoffes, p-Diamidodinaphtylthioharnstoffes mit p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin oder Benzidin bei Temperaturen von ungefähr i8o° C. verschmolzen werden-, und Ueberführung der erhaltenen Farbstoff basen in die wasser-
. löslichen salzsauren Salze.
3. Darstellung eines violettrothen spritlöslichen Farbstoffes nach dem Verfahren von Anspruch ι., darin bestehend, dafs symmetrischer p-Diamidodinaphtylthioharnstoff mit Anilin und salzsaurem Anilin längere Zeit bei ungefähr 1800C. verschmolzen wird.
4. Darstellung von wasserlöslichen Sulfosäuren durch Erhitzen des nach Anspruch 3. erhaltenen spritlöslichen Farbstoffes mit rauchender Schwefelsäure oder ähnlich wirkenden Sulfirungsmitteln.
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