DE69663C - Schützenwechsel für mechanische Webstühle - Google Patents
Schützenwechsel für mechanische WebstühleInfo
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- DE69663C DE69663C DENDAT69663D DE69663DA DE69663C DE 69663 C DE69663 C DE 69663C DE NDAT69663 D DENDAT69663 D DE NDAT69663D DE 69663D A DE69663D A DE 69663DA DE 69663 C DE69663 C DE 69663C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D43/00—Looms with change-boxes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Looms (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Fig. ι zeigt die Schützenwechseleinrichtung in Verbindung mit Pappkarte,
Fig. 2 die Schützenwechseleinrichtung in Verbindung mit Rollenkarte und
Fig. 3 den eigentlichen Hebemechanismus in Ansicht und Schnitt.
Fig. 4 bis Ii zeigen die Stellungen der einzelnen
Kurbeln und ihre· Einwirkung auf den Hebemechanismus in den einzelnen Kastenstellungen.
Das charakteristische Merkmal des Mechanismus ist ein concentrisch geschlitzter, um den
Punkt A schwingender Kastentraghebel R, mit welchem die Kastenreihe direct oder unter Einschaltung
einer Gliederkette verbunden ist. Die Bethätigung des Kastenhebels erfolgt unter Vermittelung
von Kurbeln und von einem im Kastentraghebel sich selbst führenden bezw. hängenden Differentialgetriebe, so dafs der in
der Patentschrift Nr. 41091 angeführte Gegenlenker
für Rad K in Wegfall kommt und das Rad K direct beeinflufst wird. Ein weiteres
charakteristisches Merkmal des Mechanismus ist die von der Karte beeinflufste Festhaltung der
Zahnplatinen B während des Zahneingriffes derselben mit den gegen sich bewegenden
Messerzahnsectoren C C1.
Der Antrieb des ganzen Mechanismus erfolgt von der Welle D durch Excenter E. Durch
Excenter E und Stange F werden die Messerzahnsectoren
C C1 in gegenseitige Schwingung versetzt, welch letztere je nach Kartenstand auf
die Zahnplatinen -B einwirken, indem dieselben dadurch entweder nach links oder rechts bezw.
hoch oder tief geschoben werden und mittelst der Räder G, Fig. 1, oder Zahnsectoren (Fig. 2),
welche die Kurbelräder H H1 H2 bewegen,
ein Heben und Senken der Zahnstange S und des Zahnrades K auf dem Kastenhebel -R hervorrufen.
Auf der Haupt- oder Kurbelwelle / des Stuhles sitzt das Kreisexcenter L, Fig. 1. Dasselbe
versetzt unter Zuhülfenahme von Zugstange m und Hebel η den in einem Stiftkasten
0 gelagerten Kartencylinder ρ in bekannter Weise in eine auf- und abgehende
Bewegung, wobei durch Wendehaken q der Kartencylinder eine Achtelwendung erfährt.
Ferner versetzt das Kreisexcenter L mittelst einer Zugstange s den Hebel r in schwingende
Bewegung. Letzterer trägt die doppelnasigen Platinen t. Ist nun kein Loch in der Karte,
so werden die Platinen t gehoben. Beim Vorwärtsschwingen des Hebels r stofsen die
Platinen t an die Ansätze der Hebel u und heben- somit Hebel u (wie Fig. 1 zeigt) und
zugleich die in denselben scharnierartig gelagerten Hebel v, die sich alsdann auf den in
der Wand befestigten Stützbolzen w aufsetzen. Von den Hebeln u gehen Zugstangen χ aus,
in deren Enden Rollen y angebracht sind, zwischen denen die auf den Hubmechanismus
einwirkenden Zahnplatinen B gleiten. Diese versetzen zunächst die Räder G in Bewegung
und diese wiederum die Kurbelräder H H1 H2,
die mittelst Kurbelstangen ^ ^1 ^2 em Heben
des in Zahnstange S befindlichen Hebels T und ein Senken der Achse des Rades K unter
Einschaltung von Hebel N und Stange M und somit ein Heben des Kastenträgerhebels R bezw.
der Schützenkastenreihen hervorbringen, woraus Einstellung der ersten Kastenzelle resultirt
(Fig. ι und 4).
Ist nun ein Loch in der Karte, so stofsen die Platinen t gegen die in Hebeln u scharnierartig
gelagerten Hebelchen v. Dadurch wird den Hebelchen ν der Stützpunkt n>
entzogen, die Zahnplatinen B gesenkt und von den Messerzahnsectoren C mit nach rechts genommen,
woraus Einstellung der achten Kastenzelle resultirt (Fig. 11). Es handelt sich nun
darum, dafs während des Eingriffes der Zahnplatinen B mit den Messerzahnsectoren C C1
ein Ausspringen ersterer aus letzteren ausgeschlossen ist. Zu diesem Zwecke ist bei
Hebung der Platinen B der Stützpunkt n> vorhanden,
bei Senkung derselben die mit den Hebeln u mit Band d verbundenen, um Punkt P
sich bewegenden Hebelchen c, welche sich, wie aus Fig. 12 ersichtlich, gegen die excentrische
Curve der Hebelchen u stemmen.
