DE690118C - Saugbremse fuer Werkstoffbahnen aus Papier, Karton, Zellglas u. dgl. - Google Patents

Saugbremse fuer Werkstoffbahnen aus Papier, Karton, Zellglas u. dgl.

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DE690118C
DE690118C DE1938J0062855 DEJ0062855D DE690118C DE 690118 C DE690118 C DE 690118C DE 1938J0062855 DE1938J0062855 DE 1938J0062855 DE J0062855 D DEJ0062855 D DE J0062855D DE 690118 C DE690118 C DE 690118C
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suction
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DE1938J0062855
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Jagenberg Werke AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H23/00Registering, tensioning, smoothing or guiding webs
    • B65H23/04Registering, tensioning, smoothing or guiding webs longitudinally
    • B65H23/24Registering, tensioning, smoothing or guiding webs longitudinally by fluid action, e.g. to retard the running web
    • B65H23/245Suction retarders

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  • Paper (AREA)

Description

  • Saugbremse für Werkstoffbahnen aus Papier, Karton, Zellglas u. dgl. Es ist bereits bekannt, beim Auf- und Umwickeln von Papier in einer Rollenschneide-und Umwickelmaschine oder beim Einführen des Papiers in einen Kalander oder bei anderen Papierverarbeitungsmaschinen die Papierbahn über eine Fläche, an die sie durch Luftdruck angepreßt wird, also beispielsweise über einen Saugkasten hin-wegzuführen und hierbei die Papierbahn durch die Reibung an der Saugkastenfläche, gegen die die Papierbahn durch den Druckunterschied gepreßt wird, zu bremsen.
  • Es sind insbesondere schon Saugbremsen bekannt, bei denen in die zu den einzelnen Zellen des Saugkastens führenden Saugleitungen von Hand zu bedienende Ventile eingeschaltet sind, so daß es möglich ist, die vom Unterdruckerzeuger zum Saugkasten führenden Leitungen nach Bedarf zu drosseln oder sogar zu sperren.
  • Die Bremsung von Bahnen aus Papier. Karton usw. mittels Saugbremsen hat sich durchaus bewährt, da die Werkstoffbahn über ihre ganze Breite hin gleichmäßig gespannt wird. Die Durchführung dieses Saugbremsverfahrens selbst erfordert keinen irgendwie beachtlichen Leistungsverbrauch, denn trotzdem der Saugkasten an einen Unterdruckerzeuger, z. B. einen Sauglüfter, angeschlossen ist, findet während der Bremsung keine irgendwie beachtliche Umwälzung von Luftmengen statt, weil nämlich die Schlitze des Saugkastens durch die zu bremsende Werkstoffbahn abgesperrt werden.
  • Eine derartige Saugbremse für Werkstoffbahnen aus Papier, Karton, Zellglas u. dgl., die also aus einem durch eine Leitung mit einem Unterdruckerzeuger verbundenen Saugkasten besteht, ist nun gemäß der Erfindung mit einer von dem im Saugkasten herrschenden Unterdruck abhängigen selbsttätigen Steuervorrichtung ausgerüstet, durch welche die Einwirkung des Unterdruckerzeugers auf den Saugkasten herabgesetzt wird, wenn der Unterdruck im Saugkasten schwindet. Wenn aus irgendeinem Grunde der eigentliche Arbeitsvorgang unterbrochen wird und sich auf der Bremsfläche des Saugkastens keine Werkstoffbahn befindet, so wird durch die Herabsetzung der Einwirkung des Unterdruckerzeugers auf den Saugkasten verhütet, daß durch die freien Schlitze des Saugkastens große Luftmengen angesaugt und vom Unterdruckerzeuger umgewälzt werden. Bei solchen Betriebsunterbrechungen, bei denen die Saugkastenöffnungen frei sind und einer großen Luftmenge den Eintritt gestatten könnten, kann also infolge der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Saugbremse nicht etwa eine große Luftmenge in den Unterdruckerzeuger gelangen und dort einen großen; Leistungsbedarf verursachen. Dies ist nichtnur wegen der Leistungsersparnis wichtib-Da der erwähnte Fall des großen Leistungsbedarfs vermieden wird, kann für den Antrieb des Unterdruckerzeugers ein erheblich kleinerer Motor gewählt werden. Wenn es sich hierbei um einen erheblich kleineren Drehmotor handelt, so wirkt es sich ferner auf den Leistungsfaktor (cos V) des Kraftnetzes günstig aus, daß dieser Motor ständig voll ausgenutzt wird. Würde man hingegen einen übergroßen Motor vorsehen müssen, der ausreicht, um bei Unterbrechungen der erwähnten Art eine große; durch die Saugkastenschlitze frei einströmende Luftmenge umzuwälzen, so würde ein solcher Motor während des eigentlichen Bremsvorganges nur mit geringer Belastung und daher mit einem schlechten Leistungsfaktor (cos 99) arbeiten. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Saugbremse ist ferner deshalb vorteilhaft, weil bei dieser mehrere Saugkästen an einen gemeinsamen Unterdruckerzeuger angeschlossen werden können, ohne daß die Wirksamkeit der Saugbremse beeinträchtigt wird, wenn infolge einer Betriebsunterbrechung die Öffnungen eines Saugkastens frei sind. Durch die selbsttätige Steuervorrichtung, die in Abhängigkeit von dem im Saugkasten herrschenden Unter-' druck wirkt, wird verhütet, daß der.Unterdruck in dem gesamten Leitungsnetz schwindet und somit auch die übrigen Saugbremsen außer Wirksamkeit gesetzt werden.
  • Es ist zwär schon. vorgeschlagen worden, die zu den Saugkästen einer Langsiebpapiermaschine führenden Saugleitungen durch eine selbsttätige Steuervorrichtung abzusperren. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um das Bremsen einer Werkstoffbahn aus Papier o. dgl. Außerdem wurde die zum Absperren der Saugleitungen dienende Steuervorrichtung nicht durch den in den Saugkästen selbst herrschenden Druck beeinflußt. Es war vielmehr noch eine -besondere Saugwalze und ein besonderer dieser Saugwalze zugeordneter Unterdruckerzeuger vorgesehen. Von dein in dieser besonderen Saugwalze herrschenden Druck wurde die selbsttätige Steuerung. beeinflußt, welche die von einem anderen Unterdruckerzeuger zu den Saugkästen führenden Leitungen absperrte. Von dieser bekannten Vorrichtung unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand nicht nur durch einen anderen Arbeitszweck,. nämlich das Bremsen einer Papierbahn u. dgl., sondern auch durch eine größere Einfachheit und übersichtlichkeit. Es ist ferner eine zu einer anderen Gattung zählende Vorrichtung für die Säugluftförderung von Schüttgütern bekanntgeworden, bei welcher sich im Innern eines jeden Saugrohres .ein Drosselorgan selbsttätig schließt, sobald "y@egen des Ausbleibens von Fördergut der Unterdruck in dem betreffenden Rohr unter einen gewissen Betrag sinkt.
