DE71829C - Maschine zur Herstellung von Nachbildungen nach Modellen - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Nachbildungen nach Modellen

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DE71829C
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DE
Germany
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plate
machine
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original
stylus
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT71829D
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English (en)
Original Assignee
C. HASS in London, 298 Burdett Road, Limehouse, England
Publication of DE71829C publication Critical patent/DE71829C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B1/00Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving, or able to be controlled, three-dimensionally for making single sculptures or models
    • B44B1/02Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving, or able to be controlled, three-dimensionally for making single sculptures or models wherein three-dimensional [3D] copies are made

Landscapes

  • Milling, Drilling, And Turning Of Wood (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung genauer Nachbildungen von Originalschnitzwerken mittelst von letzteren genommenen Negativen, die zwar verhältnifsmäfsig ungenau und verzerrt ausfallen, jedoch, als Matrizen angewendet, dem Original ähnliche Positive liefern.
Die Herstellung solcher Holzschnitzarbeiten in Relief-, Basrelief- oder anderer Form erfolgt mittelst einer Maschine, welche mit einer Reihe von Sticheln versehen ist. Die Stichel werden durch Riemen oder Reibungsräder in schnelle Umdrehung versetzt und äufserdem durch eine mittelst Kurbel und der nöthigen Hebel hin- und herbewegte Stofsplatte veranlafst, in senkrechter Richtung Schlagbewegungen auszuführen , welche sowohl bezüglich der Schnitttiefe als auch des Schnittumrisses durch ein nach dem Originalschnitzwerk hergestelltes Negativ geregelt werden.
Dieses Negativ ist an der unteren Seite der erwähnten Stofsplatte befestigt und empfängt aufser der senkrechten Bewegung zur Bethätigung der Stichel noch eine quergerichtete und eine selbstthätige Längsbewegung über dem oberen Ende der Stichel, so dafs unter der Vermittelung von Schnecken und Riemen die Stichel auf alle Theile der zu bearbeitenden, das nachgeahmte Positiv darstellenden Platte aus Holz oder anderem Material einwirken können. Diese zu bearbeitende Platte ist unterhalb der unteren Enden der Stichel angebracht und führt genau dieselben Quer- und Längsbewegungen aus wie das Negativ, da sie mit der Grundplatte des die vorhin erwähnte Stofsplatte tragenden beweglichen Gestelles verbunden ist.
Um eine genaue Copie des Originalschnitzwerkes zu erhalten, ist es nöthig, vorerst ein Negativ davon mittelst derselben Maschine herzustellen , in welcher das Negativ später Anwendung finden soll, und zwar aus folgenden Gründen: Wenn ein Negativ von einem Originalschnitzwerk nach der bis jetzt üblichen Art und Weise hergestellt wird und in der vorerwähnten Maschine zur Anwendung gelangt, so wird das danach erzeugte Positiv von dem Original um die Dickenunterschiede zwischen den angewendeten Sticheln abweichen oder, mit anderen Worten, die erhöhten Theile der erzeugten Copien werden um so viel kleiner als diejenigen des Originals sein, als die Dicke der angewendeten Stichel beträgt, während die tiefliegenden Theile der Copie in demselben Mafse gröfser ausfallen werden, so dafs eine verzerrte Darstellung des Originalschnitzwerkes entsteht.
Es ist deshalb eines der besonderen Merkmale dieser Erfindung, dafs mittelst eines verzerrten bezw. ungenauen Negativs eine genaue Nachbildung des Originalschnitzwerkes erhalten wird. Dieses verzerrte Negativ wird dadurch erzeugt, dafs man das Originalschnitzwerk selbst oder das von diesem herrührende Positiv den Sticheln bei Ausübung ihrer Thätigkeit als Führung dienen läfst. Hierbei werden die Vertiefungen des erzeugten Negativs um die Sticheldicke gröfser sein, als die Erhöhungen des führenden Positivs und die Erhöhungen des Negativs in demselben Verhältnifs kleiner
ausfallen als die Vertiefungen des führenden Positivs. Wird dann später ein solches Negativ in der Maschine, mit welcher es hergestellt wurde, als führender Theil benutzt, so wird, ein Positiv entstehen, welches eine genaue Nachbildung des Originals darstellt.
In beiliegender Zeichnung stellt Fig. ι die Seitenansicht der Maschine und Fig. 2 eine Oberansicht derselben dar.
Fig. 3 stellt die Vorderansicht eines Theiles der Maschine dar, welcher die quer angeordneten Stichelspindeln zeigt.
Fig. 4 stellt den Grundrifs der Maschine mit abgenommenen Obertheilen dar, um die Einzelheiten des Räderwerkes besser zu veranschaulichen.
Fig. 5 zeigt in vergröfsertem Mafsstabe den Querschnitt und die Ansicht der die Stichel tragenden Spindeln.
Fig. 6 stellt Einzelheiten derjenigen Platte dar, an welcher das nachzubildende Positiv befestigt ist.
