DE69704236T2 - Hautaufnehmende Vorrichtung zum Entnehmen des Anus - Google Patents

Hautaufnehmende Vorrichtung zum Entnehmen des Anus

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    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C21/00Processing poultry
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Description

  • Diese Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herausschneiden des Anus, bei dem es sich um den Exkretionskanal von geschlachteten Tieren, wie Geflügel, Schweinen, anderen Säugetieren oder dgl., handelt, und zwar, um den Anus vollständig herauszuschneiden. Die Vorrichtung verwendet ein Halteelement, um die Haut, die den Anus umgibt, zu fassen. Ein Messer arbeitet mit dem Halteelement zusammen, um mit einer Scherwirkung die typischerweise hochelastische Haut zu durchschneiden.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Der Anus von geschlachteten Tieren wie Geflügel, Schweinen oder dgl. muß herausgeschnitten und bei der Verarbeitung typischerweise vor der Entnahme der Eingeweide des Tieres entnommen werden. Zumindest in den Vereinigten Staaten erfordern Vorschriften die vollständige Entfernung des Anus, einschließlich des ringförmigen Muskels, der den Anusausgang umgibt.
  • Es gibt verschiedene Vorrichtungen zum Herausschneiden des Anus von geschlachteten Tieren. Viele Vorrichtungen, wie diejenigen, die in den US-Patenten 4 117 570, 4 155 146 und 5 499 390 offenbart sind, verwenden Zentrierstifte, die in den Anus eingeführt werden und ein axial bewegbares rotierendes Messer führen oder zentrieren (bezüglich des Anus), welches gegen einen sorgfältig positionierten Kadaver ausgefahren wird und den Anus herausschneidet. Es gibt auch Vorrichtungen zum Einklemmen oder Positionieren des ringförmigen Muskels vor dem Schneiden. Das US-Patent 5 133 686 fixiert den ringförmigen Muskel vor dem Schneiden an seiner Stelle, indem ein ringförmiger Spalt mit einer sorgfältig gewählten Größe verwendet wird, um den ringförmigen Muskel zu fassen. Das Wegziehen des eingeklemmten ringförmigen Muskels von dem Kadaver zieht den Darm zumindest teilweise heraus.
  • Diese Vorrichtungen können jedoch keinen guten Griff an dem ringförmigen Muskel erzielen, um der plötzlichen Schneidwirkung, die durch das Messer erzeugt wird, besser standzuhalten. Demgemäß wird Schnitt manchmal nicht richtig ausgeführt, was möglicherweise zu einer Verunreinigung innerhalb des Kadavers führt. Zusätzlich sind Anus-Messer häufig auf einer rotierenden Verarbeitungsvorrichtung angeordnet, die Geflügel oder andere Kadaver bearbeitet, welche von einer angrenzenden Überkopf-Transportvorrichtung herabhängen und während der Anusentfernung an die Verarbeitungsvorrichtung geklemmt werden. Einige Maschinen hinterlassen bei einer kleinen Anzahl von Kadavern ein Stück ringförmigen Muskel. Möglicherweise wird dieses Versagen, den ringförmigen Muskel vollständig herauszuschneiden, durch die Bewegung des rotierenden Apparats (der ungeschnittene ringförmige Muskel tritt häufig an dem Rand des Kadavers auf, der in Richtung der Rotationsbewegung nachläuft) oder von der hohen Elastizität der Tierhaut, die geschnitten werden muß, verursacht. Auf jeden Fall beschädigen die zurückgebliebenen Stücke des ringförmigen Muskels die Qualitätseinstufung der Verarbeitungsanlagen und können letztendlich die Qualität des Produkts verringern.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Diese Erfindung überwindet die obigen Probleme, indem sie ein Halteelement bereitstellt, das die Haut des Tieres hält, welche den Anusausgang umgibt. Das Halteelement verhindert dadurch, daß die Haut sich verdreht, wenn sie durch das rotierende Messer geschnitten wird. Die Stirnfläche des Halteelements kann abgeschrägt sein, um mehr Oberfläche für den Kontakt mit der Haut bereitzustellen. Die vergrößerte Oberfläche kann der Einleitung der Schneidwirkung besser standhalten. Diese Schneidwirkung beginnt zuerst nur an den "hohen" Punkten der Abschrägung, was verursacht, daß sich die Schneidwirkung glatter aufbaut, was den Schnitt verbessert. Die Stirnfläche ist aufgerauht, um die Haut zu fassen und zu halten, was das typische Verdrehen verhindert, welches das Schneiden schwieriger macht. Beispielsweise kann eine Reihe von Nuten in der Stirnfläche ausgebildet sein. Derartige Nuten fassen und halten die Haut. Die Nuten legen auch die Haut in Falten, welche leichter zu durchschneiden sind als die ungefaltete, elastische Haut des typischen Tierkadavers.
