DE690704C - Verfahren zum Nitrieren von pulverfoermiger Staerke - Google Patents

Verfahren zum Nitrieren von pulverfoermiger Staerke

Info

Publication number
DE690704C
DE690704C DE1936N0039519 DEN0039519D DE690704C DE 690704 C DE690704 C DE 690704C DE 1936N0039519 DE1936N0039519 DE 1936N0039519 DE N0039519 D DEN0039519 D DE N0039519D DE 690704 C DE690704 C DE 690704C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nitriding
starch
acid
nitro
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1936N0039519
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Johann Helle
Dipl-Ing Dr Alfons Kunz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NITROKEMIA IPARTELEPEK RESZVEN
Original Assignee
NITROKEMIA IPARTELEPEK RESZVEN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NITROKEMIA IPARTELEPEK RESZVEN filed Critical NITROKEMIA IPARTELEPEK RESZVEN
Application granted granted Critical
Publication of DE690704C publication Critical patent/DE690704C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Verfahren zum Nitrieren von pulverförmiger Stärke Es ist bekannt, zum Nitrieren von Stärke konzentrierte Salpetersäure oder eine Mischung von Salpetersäure und Schwefelsäure, die sogenannte Mischsäure, zu verwenden. So verwendete man Mischsäuren, bei welchen das. Verhältnis der beiden Säuren Salpetersäure und Schwefelsäure i : i bzw. 1 ::2 betrug, arbeitete dann aber unter + 5 ° C. Mit Mischsäuren, die mehr als So°/Q Salpetersäure enthielten, arbeitete man ausschließlich bei höhe-, ren Temperaturen, d. h. bei etwa io bis 2o° C: Bei Verwendung von Mischsäuren mit hohem Schwefelsäuregehalt und bei niedrigen Nitriertemperaturen ergibt sich eine kleinkörnige, schwer filtrierbare und sehr schwer stabilisierbare Nitrostärke. Beim Nitrieren mit Salpetersäure oder mit einer Mischsäure mit hohem Salpetersäuregehalt und höheren N.itriertemperaturen erhält man hingegen ein teilweise abgebautes Produkt, welches ungleichmäßig nitriert ist und ebenfalls schwer stabilisiert werden kann.
  • Die aus diesen Nitrostärken erzeugten Schießpulver haben ungünstige ballistische Eigenschaften.
  • Bei den bekannten Verfahren ergaben sich auch beim Nitrieren hohe Säureverluste. Das Verhältnis zwischen der Stärke und der zum Nitrieren angewandten Säure betrug i : 1o und auch mehr.
  • Die Grundbedingung für die Gewinnung guter Nitrostärke ist ein gleichmäßiges' Nitrieren, d. h. es soll jedes Stärketeilchen nach Möglichkeit den gleichen Stickstoffgehalt habeil; ferner ist es erwünscht, daß die Nitrostärke gut stabilisierbar ist; denn nur aus einer solchen Nitrostärke können gleichmäßige, stabile Sprengstoffe mit verläßlicher Wirkung hergestellt werden.
  • Zur Herstellung einer solchen Nitrostärke nitriert man erfindungsgemäß eine Stärke mit einer Mischsäure von 7o bis 9o °/o H N O3-Gehalt und hält die Temperatur während der ganzen Dauer des Nitrierens unterhalb +. 5 ° C. Das Ergebnis ist sehr günstig, wenn man eine -Mischsäure anwendet, die 75 bis 85. % H N 03 und 2S bis 15 °/o H2 S 04 enthält und bei einer Temperatur von ungefähr -5 ° C arbeitet. Hierbei ändert ein Wassergehalt von i bis 2 °1o der zum Nitrieren verwendeten Säure nichts an dem günstigen Ergebnis.
  • Man erhält .eine gut filtrierbare Reaktionsmischung, wenn auf i Gewichtsteil der trokkenen Stärke 4 bis 6 Gewichtsteile Nitriersäure verwendet werden. .Aus dieser Reaktionsmischung kann die Abfallsäure wirtschaftlich zurückgewonnen und das nitrierte Produkt unter günstigen Verhältnissen weiter< verarbeitet werden.
