DE696404C - Verfahren zur Herstellung einer Hexylresorcinsulfonsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Hexylresorcinsulfonsaeure

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DE696404C
DE696404C DE1937L0092341 DEL0092341D DE696404C DE 696404 C DE696404 C DE 696404C DE 1937L0092341 DE1937L0092341 DE 1937L0092341 DE L0092341 D DEL0092341 D DE L0092341D DE 696404 C DE696404 C DE 696404C
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hexylresorcinol
sulfonic acid
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water
sulfuric acid
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DE1937L0092341
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HELMUT LEGERLOTZ DR
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • verfahren zur Herstellung einer Hexylresorcinsulfonsäure Hexylresorcin stellt bekanntlich ein Antiseptikum dar. Es hat jedoch den großen Nachteil, in Wasser sehr wenig löslich zu sein und kann daher als solches für die meisten Zwecke praktisch keine Verwendung finden.
  • Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, daß Hexylresorcinmonosulfonsäure, welche wasserlöslich ist, sich sowohl durch eine starke antiseptische und desinfizierende Wirkung als auch durch neue therapeutische Wirkungen auszeichnet.
  • Es ist bereits bekannt, Hexylresorcin z. B. mittels Alkalisalzen von Gallensäuren oder durch überführen in Natriumhexylresorcindisulfat wasserlöslich zu machen.
  • Erfindungsgemäß wird aber nicht nur eine lösliche Verbindung erzielt, sondern außerdem noch ein Produkt erhalten, das außer der antiseptischen Wirkung noch andere therapeutische Eigenschaften aufweist, wie weiter unten erläutert ist.
  • Die Herstellung der Verbindung kann entweder durch eine Monosulfonierung des Flexylresorcins erfolgen oder aber, indem man Capronylresorcin zunächst sulfoniert und die entstehende Monosulfonsäure durch Reduktion in Hexylresorcinmonosulfonsäure überführt.
  • Die Hexylresorcinmonosulfonsäure kann dann weiter in anorganische oder organische Salze umgewandelt werden, die gleichfalls in Wasser sehr leicht löslich sind. Als besonders geeignet hat sich hexylresorcinmonosulfonsaures Hexamethylentetramin -erwiesen. Die Sulfonierung des Hexylresorcins gelingt mit allen bekannten Sulfonierungsmitteln, beispielsweise durch Behandeln mit konzentrierter Schwefelsäure, in fast quantitativer Ausbeute. Die Reduktion der Capronylresorcinmonosulfonsäure kann mit den üblichen Reduktionsmitteln durchgeführt werden.
  • Die entstehenden Produkte, und zwar sowohl die freien Säuren als auch die Salze, zeichnen sich durch eine unerwartet hohe antiseptische Wirkung aus, welche die Wirkung des Hexylresorcins bei weitem übertrifft. So sind Lösungen, die an Stelle von Hexylresorcin die gleiche Menge des hexylresorcinmonosulfonsauren Kaliums enthalten, imstande, Pyocyaneus statt in 45 Minuten bereits in 5 Minuten abzutöten. Vor allem aber weisen die Salze, insbesondere das He7:amethylen-#.
  • tetraminsalz, auch einen wichtigen thel# ## peutischen Effekt auf, nämlich eine spezifisch. Wirkung bei den Gingivitiden und Stroma=a titiden, welche als Begleiterscheinung von P'ar adentose auftreten, und bei dieser selbst. Beispiele i. i oo g Hexylresorcin werden in i oo g konzentrierter Schwefelsäure unter gutem Rühren gelöst. Nach 24stündigem Stehen wird die zu hartem Kristallbrei erstarrte Masse in Wasser gelöst und die Lösung mit Calciumcarbonat neutralisiert. Aus der vom Calciumsulfat abfzltrierten Flüssigkeit fällt man das Calcium mittels Kaliumcarbonat und verdampft zur Trockne. Der Rückstand stellt das hexylresorcinmono--ulfonsaure Kalium dar.
  • a. i oo g Caprönylresorcin werden in i 5o g konzentrierter Schwefelsäure gelöst und etwa 8 Stunden auf etwa 6o° gehalten. Alsdann wird nach dem Erkalten die entstandene Kristallmasse mit Wasser aufgenommen, die Lösung zwecks Entfernung von etwas unverändertem Capronylresorcin ausgeäthert und die noch freie Schwefelsäure enthaltende wäßrige Flüssigkeit in der Siedehitze unter kräftigem Rühren etwa 6 bis 8 Stunden mit Zinkstaub behandelt. Nach dem Erkalten scheidet sich der größte Teil des Zinksulfats aus, von dem abhltriert wird. Aus dem Filtrat wird mit einer heißen Lösung von Bariumhy droxyd das Zink und die noch vorhandene Schwefelsäure gefällt und die vom Zinlkhydroxyd und Bariumsulfat ab-filtrierte Flüssigkeit hur Entfernung des Bariums mit einer Kalium--cai-bonatlösung in geringem Überschuß beliändelt. Das Filtrat von Bariumcarbonat wird `zür Trockne gebracht.
  • 3. Die nach Beispiel i erhaltene noch schwefelsäurehaltige wäßrige Lösung von Hexylresorcinmonosulfonsäure wird so lange mit Bariumhydroxyd oder -carbonat in der Siedehitze versetzt, bis sie kaum noch Schwefelsäure enthält. Das Filtrat lvird zwecks Entfernung geringer Mengen unveränderten Ausgangsstoffes mehrfach mit :Uher ausgeschüttelt und darauf in demselben (nach Bestimmung des Säuregrades) die äquivalente Menge Hexamethylentetramin (i Mol) gelöst. Der nach dem Verdampfen des Wassers im Vakuum erhaltene Rückstand stellt das he::ylresorcinmonosulfonsaure He_v imethz-lente;ramin dar, welches derbe Kristalle bildet, die sich in Wasser und verdünntem Alkohol leicht lösen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI: Verfahren zur Herstellung einer Hexylresorcinsulfonsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man entweder Hexylresorcin monosulfoniert oder Capronylresorcin monosulfoniert und die Sulfonsäure reduziert und daß man gegebenenfalls die entstandene Hexylresorcinmonosulfo@isätire in ihre Salze, insbesondere in das l-lexamethylentetraminsalz, überführt:
DE1937L0092341 1936-04-09 1937-04-07 Verfahren zur Herstellung einer Hexylresorcinsulfonsaeure Expired DE696404C (de)

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