  • Zusätzlich arbeitet das Halteelement mit dem rotierenden Messer zusammen, um mit einer Scherwirkung durch die Haut zu schneiden, welche einen saubereren, besseren Schnitt erzeugt. Um eine derartige Scherwirkung zu schaffen, sind das Messer und das Halteelement ziemlich nahe beieinander angeordnet, nur durch einen kleinen ringförmigen Spalt getrennt, dessen Breite im Bereich von etwa 0,1-1 Millimeter (mm) liegt.
  • Ein länglicher Zentrierstift, der in einer Nase endet, kann koaxial zu dem und eingepaßt in das Halteelement vorliegen, welches wiederum koaxial zu und eingepaßt in einem rotierendes Messer vorliegt. Das rotierende Messer weist im allgemeinen eine zylindrische Form auf. Jedes dieser Elemente kann sich auf ein geschlachtetes Tier zu- und davon wegbewegen, welches typisch von einer Überkopf- Transportvorrichtung herabhängt, die einer rotierenden Verarbeitungsmaschine benachbart ist, welche zahlreiche Einrichtungen hält, die den Stift, das Halteelement und das Messer enhalten. Klemmvorrichtungen auf der Verarbeitungsvorrichtung fixieren die Geflügelkadaver in einer Position zum Schneiden.
  • Im Betrieb gleiten Blöcke, die mit jeder der verschiedenen Einrichtungen verbunden sind, in entsprechenden Schienen in der Verarbeitungsvorrichtung. Die Gleitblöcke wiederum bewegen die verschiedenen Elemente jeder Einrichtung. Beispielsweise können die Schienen und Blöcke so angeordnet sein, daß, wenn die Verarbeitungsvorrichtung rotiert, die Schienen einen Gleitblock hinunterbewegen, welcher den Zentrierstift in den Anus eines Geflügelkadavers bewegt, der in einer Überkopf-Transportvorrichtung gehalten und an der Seite der Verarbeitungsvorrichtung unterhalb des Stifts eingeklemmt wird. Das Halteelement wird in ähnlicher Weise auf den Kadaver zu bewegt. Die endständige Nase auf dem Stift dringt durch den ringförmigen Muskel in den Anus ein. Der eleastische Ringmuskel schließt sich um den Stiftschaft herum, der einen kleineren Durchmesser als die Nase an seinem endständigen Ende aufweist. Inzwischen wurde das Halteelement in Anlage gegen die Haut des Tieres, welche den Anus umgibt, gebracht. Die Frontfläche des Halteelements kann geeignet abgeschrägt sein, um den Kontakt mit dem Kadaver zu verbessern.
  • Unmittelbar nachdem das Schneiden beginnt, bewegen Gleitblöcke den Stift auf das Halteelement zu, welches eine Ausnehmung aufweist, die mit der Schulter der Nase zusammenarbeitet, um den ringförmigen Muskel zu umklammern. Wenn man den Stift und das Halteelement etwas weiter von dem Kadaver wegbewegt, wird der eingeklemmte ringförmige Muskel angehoben.
  • Der Stift und das Halteelement umklammern den ringförmigen Muskel zwischen sich. Die Haut wird auch durch die aufgerauhte Stirnfläche des Halteelements gehalten. Da das Messer und das Halteelement ziemlich nahe beieinander liegen, wird eine Scherkraft geschaffen, welche das Schneiden der Haut verbessert. Das Schneiden kann weiter verbessert werden, indem man Nuten verwendet, um die Stirnseite aufzurauhen. Die Nuten bilden Falten in der Haut aus, was ermöglicht, daß das rotierende Messer anfänglich seine Schneidkräfte auf die oberen Teile der Falten fokussiert.
