DE691780C - Steuerung von Elektromotoren mittels elektromagnetischer Schuetze, die durch Nockenschalthebel einer gemeinsamen, handbetaetigten Schaltwalze gesteuert werden - Google Patents

Steuerung von Elektromotoren mittels elektromagnetischer Schuetze, die durch Nockenschalthebel einer gemeinsamen, handbetaetigten Schaltwalze gesteuert werden

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DE691780C
DE691780C DE1931S0102086 DES0102086D DE691780C DE 691780 C DE691780 C DE 691780C DE 1931S0102086 DE1931S0102086 DE 1931S0102086 DE S0102086 D DES0102086 D DE S0102086D DE 691780 C DE691780 C DE 691780C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/02Details of starting control
    • H02P1/04Means for controlling progress of starting sequence in dependence upon time or upon current, speed, or other motor parameter
    • H02P1/08Manually-operated on/off switch controlling power-operated multi-position switch or impedances for starting a motor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

  • Steuerung von Elektromotoren mittels elektromagnetischer Schütze, die . durch Nockenschalthebel einer gemeinsamen, handbetätigten Schaltwalze gesteuert werden Die Erfindung `bezieht sich auf Einrichtungen zum Anlassen und Regeln vorn Elektromotoren, bei denen die Nockenschaltwalze eines handbetätigten- Meisterschalters zum Schalteen der Motorschütze dient. Das Fortschalten- derartiger Schaltwalzen über die verschiedenen Schaltstufen der Schaltwalze hinweg bzw. das durch das Fortschalten der Schaltwalze ausgelöste Ansprechen der zugehörigen Schütze darf gewöhnlich nicht mit beliebiger Geschwindigkeit erfolgen, da dem zu schaltenden Strom, der bei jedem Fortschalten von einer Schaltstufe zur anderen plötzlich ansteigt, vor dem Weiterschalten stets erst genügend Zeit geboten werden muß, um auf den für die jeweilige Schaltstufe vorgesehenen Tiefstwert abzusinken. Die Schaltwalze darf. daher nur langsam gedreht oder unter Einhaltung bestimmter Zeitspannen von einer Schaltstufe zur anderen weiterbewegt werden. Diese Vorschrift wird aber erfahrungsgemäß häufig, besonders von ungeschultem _ Bedienungspersonal, nicht beachtet. Es ist bekannt, zur Vermeidung dieses Übelstandes die zeitliche Verzögerung der Schaltwalze durch Vergrößerung des Schaltwalzenümlaufweges zwischen den einzelnen Schaltstellungen, beispielsweise durch Verlängerung der Schaltvalzenkontaktsegmente, zu erreichen. Hierdurch wird aber ,die Schaltwalze sehr umfangreich, und außerdem er, fordern auch diese Anordnungen eine stets gleichmäßige Umdrehungsgeschwindigkeit ,der Schaltwalze. Es sind auch schon Schaltwalzen bekannt, bei denen ein zu schnelles Weitersch,alten der Walze mit Hilfe von Federn, Sperrklinken und ähnlichen, die Fortschaltung hemmenden Organen verhindert werden soll.
  • Diese Anordnungen -gewährleisten nicht immer die einwandfreie Einhaltung der erforderlichen Zeitabstände, und vor allen Dingen sind .sie wegen des räumlichen Zusammenbaues der; Steuerwalze mit den Starkstrornschältern und des sich daraus ergebenden. unmittelbaren Zusammenwirkens beider Organe für die Steuerstände größerer Antriebe, z. B. von Walzwerken, die bis zu zwölf und mehr Hilfsantriebe aufweisen und dennoch durch ein oder zwei Mann gesteuert werden müssen, nicht verwendbar.
  • Gemäß der Erfindung werden einzelne Nockenschalthebel der handbetätigten Schaltlvalze mit zusätzlichen, von dem Ablauf einer bestimmten Zeitspanne abhängigen Verzögerungsvorrichtungen versehen. Diese bestehen in verzögert wirkenden. Haltespulen, die auf die betreffenden Nockenschalthebel einwirken und in bestimmten Stellungen der Schalt. walze abgeschaltet oder kurzgeschlossen werden. Die Haltespulen wirken in weiterer Ausbildung der Erfindung Hilfsspulen entgegen, deren Erregerstrom über Widerstände,-einstellbar ist. ' Die neue Einrichtung hat gegenüber dei"°° vorbeschriebenen, mit Federn, Klinken und unmittelbarer Starkstromsteuerung versehenen Steuerschaltern den Vorteil, daß sie losgelöst von den Motorschützen ist, deshalb auf dem Steuerstand wenig Platz beansprucht und leicht zu handhaben ist. Sie weist dabei auch den Vorteil der bekannten Anordnung auf, daß die Steuerwalze finit beliebiger Geschwindigkeit von Hand bewegt wenden kann, ohne den richtigen Ablauf der Steuervorgänge zu beeinträchtigen. Dabei sind die Verzögerungszeiten leicht .einstellbar, und es besteht im Gegensatz zu selbsttätig bewegten Steuerschaltern der Vorteil, daß der Steuervorgang zu jedem Zeitpunkt unterbrochen oder rückgängig gemacht werden kann. Auch ist die Notwendigkeit, die bei selbsttätigen, zeitabhängigen Schützensteuerungen erforderlichen, starkem Verschleiß ausgesetzten Verriegelungskontäkte zu' verwenden, vermieden.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
