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Verbindung zwischen Spulenbehälter und Hauptkoffer von kinematographischen
Koffergeräten Die 'Erfindung bezieht sich auf die Verbinnung zwischen Spulenbehälter
und Hauptkoffer von kinematographischen Koffergeräten, bei denen die Spulen in besonderen,
für den Betrieb mit dem Hauptkoffer zu verbindenden und vorzugsweise ebenfalls kofferartig
ausgebildeten Behältern untergebracht sind. Sie betrifft insbesondere eine als Sicherheitsvorrichtung
wirkende Riegeleinrichtung, die bei der Befestigung des Spulenbehälters auf dem
Hauptkoffer betätigt wird und die Wirkung hat, daß die Tür des Hauptkoffers erst
dann geschlossen und also erst dann der Betrieb aufgenommen werden kann, wenn nach
der Verbindung des Spulenbehälters mit dem. Hauptkoffer .die Tür des ersteren geschlossen
wurde.
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Die Erfindung besteht darin, daß bei einer Verbindung der genannten
Art in der Kofferwand, auf die der Spulenbehälter aufgesetzt wird, ein dreiarmiger
Riegel gelagert ist, der unter der Wirkung einer Feder gegen einen Anschlag gezogen
wird, in welcher Stellung sein einer Arm in den Weg ragt, den ein beim Ansetzen
des Spulenkoffers mit diesem fest verbundener Dorn zurücklegt, wobei der Riegel
in eine Stellung bewegt wird, in welcher sein zweiter Arm die Tür des Hauptkoffers
sperrt, welche Sperrung beim Schließen des Spulenbehälters durch Einwirkung eines
an dessen Deckel angebrachten Anschlages auf den dritten Riegelarm beseitigt wird.
Gegenüber früher vorgeschlagenen Bauarten sind die gemäß der Erfindung vorgesehenen
Mittel, welche die Behälterbefestigung in Abhängigkeit von den Türverschlüssen bringen,
wesentlich einfacher. -Zweckmäßig sind die zur Befestigung des Spulenbehälters auf
dem Hauptkoffer vorgesehenen Mittel derart ausgebildet, daß sie das Einsetzen des
Dorns nur in einer bestimmten Anfangstellung ermöglichen und die den Riegel steuernde
Verschiebung des Spulenbehälters mit dem Dorn bedingen. Bei einer besonders einfachen
Ausführungsform sind, vorteUhaft in ,einer besonderen, in die Hauptkofferwand eingelassenen
Befestigungsplatte, T-Schlitze vorgesehen, in -welche am Boden des Spulenbehälters
vorgesehene, mit Ringnuten versehene Einsteckzapfen eingesteckt
änd
eingeschoben werden. Es kann vorteilhaft sein, sie in der eingeschobenen Stellung
z. B, durch Riegel festzuhalten.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel, und zwar erläutern die
Abb: i bis 3 die: gegenseitige Lage des Spulenbehälters und des Hauptkoffers: Abb.
i in Seitenansicht und Abb. 2 in Stirnansicht; teilweise im Schnitt, während Abb.
3 die zugehörige Draufsicht ist.
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Abb. 4 zeigt die Riegelanordnung in Draufsicht und Abb. 5 zeigt sie
im Schnitt, beide in größerem Maßstab.
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Der das Filmlaufwerk enthaltende Raum des Hauptkoffers i besitzt die
Tür 2. Auf den Hauptkoffer ist der ebenfalls kofferartig ausgebildete Spülenbehälter
3 aufgesetzt, der seinerseits durch die um ein an seiner oberen Längskante angeordnetes
Scharnier 4 aufklappbare Tür 5 zu verschließen ist. An der Tür 5 des Spulenbehälters
ist ein unter dessen Boden herabreichender Anschlag 6 befestigt. Der Boden des Spulenbehälters
trägt drei Einsteckzagfen 7, von denen aber nur der eine mit der Verriegelungseinrchtung
zusammenwirkende gezeichnet ist. Auch die Ringnuten der Einsteckzapfen, die mit
T -Schlitzen in einer besonderen, in die Kofferwand eingelassenen Befestigungsplatte
zusammenwirken, sind ebenso wie die letztere nicht gezeichnet. In der oberen Kofferwand
8 ist ein dreiarmiger Riegel mit .dem Zäpfen g in einer Buchse io drehbar gelagert.
