DE691690C - Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen

Info

Publication number
DE691690C
DE691690C DE1935S0116948 DES0116948D DE691690C DE 691690 C DE691690 C DE 691690C DE 1935S0116948 DE1935S0116948 DE 1935S0116948 DE S0116948 D DES0116948 D DE S0116948D DE 691690 C DE691690 C DE 691690C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
line
connection
contact
calling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1935S0116948
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Wolf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DE1935S0116948 priority Critical patent/DE691690C/de
Priority claimed from DE1935S0117318 external-priority patent/DE694609C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE691690C publication Critical patent/DE691690C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/58Arrangements providing connection between main exchange and sub-exchange or satellite

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen In Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, bei denen ankommende .Leitungen verschiedener Verkehrsrichtung über eine gemeinsame Verbindungsleitung Zugang zu mehreren Verbindungswegen im Amt besitzen, wird jeder dieser Verbindungswege einer bestimmten der ankommenden Leitungen oder Leitungsgruppen zugeordnet. Zur Herstellung einer Verblndung zwischen einer ankommenden Leitung mit dem dieser zugeordneten Verbindungsweg im Amt wird ein bestimmter Anrufanreiz über die gemeinsame Verbindungsleitung gegeben, welcher an deren ankommendem Ende zur Verkehrsrichtungsausscheidung den am abgehenden Ende durch die ankommende Leitung belegten Zugang und damit die Verkehrsrichtung kennzeichnet. Bei zwei verschiedenen ankommenden Verkehrsrichtungen können beispielsweise die über die gemeinsame Verbindungsleitung zu gebenden unterschiedlichen Anrufanreize durch Erden der einen oder der anderen Ader der gemeinsamen Verbindungsleitung hervorgerufen werden.
  • Ist das Amt, an welches die für den Verkehr mehrerer Leitungen dienende -gemeinsame Verbindungsleitung angeschlossen ist, mit einem System ausgerüstet, bei welchem durch bestimmte Beeinflussung der einer Anschlußleitung während einer Verbindung zur Verfügung stehenden Speisebrücke ein Sonderbetrieb ermöglicht wird, z. B. die Trennung einer bestehenden niederwertigen zugunsten einer hochwertigen Verbindung, treten Betriebsschwierigkeiten dann auf, wenn keine- rechtzeitige Vollendung des Sprechweges an der anrufenden Leitung und/oder nicht rechtzeitige Abschaltung des die anrufende Leitung kennzeichnenden -Anrufanreizes stattfindet. Die nicht rechtzeitige Vollendung des Sprechweges an der anrufenden Leitung kann sich in den nachgeordneten Verbindungseinrichtungen in derselben Weise auswirken wie ein einen Sonderbetrieb, z. B. Fernamtstrennung, einleitender Schaltvorgang.
  • Es ist nun eineAnordnung bekanntgeworden, bei welcher beim Belegen einer gemeinsamen Verbindungsleitung durch eine ankommende Leitung bestimmter Verkehrsrichtung nach Durchschalten des abgehenden Endes der gemeinsamen Verbindungsleitung an diese zwecks Kennzeichnung der ankommenden anrufenden Leitung und Bestimmung des an das ankommende Ende der gemeinsamen Verbindungsleitung imAmt anzuschaltendenVer- Bindungsweges vorübergehend ein Potential angelegt wird. Diese Anordnung erfordert am abgehenden Ende der gemeinsamen Verbindungsleitung besondere Schalteinrichtuti,-@. gen und auch die Anwendung einer Strofn=;
    quelle zur Steuerung der das Kennzeichnung
    uotential v orüberzehend anschaltenden Sclxä.lü=@-
    mittel. Das bedingt aber in vielen Fäll"ei@ eine beachtliche Komplizierung der Anlage. Hingewiesen sei hierbei beispielsweise auf die Komplizierung der sonst sehr einfachen Abzweigstellen bei Zweieranschlüssen: Des weiteren ist bereits vorgeschlagen worden, ini Amt an den der anrufenden Leitung zugeordneten Verbindungsweg ein Hilfspotential anzuschalten, welches die Steuereinrichtungen der nachgeordneten Verbindungseinrichtungen in einer ungewollte Umschaltungen vermeidenden Weise beeinflußt. Bei der Anordnung trat aber in der Praxis eine den vollautomatischen Betrieb erheblich störende Beeinflussung der von der anrufenden Stelle ausgesandten Nummernstromstöße ein.