  • Der Motor i wird durch die beiden Schütze 2 und 3 än ein Drehstromnetz angeschlossen. Im Sekundärkreis liegt ein An-' laßwiderstand q., der stufenweise durch An. laßschütze 5 und 6 gesteuert wird. Die Steuerstromkreise der Schütze 2, 3, 5 und 6 stehen in Verbindung mit einer Meisterwalze 7 (in der Abwicklung dargestellt). Diese Meisterwalze ist mit Nockenhebeln ausgerüstet, von denen die beiden Hebel 8 und 9 ,den Schützen 2 und 3, die Hebel i o und i i den Schützen 5 und 6 zugeördnet sind. Durch die Nockenhebel werden die Erregerstromkreise der Schaltschütze gesteuert, die über einen Gleichrichter 12 an das Wechselstromnetz RST angeschlossen sind. Die den einzelnen Nocken-Z, zugeordneten Teile der Meisterwalze sind in der Zeichnung nebeneinander und in der Nullstellung dargestellt. Alle vier Nockenhebel 8 bis i i sind danach ausgeschaltet. Wird die Meisterwalze aus der Nulllage nach links oder rechts um einen geringen Betrag bewegt,- so wird zunächst je nach der Drehrichtung entweder der Nockenhebel 8 und damit das Schütz 2 oder der Nockenhebel 9 und damit das Schütz 3 eingeschaltet. Bei weiterer Bewegung der Meisterwalze in der einen oder anderen Richtung werden nach einem bestimmten Winkehveg auch die beiden Nockenhebel i o und i i freigegeben. Die diesen Nockenhebeln zugeordneten Steuerstromkreise der Schütze 5 und 6 bleiben jedoch noch offen, weil die Nockenhebel unter der Einwirkung von Haltemagneten 13 und 14 stehen. Diese Haltemagnete sind mit je einer Haupterregerspule 15 bzw. 16 und #e;ner dieser entgegengesetzt geschalteten Hilfs-'6ixegerspule 17 bzVV. 18 ausgerüstet. Beide `:-pulen sind an den Gleichrichter 12 ange-`schlossen. Die Stromkreise der Erregerspulen @i5 und 16 der beiden Haltemagnete 13 und 14. sind in Parallelschaltung über einen Nocken-Nebel 19 geführt, dessen Kontakt in der Nullstellung der Meisterwalze geschlossen ist und der geöffnet wird, sobald die beiden Nockenhebel io und ii freigegeben sind. Beim öffnen des Nockenhebels i9 wird-. der Stromkreis der beiden Erregerspulen 15 und 16 abgeschaltet, und nach einer bestimmten Zeit sinkt die von den Magneten 13 un ld 14 auf die beiden Hebel i o und i i ausgeübte Haltekraft auf einen solche! Wert herab, daß die vorher freigegebenen Hebel io und i i unter ,der Einwirkung ihrer Spannfedern, deren Stärke die Anzugskraft der nur noch durch die Wicklungen 17? 18 erregten Magnete überwieg , die ihnen zugehörigen Steuerstromkreise der Schütze 5 und 6 in bestimmten Zeitabständen nacheinander schließen. Zut Einstellung der Haltezeiten dienen die regelbaren Widerstände 2o und 21 in den Stromkreisen der Hilfsspulen 17 und 18. Die maggnetisclie Kraft der. Hilfsspulen 17, 18 ist so .gering, daß sie die Hebel i o und i i allein nicht anzuziehen vermögen. Auch können die Magnete polarisiert sein, um genau bestimmte Steuerbewegungen. zu erzielen. Wesentlich ist, daß die Verstellungen der Nockenhebel in derartiger Zeitfolge ausgeführt werden, daß -die Ankerwiderstände des Motors i nur nacheinander kurzgeschlossen werden und,der Motor vor überlastungen geschützt wird, auch wenn der Steuerhebel des Meisterschalters augenblicklich in die Endstellung gelegt wird.
  • Die Schaltschütze können je nach den Betriebsverhältnissen entweder mit Gleichstrom oder mit Wechselstrom gespeist sein, wobei zweckmäßig für Gleichstromspeisung aus einem, Wechselstromnetz Trockengleichrichter als Umformer verwendet werden. Für die Haltespulen der Magnete 13 und 14 wird zweckmäßig in jedem Falle Gleichstrom verwendet, da -die Einstellung der Schaltzeiten der Nockenhebel bei gleichstromerregten Haltespulen am einfachsten ist.
  • Bei dem in der Zeichnung dar,gestellten ellten Ausführungsbeispiel der Erfindung hängt die Zeit zwischen der Freigabe der Nockenhebel durch die Nockenschaltwalze und dem Schließen der Steuerstromkreise durch die Nocken.-hebel von der magnetischen Abkliingzeit des ausgeschalteten elektrischen Stromkreises ab. Eine entsprechende Zeitabhängigkeit der Schalthebel kann auch noch durch andere an sich bekannte Mittel erreicht werden, so kann man beispielsweise an Stelle der dargestellten Magnete 13, i q. Zeitwerke oder sanstige einstellbare Zeitrelais verwenden, die die Schaltkontakte der Widerstandsschalter 5 und 6 im. Zusammenwirken mit der Meisterwalze nacheinander steuern.