  • Nach dem Schneiden werden der Stift und das Halteelement aus dem Kadaver zurückgezogen, um den ringförmigen Muskel und einen damit verbundenen Abschnitt des Darms wegzuziehen. Das Trennen von Stift und Halteelement setzt dann den vollständig freigeschnittenen ringförmigen Muskel frei.
  • Es ist demgemäß ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Apparatur zum vollständigen Entnehmen des Anus, einschließlich des ringförmigen Muskels, von geschlachteten Tieren, wie Geflügel, Schweinen oder dgl., bereitzustellen.
  • Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, ein Halteelement zum Fassen der Haut eines Tierkadavers für ein verbessertes Schneiden bereitzustellen.
  • Es ist noch ein anderes Ziel der Erfindung, ein Messer bereitzustellen, das mit dem Halteelement zusammenarbeitet, um durch die Haut des Tieres zu scheren.
  • Andere Ziele, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden beim Lesen des Rests dieses Dokuments ersichtlich.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht der Anus- Schneidevorrichtung der vorliegenden Erfindung.
  • Fig. 2 zeigt eine Seitenschnittansicht der Anus-Schneidevorrichtung und -Anordnung der vorliegenden Erfindung.
  • Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des Halteelements, das in der Anus-Schneidevorrichtung der vorliegenden Erfindung verwendet wird.
  • Fig. 4 zeigt eine Vorderansicht der Anus-Schneidevorrichtung der vorliegenden Erfindung.
  • Fig. 5 zeigt eine schematische Ansicht der Anus-Schneidevorrichtung der vorliegenden Erfindung bei der Verwendung.
  • Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
  • Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht der Anus- Schneidevorrichtung der vorliegenden Erfindung. Ein Zentrierstift 10 endet in einer allgemein konusförmigen Sonde 12, die eine Schulter 14 bildet, welche zu einem länglichen Schaft 16 führt. Der Zentrierstift 10 verläuft koaxial mit einem Halteelement 20, das als teilweiser hohler Zylinder gezeigt ist. Der Stiftschaft 16 ist aus dem Halteelement 20 ausfahrbar und läßt sich in dieses zurückziehen, so daß die Schulter 14 der Sonde 12 in eine Ausnehmung 26 gezogen wird, die in dem Halteelement 20 ausgebildet ist, wie in Fig. 2 gezeigt. Sowohl der Stift 10 als auch das Halteelement 20 können in ein rotierendes Messer eingepaßt sein und koaxial zu diesem sein, um so eine Anordnung 40 zu bilden.
  • Ein kleiner ringförmiger Raum trennt die Außenseite des Halteelements 20 von der Innenseite des Messers 30. Der ringförmige Raum zwischen dem Halteelement 20 und dem Messer 30, der in der Ausführungsform der Fig. 1 gezeigt ist, besitzt eine Breite von 0,25 Millimeter (mm). (Diese Breite von 0,25 mm ist der Unterschied zwischen dem Außen- und dem Innendurchmesser, welche den ringförmigen Raum begrenzen). Jedoch kann der ringförmige Raum im Bereich zwischen etwa 0,1 und 1 mm liegen. Sogar mehr oder weniger Abstand kann verwendet werden, so lange das Messer 30 mit dem Halteelement 20 zusammenarbeiten kann, um durch die Haut zu scheren.
  • Die Fig. 2 und 3 zeigen vielleicht besser den Aufbau der Anordnung 40. Der Stift 10 weist einen massiven Schaft 16 auf, der durch eine Bohrung 28 im Halteelement 20 tritt. Das abschließende Ende des Halteelements 20 bildet die Ausnehmung 26, in welcher die Schultern 14 der konusförmigen Sonde 12 sitzen. Der Stiftschaft 16 erstreckt sich durch einen hohlen Schaft 21, welcher sich wiederum durch einen quadratischen Schaft 42 erstreckt. Der quadratische Schaft 42 rotiert, um Klingen 32 auf dem rotierenden Messer 30 zu drehen, welches über den Halter 34 an dem quadratischen Schaft 42 angebracht ist. Da der quadratische Schaft 42 rotiert, ist er durch eine Anordnung aus Buchse 43 und Unterlagscheibe 44 mit einem fixierten Schaft 50 verbunden.