  • Die Erfindung bezweckt nun, die bei der letztgenannten Anordnung eintretende, einen sicheren Aufbau abgehender Verbindungen gefährdende Beeinflussung der Stromstoßgabe seitens der anrufenden Stelle zu vermeiden, und erreicht dies dadurch, daß in der Vermittlungsstelle an jedem der verschiedenen Verbindungswege Schaltmittel angeordnet sind, die ein unter dein Einfluß einer allrufenden Leitung all den voll dieser zu benutzenden Verbindungsweg angeschaltetes Hilfspotential zur Beeinflussung der Steuereinrichtungen nachgeordneter Verbindungseinrichtungen nach Einleitung der Verbindung im Amt, aber nicht vor Durchschaltung des Sprechweges an der anrufenden Leitung abschalten.
  • In den Ausführungsbeispielen sind sog. Zweieralischliisse gezeigt, bei denen eine geineinsalne Verbindungsleitung zu einer Umschaltstelle geführt ist, all welche die beiden Teilnehmer angeschlossen sind. Die Erfindung ist jedoch auf derartige Anordnungen nicht beschränkt. Es ist sehr wohl möglich, in der Umschaltstelle UStl mehr als zwei Anschlußleitungen zusammenzufassen, es können ebenso auch all Stelle von Teilnehmerstellen Verbindungsleitungen, Gesellschaftsleitungen o. dgl. angeschlossen werden.
  • In dem Ausführungsbeispiel sind zwei Teilnelimerstellen TSt, und Z'St= gezeigt, deren Anschlußleitungen in der Umschaltstelle U'Stl zusammengefaßt und an die gemeinsame Verbindungsleitung f'L angeschlossen sind. Diese Verbindungsleitung führt über die Umschaltstelle C'St. zu den Amtseinrichtungen, in denen für jede Teilnehmerstelle des Zweieranschlusses ein individuelles Vorwahlorgan (Vorwählen oder Anrufsucher) vorgesehen ist. Ein Untereinanderverkehr der beiden Teilnehmer des Zweieranschlusses ist nicht a#iöglich.
  • Die Betriebsweise ist folgendermaßen: @@V'Vünscht ein Teilnehmer z. B. an der Teilnehmerstelle 7'Stl eine Verbindung eiii7uleiten, so hebt er seinen Hörer ab und schließt damit einen Stromkreis für das Relais R1 in der Umschaltstelle U St.-: Erde, Batterie, Relais R1, Wicklung 1, Kontakte 1 t1, 2 t2, a-Ader der Verbindungsleitung, Relais Ui Wicklung I, Kontakt 22 atn, T eilnelimerstelle TS t1, Kontakt 21 u., Relais L'1 Wicklung II, Kontakt 3 11,1, Erde. Das in diesem Stromkreis liegende Relais L'1 spricht nicht an. Relais R1 aber wird erregt und schließt über seinen Kontakt .Irl einen Stromkris für das Hilfsrelais Hl. Dieses spricht an und gibt über seinen Kontakt 511, den Anlallanreiz zu dem Vorwähler l'Wl: Erde, Batterie, Widerstand Wil, Kontakt 51t1, 1)-Ader zum Vorwähler VW1, Kontakt 6 t, Relais R, Erde. Der Vorwähler läuft an und unterbricht durch Verlassen der Nullstellung den Haltekreis des im Ruhezustand der Anlage erregten Relais T1. Relais T, fällt ab und bewirkt durch Üffnen des Kontaktes ; t1 die Unterbrechung des Anlaßkreises für denTeilnehiner TSt., während über den Kontakt 8 t1 die Durchschaltung der Verbindungsleitung zu den Amtseinrichtungen vorbereitet wird.