  • Zum Nitrieren verwendet man vorteilhaft pulverförmige, getrocknete Stärke und sorgt gelegentlich des Zuführens der Stärke in die Mischsäure und während des Nitrierens durch energisches Umrühren dafür, daß die Stärke diesen gut verteilten Zustand während des ganzen Nitriervorganges nach Möglichkeit behält. Es ist wichtig, die Knollenbildung zu vermeiden bzw. auf ein Minimum zurückzuführen, denn die Knollen verschlechtern die Qualität des Produktes.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren erhält man eine einheitliche, gut und leicht stabilisierbare Nitrostärke, und das Nitrieren ist mit geringen Säureverlusten durchführbar.
  • Nach dem Verfahren ist eine Nitrostärke t rh.it i3,5 bis 13,6°/o Stickstoffgehalt leicht hersteilbar, wogegen laut Angaben der Literatur, z: B. L i e bi g s Annalen der Chemie B. 52o, Heft 3, S.272. 1935, der maximal erreichbare Stickstoffgehalt nach den verschiedenen Autoren zwischen i3,ioo% und 13,44/o schwankt. Auf die gleichmäßige, hochmolekulare Beschaffenheit der nach dem vorliegenden Verfahren erzeugten Nitrostärke lassen auch die vorzüglichen chemischen und physikalischen sowie ballistischen Eigenschaften schließen. Ein Sprengstoff, welcher mit einer Nitrostärke von 12,80/, Stickstoffgehalt hergestellt wurde und welcher ioo/o Phlegmatisierungsmittel enthält, ergab die nachfolgenden Prüfdaten:
    Wasseraufnahme bei 2o° C und 8o 0/, relativer Feuchtigkeit 1,27 bis z,28°/0,
    Abel-Probe bei Temperaturen von 8o' C . . . . . . . . . . . . ... bis 3 Stunden negativ,
    Abel-Probe bei Temperaturen von iio° C . . . . . . . . . . . . . . bis 35 Minuten negativ,
    Stabilität laut Bergmann- Junk-Mayrhofer bei 13o° C,
    Prüfdauer 2 Stunden............................... Verbrauch an n/io-Thiosulfat, Lö-
    sung: pro Gramm 2 Tropfen,
    Stabilität laut Bergmann-Junk-Mayrhofer bei 130°C,
    Prüfdauer 5 Stunden ............................... Verbrauch an n/io-Thiosulfat, Lö-
    sung: pro Gramm 0,45 cm3,
    Trautzl-Probe mit io g des Strengstoffes in Pulverform. . 366 bis 368 cm3,
    Ausbauchung ........................................ 354 bis 356 cm3,
    Brisanzprobe laut Heß mit 55 g Sprengstoff . . . . . . . . . . . Oberer Bleizylinder in Stücke zer
    rissen, unterer Bleizylinder 27,8
    bis 28,o mm Höhe,
    Spezifische Dichte der Preßkörper, welche für die Brisanz-
    probe laut H e ß dienten . . . . . . . . . . . . . . . . . . : . . . . . . . . 1,425,
    Entflammungspunkt.................................. 17o° C.
    Beträgt das Mengenverhältnis zwischen der Stärke und der Nitriersäure 1 : 4 bis 6, vorzugsweise i : 4 bis 5, so ergibt sich eine dünne, breiartige Masse, von welcher die Nitriersäure leicht abgetrennt werden kann. Eine solche Reaktionsmischung ist leicht filtrierbar. Ist die Reaktionsmischung noch dünner, dann verstopfen die feinen Nitrostärketeilchen, die sich von den groben trennen, das Filter, das Auswaschen der Nitrostärke und die Rückgewinnung der Nitriersäure gestalten sich schwieriger, und man gewinnt eine stark verdünnte Abfallsäure. Mit Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit ist also das Einhalten der oben angegebenen Mengenverhältnisse besonders wichtig.
  • Das energische Umrühren der Mischung während des Nitrierens hat den Zweck, die Knollenhildung zu verhindern. Das Nitrieren solcher knollenhaltiger Stärke erfolgt unter sehr nachteiligen Verhältnissen, denn die Nitriersäure wirkt nicht gleichmäßig auf die ganze Masse :der Stärke ein. Die Konzen-, tration der Säure in den einzelnen Knollen ändert sich lokal entsprechend der während der Reaktion verbrauchten Salpetersäure und wegen des entstehenden Reaktionswassers. Die Zusammensetzung der Nitriersäure wird eine für die Herstellung gut nitrierter Stärke unvorteilhafte, wodurch lokale -G%erhitzungen hervorgerufen werden. Das Arbeiten mit solcher Säure hat zur Folge, .daß die Säure anstatt der nitrierenden zumTeil eine abbauende Wirkung ausübt, und man erhält nicht nur ein in den verschiedenen Teilen in verschiedenem Maße nitriertes, sondern auch ein schwer stahilisierbares Produkt. Außerdem verschlechtert sich die Ausbeute. Das Entsäuern ist wegen,der schlechten Filtrierfähigkeit nur schwer durchzuführen, und es ergibt sich eine große Menge dünner Abfallsäure, die nur mit hohen Unkosten regeneriert werden kann.