  • Der Stiftschaft 16 und der hohle Schaft 21 können innerhalb des quadratischen Schafts 42 ein- und ausgefahren werden; aber weder der Stiftschaft 16 noch der hohle Schaft 21 rotiert. Das Bewegen eines ersten Gleitblocks 45 innerhalb einer Schiene oder eines Schlitzes bewegt auch den Stift 10 und das Halteelement 20. Ein Bolzen 46 befestigt den ersten Gleitblock 45 am Stiftschaft 16. Wenn der Gleitblock 45 ausreichend weit in seiner Schiene gleitet, greift die Schulter 14 in die Ausnehmung 26 ein, wodurch auch das Halteelement 20 bewegt wird. Eine Feder 47 setzt den hohlen Schaft 21 gegen die Klingen 32 auf dem Messer 30 unter Vorspannung. Die anfängliche Vorspannung der Feder 47 kann durch Umsetzen einer Stellschraube 48, gegen welche sich ein Ende der Feder 47 abstützt, in eines einer Anzahl von beabstandeten Löchern eingestellt werden. Eine weitere Stellschraube 49 hält das Halteelement 20 durch Vorspringen in den Schlitz 29 innerhalb des Schafts 50.
  • Das Bewegen eines zweiten Blocks 52 innerhalb eines Schlitzes oder einer Schiene fährt die gesamte Anordnung 40 auf einen Tierkadaver zu und von diesem weg, wobei dieser beispielsweise in den in Fig. 4 gezeigten Klammern gehalten wird. Diese Klammern werden durch Gleitenlassen eines dritten Blocks 54 in einer Schiene betätigt. Da die Anordnung 40 um die rotierende Verarbeitungsvorrichtung herum weiterverläuft, drehen Zahnräder (in Fig. 4 gezeigt) den quadratischen Schaft 42 und wiederum die Klinge 32. Während das Halteelement 20 in einer Endposition angrenzend an den Kadaver ist, um die Haut zu halten, fahren Gleitblöcke die Klinge 32 gegen den in den Klammern gehaltenen Kadaver aus, wodurch das Schneiden und die Anusentnahme eingeleitet werden.
  • Fig. 3 zeigt eine zusätzliche Einzelheit des Halteelements 20. Eine Stirnfläche 22 ist am abschließenden Ende des Halteelements 20 gebildet. Die Stirnfläche 22 ist unter einem Winkel 23 abgeschrägt, um den Kontakt der Stirnseite 22 mit der Haut eines Kadavers zu maximieren, welcher typisch durch Klammern an einer Verarbeitungsstation schräg gestellt ist. Beispielsweise ist der in Fig. 3 gezeigte Winkel 23 ein Winkel von 10º bezüglich einer Linie, die senkrecht zur Achse des hohlen Schafts 21 verläuft.
  • Die Stirnfläche 22 ist aufgerauht, um besser die Haut eines Kadavers zu fassen und zu halten. Eine Weise, die Oberfläche aufzurauhen, besteht darin, verschiedene Nuten 24 in der Stirnfläche 22 zu bilden, so daß Zähne 25 die Haut, die den Anus des Tieres umgibt, fassen und halten können. Alternativ kann die Stirnfläche 22 mit gezackten Rändern, schmalen Rippen oder Streifen von abrasivem Material, wie Sandpapier oder dgl., versehen sein. Die Verwendung von Nuten 24 und Zähnen 25 mit der Feder 47 hat zum Ergebnis, daß die Feder 47 das Halteelement 20 gegen das Tier drückt, was Haut unter Ausbildung von Hautfalten in die Nuten 24 drückt. Die Nuten 24 an der Rückseite 27 des Halteelements 20 müssen nicht so tief oder scharf abgegrenzt sein wie die Nuten 24 auf der Vorderseite. Dies deshalb, weil die Rückseite 27 des Halteelements 20 dem hinteren Teil des Kadavers entspricht, wo die Haut gewöhnlich ziemlich stramm und leichter durchzuschneiden ist. Im Gegensatz dazu ist die "Bauchhaut" in Richtung der Vorderseite des Geflügels oder eines anderen Kadavers lockerer. Demgemäß können tiefere und schärfere (z. B. mit steileren Seiten) Nuten 24 und Zähne 25 an der Vorderseite des Haltelements 20 ausgebildet sein, um die lose Haut besser zu fassen und für ein leichteres Schneiden in Falten zu legen. Die Fig. 1-3 zeigen, daß relativ tiefe und scharfe Nuten 24 gebildet werden können, indem man einen radialen Abschnitt aus den Seiten des Halteelements 20 herausfräst.
