DE181723C - - Google Patents

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DE181723C
DE181723C DENDAT181723D DE181723DA DE181723C DE 181723 C DE181723 C DE 181723C DE NDAT181723 D DENDAT181723 D DE NDAT181723D DE 181723D A DE181723D A DE 181723DA DE 181723 C DE181723 C DE 181723C
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Germany
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anthraquinone
acid
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disulfonic acid
anthraquinone disulfonic
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C255/00Carboxylic acid nitriles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
£ 181722 -KLASSE \2q. GRUPPE
Zusatz zum Patente 175024 vom 28. Dezember 1902.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Januar 1903 ab. Längste Dauer: 27. Dezember 1917.
Ersetzt man in dem Verfahren des Hauptpatentes die dort angewandte Anthrachinona-monosulfosäure durch die im Patent 157123, Kl. 120 beschriebenen 1 · 5- und 1 · 8-Anthrachinondisulf osäuren, so erhält man als Endprodukte der Reaktion die bekannten als Ausgangsprodukte für Farbstoffe technisch wichtigen 1 · 5- und 1 · 8-Diaminoanthrachinone bezw. deren Alkyl- und Arylderivate (vergl. die Patentschriften 136777, 144634, Kl. 12 q und 106227 Kl. 12).
Als Zwischenglieder entstehen hierbei, indem zunächst nur eine Sulfogruppe ersetzt wird, die bisher nicht bekannten 1 · 5- und 1 · 8-Aminoanthrachinonsulfosäuren bezw. deren am Stickstoff substituierten Alkyl- und Arylderivate. r
Dieses Ergebnis war nicht vorauszusehen, da einerseits über das Verhalten von a-Sulfosäuren des Anthrachinons gegenüber Aminen überhaupt noch nichts bekannt war, andererseits aus den wenigen, über das Verhalten von ß-Sulfosäuren vorhandenen Literaturangaben sich irgendwelche Regel nicht entnehmen ließ. Dabei tritt nämlich z. B. neben der Substitution einer Sulfogruppe durch Ammoniak in einem an sich ganz analogen Fall die Bildung einer Aminooxyanthrachinonsulfosäüre ein (vergl. Bourcart, Bull.
de la Soc. Chim. de Paris 33, 264; Ber. 12 [1879] S. 1419). Bei der Einwirkung von Anilin auf Anthrachinon-ß-monosulfosäure (vergl. Patentschrift 136872, Kl. 12 o) tritt ein Austausch der Sulfogruppe gegen den Aminrest überhaupt nicht ein.
Beispiel 1.
30 kg I · 5-anthrachinondisulfosaures Kalium werden mit 400 1 5 prozentiger wässeriger Monomethylaminlösung im Autoklaven so lange auf etwa 1500 erhitzt, bis keine unveränderte Disulfosäure mehr nachzuweisen ist. Nach dem Erkalten ist der Gefäßinhalt zu einem Kristallbrei erstarrt, welcher von der wenig gefärbten Mutterlauge durch Absaugen getrennt wird. Der so erhaltene Kristallbrei wird mit Wasser ausgekocht und filtriert. Hierbei bleiben geringe Mengen durch zweifache Substitution entstandenes symmetrisches 1*5- Dimethyldiaminoanthrachinon (Patentschrift 144634, Kl. 12 q, Beispiel 5) in großen Kristallen ungelöst zurück, während die 1 · 5-Methylaminoanthrachinonsulfosäure
NHCHn
bezw. deren Kaliumsalz in Lösung geht und beim Erkalten in langen violettbraunen Nadeln auskristallisiert.
In analoger Weise wird aus ι · 8-Anthrachinondisulfosäure die ι · 8 - Methylaminoanthrachinonsulfosäure sowie, durch Ersatz des Methylamins durch Ammoniak und Anwendung einer etwas höheren Temperatur, die ι · 5- und 1 · 8-Aminoanthrachinonsulfosäure dargestellt.
Beispiel 2.
Erhitzt man im Beispiel 1 längere Zeit auf i6o°, bis auch die intermediär gebildete ι · s-Methylaminoanthrachinonsulfosäure verschwunden ist (wobei man zweckmäßig von vornherein eine etwas stärkere, z. B. ioprozentige Methylaminlösung verwendet), so erhält man einen Kristallbrei von ganz reinem symmetrischen 1 · 5-Dimethyldiaminoanthrachinon. In gleicher Weise werden die analogen Produkte, wie das symmetrische 1 · 8-Dimethyldiaminoanthrachinon (Patentschrift
25 Lösung
in
Wasser
Auf Zusatz
von
überschüssiger
Salzsäure
Lösung
in
40 prozentigem
Oleum
Färbung
auf
ungeheizter
Wolle
ι · 5 - Aminoanthra-
chinonsulf osäure
35
orange Lösung wird
fast farblos,
kristallinische
Abscheidung
eines
weißen Salzes
orangegelb orangerot
4° -i · 8 - Aminoanthra-
chinonsulfosäure
orange Lösung wird
fast farblos,
kristallinische
Abscheidung
eines
weißen Salzes
carminrot ziegelrot
4^ ι · 5-Methylamino-
anthrachinonsulfosäure
johannisbeerrot' Lösung wird
fast farblos
schmutzigrot blaurot
ι · 8-Methylamino-
anthrachinonsulf osäure
50
blaurot Lösung wird
fast farblos
fuchsinrot bordeauxrot.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Abänderung des durch Patent 175024 geschützten Verfahrens, darin bestehend, daß man zwecks teilweisen oder gänzlichen Ersatzes der Sulfogruppen in der ι · 5- und ι «S-Anthrachinondisulfosäure 144634, Kl. 12 q, Beispiel 5), sowie ι · 5- und ι · 8-Diaminoanthrachinon erhalten.
    r> · · 1
    Beispiel 3.
    10 kg ι · 5-Anthrachinondisulfosäure werden mit 100 kg p-Toluidin unter Rühren auf etwa 1700 erhitzt, bis die Disulfosäure vollständig verschwunden und in einer aufgearbeiteten Probe keine wasserlösliche Farbstoffsulf osäure (intermediär gebildete 1.5-p-Tolylaminoanthrachinonsulfosäure) mehr nachzuweisen ist. Die Schmelze wird darin in verdünnte Salzsäure gegossen und der erhaltene Niederschlag aus Pyridin umkristallisiert. Man erhält so das bekannte 1 · 5-D1-p-tolylaminoanthrachinon.
    Ganz analog verläuft die Reaktion bei Anwendung anderer primärer aromatischer Amine oder von 1 · 8-Anthrachinondisulfosäure.
    Die Eigenschaften einer Anzahl der nach dem neuen Verfahren erhältlichen Produkte sind in folgender Tabelle zusammengestellt:
    durch Amino-, Alkylamino- oder Arylaminogruppen an Stelle der Anthrachinon- no α-monosulfosäure hier die nach dem Verfahren des Patentes 157123, Kl. 120 erhältlichen ι · 5- und ι · 8-Anthrachinondisulfosäuren verwendet.
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