  • Läuft der Vorwähler .auf einen freien Gruppenwähler auf, so spricht in bekannter Weise das Relais Z' im Vorwähler all und bewirkt über seine Kontakte g t und 1o t die Durchschaltung der Leitung am Vorwähler. Damit kommt ein Stromkreis für die Wicklung II des Relais R1, deren Kurzschluß beim Ansprechen des Relais R1 durch Öffnen des Kontaktes 12y-1 aufgehoben wurde, zustande: Erde, Batterie im Gruppenwähler, Relais A im Gruppenwähler, a-Leitulig, Kontakt g t, Relais R, Wicklung 1I, Kontakt 1z r1, Widerstand Wi., Erde. Die Wicklung 11 des Relais R1 wirkt der Wicklung I entgegen, so daß bei ihrer Einschaltung das Relais R1, welches sich bis dahin über den Widerstand W i3 und die Kontakte 13r, und 14t1 gehalten hatte, abfällt. Es werden zunächst die Kontakte 12 r1 und 15 Y1 geschlossen und damit das Potential des Gruppenwählers über die a,-Ader der Verbindungsleitung all die Umschaltstelle ['St, gelegt. In dieser spricht das Relais U1 an und schließt seinen Kontakt 1611,. Dieses Relais hält sich nach Abschaltung des Erdpotentials in der Umschaltstelle L%Stl zunächst über Erdpotential in der= Unischaltstelle UStz, und zwar: Erde, Kontakt 17 r1, Widerstand Wi4, Kontakte 181t1, 8 t1, b-Ader cler Verbindungsleitung, Kontakt 16u" Relais U, Wicklung II, Kontakt 21 u2, Teilnehmerstelle TSti, Kontakt 22u2, Relais Ui Wicklung I, a-Ader der Verbindungsleitung, Kontakte 2t2, 1 q. t1, 15 r1, i 2 r1, g t, Dreharm des Vorwählers VW, a-Ader zum Gruppenwähler, Batterie, Erde.
  • Durch den Abfall des Relais R1 ist der Stromkreis des Relais H1 unterbrochen, welches infolge seiner Kurzschlußwicklung verzögert abfällt und erst nach einiger Zeit den Kontakt i9111 schließt, während die Kontakte 5 d11 und 18h1 geöffnet werden. Über Kontakt ighi erfolgt jetzt auch die Durchschaltung der b-Ader zum Gruppenwähler. Durch diese Verzögerungseinrichtung ist erreicht, daß das Umschaltrelais Ui in der Umschaltstelle USti sicher die Durchschaltung der b-Ader der Anschlußleitung vorgenommen hat. Auf diese Weise wird vermieden, daß im Gruppenwähler das Kriterium der Fernamtstrennung (Relais A erregt, Relais B nicht erregt) gegeben wird, da an die b-Ader der zum Vorwähler führenden Leitung über den Kontakt 5lzi so lange Potential angelegt ist, bis in der Umschaltstelle USt. die Erdabschaltung und Durchschaltung der. b-Ader vorgenommen ist. Der Verbindungsweg des anrufenden Teilnehmers ist nun zum Gruppenwähler aufgebaut, so daß die Wahl erfolgen kann. Die weiteren Vorgänge sind die gleichen wie bei einem normalen Teilnehmeranschluß.