  • Im Sinne der Erfindung wird weiter das Nitrieren in kontinuierlichem Betrieb ausgeführt, wobei man einerseits die Stärke, andererseits die Mischsäure, bei ständigem Aufrechterhalten der niedrigen Temperatur, miteinander bei ständiger Strömung energisch vermischt und die Reaktionsmischung aus dem Reaktionsraum in kontinuierlicher Strömung ableitet.
  • Im kontinuierlichen Betrieb können die Menge der zugeführten Stärke und die Menge der zugeführten Mischsäure, ferner das Ableiten der Reaktionsmischung genau eingeregelt werden, so daß man die Möglichkeit hat, die Reaktionsstoffe im Reaktionsraum in beliebigen relativen Mengen und entsprechend der Größe des Reaktionsraumes beliebig lange Zeit aufeinander einwirken zu lassen. Im Realctionsraumvermischen sich die zugeführte konzentrierte Mischsäure und die zufolge der Reaktion sich bildende Abfallsäure mit veränderter Zusammensetzung sofort und ständig. Demzufolge gelangt die während des Nitrierens in den Reaktionsraum eingeführte ganze Menge der Stärke während der ganzen im Reaktionsraum verbrachten Zeit mit einer Säure von praktisch konstanter Zusammensetzung in Berührung. Das Nitrieren wird demzufolge gleichmäßig, so daß alle Stärketeilchen weitgehend denselbenGehalt an Stickstoff aufweisen werden. Die so gewonnene, äußerst gleichmäßig nitrierte Stärke ist sehr gut stabilisierbar und eignet sich zur Herstellung von Sprengstoffen bester Qualität.
  • Die Vorteile des kontinuierlichen Nitrierens ergeben sich aus dem Vergleich mit N itrierverfahren, die absatzweise arbeiten.
  • Beim absatzweisen Nitrieren verändert sich die Zusammensetzung der Säure im Laufe des Nitrierens ständig. Die der Niti#iermischung zu Beginn zugesetzte Stärke kommt mit der höchst konzentrierten Säure in Berührung, und es entsteht ein Produkt mit hohem Nitriergrad bzw. hohem Stickstoffgehalt. Während der Reaktion wird ein Teil der Salpetersäure verbraucht, und es entsteht Wasser. Die Säure wird stetig verdünnt, hat also stets eine andere Zusammensetzung und ergibt ein Produkt mit jeweils niedrigem Stickstoffgehalt. Das nitrierte Produkt besteht also aus einer Mischung von Stärketeilchen, die in verschieden hohem Maße nitriert sind. Dieser Umstand ist aber für das Endprodukt ein äußerst unerwünschter.
  • Umdie Konzentrationsänderungder Nitriersäure während der Reaktion auf ein möglichst geringes Maß einzuschränken, wurde beim absatzweisen Arbeiten ein großer Überschuß von Säure angewendet. Die Anwendung eines großen Säureüberschusses ist aber nicht wirtschaftlich, und es wird durch diesen Umstand die Filtrierbarkeit des Produktes verschlechtert. Beim kontinuierlichen Betrieb gemäß der Erfindung werden die oben besagten Nachteile vermieden, und man kann mit im Verhältnis geringer Menge der Säure ein äußerst gleichmäßig nitriertes Produkt wirtschaftlich herstellen.
  • Zum Ausführen des Verfahrens nach der Erfindung kann die in der Zeichnung beispielsweise dargestellte Vorrichtung vorteilhaft Verwendung finden.
  • In der Zeichnung zeigen die Abb. i die Nitriervorrichtung in einem Schnitt gemäß der Linie I-I der Abb. 2; Abb. 2 ist ein Schnitt der Nitriervorrichturng gemäß der Linie II-II der Abb. i.
