DE688585C - Vorrichtung zur Herstellung von Spulenwickeln, ins - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von Spulenwickeln, insInfo
- Publication number
- DE688585C DE688585C DE1935A0077769 DEA0077769D DE688585C DE 688585 C DE688585 C DE 688585C DE 1935A0077769 DE1935A0077769 DE 1935A0077769 DE A0077769 D DEA0077769 D DE A0077769D DE 688585 C DE688585 C DE 688585C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- heart
- line
- winding
- auxiliary
- length
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H54/00—Winding, coiling, or depositing filamentary material
- B65H54/02—Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers
- B65H54/28—Traversing devices; Package-shaping arrangements
- B65H54/2806—Traversing devices driven by cam
- B65H54/2815—Traversing devices driven by cam heart-shaped cam
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H54/00—Winding, coiling, or depositing filamentary material
- B65H54/02—Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers
- B65H54/28—Traversing devices; Package-shaping arrangements
- B65H54/32—Traversing devices; Package-shaping arrangements with thread guides reciprocating or oscillating with variable stroke
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H2701/00—Handled material; Storage means
- B65H2701/30—Handled filamentary material
- B65H2701/31—Textiles threads or artificial strands of filaments
Landscapes
- Winding Filamentary Materials (AREA)
Description
Beim Bewickeln von Spulen mit fnisch gesponnenen Kunstseidefäden sind die üblichen
Fadenführerbewegungen fast immer aus einer Hauptbewegung und einer oder zwei Hilfsbewegungen
zusammengesetzt. Man kennt die einfache Hubverlagerung und die regelmäßige Hubverkürzung. Eine dritte Fadenführerbewegung
ist unter dem Namen Pilgerschrittbewegung bekannt. Diese drei Fadenführerbewegungen
unterscheiden sich lediglich durch das Verhältnis der Anzahl der Hilfsbewegungen
zu der Anzahl der Hauptbewegungen. Bei der Hubverkürzung führt die Hilfsbewegung auf die ganze Spinndauer verteilt
nur einmal ihre Bewegung aus. Bei der Pilgerschrittbewegung bewirkt die Hilfsbewegung
vier- bis zwanzigmal so viel Hübe wie die Hauptbewegung, und bei der Hubverlagerung
erfolgt die Hilfsbewegung im allgemeinen bis zu zwanzigmal langsamer als
die Hauptbewegung.
Im Aufbau eines Spulenwickels kommt die Hilfsbewegung zum Ausdruck in den abgeschrägten
Enden. Jedoch hängt die Form dieser Enden nicht ab von der Anzahl der Hübe der Hauptbewegung, sondern ausschließlich
von deren Geschwindigkeitsdiagramm.
Ein klares Bild hiervon vermittelt eine bekannte Fadenführerantriebsvorrichtung, bei
welcher eine Herzscheibe, deren Umdrehungszahl konstant ist, auf einer exzentrischen
Buchse drehbar angeordnet ist, deren Umdrehungszahl willkürlich gewählt werden kann. Läßt man die exzentrische Buchse sich
nur ganz langsam drehen in bezug auf die Herzscheibe, nämlich nicht mehr als i8o°
während der ganzen Spinndauer, dann ist es möglich, die Herzscheibe in bezug auf ihren
Antrieb so zu verschieben, daß während der Spinndauer der von der Herzscheibe abgeleitete
Hub regelmäßig abnimmt. Die exzentrische Buchse bestimmt die Geschwindigkeit der Abnahme. Wenn man annimmt, daß
die relative Drehung der exzentrischen Buchse in bezug auf die Herzscheibe gleichmäßig erfolgt,
dann hat dies u. a. zur Folge, daß die Verschiebung der Herzscheibe senkrecht zur
Antriebswelle zu Beginn sehr langsam geschieht, dann allmählich schneller wird, bis
sie in der Mitte der Spinndauer ihr Maximum erreicht; danach nimmt sie wieder ab und
gegen Ende nähert sich die Verschiebungsgeschwindigkeit dem Werte o. Das Geschwindigkeitsdiagramm
der Verschiebung ist eine Sinuskurve. Das Wickelende sieht dann aus, wie es in Fig. 1 die ausgezogene Linie
zeigt.