  • Man bemerke, daß die Anordnung 40 in einer rotierenden Verarbeitungsvorrichtung montiert sein kann, die mit verschiedenen Schienen zur Bewegungen der Gleitblöcke 44, 52 und 54 ausgestattet ist, um die Elemente der Anordnung 40 ein- und auszufahren. Jedoch kann der Stift 10 oder das Halteelement 20 auch durch Verwendung von Hydraulik oder Solenoiden ein- und ausgefahren werden. Auch kann die rotierende Verarbeitungsvorrichtung Zahnräder oder andere Mechanismen zur Drehung des quadratischen Schafts 42 aufweisen.
  • Fig. 5 zeigt eine schematische Ansicht der Anordnung 40 im Betrieb. Die Sonde 12 am abschließenden Ende des Stifts 10 ist unterhalb der Haut 60 eines Kadavers angeordnet. Als die Sonde 12 in den Anus vordrang, dehnte sich der elastische ringförmige Muskel am Ende des Anus um die Sonde 12 herum und zog sich dann um den engeren Schaft 16 herum zusammen. Während dies stattfand, fielen das Messer 30 und das Halteelement 20 auf den Kadaver zu. Das Halteelement 20 erreichte zuerst den Kadaver und hielt die Haut in den Nuten 24. Man begann zu schneiden, und die Sonde 12 wurde dann in Richtung des Halteelements 20 eingefahren, um den ringförmigen Muskel zwischen den Schultern 24 der Sonde 12 und der Ausnehmung 26, die in dem Halteelement 20 ausgebildet ist, welches mit der Haut 60 in Kontakt tritt, einzuklemmen. Wie Fig. 5 zeigt, faßten die Nuten 24 und die Zähne 25 die Haut 60, wobei sie diese in Falten 62 zusammendrückten, die so fest durch das Halteelement 20 gehalten werden, bevor sie durch das rotierende Messer 30 geschnitten werden. Demgemäß wirkt das Halteelement 20 sowohl als Hülse zum Einschließen des ringförmigen Muskels als auch als Mittel zum Halten der Haut, die den Anus umgibt.
  • Ein rotierendes Messer 30 rückt axial in Richtung "A" gegen die Haut 60 vor, es rotiert in Richtung "R". Rotierende Klingen 32 arbeiten mit dem Halteelement 20 zusammen, um mit einer Scherwirkung durch die Haut 60 zu schneiden. Das Bilden der Hautfalten 62 verbessert auch das Schneideverhalten, da die Klingen 32 ihre Schneidkräfte auf die kleinere Oberfläche der Falten 62 fokussieren.
  • Das Vorangehende dient nur der Erklärung und Offenbarung von bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung. Beispielsweise können die Form des Stifts, des Halteelements oder des Messers abgewandelt werden, jedoch immer noch unter die folgenden Ansprüche fallen. Weiter sind für den Fachmann Modifikationen und Anwandlungen der beschriebenen Ausführungsformen ersichtlich und können ohne Abweichung vom Umfang der folgenden Ansprüche vorgenommen werden.