Claims (1)

  1. PA TLNTANSpRücIir; i. Steuerung von Elektromotoren mittels elektromagnetischer Schütze, 'die durch Nockenschalthebel einer gemeinsamen, handbetätigten Schaltwalze gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Schaltwalze eingeleitete Belvegung einzelner i1,lockenschalthebel (i o, i i ) von Haltespulen (15, 16), die in bestinunten Stellungen der Schaltwalze abgeschaltet oder kurzgeschlossen werden, derart beeinflußt wird, daß diese die Nockenschaltliebel (io, ii) für die Steuerung der entfernt liegenden Schütze erst nach einstellbarer Verzögerungszeit freigeben. a. Steuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur verzögerten Freigabe der Schalthebel den Haltespulen (15, 16) entgegengeschaltete Hilfsspulen (17, 18) dienen, deren- Erregerstrolm über Widerstände einstellbar ist.
DE1931S0102086 1931-11-26 1931-11-26 Steuerung von Elektromotoren mittels elektromagnetischer Schuetze, die durch Nockenschalthebel einer gemeinsamen, handbetaetigten Schaltwalze gesteuert werden Expired DE691780C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1173570B (de) * 1961-11-25 1964-07-09 Siemens Ag Meisterschalter, insbesondere fuer elektrische Triebfahrzeuge

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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