An dieser theoretischen Form des Wickelendes wird nichts geändert, wenn man die
exzentrische Buchse während einer Spinndauer nicht um i8o°, sondern um 3600 in
bezug auf die Herzscheibe dreht. Während der ersten Hälfte der Dauer nimmt die Hublänge
dann ab, wie es vorstehend beschriebenist, jedoch in einem doppelt so schnellen
Tempo. Nach der ersten Hälfte der Dauer ist der Spulenwickel an jeder Stelle genau
halb so dick wie im ersten Falle. Die Hublänge nimmt dann in der zweiten Hälfte der
Spinndauer wieder zu und die Bewegungen sind dabei vollkommen entgegengesetzt wie
während der ersten Hälfte der Spinndauer. Die Verschiebungsgeschwindigkeiten sind
ebenso groß, doch entgegengesetzt, woraus folgt, daß über die ganze Spulenlänge an
jeder Stelle die gleiche Menge Kunstseide wie im ersten Falle abgelegt wird, mit
anderen Worten, daß die Wickelform vollkommen gleich sein muß. Diese Gleichheit
wird auch dann erhalten, wenn die exzentrische Buchse nicht έϊη, sondern zwei oder
zehn oder einige tausend Male in bezug auf die Herzscheibe gedreht wird. Das will
heißen, die Fig. 1 gibt auch die Form eines Wickelendes bei Hubverlagerung oder Pilgerschrittchangierung
an, wobei die Hilfsbewegung durch eine exzentrische Buchse in der Herzscheibe bewirkt wird.
Diese theoretische Form der Wickelenden wird jedoch infolge der Tatsache verändert, daß der Kunstseidefaden an den Umkehr- - punkten durch den Fadenführer stets zurückbleibt, und daher die Umkehrungen nicht so scharf sind, wie es theoretisch sein müßte. Die Folge davon ist eine besondere Anhäufung von Kunstseide an den Umkehrpunkten des Fadenführers, und zwar bei jeder Fadenführerumkehrung in einer bestimmten Menge. An den Stellen, an denen sich gemäß dem vorstehenden die Hublänge des Fadenführers nur langsam verändert, fällt eine große Anzahl von Umkehrpunkten dicht zusammen; die Anhäufung von Kunstseide durch das Zurückbleiben des Fadens ist daher dort am größten. In Fig. 1 gibt die gestrichelte Linie an, wie dadurch die Wickelenden verformt werden und wie dabei die unangenehmen Wülste auf den Spulen entstehen. Eine andere, bisher hauptsächlich bei Hubverkürzung bekannte Hilfsbewegung ist die gleichmäßige, senkrecht zur Achse erfolgende Hilfsbewegung. Aus Erwägungen ähnlich wie im vorstehenden folgt, daß hierdurch ein Wickelende entstehen muß, wie es in der Fig. 2 die ausgezogene Linie zeigt, wobei durch die Fehler an den Umkehrpunkten in Wirklichkeit aber eine Wickelform entsteht, wie sie durch die gestrichelte Linie dargestellt fio ist. Die Wülste sind hierbei viel weniger bedenklich, als bei einem Wickel gemäß Fig. 1.