Zwei mit dem Bolzen g fest verbundene Arme i i und 12 des Drehriegels befinden sich
unterhalb der Kofferwand 8, während der dritte Arie 13 über der Kofferwand angeordnet
ist. An dem Arm 13 greift eine Feder 14 an, die bestrebt ist, den Arm 12 des Riegels
in Anlage an einen Anschlag 15 zu bringen. In dieser in Abb. q. strichpunktiert
eingezeichneten 'Stellung ragt der Arm ii des Drehriegels in den Weg des als Steuerdorn
benutzten Einsteckzapfens 7, den dieser bei der Befestigung des Spulenbehälters
auf dem Hauptkoffer entsprechend der Ausbildung der Befestigungsvorrichtung zurücklegen
muß und der innerhalb des in Abb. 4 eingestrichelten Langloches 16 verläuft. Die
Befestigungsverrichtung ist derart, daß das Einsetzen des Dornes 7 nur am Ende 17
des Langloches 16
erfolgen kann: Es ist daher nicht möglich, den Dorn 7 etwa
auf den Riegelarm i i aufzudrücken.
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An der Koffertür 2 ist ein mit dem Riegelarm 12 zusammenarbeitender
Anschlag 18 angebracht.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Beim Aufsetzen des
Spulenbehälters auf den Koffer wird der Dorn 7 in das Langloch 16 an dessen Ende
17 eingeführt. Die Arme .des Drehriegels befinden sich in der durch das 'Anliegen
des Armes 12 an dem Anschlag i; festgelegten, in "Sbb. 4 strichpunktiert eingezeichneten
Stellung. Die Befestigungsvorrichtung für den Spulenbehälter auf dem Koffer ist
derart, daß er, bevor er festsitzt, noch längs verschoben werden muß, derart, daß
der Dorn 7 in dem Langloch 16 sich von dem Ende 17 des Langloches in Abb: 4 nach
rechts entfernt. Dabei nimmt er den Arm i i des Drehriegels mit und verschwenkt
ihn und die übrigen Arme des Drehriegels in die in Abb.4 dünn gestrichelt eingezeichnete
Stellung. .
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- War vor dem Aufsetzen des Spulenbehälters die Tür :2 des Hauptkoffers
geschlossen, so wäre die Verschiebung des Dornes 7 in deni Langloch 16 nicht möglich
gewesen, weil der Arm 12 des Drehriegels durch den Anschlag 18 an der Koffertür
an einer Bewegung gehindert gewesen wäre. Die Koffertür muß also vor dem Aufsetzen
des Spulenbehälters geöffnet sein. Nachdem der Spulenbehälter nun aufgesetzt ist
und der Film aus ihm heraus und in den Hauptkoffer hineingeführt ist, könnte die
Tür :2 des Hauptkoffers geschlossen werden. Das ist aber nicht möglich, solange
der Riegelarm 12 in der nach dem Aufsetzen und Befestigen des Spulenbehälters erreichten,
in Abb. 4 gestrichelten Stellung steht, weil dann der Anschlag 18 auf den Riegelarm
12 auftrifft. Der Riegelarm 12 muß also erst aus dieser die Tür :2 des Koffers sperrenden
Stellung entfernt werden. Das geschieht selbsttätig durch das Schließen der Tür
5 des Spulenbehälters,welches somit nicht vergessen werden kann, denn bevor die
Tür 5 nicht geschlossen ist, läßt sich auch die Tür des Hauptkoffers nicht schließen.
Beim Schließen der Tür 5 des Spulenbehälters drückt derAnschlag6 gegen den Riegelarm
13 und verschwenkt diesen in die in Abb. 4 mit starken Strichen eingezeichnete Stellung,
so daß auch die Arme i i und 12 die entsprechend eingezeichneten Stellungen einnehmen.
In dieser letzten Stellung steht der Riegelarm i-a wieder außerhalb des Weges des
Anschlags 18 der Hauptkoffertür 2, so daß auch diese nunmehr geschlossen werden
kann, womit die Anlage betriebsbereit ist.