  • Im Gefäß io aus säurebeständigem Stoff befinden sich zwei zueinander parallele, quer gestellte, Platten i i und 12, welche mit der Wandung des Gefäßes io und dem Zylindermantel 13 einen zylindrischen Raum zur Aufnahme der Kühlflüssigkeit umschließen. Diesem zylindrischen Raum wird die Kühlflüssigkeit durch das .Rohr 14 zugeführt und aus diesem Raum durch das Rohr 15 abgeführt. In das Innere 16 des Zylinders 13 reicht die Welle 17, welche vom Motor 18 angetrieben wird und welche an ihrem in den zylindri schen Raum i6 reichenden Ende mit Propellern ig versehen ist. In die Nitriervorrichtung wind aus dem Behälter 2q. gekühlte Mischsäure und aus dem Behälter 25 ständig pulverförmige Stärke durch Rohre 26 bzw. 27 in den Raum 22 zugeführt, wo diese beiden Stoffe durch das Umlaufen der Propeller im Sinne der Pfeile ständig umgerührt werden. Inzwischen strömt die Mischung aus dem Raum 20 über Rohre 21, die in den Platten ii und 12 befestigt sind, zurück in den Raum 22 und wird. energisch abgekühlt, indem sie in -demselben mit Kühlflächen großer Ausdehnung in Berührung kommt. Die Nitriermasse wird bei 23 entfernt.
  • Der Propeller wird vorteilhaft mit hohen Umdrehungszahlen; z. B. iooo bis 1500 pro Minute, angetrieben. Dadurch wird erreicht, daß die Stärke und die Säure sich miteinander innig vermischen; so daß in der Vorrichtung eine gleichmäßige, breiartige Masse entsteht. Zufolge der hohen Umdrehungszahl des Propellers bewegt sich die Masse entlang den Kühlflächen mit einer genügend großen Geschwindigkeit. Durch diese Arbeitsweise wird das rasche und gleichmäßige Vermischen der Säure und der Stärke erreicht, und das Abkühlender Masse sichert ein Nitrieren ohne Zersetzung des Stoffes.
  • Beispiel - Die handelsübliche, reine Weizenstärke wird zu feinem Pulver zerkleinert, getrocknet und in lufttrockenem Zustande zum Nitrieren verwendet. Der Nitriervorrichtung wird die Stärke über die mit dem Elektromotor 18 angetriebene Zuführungsvorrichtung 25 Zuge- führt. Gleichzeitig fließt aus dem Behälter 2q. die Mischsäure in das Nitriergefäß, die 8o °Ja H N 03 und 2o °/" H2 S 0, enthält. Diese Mischsäure wird im Gefäß in ständigem Umlauf erhalten, so daß ,die in .die Mischsäure fallende Stärke sich mit dieser vollständig vermischt. Die Temperatur der der Vorrichtung zugeführten Mischsäure beträgt etwa - 5° C; die Stärke und die Mischsäure werden der Vorrichtung so zugeführt, daß deren Mengenverhältnis in der Vorrichtung i : d.,5 beträgt. Die im .Nitriergefäß frei werdende Reaktionswärme wird durch ein Kühlmittel abgeleitet, welches im Kühlmantel strömt, so daß die Temperatur während des Nitrierens etwa - 5° C beträgt. Aus dem Nitriergefäß fließt die Reaktionsmischung entsprechend der Menge der der Vorrichtung zugeführten Stärke und Mischsäure ab.
  • Der Reaktionsraum der Vorrichtung wird so bemessen und .die Menge der der Vorrichtung zugeführten Säure und der Stärke so bestimmt, daß sich die ganze Menge der in der Vorrichtung vorhandenen Reaktionsmischung in etwa '/2 Stunde erneuert. Diese Zeit genügt dazu, um das Nitrieren vollständig durchzuführen. Da aber das Zufließen und das Abfließen fortlaufend erfolgen, kann es vorkommen, daß einzelne nicht nitrierte Stärketeilchen noch vor Ablauf dieser Zeit die Nitriervorrichtung verlassen. Deshalb wird man zur Sicherung des gleichmäßigen und vollständigen Nitrierens die Reaktionsmischung, die bei 23 austritt, noch einmal nachträglich nitrieren. Dieses nachträgliche Nitrieren erfolgt in einer Vorrichtung, die, ähnlich wie die oben beschriebene, aus einem Gefäß mit Mischwerk und Kühleinrichtung besteht, wobei die Temperatur des Reaktionsproduktes ebenfalls bei etwa - 5° C erhalten und das Reaktionsprodukt energisch umgerührt wird. Aus dieser Vorrichtung, in der das nachträgliche Nitrieren erfolgt, wird die Reaktionsmischung ebenfalls durch Überfließen entfernt. Die übergeflossene Mischung wird von der Säure in an sich bekannter Weise getrennt, gewaschen, stabilisiert und zu Schießpulver bzw. Sprengstoff verarbeitet.