Diese theoretische Form der Wickelenden wird jedoch infolge der Tatsache verändert, daß der Kunstseidefaden an den Umkehr- - punkten durch den Fadenführer stets zurückbleibt, und daher die Umkehrungen nicht so scharf sind, wie es theoretisch sein müßte. Die Folge davon ist eine besondere Anhäufung von Kunstseide an den Umkehrpunkten des Fadenführers, und zwar bei jeder Fadenführerumkehrung in einer bestimmten Menge. An den Stellen, an denen sich gemäß dem vorstehenden die Hublänge des Fadenführers nur langsam verändert, fällt eine große Anzahl von Umkehrpunkten dicht zusammen; die Anhäufung von Kunstseide durch das Zurückbleiben des Fadens ist daher dort am größten. In Fig. 1 gibt die gestrichelte Linie an, wie dadurch die Wickelenden verformt werden und wie dabei die unangenehmen Wülste auf den Spulen entstehen. Eine andere, bisher hauptsächlich bei Hubverkürzung bekannte Hilfsbewegung ist die gleichmäßige, senkrecht zur Achse erfolgende Hilfsbewegung. Aus Erwägungen ähnlich wie im vorstehenden folgt, daß hierdurch ein Wickelende entstehen muß, wie es in der Fig. 2 die ausgezogene Linie zeigt, wobei durch die Fehler an den Umkehrpunkten in Wirklichkeit aber eine Wickelform entsteht, wie sie durch die gestrichelte Linie dargestellt fio ist. Die Wülste sind hierbei viel weniger bedenklich, als bei einem Wickel gemäß Fig. 1.
Eine Schwierigkeit ist jedoch die, daß das Ende des Wickels zu dünn ausläuft, wodurch
bei der Saug- oder Druckwäsche die Durchlässigkeit der Fadenlagen dort zu groß wird
und das Auswaschen wegen des Flüssigkeitsverlustes an diesen Enden unnötig lange
dauert.
Die Vorrichtung nach der Erfindung liefert nun einen Wickel gemäß der Fig. 3, bei dem
erstens die äußersten Enden für die Saugoder Druckwäsche dick genug sind und bei
dem zweiten der Übergang der Enden in den zylindrischen Teil ohne Bildung von Wülsten
allmählich erfolgt. Im einzelnen muß die Form der ausgezogenen Linie in Fig. 3 so
ausgebildet sein, daß infolge der Spinngeschwindigkeit, der Anzahl der Changierhübe
usw. die Durchlässigkeit für die Waschflüssigkeiten an jedem Punkte der abgeschrägten
Enden ebenso groß ist wie im zylindrischen Teil des Wickels. Das ist möglich,
weil das Zurückbleiben an den Umkehrpunkten eine geringere Fadenkreuzung und dadurch eine geringe spezifische Durchlässigkeit
für die Waschflüssigkeiten bedingt, so daß man es erreichen kann, daß der Quotient
aus spezifischer Durchlässigkeit geteilt durch die Dicke der Fadenlagen überall konstant ist.
Durch das Zurückbleiben des Fadens an den Umkehrpunkten entsteht in Abweichung von
der theoretischen Wickelendenform ein Wickelende, wie es die gestrichelte Linie in Fig. 3
veranschaulicht.
Unter Durchlässigkeit im allgemeinen wird im vorliegenden die Menge Wasser verstanden,
welche durch einen Ouadratzentimeter der Oberfläche des Wickels bei einem bestimmten
Druckabfall in einer bestimmten Zeit strömt. Unter spezifischer Durchlässigkeit wird dagegen
die Menge Wasser verstanden, welche in der Zeiteinheit durch einen Kubikzentimeter
der Fadenlage pro Einheit des Druckunterschiedes strömt. Hieraus folgt dann die Linienform,
wie in Fig. 3 dargestellt, welche den Charakter einer logarithmischen Kurve hat
und wonach mithin die Geschwindigkeit der Hilfsbewegung bei Hubverkürzung von Beginn
bis Ende der Spinndauer regelmäßig abnimmt, während bei Hübverlagerung oder Pil- no
gerschrittchangierung die Hilfsbewegung in derselben Weise angepaßt werden kann.