Claims (12)

1. Vorrichtung zum Entnehmen des Anus aus einem geschlachteten Tier mit:
einer relativ zu dem Tier beweglichen Einrichtung (30) zum Schneiden des Anus;
einer Einrichtung (10) zum Zentrieren der Schneideeinrichtung im Anus;
einer Einrichtung (20) zum Halten der dem Anus benachbarten Haut (60) des Tieres,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Halteeinrichtung eine aufgerauhte Stirnfläche (22) aufweist, die die Haut derart faßt, daß die zentrierte Schneideeinrichtung mit der Halteeinrichtung zum Durchscheren eines dem Anus benachbarten Hautabschnitts zusammenwirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Reihe von Nuten (24), die die Stirnfläche (22) aufrauhen und durch die die Haut derart gefaßt wird, daß in der Haut Falten (62) geworfen werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch radiale Nuten (24).
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche (22) im wesentlichen in einer zur Achse der Zentriereinrichtung geneigten Ebene derart liegt, daß ein erster Abschnitt der Stirnfläche vor einem zweiten Abschnitt der Stirnfläche mit der Haut in Kontakt treten kann.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, bestimmt zum Einsatz, wenn der Anus einen ringförmigen Muskel aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentriereinrichtung einen länglichen Stift (10) aufweist, der mit einer Nase (12) an einem Ende versehen ist, und daß die Halteeinrichtung ferner eine Ausnehmung (26) aufweist, die derart geformt ist; daß der ringförmige Muskel zwischen der Nase und der Ausnehmung gefaßt werden kann.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit:
einem Zentrierstift (10) zum Einsetzen in den Anus;
einem rotierenden Messer (30), das koaxial zum Stift angeordnet ist und eine innere Kante und eine Schneidkante (32) aufweist,
wobei die Halteeinrichtung koaxial zu dem Stift und zu dem Messer angeordnet ist und zwischen ungefähr 0,1 und 1 mm von der inneren Kante beabstandet angeordnet ist und in eine dem Tier benachbarte Endposition zum Halten der Haut (60) des Tieres in der Endposition bewegt werden kann, wodurch die Schneidkante mit der Halteeinrichtung zum Durchschneiden der Haut des Tieres zusammenwirkt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung eine im wesentlichen zylindrische Hülse umfaßt, die in das Messer eingepaßt ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bestimmt zum Einsatz, wenn der Anus einen ringförmigen Muskel aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentrierstift (10) eine Sonde (12) mit einer Schulter (14) aufweist, die derart geformt ist, daß sie in eine Ausnehmung (26) paßt, die durch die Hülse gebildet wird, wobei die Sonde aus dem Anus gezogen werden kann, damit der ringförmige Muskel zwischen der Schulter und der Ausnehmung gefaßt wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche (22) zwischen ungefähr 5º und 20º relativ zu einer Geraden senkrecht zur Achse des Messers oder des Stifts abgeschrägt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, bestimmt zum Einsatz, wenn der Anus einen ringförmigen Muskel aufweist, gekennzeichnet durch:
einen axial beweglichen Zentrierstift (10), der von einer im wesentlichen konisch geformten Nase (12) mit einer Schulter (14) abgeschlossen ist;
ein Halteelement (20), das zum Stift koaxial ist und diesen umgibt und zwischen einer ersten Position und einer Endposition, in der das Halteelement sich gegen die Haut (60) des Tieres abstützt, beweglich ist, wobei das Halteelement eine Ausnehmung (26) aufweist, die im wesentlichen so geformt ist, daß sie die Schulter der Nase aufnimmt, wobei die Ausnehmung mit dem axial beweglichen Stift zum Klammern des ringförmigen Muskels zwischen der Schulter der Nase und der Ausnehmung zusammenwirkt;
und ein im wesentlichen zylindrisches rotierendes Messer (30), das vom Halteelement durch einen ringförmigen Zwischenraum getrennt ist und das mit dem Halteelement derart zusammenwirkt, daß eine Scherwirkung erzeugt wird, die die Haut des Tieres so durchschneidet, daß der Stift und das Halteelement derart bewegt werden können, daß der freigeschnittene ringförmige Muskel vom Tier weggezogen werden kann.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Zwischenraum eine Weite zwischen 0,1 und 0,5 mm aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch Schlitten (45, 52, 54), die den Stift, die Halteeinrichtung und das rotierende Messer ein- und ausfahren.
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