  • Bei einer solchen Fördervorrichtung ist es nahehegend, eine Leitung abzusperren, wenn keine Förderung erfolgt, d. h., wenn kein Fördergut die Leitung durchfließt. Bei einer Saugbremse liegen jedoch andere Verhältnisse vor, zumal überhaupt keine Förderung in den Leitungen angestrebt wird und es nicht dem Verhalten der sonstigen dem Papierverarbeiter vertrauten Maschinen entspricht, daß der Leistungsbedarf einer Saugbremse, die noch nicht mit einer der Erfindung entsprechenden Vorrichtung ausgerüstet ist, beim Bremsen kleiner ist als dann, wenn die Bremse keine Bremswirkung ausübt.
  • Bei der Ausführung der Erfindung wird vorzugsweise die von dem Saugkasten zu dem Unterdruckerzeuger, also z. B. Sauglüfter, führende Leitung bis auf einen verhältnismäßig kleinen Querschnitt abgesperrt oder gedrosselt. Die Anordnung derartiger Absperrventile an sich ist bekannt. Es entspricht jedoch der Erfindung, daß die in die Saugleitung eingebaute, nach Art einer Rückschlagklappe ausgebildete Steuervorrichtung in der Schließstellung Durchbrechungen freiläßt, die gegenüber dem Querschnitt der abzusperrenden Leitung klein bemessen sind. Eine solch Rückschlagklappe schließt sich selbsttätig, sobald eine genügend starke Strömung in der Leitung auftritt. Wenn diese Strömung schwindet, was der Fall ist, wenn die Saugkastenfläche wieder mit einer Papierbahn bedeckt ist und sich infolge der von der Rückschlagklappe in ihrer Schließstellung freigelassenen Durchbrechung wiederum ein Unterdruck in dem Saugkasten einstellt, so kann die Rückschlagklappe sich auch wiederum selbsttätig öffnen.
  • Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung behandelt: Abb. i zeigt eine Saugbremse.
  • Abb. 2 zeigt einen Schnitt durch die Steuervorrichtung.
  • Der Saugkasten i ist in bekannter Weise in seiner oberen Fläche mit Schlitzen versehen. Über diese obere Saugkastenfläche, die als Bremsfläche dient, wird die zu bremsende Bahn B hinweggeführt. An den Saugkasten i ist die Saugleitung :2 angeschlossen, die zu einem Sauglüfter 3 führt, der durch einen nicht dargestellten Motor angetrieben wird.
  • In der Saugleitung 2 ist nach Art einer Rückschlagklappe die Klappe 4 schwenkbar um die Achse 5 angeordnet. In der Klappe .4 sind einige kleine Durchbrechungen b vorgesehen, deren Querschnitt sehr klein ist gegenüber dem Durchflußquerschnitt der Saugleitung 2. Mit der erwähnten Klappe q. ist ein Gegengewicht 6 verbunden.
  • Bei ordnungsgemäßem Betrieb, also wenn die Saugkastenschlitze durch die zu bremsende Bahn B abgedeckt sind, strömen keine beachtlichen Luftmengen durch die Leitung 2. Die Klappe q. wird daher durch das Gegengewicht 6 so geschwenkt, daß sie sich gegen den Anschlag 7 legt. In dem Augenblick jedoch, in dem z. B. die Bahn B reißt und die Schlitze in der oberen Fläche des Saugkastens i frei werden und daher eine große Luftmenge in die Saugleitung :2 einströmt, wird durch diese Strömung die Klappe q. entgegengesetzt zur Wirkung des Gegengewichtes 6 geschwenkt, so daß die Klappe q. die Saugleitung ?,fast vollkommen absperrt. Obwohl also nunmehr die Schlitze des Saugkastens i frei sind, kann der Sauglüfter doch nur eine ganz geringe, die kleinen Löcher b durchströmende Luftmenge ansaugen, so daß der Leistungsbedarf des Sauglüfters fast unverändert bleibt.
  • Wenn wiederum eine Bahn B auf die Bremsfläche des Saugkastens i aufgebracht ist und durch diese Bahn die Schlitze in dem Saugkasten z abgedeckt werden, so wird gar bald durch die kleinen Öffnungen b die in- dem Saugkasten i und dem unmittelbar anschließenden Stück der Leitung 2 befindliche Luft so weit abgesaugt bzw. verdünnt, daß kein erheblicher Druckunterschied vor und hinter der Klappe 4 ist und daher diese Klappe durch diel Wirkung des Gegengewichtes wieder gegen den Anschlag 7 zurückfällt, so daß der gewöhnliche Betrieb weitergeführt werden kann.
  • Die erfindungsgemäße Saugbremse kann auch derart ausgestaltet werden, daß unmittelbar an dem Saugkasten eine Druckmeßvorrichtung angeschlossen ist, welche auf einen Drehzahlregler des den Unterdruckerzeuger antreibenden -Motors -einwirkt. Wenn bei einer solchen Anordnung die Papierbahn reißt und die Saugschlitze des Saugkastens frei werden, so schwindet infolge der reichlich durch die freien Schlitze eindringenden Luftmenge der Unterdruck im Saugkasten. Das hat zur Folge, daß die an den Saugkasten angeschlossene Druckmeßvorrichtung derart auf den Drehzahlregler des Motors einwirkt, daß die Drehzahl sehr erheblich herabgesetzt wird. Infolge der starken Herabsetzung der Motordrehzahl wird auch die Umwälzung einer großen Luftmenge und damit ein Ansteigen des Leistungsbedarfs des Motors vermieden. Wenn wiederum eine Werkstoffbahn die Saugkastenoberfläche abdeckt, so wird trotz der geringen-Drehzahl des Motors allmählich im Saugkasten ein Unterdruck hervorgerufen, wodurch mittels der Steuervorrichtung, die aus der.am Saugkasten angeschlossenen Druckmeßvorrichtung und dem durch sie beeinflußten Drehzahlregler besteht, die Drehzahl des den Sauglüfter treibenden Motors wieder bis zu der richtigen Betriebsdrehzahl gesteigert wird. .