Die Herstellung von Kunstseidewickeln, bei denen ein scharfer Übergang vom zylindrischen
Teil in die konischen Teile vermieden wird, indem die abgeschrägten Enden abgerundet
ausgebildet werden, ist schon beschrieben worden. So ist eine Vorrichtung bekannt,
bei welcher die Fadenführung bestimmt wird durch eine einzige Hubscheibe, die so geformt
ist, daß die Geschwindigkeit der Fadenführungsösen an den Enden der Spule größer ist
als in der Mitte, so daß der Fadenwickel eine bauchige Form erhält. Die Zahl der mit einer
solchen Vorrichtung herstellbaren Wickelformen ist verhältnismäßig beschränkt, weil
den hierfür notwendigen Beschleunigungen verhältnismäßig enge Grenzen gezogen sind.
Um die Wickeldicke an den Enden z. B. gleich 1Z4 der Wickeldicke in der Spulenmitte zu
machen, muß die Geschwindigkeit der Fadenführeröse an den Enden schon viermal so
groß sein als in der Mitte. Ferner ist bei dieser bekannten Vorrichtung keine vollkommen
scharfe Bewegungsumkehr gewährleistet,
so daß die obenerwähnte Fadenanhäufung an den Umkehrstellen auftritt, ohne daß es indessen
eine Möglichkeit zu deren Kompensation gäbe.
Ferner ist eine Vorrichtung nicht mehr neu, bei der die Bewegung des Fadenführers durch
ein Hauptexzenter erzeugt wird, welches durch ein Hilfsexzenter hin und her bewegt
wird. Diese Vorrichtung hat den Nachteil, daß die Wickelform für das eine äußerste
Ende der Wicklung und für die gegenüberliegende Übergangsstelle vom zylindrischen
Teil der Wicklung zum abgeschrägten nicht unabhängig voneinander gewählt werden kanm Derjenige Punkt des Hilfsexzenters,
der die Wickelform am äußersten Wickelende rechts steuert, steuert gleichzeitg auch die
Übergangsstelle vom zylindrischen Teil des Wickels z.ur linken Abschrägung. In entsprechender
Weise werden das äußerste linke Ende des Wickels und die Übergangsstelle auf der rechten Seite des zylindrischen Teils der
Wicklung durch einen Punkt des Hilfsexzenters gemeinsam gesteuert. Es besteht somit eine gegenseitige Abhängigkeit zwischen
den äußersten Wicklungsenden und den Übergangsstellen, so daß der Bestimmung des
Wickelprofils enge Grenzen gezogen sind.
Weiter ist eine Vorrichtung bekannt geworden, bei welcher der Gang des Fadenführers
vom Beginn bis zum Ende der Bewicklung abnimmt, wobei außerdem in kurzen Perioden noch ein Zu- und Abnehmen des
Hubes erfolgt. Diese zusammengesetzte Bewegung wird dem Fadenführer nach einer
ersten Ausführungsform durch das Zusammenwirken zweier Exzenter und einer Kulisse
mit Laufstück erteilt. Nach einer zweiten Ausführungsform wirken drei Exzenter zusammen.
Diese Ausführungen indessen sind, da die Bewegung des Fadenführers durch drei in verwickelter Weise zusammenarbeitende
Exzenter u. dgl. erfolgt, recht umständlich. Außerdem ist auch hier keine unabhängige
Regelung der Wickelprofilierung an den äußersten Wickelenden und an den Übergangsstellen gewährleistet.
Schließlich ist es nicht mehr neu, Wickel mit konvex gerundeten Enden und etwa
gleichmäßiger Durchlässigkeit auf der ganzen Wickellänge dadurch herzustellen, daß auf
die hin und her bewegte Fadenführerstange zwei Herzscheiben einwirken, welche zusammen
die Changierung ergeben.' Bei Verwendung einer solchen Vorrichtung können infolge
Beschleunigung der Fadenführerbewegung an den Wickelenden die Wülste zwar verkleinert werden; da jedoch eine unendlich
schnelle Umkehrung des Fadenführers nicht erzielt werden kann, ist dabei die Wulstbildung
nicht vollständig zu vermeiden. Es muß hierbei auch der Nachteil in Kauf genommen
werden, daß bei beschleunigter Umkehrung infolge der auftretenden Massenkräfte nur eine verhältnismäßig geringe Hubzahl,
d. h. also eine langsamere Changierung bzw. flachere Fadenkreuzung erzielt wird.
