DE68745C - Vorrichtung zum Ausstanzen der Bestandtheile kunstlicher Blumen und zum Prägen unter Verwendung der gebräuchlichen Werkzeuge. ( - Google Patents
Vorrichtung zum Ausstanzen der Bestandtheile kunstlicher Blumen und zum Prägen unter Verwendung der gebräuchlichen Werkzeuge. (Info
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B26—HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
- B26D—CUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
- B26D1/00—Cutting through work characterised by the nature or movement of the cutting member or particular materials not otherwise provided for; Apparatus or machines therefor; Cutting members therefor
- B26D1/01—Cutting through work characterised by the nature or movement of the cutting member or particular materials not otherwise provided for; Apparatus or machines therefor; Cutting members therefor involving a cutting member which does not travel with the work
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-
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- B26F2001/402—Cutting-out; Stamping-out using a press, e.g. of the ram type curvilinear cutting presses, i.e. the stroke comprising an overlay of a linear and a curved movement
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 84: Papiererzeugnisse.
THEODOR STARGARDT in DRESDEN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. November 189a ab.
Die vorliegende Vorrichtung zum Stanzen und Prägen soll vorzugsweise zur Erzeugung
von Bestandtheilen künstlicher Blumen dienen und das mühsame und zeitraubende Ausschlagen
der Blätter etc. durch Hammerschläge auf das aufgesetzte Ausschlageisen ersetzen. Der leitende
Gedanke war der, eine Vorrichtung zu schaffen, welche mit den gebräuchlichen, an den Erzeugungsstätten
bereits vorhandenen Werkzeugen arbeitet. Es ist deshalb bei Benutzung der vorliegenden Vorrichtung die Beschaffung besonderer
Maschinenwerkzeuge nicht erforderlich; die in der Vorrichtung gebrauchten Werkzeuge
können im Bedarfsfalle ohne Weiteres wieder zum Ausschlagen mit dem Hammer benutzt
werden.
Die Stanz- und Prägevorrichtung besteht im wesentlichen aus zwei in veränderlichem Abstande
von einander gelagerten, walzenartig wirkenden Walzensectoren, welche, zwang- ■■
läufig angetrieben, in hin- und hergehende Bewegung versetzt werden können. Zwischen
diesen Sectoren läfst man die auf einer geeigneten Unterlage ruhenden Werkstücke mit
einem darauf gesetzten Ausschlageisen (oder Prägestempel) nach Erfordern ein oder mehrere
Mal hin und zurück durchgehen und erhält in kürzerer Zeit mit geringerer Anstrengung
ein vollkommeneres Erzeugnifs als beim Ausschlagen mit dem Hammer.
In beiliegender Zeichnung stellt Fig- ι eine
Seitenansicht mit theilweisem Schnitt, Fig. 2 eine Vorderansicht der neuen Stanz- und Prägevorrichtung
dar. Die Walzensectoren α und b sitzen fest auf den Achsen c und d. Letztere
ruhen in den offenen Lagern e und/, welche durch Schrauben in senkrechten Schlitzen des
Gestelles verschiebbar sind. Das Herausfallen der oberen Achse c aus ihren Lagern e wird
durch die Enden der Achse umfassende Ringe g verhindert; durch die Ansätze g·2 der Platteng·1,
welche sich auf Vorsprünge h der Schrauben h1
stützen, werden die Lager e mit der Achse c nach oben mitgenommen. Auf den hinteren
Enden der Achsen c und d sitzen fest die Hebel i und k, von denen der längere, k, zur
Bewegung der Vorrichtung dient. Von der mit k verbundenen Achse aus wird die zweite
Achse c dadurch angetrieben, dafs an jedem der gedachten Hebel ein Zahnbogen I sitzt.
Behufs Anpassung an verschiedene Abstände zwischen c und d können die Zahnbögen auf
den Hebeln radial verschoben werden. Hier zeigt sich gegenüber einem Walzwerk der
Vortheil der Sectoren, dafs man die Uebertragungsmittel der Bewegung den verschiedensten
Achsenstellungen innerhalb der Grenzen des praktischen Bedarfs anpassen kann; denn bei
Walzen müfste man vollständige Zahnräder verwenden und diese können nicht wie die
Sectoren verstellt werden. Bei geeigneter Wahl der Zahnform ergiebt die Radialverstellung der
Zahnbögen keinerlei praktische Schwierigkeiten. Die wirksamen Flächen der Sectoren sind
Theile eines Cylindermantels, jedoch besitzt der obere Sector a einen tiefen Einschnitt
(Fig. 1), durch welchen bei Benutzung von gestielten Ausschlageisen etc. (wie solches in
der Zeichnung angenommen und mit χ bezeichnet) der Stiel des Werkzeuges frei hindurchgeht.
Das Ausstanzen bezw. Prägen erfolgt in der Weise, dafs die Werkstücke auf eine geeignete
Unterlage, z. B. ein Brett oder eine Papptafel gelegt werden und das Werkzeug darauf gesetzt
wird. Um für den Druck des oberen Sectors eine ebene Auflagefläche zu gewinnen, wird
nöthigenfalls auf das Werkzeug noch ein Unterlagstück y gelegt. Hierauf läfst man das
Ganze durch die Sectoren hindurchgehen, und zwar je nach Erfordern ein oder mehrere Male,
in welch letzterem Falle man sowohl den Vorgang als den Rückgang des Sectqrenpaares
benutzt. Da die Sectoren zwangläufig angetrieben werden, so ist eine Verschiebung des
Werkzeuges gegen das Arbeitsstück nicht zu befürchten. Da der Angriff des Werkzeuges
nicht auf dessen gesammter Fläche zugleich, sondern fortschreitend erfolgt, so ist der Kraftbedarf
ein verhältnifsmäfsig geringer und es wird ein sauberer Schnitt erzeugt. Die Vorrichtung
wird zweckmäfsig an einem Werktisch derart montirt, dafs der untere Sector, mit der
Tischfläche nahezu bündig liegend, in einem Ausschnitt der Tischplatte sich bewegt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Vorrichtung zum Ausstanzen der Bestandtheile künstlicher Blumen u. dergl. und zum Prägen unter Verwendung der gebräuchlichen Werkzeuge (Ausschlageisen etc.), gekennzeichnet durch das Zusammenwirken zweier zwangläufig angetriebener, in ihrem gegenseitigen Abstande verstellbarer Walzensectoren (a und b), zwischen welchen auf geeigneter Unterlage die Werkstücke mit dem daraufgesetzten Werkzeug hindurchgeführt werden.
- 2. Bei der in Patent-Anspruch i. bezeichneten Vorrichtung die Anordnung der die Sectoren (a und b) antreibenden Zahnbögen (I) derart, dafs dieselben behufs Sicherung des Eingriffs bei verschiedenen Einstellungen der Sectoren auf mit den Sectorenachsen verbundenen Armen oder Hebeln (i und k) radial verstellbar sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE68745C true DE68745C (de) |
Family
ID=342265
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT68745D Expired - Lifetime DE68745C (de) | Vorrichtung zum Ausstanzen der Bestandtheile kunstlicher Blumen und zum Prägen unter Verwendung der gebräuchlichen Werkzeuge. ( |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE68745C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2259444A1 (de) * | 1972-12-05 | 1974-06-06 | Friedrich Schroeter | Vorrichtung zum stanzen von bogen oder bandabschnitten aus karton |
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- DE DENDAT68745D patent/DE68745C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2259444A1 (de) * | 1972-12-05 | 1974-06-06 | Friedrich Schroeter | Vorrichtung zum stanzen von bogen oder bandabschnitten aus karton |
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