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Saugbremse für Werkstotbahnen aus Papier, Karton, Zellglas u. dgl., bestehend aus einem Saugkasten, der durch eine Leitung mit. dem Unterdruckerzeuger verbunden ist, gekennzeichnet durch eine von dem im Saugkasten (i) herrschenden Unterdruck abhängige selbsttätige Steuervorrichtung (q. bis 6), durch die die Einwirkung des Unterdruckerzeugers (3) auf den Saugkasten (i) herabgesetzt wird, wenn der Unterdruck im Saugkasten schwindet.
  2. 2. Saugbremse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Leitung (2) eingebaute, nach Art einer Rückschlagklappe ausgebildete Steuervorrichtung (q, bis 6) in der Schließstellung Durchbrechungen (b) freiläßt, die gegenüber dem Querschnitt- der abzusperrenden Leitung klein bemessen sind.
DE1938J0062855 1938-11-09 1938-11-09 Saugbremse fuer Werkstoffbahnen aus Papier, Karton, Zellglas u. dgl. Expired DE690118C (de)

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DE (1) DE690118C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1256028B (de) * 1963-10-08 1967-12-07 Telefunken Patent Einrichtung zur seitlichen Ausrichtung eines laufenden Bandes, insbesondere Magnetbandes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1256028B (de) * 1963-10-08 1967-12-07 Telefunken Patent Einrichtung zur seitlichen Ausrichtung eines laufenden Bandes, insbesondere Magnetbandes

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