DE694545C - Verfahren zur Herstellung von Crotonaldehyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Crotonaldehyd

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DE694545C
DE694545C DE1936I0054025 DEI0054025D DE694545C DE 694545 C DE694545 C DE 694545C DE 1936I0054025 DE1936I0054025 DE 1936I0054025 DE I0054025 D DEI0054025 D DE I0054025D DE 694545 C DE694545 C DE 694545C
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DE
Germany
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crotonaldehyde
solution
aldol
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water
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Expired
Application number
DE1936I0054025
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English (en)
Inventor
Dr Heinz Krekeler
Dr Martin Mueller-Cunradi
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/61Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups
    • C07C45/65Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups by splitting-off hydrogen atoms or functional groups; by hydrogenolysis of functional groups
    • C07C45/66Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups by splitting-off hydrogen atoms or functional groups; by hydrogenolysis of functional groups by dehydration

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Crotonaldehyd Man hat bereits vorgeschlagen, Crotonaldehyd aus Aldol in der Weise herzustellen, daß man Aldol oder ein aldolhaltiges' Material in eine siedende wässerige Mineralsäurelösungeinleitet und die Zersetzungsprodukte im wesentlichen so schnell, wie sie gebildet werden, entfernt. Man hat ferner vorgeschlagen, Crotonaldehyd in einem nicht kontinuierlichen Verfahren herzustellen, indem man die zur Kondensation des AGetaldehyds benutzte Menge Ätzalkali durch Zugabe .einer anorganischen Säure in ein anorgannisches Salz überführt, wodurch die im Rohaldol in gebundener Formenthaltene orgaWsche Säure in Freiheit gesetzt wird, worauf man anschließend das Umsetzungsgemisch erschöpfend destilliert, so da.ß das organische Salz in fester Form hintezbleibt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Crotonaldehyd aus Aldol mit sehr guter Ausbeute erhält, -wenn man in kontinuierlichem Betrieb Aldol in die siedende wässerige Lösung eines Salzes .einleitet, deren Wasserstoffionenkonzentration einem PH-Wert von etwa z bis etwa y entspricht oder die während der Umsetzung diesen Wert annimmt.
  • Der entstandene Crotonaldehyd destilliert zusammen mit Wasser bei Temperaturen unter ioo° ab. Nach dem Kondensieren .des Destillats entstehen zwei. Schichbeii, deren obere vorwiegend aus Crotonaldehyd und deren untere vorwiegend aus Wasser besteht.
  • Bei der Durchführung der Reaktion ist darauf zu achten, daß stets genug Wasser im Reaktfönsraum vorhanden ist, rum Aden Elektrolyten vollständig in Lösung zu halten. Man erreicht dies dadurch, daß manentweder ,das Crotonaldehyd-Wasserdampf-Gemischeiner Rektifikation unterwirft und einen Teil -des abgetrennten wässerigen Anteils in die Rektifiziervorrichtung zurückführt oder daß man dem in das Reaktionsgefäß eintretenden Aldol - so viel Wasser zusetzt, daß man einen Teil davon mit dem Crotonaldehyd abdestillieren kann. Durch die Rektifikation. des Crotonaldehyd-Wasserdampf-Gemisches wird auch verhindert, daß Aldol überdestilliert.
  • Die Elehtrolytlösung kann von Zeit zu Zeit oder kontinuierlich durch Ablassen gebrauchter und Hinzufügen einer entsprechenden Menge frischer Lösung erneuert werden. Die abgezogene gebrauchte Lösung kann man durch Extrahieren mit Crotonaldehyd, was bei größeren Mengen leicht kontinuierlich, und im Gegenstrom geschehen kann, von den darin enthaltenen Verunreinigungen befreien. und dann wieder für die Umsetzung verwenden. Der zum Extrahierten benutzte Crotonaldehyd wird durch Destillation von den Verunreinigungen abgetrennt.
  • Das neue Verfahren. bietet vor der :eingangst:: erwähnten, mit Mineralsäure als wasserabspäl.= tendes Mittel arbeitenden, bekannten Arbeitsweise den Vorteil, daß die Umsetzung im kontinuierlichen Betrieb durchgeführt werden kann, ohne daß sich auch bei längerer Arbeitsdauer an den. Heizflächen des Umsetzungsgefäßes Abscheidungen bilden, die ein störungsfreies Arbeiten auf die Dauer unmöglich machen. Man ist bei dem neuen Verfahren ferner nicht auf die Verwendung besonders korrosionsfester Umsetzungsgefäße angewiesen.
  • Beispiel i In eine siedende Lösung von 5 Teilen primärem Natriumphosphat in ioo Teilen Wasser, die sich in einer mit Fraktioniervorrichtung versehenen Destillierblase befinde-t, werden stündlich i oo Teile eines Gemisches von Aldol und Wasser, enthaltend 76 Teile Aldol, eingeleitet. Man erhält daraus in der Stunde 6o Teile Crotonaldehyd.
  • Ein Teil der wässerigen Schicht, die sich nach dem Kondensieren der Crotonaldehydwas§erdämpfe abscheidet, wird dabei in den oberen Teil der Fraktionlervorrichtung zurückgeführt. Die Natriumphosphatlösung läßt sich, nachdem sich eine gewisse Menge vorn im Aldol entpaltenen Verunreinigungen darin angereichert hat, -durch zweimaliges Extrahieren mit dem gleichen Volumen Crotonaldehyd leicht wieder regenerieren.
  • Das zusammen mit dem Aldol eingeführte Wasser kann ganz oder teilweise durch andere, die Umsetzung nicht störende Stoffe, beispielsweise Acetaldehyd, ersetzt werden.
  • Verwendet man unter sonst gleichen Bedingungen an Stelle der Natriumphosphatlösung eine Lösung von 2,8 Teilen primärem und 2,2 Teilen sekundärem Natriumphosphat in i oo Teilen Wasser mit einem PH-Wert von etwa 6,9 oder eine Lösung von 5 Teilen Kaliumbifluorid in ioo Teilen Wasser, so erhält man Crotonaldehyd in ebenfalls sehr guter Ausbeute.
  • Beispiel 2 Man leitet stündlich 8o Teile .eines Gemisches aus 6o Teilen Aldol und 2o Teilen Wasser, das einen p11-Wert von 3,5 besitzt, in der in Beispiel i beschriebenen Weise in eine siedende Lösung von i o Teilen Natriumaeet:at in ioo Teilen Wasser. Nach Ausbildung des Beharrungszustandes. ;nimmt die Elektrolytiösung einen pH-Wert von 5,8 an. Man :erhält Crotonaldehyd in praktisch quantitativer Ausbeute.

Claims (1)

  1. PATRNTTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von Crotonaldehyd .durch Einleiten von Aldol in die siedende wässerige Lösung reines Elektrolyten und Abdestillieren :des entstandenen Crotonaldehyds in kontinuierlichem Betrieb, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wässerige Salzlösung benutzt, deren Wasserstoffionenkonzentrationeinem pH-Wert von etwa 2 bis etwa 7 entspricht oder die während der Umsetzung diesen Wert annimmt und dafür sorgt, daß der Wassergehalt der Lösung stets ausreicht, um den Elektrolyten vollständig in Lösung zu halten.
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