DE6916012U - Gewichtsschalteinrichtung einer waage - Google Patents
Gewichtsschalteinrichtung einer waageInfo
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Description
PATENT/' WA LTE
HFLMUT SCHROETER KLAUS LEHMANN
DIPL.-PHYS. DIPL.-INC. β MÜNCHEN Q5- U POWSKYSTR. IO
Sartorius-Werke GmbH. sar-30x 7/M/l
19 .4,1969
Gewichtsschaltungeinrichtung einer Waage
Die Erfindung bezieht sich auf eine Gewichtsschalteinrichtung einer Waage mit motorischem Antrieb ihrer fc. aaltnocken-""}
welleCn).
Aus der US-Patentschrift 3.055.444 - CHYO ist eine derartige
Gewichtsschalteinrichtung bekannt, bei der Schaltgewichte
von Schaltarmen aufgelegt und abgehoben werden und die Schaltarme durch Nocken von Schaltnockenwellen betätigt
werden. Die Schaltnockenwellen werden von einem Elektromotor getrieben, der durch elektrische Kontakte an beiden
Enden des Waagebalkens immer dann eingeschaltet wird, wenn der Balken über das Ende seines Neigungsbereiches
hinaus ausschlägt.
Nach den Vorschriften der deutschen Eichordnung muss zuver-'
lässig verhindert werden, dass die Schal ^nockenwelle in
Zwischenstellungen zwischen den Schaltstellungen stehenbleibt, denn in solchen Zwischenstellungen wäre mindestens
ein Schaltgewicht nicht ausreichend weit von seiner Auflage am Schalenträger oder Gehänge des Waagebalkens abgehoben.
Infolgedessen wäre der Waagebalken nur in einem Teil seines Neigungsbereiches durch das oder die unvollständig abgehobenen
Gewichte belastet, was zu Fehlwägungen führen würde.
Bei bekannten Waagen ist zu diesem Zweck auf der oder jeder Schaltnockenwelle eine Rastnocke vorgesehen, die
16012
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dafür sorgen soll, dass ihre Schaltnockenwelle nur in bestimmten Raststellungen anhält.
Hierdurch lassen sich Zwischenstellungen der Schaltnockenwellen, wenn sie motorisch angetrieben werden, nicht mit
Sicherheit verhindern, insbesondere dann nicht, wenn jede Schaltnockenwelle bei einer Umdrehung zehn verschiedene
Schaltstellungen einnehmen soll, wie es für die Zu·* und Abschaltung der Gewichte einer Gewichtsdekade erforderlich
ist. Bei gleichmässiger Verteilung der Schaltstellungen über eine volle Umdrehung der Schaltnockenwelle verbleibt
zwischen zwei Schaltstellungen nur ein Drehwinkel von 36°. Es ist praktisch nicht möglich, den Schaltmotor nach
einer Verstellung der Schaltnockenwelle so präzise stillzusetzen, dass die Schaltnockenwelle in einer Raststellung
stehenbleibt. Vielmehr treibt der Motor, bis er zur Ruhe gekommen ist, die Schaltnockenwelle noch ein Stück über
ihre Raststellung hinaus. Auch durch eine Bremse, die beim Abschalten des Motors eingeschaltet wird, kann das
Weiterlaufen der Schaltnockenwelle nicht zuverlässig verhindert werden. Ausserdem bedeutet die Bremse einen ins
Gewicht fallenden Mehraufwand.
Nach dem deutschen Gebrauchsmuster 1.990.567 der Anmelderin wird ein sicheres Anhalten der SchaltnockenwelleCn) in
ihren genauen Schaltstellungen dadurch erzwungen, dass zwischen den Antriebsmotor und die Schaltnockenwelle(n)
ein Malteserkreuzgetriebe eingeschaltet wird.
Das Malteserkreuzgetriebe übernimmt die Rastfunktion für
die Schaltnockenwelle selbst, und das Treibrad des Getriebes kann nach jedem Schaltvorgang noch mehr als eine halbe
Umdrehung ausführen, ohne einen neuen Schaltvorgang auszulö-
-3- ear-3Ox
sen.
Hat die Schaltnockenwelle eine grossere Anzahl, z.B. zehn
verschiedene Schaltstellungen, so würde entweder ein recht kompliziertes Malteserschaltrad erforderlich, oder es müsste
ein zusätzliches Untersetzungsgetriebe vorgesehen werden.
Nach der vorliegenden Erfindung wird dieser Aufwand dadurch
vermieden, dass als selbeteperrendes Schrittschaltwerk
mit Leerlaufeigenschaft zwischen den Schaltschritten ein abgewandeltes Schneckengetriebe dient, bei dem der Gewindegang
der Schnecke nur über einen Teil seines Umfange eine Steigung hat, im verbleibenden Teil seines Umfange aber steigungslos
ist.
Die Erfindung hat den Vorteil, dass man dem Schneckenrad ohne Schwierigkeitea so viel Zähne und Lücken geben kann,
wie die Schaltnockenwelle Schaltstellungen benötigt, insbesondere also zehn Zähne und Lücken. Ein besonderes Untersetzungsgetriebe
erübrigt sich daher. Man kann auch den Obergang vom steigungslosen in den Steigungsteil des Gewindeganges
so sanft gestalten, dass die Schaltbewegungen allmählich beginnen und aufhören und hat trotzdem noch
einen ausreichenden Umfangsteil für die Leerlaufbewegung
der Antriebswelle zur Verfügung. Schliesslich kreuzen sich
Antriebs- und Abtriebswelle beim Schneckengetriebe, so dass man den Antriebsmotor in einer Waage günstig und platzsparend
unterbringen kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben.
Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht eine oberschalige
I I
1 t
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Neigungewaage mit einer Schaltgewichtseinrichtung
und ihrem Antrieb über ein abgewandeltes Schneckengetriebe nach der Erfindung.
Fig. 2 zeigt das Schneckengetriebe allein mit dem Antriebsmotor.
Fig· 1 zeigt eine an sich bekannte oberschalige Neigungsgewichtswaage, die nicht im einzelnen beschrieben zu werden
braucht. An ihrem Schalenträger 1 ist ein Gewichtsbfigel 3 starr befestigt, der für jedes Schaltgewicht 5, 6 eine
gabelförmige Auflage 8 besitzt. Der Übersichtlichkeit halber sind nur zwei Schaltgewichte und ihre Auflagen dargestellt,
während für jede Schaltdekade normalerweise vier Schaltgewichte und Auflagen erforderlich sind.
Zum Abheben der Schaltgewichte 5, 6 dienen Gewichtsschalthebel 10 mit je einer Gabel 12 zum Erfassen und Abheben
der Schaltgewichte. Die Gewichts schalthebel, 10 sind um eine feste Achse 14 drehbar und werden von Nocken 16 betätigt,
die drehfest auf der Schaltnockenwelle 18 sitzen. Die Schaltnockenwelle trägt ausserdem ein Ziffernrad 20, das zehn
Ziffern für die einschaltbaren Gewichte einer Dekade trägt.
Zum Antrieb der Schaltnockenwelle dient ein Elektromotor 22, der an einer Stütze 38 der Waage befestigt ist. Der
Motor treibt die Schaltnockenwelle 18 über das abgewandelte Schneckengetriebe 40, 42 an. Die abgewandelte Schnecke
42 hat eine einzige Rippe 44, die nur über einen kleinen Teil ihres Umfangs bei 44a eine Steigung hat, in dem übrigen Teil ihres Umfangs aber steigungslos verläuft, nämlich
oben und unten in :rig. 5 und auf der ganzen in Fig. 5 nicht
dargestellten Rückseite der Schnecke. Die Schaltnockenwelle 18 hat zehn Schaltstellungen. Entsprechend hat das
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Der Motor 22 lässt sich in beiden Drehrichtungen betreiben. Am Ende des Neigungsbereiches des Waagebalkens wird er
durch einen (insbesondere optischen) Schalter in der einen oder anderen Richtung in Betrieb gesetzt. Bei einer Umdrehung
seiner Welle machen die Schnecke 42 eine Umdrehung und
die Schaltnockenwelle eine Zehntelumdrehung, wobei eines oder mehrere Schaltgewichte aufgelegt oder abgehoben werden.
Hat der Motor 22 je nach Bedarf eine oder mehrere Umdrehungen ausgeführt, so wird er abgeschaltet, sobald der Steigungsteil 44a der Rippe 44 das Schneckenrad 40 verlassen
hat. Der Motor kann dann noch etwas weiterlaufen, bis er zur Ruhe kommt, wofür ihm etwa 80% einer Umdrehung zur
Verfügung steht. Es ist ohne Schwierigkeiten möglich, einen Motor mit Sicherheit innerhalb eines so grossen Drehwinkels
stillzusetzen.
Auseer der dargestellten einen Schaltnockenwelle 18 können
weitere Schaltnockenwellen für Gewichte weiterer Dekaden vorgesehen sein«
Claims (2)
1. Gewichtsschalteinrichtung einer Waage mit motorischem
Antrieb ihrer SchaltnockenwelleCn), wobei zwischen den Antriebsmotor und die Schaltnockenwelle(n) ein
selbstsperrendes Schrittschaltwerk mit Leerlaufeigenechaft zwischen den Schaltschritten eingefügt ist,
dadurch gekennzeichnet , dass als Schrittschalt·
werk ein abgewandeltes Schneckengetriebe (40, 42) dient, bei dem der Gewindegang (44) der Schnecke (42)
nur über einen Teil seines Umfangs (44a) eine Steigung
hat, im verbleibenden Teil seines Umfangs aber steigungslos ist·
2. Gewichteschalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet- dass die Zahl der Zahne und Lücken
des Schneckenrades (40) gleich der Zahl der Schaltstellungen der Schaltnockenwelle(n) (18) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19696916012 DE6916012U (de) | 1969-04-18 | 1969-04-18 | Gewichtsschalteinrichtung einer waage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19696916012 DE6916012U (de) | 1969-04-18 | 1969-04-18 | Gewichtsschalteinrichtung einer waage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6916012U true DE6916012U (de) | 1969-09-11 |
Family
ID=34088458
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19696916012 Expired DE6916012U (de) | 1969-04-18 | 1969-04-18 | Gewichtsschalteinrichtung einer waage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6916012U (de) |
-
1969
- 1969-04-18 DE DE19696916012 patent/DE6916012U/de not_active Expired
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