, Alle diese Nachteile werden durch die Vorrichtung nach der Erfindung dadurch vermieden,
daß zwei gleichachsig angeordnete unrunde Scheiben bzw. Herzscheiben verwendet werden, von welchen die eine ausschließlich
dazu dient, die andere auf ihrer Symmetrielinie senkrecht zur Drehungsachse hin und
her zu bewegen, und die derart ausgebildet ist, daß die Länge ihrer Leitstrahlen vom
kleinsten Strahl bis zum größten stetig zunimmt, wobei die Zunahme der Strahllänge,
gemessen über gleiche Winkel, bei den kleineren Leitstrahfen immer stärker ist als bei
den größeren. Das Hauptexzenter dient also allein der Steuerung des Fadenführers, während
das Hilfsexzenter lediglich zur Verstellung des Hauptexzenters dient. Durch die besondere Gestaltung des Hilfsexzenters wird
die Schichtdicke der Wicklung an den Wickelenden allmählich verkleinert und das Entstehen
von Wülsten verhindert. Die Wickelform für das äußerste Ende der Wicklung
und für die gegenüberliegende Übergangsstelle vom zylindrischen zum abgeschrägten
Teil der Wicklung kann vollständig unabhängig voneinander gewählt werden.
Das Prinzip der Erfindung kann auf allerlei Ausführungsformen der Spinnmaschinenchangierung
angewendet werden, und zwar u. a. auf diejenigen, bei denen die Fadenführer eine pendelnde Bewegung ausführen, und
auch auf diejenigen, bei denen sie horizontal hin und her gehen. Beispielsweise ist die Erfindung
nachstehend für eine Pendelchangierung näher beschrieben. Hierfür waren die bekannten Ausführungsformen nicht brauchbar,
da diese so eingerichtet sind, daß die Geschwindigkeitsdiagramme in bezug auf die
Mitte der hingehenden Bewegung bzw. der zurückgehenden Bewegung symmetrisch wer- iao
den. Ein solcher Symmetriepunkt ist in Fig. 3 nicht vorhanden. Dies macht es notwendig,
einige prinzipielle Änderungen anzubringen. Diese sind in den Fig. 4 bis 9 erläutert.
In den Fig. 4 und 5 ist 1 die Hauptantriebswelle, die der Hauptherzscheibe 2 ihre regelmäßige
Drehung verleiht. Die Herzscheibe 2 ist senkrecht zur Welle I verschiebbar,
und zwar auf ihrer Symmetrielinie. Ihre Stellung in bezug auf die Antriebsachse 1
wird bestimmt durch die auf der Hauptherzscheibe sitzende Rolle 3, welche immer gegen
die sich zentrisch um die Hauptachse drehende Hilfsherzscheibe 4 gedrückt wird. Dieses Andrücken
bewirken Schraubenfedern, die jedoch in den Fig. 4 und 5 nicht gezeichnet sind. In Fig. 7 ist eine beispielsweise Ausführungsform
der Vorrichtung mehr ins einzelne gehend dargestellt; in den Fig. 8 und 9 sind Abwandlungen dieser Ausführungsform erläutert.
Auf der Welle 1 sitzt ein fest mit ihr verbundener
Mitnehmers, der mit einem Arm 6 versehen ist. Eine Scheibe 7, die zwei
Schlitze 8 und 9 enthält, wird durch die in 8 hineingreifende Abdrehung 10 des Mitnehmers
und durch den in 9 hineingreifenden Bolzen 11 des Mitnehmerarmes 6 geführt.