  • Findet bei Einleitung der Verbindung der Vorwähler VW1 keinen freien Gruppenwähler, so läuft er auf den i i.. Schritt auf. Dabei spricht das Relais R im Vorwähler erneut an: Erde, Batterie, Widerstand Wil, Kontakte 5 1a1, 6 t, Relais R, Erde. Über Kontakt 2o r spricht das Relais T im Vorwähler an und schließt seine Kontakte 9 t und io t, so daß ein Stromkreis für 'die Wicklung II des Relais R1 geschlossen wird: Erde, Batterie, Widerstand Wiß, Dreharm des Vorwählers VW1 auf Kontakt i i, Kontakt 9 t, Wicklung II des Relais R1, Kontakt i i r1, Widerstand lfli2, Erde. Relais 1z1 fällt in der schon beschriebenen Weise unter dem Einfluß der als Gegenwicklung wirkenden Wicklung II des Relais R1 ab und bewirkt in gleicher Weise wie bei Aufprüfen des Vorwählers auf einen freien Gruppenwähler die Durchschaltung der Sprechleitung zum Vorwähler. Hier ist am i i. Schritt in bekannter Weise das Besetztzeichen eingeschaltet, so daß dieses zum Teilnehmer übertragen wird. ' Der Teilnehmer wird also seinen Hörer auflegen und damit die Auslösung der aufgebauten Verbindungswege veranlassen. Der Vorwähler läuft in seine Ruhestellung zurück, in welcher das Relais T1 in der Umschaltstelle USt, wieder anspricht und damit die Kontakte i t1 und 7 t1 schließt. Die Anlage ist dann wieder im Ruhezustand.
  • Die gleichen Vorgänge spielen sich ab, wenn eine Verbindung von dem Teilnehmer der Teilnehmerstelle TSt, eingeleitet wird, sofern nicht gerade der Teilnehmer der Teilnehmerstelle TSti ein Gespräch führt. In diesem Falle sind die Kontakte 232G1 und 2.Iul geöffnet,. so daß die Anschlußleitung des Teilnehmers in der Umschaltstelle USt i doppelpolig abgeschaltet ist und jegliche Betätigung des. Hörerhakens öder der Wählscheibe an dieser Stelle unwirksam bleibt. Da jedoch das Relais Ui bzw. U2 erst anspricht, wenn der Vorwähler im Amt eingestellt ist, sind in der Umschaltstelle USt2 Einrichtungen vorgesehen, welche verhindern, daß der Wecker in der Teilnehmerstelle TSt.. anspricht, wenn das Potential der b-Ader dey Verbindungsleitung,wefches im Ruhezustand der Anlage negativ ist, in Erdpotential umgewandelt wird. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß beim Ansprechen des Relais Hl das Erdpotential erst über .den sehr hohen Widerstand glis an die b-Ader der Verbindungsleitung gelegt wird, so daß sich der dem Wecker der Teilnehmerstelle TSt@ zugeordnete Kondensator allmählich entladen kann, während die volle Anschaltung des Erdpotentials nach Abfall des -Relais R1 über Kontakt 17r1 erst erfolgt, wenn die Entladung des Kondensators schon so weit erfolgt ist, daß ein Ansprechen des Wec_kers in der zweiten Teilnehmerstelle nicht mehr möglich ist. Diese Anordnung. ist außerordentlich wichtig, da ein Abheben des Hörers an der zweiten Teilnehmerstelle, veranlaßt durch ein kurzes Anschlagen des Weckers, unangenehme Störungen im Verbindungsaufbau des ersten Teilnehmers hervorrufen würde.
  • In der Umschaltstelle U St. -sind Einrichtungen vorgesehen, welche verhindern, daß ankommende Amtsverbindungen auf den Zweieranschluß aufprüfen, wenn einer der Teilnehmer sich im Gespräch befindet. So ist z. B., wenn der Teilnehmer der Stelle TSt, ein Gespräch einleitet, infolge Erregung des Relais R2 der Kontakt 28 r2 geschlossen und damit die hochohmige Wicklung I des Relais T1 kurzgeschlossen, während bei Bestehen eines Gespräches des Teilnehmers der Stelle TSt, infolge Abschaltung des Relais T2 der Kontakt z7 t2 geschlossen ist, und ebenfalls die hochohmige Wicklung .I des Relais T1 kurzschließt. In beiden Fällen ist ein Aufprüfen auf die über die niedrigohmige Wicklung I7 des Relais T1 an Erdpotential gelegte c-Ader der Anschlußleitung nicht möglich.
  • Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel sind die Vorwahlorgane der Amtseinrichtungen als Anrufsucher ausgebildet. Dabei ergeben sich gegenüber der im ersten Ausführungsbeispiel gezeigten Anordnung mit Vorwählern einige Änderungen undVereinfachungen in derUmschaltstelle USt2.
  • Die Schaltvorgänge sind folgendermaßen: Nimmt z. B. der Teilnehmer an der Teilnehmerstelle TStl seinen Hörer ab, so spricht das Relais R1 in der Umschaltstelle USt, in folgendem Stromkreise an: Erde, Batterie, Relais R1, Kontakte i t1, 2 t2, a-Ader der Verbindungsleitung VL, Relais U, Wicklung I, Kontakt 3 2t2, Anschlußleitung zur Teilnehmerstelle TStl, Kontakt 4a(2, Wicklung IL des Relais U1, Kontakt 5 'q, Erde. Das Relais U1 spricht in Reihe mit dem Relais R1 nicht an, dagegen wird Relais R, erregt und schließt seine Kontakte. Über Kontakt 6i-1 wird Widerstand Wil an die b-Ader der Anschlußleitung zum Anrufsucher gelegt, während - über Kontakt 7r, das Anlaßkriterium für den Anrufsucher über die a-Ader der Sprechleitung gegeben wird: Erde, Batterie, Relais R Wicklung I im Anrufsucher, Kontakt 9 t, a-Ader, Kontakt 8 ti in der Umschaltstelle USt2, Widerstand Wie, Kontakt j ri, Erde. Relais R spricht an und fäßt in bekannter Weise den Anrufsucher anlaufen. Über die Kontakte ior und 14r wird der Prüfkreis für das Relais T im Anrufsucher vorbereitet. Prüft der Anrufsucher auf die anrufende Leitung auf, so spricht Relais T an, setzt den Anrufsucher in bekannter Weise still und schließt die Kontakte 13 t und 14 t, so daß jetzt an den beiden Adern der vom Anrufsucher zu der Umschaltstelle US4 führenden Sprechleitung die im erreichten Gruppenwähler an die Sprechleitungen angelegten Potentiale liegen.
  • Beim Aufprüfen des Anrufsuchers auf die anrufende Leitung wird das Relais T1 zu dem in der c-Ader des Anrufsuchers liegenden niederohmigen Widerstand in Nebenschluß gelegt, so daß es sich nicht mehr halten kann. Relais T1 fällt also ab, öffnet den Kontakt i t1 und schließt den Kontakt 15 t1, so daß die a -Ader der Sprechleitung zu der anrufenden Sprechstelle durchgeschaltet ist. Es spricht daher jetzt das Relais U1 in der Umschaltstelle UStl an: Erde, Kontakt 5 '(l, Wicklung Il des Relais U1, Kontakt 41t2, Anschlußleitung zur Teilnehmerstelle TStI, Kontakt 31t2, Relais L'1 Wicklung I, a-Ader der Verbindungsleitung, Kontakte ? t2, 15 t1, a-gder der Sprechleitung über Anrufsucher AS, zum Gruppenwähler, Batterie, Erde. Relais L'1 bewirkt durch Schließen des Kontaktes 16u1 die Durchschaltung zur b-Ader der Verbindungsleitung. Das Relais U1 hält sich dabei nach Abschaltung des Erdpotentials in der Umschaltstelle UStl über die b-Ader der Verbindungsleitung, Kontakte 141" i 8 r1, Widerstand Wz3, Erde in der Umschaltstelle USt-Infolge des Offnens des Kontaktes i t1 beim Aufprüfen des Anrufsuchers auf die anrufende Leitung wurde der Stromkreis des Relais R1 unterbrochen. Dieses fällt infolge Einwirkung seiner Kurzschlußwicklung verzögert ab, so daß die Kontakte 6 r1 und 18 r1 erst nach einiger Zeit geöffnet werden. Diese Zeit ist ausreichend, um zu ermöglichen, daß das Relais U1 in der Umschaltstelle UStl sicher anspricht und die Durchschaltung der b-Ader der Sprechleitung in der Umschaltstelle vornimmt. Wenn dann bei Abfall des Relais R1 der Kontakt igrl geschlossen wird, so ist die Schleife zwischen den Sprechadern des zum Gruppenwähler aufgebauten Verbindungsweges sichergestellt. Infolgedessen sind Störungen vermieden, die auftreten können, wenn im Gruppenwähler das Relais A über die d-Ader der Verbindungsleitung erregt ist, während das Relais B über die b-Ader der Verbindungsleitung noch nicht angesprochen hat. Dieser Schaltzustand der beiden Relais im Gruppenwähler (A erregt, B nicht erregt) ist aber Kennzeichen der Fernamtstrennung. Dasselbe Kennzeichen würde also auch gegeben sein, wenn beim Abfallen des Relais T1 beide Adern der Sprechleitung 'in der Umschaltstelle USt, sofort durchgeschaltet würden, da ja einige Zeit vergeht, ehe nach dem Ansprechen des Relais L%1 über die a =Ader die Schleife über den Kontakt 16 itl geschlossen wird.
  • Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel erfolgt ebenso wie bei Anordnungen nach dem ersten Ausführungsbeispiel ein Wechsel der Stromrichtung auf der einen Ader der Verbindungsleitung. Hierbei ist jedoch, eine stufenweise Änderung des Stromes nicht unbedingt erforderlich, da bei Verwendung von Anrufsuchern das Wechseln der Stromrich-. tung erst vorgenommen wird, wenn der Anrufsucher sich auf die anrufende Leitung eingestellt hat. Das Wechseln der Stromrichtung erfolgt daher nahezu gleichzeitig mit dem Ansprechen des Relais U1 der sprechenden Stelle, so daß die Abschaltung des anderen Teilnehmers sofort erfolgt und ein durch das kurze Ansprechen des Weckers gegebenenfalls hervorgerufenes Abnehmen des Hörers an dieser Teilnehmerstelle unwirksam bleibt. Es ist jedoch selbstverständlich möglich, auch bei dieser Anordnung das Wechseln der Stromrichtung stufenweise vorzunehmen.
  • Auch bei dem zweiten Ausführungsbeispiel sind in der Umschaltstelle USt= Einrichtungen vorgesehen, welche verhindern, daß ankommende Verbindungen auf Anschlußleitungen des Zweieranschlusses aufprüfen, wenn einer der Teilnehmer des Zweieranschlusses bereits spricht. Auch hierbei ist, wenn z. B. der Teilnehmer TSt. spricht, entweder bei Einleitung der Verbindung das Relais R2 erregt und damit der Kontakt 2o r2 geschlossen oder das Relais T2 abgefallen und damit der Kontal<:t 2i t2 geschlossen, d. h. in beiden Fällen ist die hochohmige Wicklung I des Relais T1 kurzgeschlossen, so daß ein Aufpriifen eines Leitungswählers auf diese Anschlußleitung nicht möglich ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, bei welchen mehrere ankommende Leitungen verschiedener Verkehrsrichtung über eine gemeinsame Verbindungsleitung Zugang zu verschiedenen Verbindungswegen haben, von denen jeweils ein bestimmter einer der ankommenden Leitungen oder Leitungsgruppen zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß in der Vermittlungsstelle an jedem der verschiedenen Verbindungswege Schaltmittel angeordnet sind, die ein unter dem Einfluß einer anrufenden Leitung an den von dieser zu benutzenden Verbindungsweg angeschaltetes Hilfspotential zur Beeinflussung der Steuereinrichtungen nachgeordneter Verbindungseinrichtungen nach Einleitung der Verbindung im Amt, aber nicht vor Durchschaltung des Sprechweges an der anrufenden Leitung abschalten.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anreize zur Durchschaltung des Sprechweges an der anrufenden Leitung und zur Abschaltung des Hilfspotentials gleichzeitig (z. B. durch Abfall von.Ri in Fig. i bzw. Erregung von T1 in Fig. 2) gegeben werden und Hilfsmittel in der Vermittlungsstelle die Abschaltung des Hilfspotentials bis zur Durchschaltung des Sprechweges an der anrufenden Leitung verzögern.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,-daß die Anreize zur Durchschaltung des Sprechweges an der anrufenden Leitung und zur Abschaltung des Hilfspotentials nach Außerwirkungsetzen des von der anrufenden Leitung beeinflußten Anrufrelais gegeben werden. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit der Abschaltung des Hilfspotentials die Sprechleitung in dem von der anrufenden Leiteng zu benutzenden Verbindungsweg metallisch durchgeschaltet wird.