Fig. 7 zeigt in Einzelansicht die Antriebsweise der Stichel durch Riemen.
Auf einem Rahmengestell A ruht die Grundplatte B, an welcher die oberen seitlichen Gestellwände C C mittelst Schraubenbolzen befestigt sind. Diese Seitenwände bilden den Oberbau zur Aufnahme der Stichelspindeln, welche in Büchsen drehbar gelagert sind, die durch Verschraubung mit der Kopfplatte D und der Fufsplatte E verbunden sind (Fig. 3 und 5). In zweckentsprechendem Abstand ist über den Stichelspindeln eine andere, ebenfalls an den Seitenwänden C C mittelst Stiftschrauben G G befestigte Platte F, Fig. 3, angeordnet, durch welche die Stichelspitzen H hindurchstreichen. Zahl und Lage der letzteren entspricht der Zahl und Lage der Spindeln.
Die Rahmen II sind an ihrem oberen Theil durch Querbalken JJ verbunden, während sie mit ihrem unteren Theil auf einer Platte K aufruhen, mit welcher sie durch Schraubenbolzen verbunden sind. Auf dieser Platte K wird das zu bearbeitende und nachzubildende Positiv aus Holz oder anderem Material angebracht.
Die Querbalken JJ tragen einen gufseisernen, waagrecht liegenden Rahmen M, auf welchem Stützen mit Lagern P zur Aufnahme einer Welle N angebracht sind. Die Welle N empfängt ihre Drehung durch einen Riemen Q. und eine Riemscheibe jR, welche auf der Welle S . sitzt. Letztere wird von Armen T getragen, welche in zweckentsprechender Weise an dem Querbalken J oder an dem Rahmen / befestigt sind. An dem gufseisernen Rahmen M ist mittelst der um die Zapfen W schwingenden doppelarmigen Hebel V, Fig. 3, und mittelst der diese Hebel bethätigenden Kurbel X nebst Kurbelstange Y eine Platte U so aufgehängt, dafs ihr durch, die Drehung der Welle N eine auf- und abgehende Bewegung ertheilt wird.
Vor seitlichen Bewegungen ist die Platte U dadurch geschützt, dafs dieselbe in Bolzen Z geführt wird, welche an den feststehenden Rahmen // angebracht sind.
Der ganzen, aus den seitlichen Rahmen //, der Platte K, den Querbalken JJ, dem Rahmen M und den damit in Verbindung stehenden Theilen gebildeten Einrichtung wird nun eine gleitende Bewegung ertheilt, und zwar durch Vermittelung von durch Wellen α und b, Fig. i, bethätigten Schnecken und Schraubenrädern.
Um die einzelnen Theile dieses hin- und hergleitenden Gestelles vor Bruch oder Verbiegung seitens des durch die Riemscheibe R auf sie ausgeübten Riemenzuges zu .bewahren, ist zwischen den Wellen b und S eine starre Stange e so angeordnet, dafs sie kleine, den Rahmen // mitgetheilte Längs- und Querbewegungen zuläfst, während die Rahmen // in dem Arm f, Fig. 1, eine weitere Stütze finden.
Die Längs- und Querbewegungen der Rahmen // und ihres Zubehörs werden durch eine Schnecke g, Fig. 1 und 4, bewirkt, welche auf der Welle b sitzt und in ein Schraubenrad h eingreift. Letztere ist an dem einen Ende der Welle i befestigt, welche in an der Wand des unteren Rahmengestelles A angebrachten Lagern j j ruht. An dem anderen Ende der Welle i sitzt wiederum eine Schnecke if, welche in ein an der Schraubenspindel m befestigtes Schraubenrad / eingreift. Die Schraubenspindel / bethätigt mittelst ihrer Mutter einen mit letzterer verbundenen Rahmen n, auf welchem die Platte K nebst ihrem Oberbau so angeordnet ist, dafs sie sich nicht nur mit dem Rahmen η zusammen in der Querrichtung desselben in den Führungen ρ verschieben kann, sondern auch noch eine Längsbewegung auf dem Rahmen η ausführen kann. Diese · Längsbewegung wird der Platte K durch die Schnecke q, ein Schraubenrad r, eine Schnecke s und eine Zahnstange i, Fig. 1, ertheilt, welch letztere an der Unterseite der Platte K angebracht ist. Der Antrieb für die Längs- und Querbewegungen der Platte K nebst ihrem Oberbau erfolgt durch die Wellen α und b, welche mit der Hauptwelle ν durch Riemen verbunden sind.
Die Rahmen // nebst Zubehör können durch Umkehrung der Drehrichtung der Welle a selbstthätig vor- oder rückwärts bewegt werden. Dies wird erzielt durch abwechselnde Ueberführung des geraden Riemens n> oder des gekreuzten Riemens χ von den Festscheiben yy auf die Losscheibe \ unter Vermittelung eines Riemenführers A\ Fig. 2, welche durch einen von der Bewegung des Rahmens / abhängigen
doppelarmigen Hebel B\ Fig. 2, oder ein ähnliches Mittel beeinflufst wird.