Die Scheibe 7 liegt dabei an der Schulter der Abdrehung 10 und am Arm 6 des Mitnehmers
an. Mit ihr ist die Herzscheübe 2 verschraubt, die samt der Scheibe 7 durch zwei Federn 12
so weit an die Welle 1 herangezogen wird,
bis die Rolle 3, die in der Scheibe 7 gelagert ist, mit der Hilfsherzscheibe 4 zur Anlage
kommt. Die Hilfsherzscheibe 4 ist fest mit der Hohlwelle 13 verbunden/ auf welcher das
Zahnrad 14 sitzt. Die Zahnräder 15, 16, 17
und 14 bilden zusammen ein Getriebe, welches die Drehzahl der Hilfsherzscheibe 4 bestimmt.
Die Hilfsherzscheibe 4 macht durch Vermittlung des Getriebes 15, 16, 17 und 14 Umdrehungen,
deren Zahl, wie eingangs beschrieben, größer oder kleiner sein kann als die
Zahl der Umdrehungen der Hauptherzscheibe 2. In den Fig. 7 bis 9 sind als Beispiel
Zahnradübersetzungen angegeben für Hubverkürzung, Hubverlagerung und Pilgerschrittchangierung.
Die Vorrichtung gemäß Fig. 7 weist beispielsweise
für Rad 15 = 151 Zähne,
- - 16=150 -
- -■■ 17=149 -
- 14=150 - auf.
Die Vorrichtung gemäß Fig. 8 weist beispielsweise
für Rad 15 = 34 Zähne,
- - 16 = 34 -
- - 17 = 29 -
- 14 = 39 - auf·
Die Vorrichtung gemäß Fig. 9 weist beispielsweise
für Rad 15 = 45 'Zähne,
■ - - 16 = 23 -
- - 17 = 45 -
- - 14=23 - auf.
Für alle diese Fälle ist in den Fig. 4 und 5 die Stellung des Fadenführers 18 bei seinem
größten Hub angegeben. Die Länge des Hubes wird, wie aus den Figuren zu entnehmen ist,
an der Innenseite der Spinnmaschine bestimmt durch den Abstand A der Hauptherzscheibe
und den Abstand α der Hilfsherzscheibe, während an der Vorderseite der
Spinnmaschine die Hublänge gegeben wird durch B — a. Die gesamte Hufolänge ist dann
(A + a) — (B- a) = A — B + 2 a. Die
Verhältnisse für den kleinsten Hub sind nicht gezeichnet. Sie ergeben sich jedoch zwangsläufig,
wenn die Hilfsherzscheibe 4, und zwar nur diese, im Vergleich mit der in den Fig. 4
und 5 gezeichneten Stellung um i8o° gedreht wird. In der Fig. 4 weist also in diesem Falle
die Spitze der Scheiben nach oben und die der Scheibe 4 nach unten, und in Fig. 5 zeigt
die Spitze von 2 nach unten und die von 4 nach oben. Dadurch kommt die Rolle 3 näher
an die Hauptwelle 1 heran und die gesamte
Hublänge wird A -—B + 2 b.
Man sieht daraus, daß die Form des äußersten Wickelendes bestimmt wird durch die
Form der Hilfsherzscheibe in der Umgebung des Punktes mit dem größten Leitstrahl α
vom Drehpunkt der Hilfsherzscheibe aus gerechnet, und daß der Übergang von der Abschrägung
auf den zylindrischen Teil bestimmt wird durch die Verhältnisse in der
Nähe des kleinsten Leitstrahles b (vgl Fig. 6). Die Form der Hilfsherzscheibe kann willkürlich
gewählt werden, ganz nach der theoretisch gewünschten Linie gemäß Fig. 3 der
Zeichnung.