DE1935S0116948 1935-01-28 1935-01-29 Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen Expired DE691690C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1935S0116948 DE691690C (de) 1935-01-28 1935-01-29 Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2090171X 1935-01-28
DE1935S0116948 DE691690C (de) 1935-01-28 1935-01-29 Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE1935S0117318 DE694609C (de) 1935-01-28 1935-02-28 Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE691690C true DE691690C (de) 1940-06-05

Family

ID=31998384

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1935S0116948 Expired DE691690C (de) 1935-01-28 1935-01-29 Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE691690C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE691690C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE666438C (de) Schaltungsanordnung fuer Zweieranschluesse in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE696328C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen mit Waehlerbetrieb zur selbsttaetigen Benachrichtigung eines an der Herstellung einer Verbindung gehinderten Teilnehmers bei Freiwerden des Verbindungsweges
DE683633C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetig anschaltbaren Sprechstromverstaerkern
DE628067C (de) Schaltungsanordnung zur Herstellung von Rueckfrageverbindungen in Fernsprechnanlagen mit Waehlerbetrieb
DE691853C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE689669C (de) Schrittschaltwaehler mit mehreren Schaltarmsaetzen fuer selbsttaetige Fernmeldeanlagen
DE694609C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE887830C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen mit Waehlerbetrieb, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen mit Teilnehmern verschiedener Verkehrsberechtigung
DE663155C (de) Schaltung fuer Untervermittlungsstellen
DE864110C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit mit mehreren Abzweigstellen versehenen Verbindungsleitungen
DE912233C (de) Schaltungsanordnung zur Ausloesung von Verbindungen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE695009C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit Gesellschaftsleitungen
DE933873C (de) Schaltungsanordnung fuer Verbindungsleitungen zwischen Nebenstellen-anlagen mit Waehlerbetrieb und dem oeffentlichen Fernsprechnetz
DE814469C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit Zweieranschluessen
DE566201C (de) Schaltungsanordnung fuer eine mit mehreren Abzweigstellen versehene Verbindungsleitung in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE927216C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE414609C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Einrichtungen zur Fuehrung von Gruppengespraechen
DE709542C (de) Schaltung zur Belegung eines aus Anrufsucher und Nummernstromstossempfaenger bestehenen Verbindungsweges
AT148061B (de) Schaltungsanordnung für Gesellschaftsleitungen in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen.
DE713239C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE645375C (de) Schaltungsanordnung fuer zweiadrige Verbindungsleitungen
DE738099C (de) Schaltung fuer Fernsprechanlagen mit Personensucheinrichtung
DE731797C (de) Schaltungsanordnung fuer Gesellschaftsleitungen mit zwei Abzweigstellen in Fernsprechanlagen
DE544780C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit halbselbsttaetigem Betrieb