Fig. 5 zeigt die Einstellung des zweiten Kastens. Die Kurbel H wurde um i8o° nach
(unten gedreht, die Zahnstange S dadurch um eine Kastentheilung verschoben. Das Kastenrad
drehte sich dementsprechend und senkte die Kastenstange um eine Kastentheilung.
Die Einstellung des dritten Kastens, Fig. 6, erfolgt durch Drehung der Kurbel H1 nach
unten, der Kurbel H nach oben und somit Verschiebung der Kastenstange S. Die Kurbel
H2 verharrte in der Anfangsstellung oben.
Bei Einstellung des. vierten Kastens, Fig. 7, wurde Kurbel H um i8o° nach unten gedreht,
Hx und H2 verblieben in der Stellung von
Fig-6.
Fig. 8 zeigt die Einstellung des fünften Kastens; Kurbeln HH1 um i8o° nach oben
gedreht; Kurbel H2 nach unten einwirkend unter Vermittelung von Kurbelstange ^0 und
Hebel N, Zugstange M auf die Achse des Rades K. Von nun verharrt Kurbel H2 zur
Einstellung weiterer Kastentheilungen stets in der unteren Stellung.
Zur Einstellung des sechsten Kastens, Fig. 9, befinden sich die Kurbeln H und H0 in ihrer
unteren Stellung, Kurbel UT1 dagegen wurde
gehoben.
Die Einstellung des siebenten Kastens, Fig. 10, erfolgt dadurch, dafs Kurbel H0 in
ihrer unteren Stellung verbleibt, hingegen Kurbel H gehoben und H1 gesenkt wurde.
Die Stellung sämmtlicher Kurbeln HH1 H2
in unterster Stellung, Fig. 11, ergiebt die achte Kastenreihe, während hingegen nach Fig. ι
und 4 die Stellung sämmtlicher Kurbeln in oberster Stellung Einstellung der ersten Kastenreihe
ergiebt.
. Fig. 2 zeigt einen ähnlichen Schützenwechsel, nur dafs hierbei an Stelle der Zahnstange S
der bereits durch Patentschrift Nr. 41091 bekannte
Sector S1 angewendet und durch Anwendung
von Rollenkarte ρ die Festhaltung der Zahnplatinen B während des Zahneingriffes
mit den Messerzahnsectoren C C1 eine andere ist. Die mit den Zahnsectoren G verbundenen
Zahnplatinen B werden hierbei von der Karte ρ aus durch ein in Stiften h Ji1 geführtes
Coulissenstück g, einwirkend auf ein in Stiften h It1 geführtes mit Rollen versehenes
Zugband (zwischen denen die Zahnplatinen -ß gleiten), in die Messerzahnsectoren C C1 eingeworfen,
wodurch sich die verschiedenen Kastenreihen ergeben.
Für die Praxis ist es von besonderem Werth, dafs der eigentliche Hebemechanismus sich vollständig
(wie aus Fig. 3. ersichtlich) in einer Ebene aufbaut und so der Angriffspunkt auf
die Kastenreihen vollständig im Mittel der Kastenstange erfolgt, wodurch mit Hülfe der
directen Festhaltung der Zahnplatinen B ein sicheres positives Heben und Senken der
Kästen resultirt.
Claims (2)
1. Ein Schützenwechsel, bei welchem die durch eine Wechselmaschine (Messer C C1,
Platinen B) erzeugten Bewegungen der Hubkörper (Kurbeln HH1H2) mittelst
eines Differentialräderwerkes beliebig combinirt werden können, sofern bei diesem
Differentialräderwerk das Differentialrad (K) in den verzahnten Kastenhebel (R) eingreift
und die Achse dieses Rades (K), welche durch einen der Hubkörper gehoben oder gesenkt werden kann, in einer
Coulisse des Kastenhebels (R) geführt ist.
2. Der unter 1. gekennzeichnete Schützenwechsel,
sofern die Platinen (u) der zur Einstellung der Wechselplatinen (B) dienenden
Hülfsmaschine (t u v) durch Sperrungen (c P) in ihren Endstellungen gesichert
werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69663C true DE69663C (de) |
Family
ID=343106
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69663D Expired - Lifetime DE69663C (de) | Schützenwechsel für mechanische Webstühle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69663C (de) |
-
0
- DE DENDAT69663D patent/DE69663C/de not_active Expired - Lifetime
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