Das mit der Nachbildung des Schnitzwerkes zu versehende Arbeitsstück wird auf der Platte C1, Fig. 6, durch Schrauben befestigt, deren Köpfe in Leisten D1 eingelassen sind. Jede dieser Leisten D1 ist auf der einen Seite abgeschrägt und findet Aufnahme in einer dieser Abschrägung entsprechend gestalteten Nuth der Platte C1, mit welcher sie dadurch fest verbunden wird, dafs zwischen ihre der abgeschrägten Kante gegenüberliegende und mit einer Rille versehene Kante und die entsprechende, ebenfalls mit einer Rille versehene Seite des Ausschnittes ein Draht E1 hindurchgezogen wird.
Entfernt man den Draht E1, so kann das Arbeitsstück sammt den Leisten etwas nach links geschoben und infolge der dadurch bewirkten Befreiung der abgeschrägten Seiten der Leisten von denjenigen der Nuthen bequem von der Platte C1 abgehoben werden.
Die Schnitttiefe des Arbeitsstückes wird durch Heben der Platte C1 mittelst des Handrades F1, Fig. ι und 4, geregelt, welches in das Rad G1 eingreift. Dieses letztere bethätigt wiederum die Räder H1 und Z1 und diese theilen ihre Drehung den Trieben J1 mit, welche auf Bolzen K oder Platte C1 sitzen, die mit Rechts- und Linksgewinde ausgestattet sind (Fig. 6).
Da alle diese Triebe J1 gleiche Umfangsgeschwindigkeit haben, so kann die Platte C1 von allen Seiten gleichmäfsig gehoben und in die nöthige Höhe gebracht werden.
Auf der Hauptwelle ν sitzt eine Trommel M\ Fig. i, 2 und 7, welche die Riemen L1 bethätigt. Dieselben kufen so über die Antriebsscheibe N1 und die Leerrollen Q.1, dafs sie die Spindeln paarweise in entgegengesetzte Drehung versetzen, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist.
Die Zahl der angewendeten Riemen L1 entspricht der Anzahl der in der Querrichtung stehenden Spindeln. Die Spindeln P1 laufen in konischen Lagern R\ die in die Platten D und E eingeschraubt sind.
Die Stichel Sx sind innerhalb der Spindeln P1 so angebracht, dafs sie an der Drehung der letzteren theilnehmen müssen. Durch die Bewegung der Stofsplatte U nebst des daran befestigten, die Stichelspitzen H beeinflussenden Negativs F1 werden die Stichel S1 gewaltsam in das Arbeitsstück L, Fig. 1, gedrückt, wobei die Eingrifftiefe durch die stetig wechselnden wellenförmigen Schwingungsbewegungen des negativen Musters geregelt wird.
Da die Stichel sowohl einer schnellen Drehbewegung als auch Stofswirkungen ausgesetzt sind, so schneiden sie das Holz aus dem Arbeitsstück in dem Mafse weg, als es durch die Gestaltung des Negativs bedingt ist.
Nach erfolgtem Niederdrücken der Stichel werden dieselben durch Spiralfedern T1 in ihre oberste Lage zurückgeführt. Diese Spiralfedern sind innerhalb der Spindeln um die Stichelstäbe gelegt, welche zwecks Dämpfung des beim Zurückschnellen der Federn T1 entstehenden Schalles oben an eine mit der Platte -F1, Fig. 5, verbundene, vorzugsweise aus Zink bestehende Platte stofsen.
Zwischen jeder Reihe von Spindeln sind in OeI getränkte Filzstreifen Ty1, Fig. 5, zwecks Schmierung der feststehenden Spindellager angebracht, welche aufserdem durch einen von einem Gebläse eingeführten Luftstrom kühl gehalten werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Maschine zur Herstellung von Nachbildungen nach Modellen, dadurch gekennzeichnet, dafs mittelst dieser Maschine zunächst nach dem Original ein in den Erhöhungen um die Stichelstärke verkleinertes und in den Vertiefungen um die Stichelstärke vergröfserters Negativ (V1J hergestellt wird, welches dann als Modell in der Weise benutzt wird, dafs es an der unteren Seite einer oberhalb einer Anzahl umlaufender und auf- und abbeweglicher Stichel (H S1J angeordneten, senkrecht auf und abbewegten Platte (U) befestigt ist, welche zusammen mit dem unterhalb der Stichel (S1) angebrachten Arbeitsstück L unter Vermittelung von Räderwerken (g h k I und qr s t) dieselben Quer- und Längsbewegungen ausführt, so dafs die sich mit ihren Spindeln (P') in feststehenden Lagerbüchsen (R1) drehenden Stichel unter der Einwirkung des Negativs (V1J so in das Arbeitsstück eingedrückt und in demselben hin- und hergeführt werden, dafs eine auch bezüglich der- Schnitttiefe genaue Nachbildung des ursprünglichen Modells entsteht.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT71829D Maschine zur Herstellung von Nachbildungen nach Modellen Expired - Lifetime DE71829C (de)

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