N.un ist auch eine Changiervorrichtung zur Herstellung von Spulenwicklungen mit konischen
Enden bekannt geworden, die aus einer Achse und einer um diese herum angeordneten
beweglichen, praktisch symmetrischen Herzscheibe besteht und dadurch gekennzeichnet
ist, daß die Achse in der Längsrichtung verschiebbar ist und ein oder mehrere Elemente mit schiefen Flächen besitzt, die
beim Verschieben der Achse in ihrer Längsrichtung die Herzscheibe derartig verstellen,
daß der Unterschied zwischen dem längsten und dem kürzesten Leitstrahl der Herzscheibe
vom Umdrehungspunkt aus gemessen geändert wird. Diese Vorrichtung ermöglicht
an sich eine Beeinflussung der Wickelform; lao
sie hat indessen den Nachteil, daß bei schnellerer Verstellung der Herzscheibe, wie.
sie bei der Hubverlagerung notwendig ist, die Antriebswelle die schnellere Bewegung vollständig
mitmachen müßte. Das hätte zur Folge, daß die Antriebsvorrichtung hierfür sehr schwer ausgeführt werden müßte, um die
Stöße durch die Massenkräfte von Welle und Herzscheibe aufzunehmen. Erfindungsgemäß
dagegen sind die bei der Verstellung der Herzscheibe zu bewegenden Massen so klein
ίο wie nur möglich gehalten. Ferner erfolgt die
Steuerung der Hauptherzscheibe unmiittelbar durch eine Hilfsherzscheibe, während bei der
bekannten Vorrichtung noch ein Hilfsexzenter o. dgl. notwendig ist, um die Welle
mit dem Keilstück zu verschieben. Die Vorrichtung nach der Erfindung ist also wesentlich
einfacher als die bekannte Vorrichtung und hat dabei den Vorteil, daß sie auch für
schnellere Verstellung der den Fadenführer steuernden Herzscheibe ohne weiteres brauchbar
ist.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zur Herstellung von Spulenwickeln, insbesondere aus frisch gesponnener Kunstseide, bed welcher die Fadenführerbewegung durch das Zusammenarbeiten zweier umlaufender Kurvenscheiben o. dgl. erzielt wird, gekennzeichnet durch zwei gleichachsig angeordnete unrunde Scheiben bzw. Herzscheiben (2, 4)," von welchen die eine (4) ausschließlich dazu dient, die andere (2) auf ihrer Symmetrielinie senkrecht zur Drehungsachse hin und her zu bewegen, und die derart ausgebildet ist, daß die Länge ihrer Leitstrahlen vom kleinsten Strahl bis zum größten stetig zunimmt, wobei die Zunahme der Strahllänge, gemessen über gleiche Winkel, bei den kleineren Leitstrahlen stärker ist als bei den größeren.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptherzscheibe (2) einen in ihrer Symmetrielinie verlaufenden Schlitz (9) aufweist, in welchen ein in bezug auf ihre Antriebswelle ortsfester Stein (11) eingreift, so daß sie auf ihrer Symmetrielinie senkrecht zur Drehungsachse unter der Einwirkung von Federn (12) jeweils so weit verschoben wird, bis eine auf der Symmetrielinie der Hauptherzscheibe angeordnete drehbare Rolle (3) an dem Umfang der Hilfsherzscheibe (4) anzuliegen kommt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Leitstrahlen sich nach einer logarithmischen Funktion ändert.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL71701A NL39894C (nl) | 1934-12-08 | 1934-12-08 | Inrichting voor het bewikkelen van spinspoelen alsmede de daarmede verkregen symmetrische spoelwikkel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE688585C true DE688585C (de) | 1940-02-24 |
Family
ID=19786437
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1935A0077769 Expired DE688585C (de) | 1934-12-08 | 1935-11-28 | Vorrichtung zur Herstellung von Spulenwickeln, ins |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2122092A (de) |