  • Beim Verfahren nach dem angeführten Beispiel wurde eine Nitrostärke mit 12,8 °/o Stickstoffgehalt gewonnen, und die auf die trockene Stärke bezogene Ausbeute betrug 168 °%. .
  • Die Hygroskopizität der nach dem Verfahren hergestellten Nitrostärke ist mindestens gleich der Hygroskopizität der Nitrocellulose mit gleichem Stickstoffgehalt.
  • Die Nitrostärke, die nach der Erfindung hergestellt worden ist, hat einen weitgehend gleichmäßigen Stickstoffgehalt. Die Stabilität des aus derselben hergestellten Schießpulvers bzw. Sprengstoffs ist gleich der Stabilität der Nitrocelluloseprodulte mit entsprechendem Stickstoffgehalt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Nitrieren pulverförmiger Stärke, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stärke mit einem Nitriergemisch von 7o bis 9o °/o Salpetersäuregehalt nitriert und die Temperatur des Gemisches während des ganzen Verfahrens ständig unter + 5° C hält.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man beim Nitrieren zu i Gewichtsteil Stärke q. bis 6 Gewichtsteile Nitriersäure verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 'dadurch gekennzeichnet, daß die im fortlaufenden Betrieb abgeleitete Reaktionsmischung gesammelt, hierbei unterhalb -f- 5° C gerührt, sodann diese nachnitrierte Masse in einem stetigen Strom abgeleitet und weiterverarbeitet wird.
DE1936N0039519 1936-05-22 1936-06-07 Verfahren zum Nitrieren von pulverfoermiger Staerke Expired DE690704C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
HU690704X 1936-05-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE690704C true DE690704C (de) 1940-05-04

Family

ID=10980001

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1936N0039519 Expired DE690704C (de) 1936-05-22 1936-06-07 Verfahren zum Nitrieren von pulverfoermiger Staerke

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE690704C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE690704C (de) Verfahren zum Nitrieren von pulverfoermiger Staerke
DE1643059A1 (de) Verfahren zu der Herstellung von Nitroderivaten
DE2116020C3 (de) Schleifmittel auf der Grundlage von kubischem Bornitrid und Verfahren zu seiner Herstellung &#39;
DD107428B3 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung synthetischer zeolithe
DE670242C (de) Verfahren zum kontinuierlichen Nitrieren von Cellulosematerialien
DE410180C (de) Verfahren zur Reduktion organischer oder anorganischer Stoffe durch Natriumamalgam
DE2920441C2 (de)
DE677966C (de) Aufschliessen von Phosphaten
DE1808104C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Alkyl-4-nitroimidazolen
DE693990C (de) uengemitteln
DE1519885A1 (de) Verfahren zur Verfestigung oder Agglomerierung von feinteiligen Stoffen
DE2740403C2 (de)
DE594363C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkaliaziden, insbesondere Natriumazid
DE411155C (de) Verfahren zur Durchfuehrung von chemischen Umsetzungen
DE3015616C2 (de) Verfahren zur Herstellung von praktisch nicht hygroskopischem und auch im feingemahlenen Zustand stabilen Kupfer(II)-sulfatmonohydrat
AT214449B (de) Verfahren zur Herstellung von Cyanursäure
DE72173C (de) Verfahren zur Darstellung nitrirter Basen aus Benzylidenverbindungen primärer aromatischer Monamine
DE2338479B2 (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Nitrierungsprodukte enthaltender Salpetersäure
WO2025228598A1 (de) Effizientes verfahren zum feuchtbrikettieren von alkalimetallcyanid, insbesondere natriumcyanid
DE2620096C3 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von wasserfreiem Natriumdithionit
DE1467211C (de) Verfahren zur Herstellung von wasser freiem, stabilem, leicht löslichem Natrium cyanid
DE1568109C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von kristalliner Fructose
DE1545840A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von reaktionsbereitem Cyanursaeurechlorid in waessriger Suspension
DE592365C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumsulfat
DE1567885C3 (de) Verfahren zur Herstellung von glasigem Boroxid