| DE (1) | DE688585C (de) |
| GB (1) | GB467172A (de) |
| NL (1) | NL39894C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE969169C (de) * | 1942-11-23 | 1958-05-08 | Universal Winding Co | Praezisionskreuzspulmaschine, bei welcher sich der Fadenfuehrerhub mit anwachsender Spule verkuerzt |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5337740A (en) * | 1991-08-01 | 1994-08-16 | New England Pharmaceuticals, Inc. | Inhalation devices |
-
1934
- 1934-12-08 NL NL71701A patent/NL39894C/xx active
-
1935
- 1935-11-28 DE DE1935A0077769 patent/DE688585C/de not_active Expired
- 1935-12-06 US US53254A patent/US2122092A/en not_active Expired - Lifetime
- 1935-12-07 GB GB33971/35A patent/GB467172A/en not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE969169C (de) * | 1942-11-23 | 1958-05-08 | Universal Winding Co | Praezisionskreuzspulmaschine, bei welcher sich der Fadenfuehrerhub mit anwachsender Spule verkuerzt |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB467172A (en) | 1937-06-07 |
| US2122092A (en) | 1938-06-28 |
| NL39894C (nl) | 1937-01-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE527468C (de) | Fadenfuehrungsvorrichtung fuer Spulmaschinen | |
| DE1102961B (de) | Garnliefervorrichtung fuer Rundstrick-maschinen | |
| DE532861C (de) | Zusatzeinrichtung zu der Spulenwickelvorrichtung zum Wickeln von Spulen mit ueber den ganzen Umfang gleichmaessiger Dichte der Fadenlagen | |
| DE688585C (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Spulenwickeln, ins | |
| DE2150301A1 (de) | Spul- und changiereinrichtung zum herstellen von wickeln aus garnen u.dgl | |
| DE2808721A1 (de) | Garnwickler | |
| DE597635C (de) | Fadenspannvorrichtung fuer Kreuzspulmaschinen mit allmaehlicher Druckverminderung | |
| DE1560584A1 (de) | Spulmaschine mit hin- und hergehendem Fadenfuehrer | |
| DE686686C (de) | Vorrichtung zum Aufwickeln und Weiterleiten von fadenartigen Gebilden, insbesondere zur Herstellung von Kunstseidefaeden im fortlaufenden Arbeitsgang | |
| AT108789B (de) | Selbsttätige Regelvorrichtung der Spulenbremsung an Spinnmaschinen. | |
| DE604624C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Kettenbaumes in Kreuzwicklung | |
| AT110705B (de) | Spulmaschine, insbesondere für künstliche Seide. | |
| DE630255C (de) | Spulspindelantrieb fuer Kreuzspulmaschinen, insbesondere Zwirnspulmaschinen, zur Hersellung von konischen Kunstseidespulen | |
| DE2536021A1 (de) | Verfahren zum aufspulen von schnelllaufenden faeden | |
| DE268474C (de) | ||
| DE394905C (de) | Schnurwirtel fuer Kreuzspulmaschinen | |
| DE2203515A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fantasiezwirn in Hochleistungsetagenzwirnmaschinen | |
| DE430670C (de) | Bandwebstuhl mit achsenlosen, sich drehenden Scheibenringen zur Fachbildung | |
| AT130468B (de) | Spulmaschine. | |
| DE689928C (de) | Verfahren zur Herstellung von Spulenwickeln mit nach aussen gewoelbten Raendern bei Kunstseidespinnmaschinen | |
| DE674475C (de) | Vorrichtung zur allmaehlichen Verkuerzung des Fadenfuehrerhubes bei Kunstseidespinnmaschinen mit Pendelchangierung | |
| DE481977C (de) | Fadenfuehrereinrichtung zur Herstellung von Kreuzspulen mit kegelfoermigen Enden | |
| DE1292553B (de) | Vorspinnmaschine | |
| DE641903C (de) | Kreuzspulmaschine mit regelbarem Reibscheibenantrieb der Spulspindel | |
| AT128126B (de) | Kreuzschußspulmaschine, insbesondere für Kunstseide. |