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Handharmonika mit einzeln herausnehmbaren Tastenhebeln Die Erfindung
betrifft eine Handharmonika mit einzeln herausnehmbaren Tastenhebeln. Sie ist dadurch
gekennzeichnet, daß um die auf dem Griffbrett gelagerte Drehachse schwingbare, U-förmige
Klemmhülsen zur Aufnahme je eines Tastenhebels in lösbarer, Iüemmverbindung vorgesehen
sind. .
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Infolge der Anordnung der Klemmhülsen tritt zu dem Vorteil, die Tastenhebel
einzeln herausnehmen zu können, der Vorteil einer besonders zuverlässigen Lagerung
hinzu. Wenn nämlich die Tastenhebel in die Klemmhülsen eingebracht sind, so bilden
sie mit diesen zusammen einen einzigen schwingbaren Teil, der dreifach auf der Drehachse
gelagert ist, nämlich in der Mitte, in einem Schlitz des metallenen Teiles des Tastenhebels
und an beiden Seiten. in den Schenkeln der U-Form der Klemmhülse. Durch diese dreifache
Lagerung wird die Abnutzung auf ein ganz geringes Maß herabgesetzt. Außerdem ist
eine besonders gute Sicherung gegen Verkippen des Tastenhebels um seine Längsachse
geschaffen.
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Bei bekannten Ausführungsformen von Handharmoniken o. dgl. mit herausnehmbaren
Tasten- oder Klappenhebeln ist die Lagerung an der Drehachse des Griffbrettes deshalb
ungünstig, weil lediglich ein Schlitz vorgesehen ist, dessen Wände die ganze Lagerkraft
zu übertragen haben. Eine andere bekannte Ausführungsform weist in den Tasten keilförmige
Einschnitte auf, die eine Führung durch Stifte ermöglichen sollen. Eine eigentliche
Führung liegt nur in einem ganz eng begrenzten Bereich an der Spitze des keilförmigen
Einschnittes vor, so daß an dieser Stelle mit erheblicher Abnutzung und demzufolge
baldigem Iüappern der Tasten gerechnet werden muß.
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Um zu verhindern, daß die Tasten unbeabsichtigt infolge Hängenbleibens
o. dgl. aus ihren Klemmhülsen herausgerissen werden können, sind sie erfindungsgemäß
so ausgebildet, daß ihre Oberkante am freien Ende nach dem Griffbrett zu abfallend
und unterhalb der zugehörigen Seitenleiste des Griffbrettes verläuft. Dieses Unterfassen
der Tasten unter die Seitenleisten stellt außerdem eine zuverlässige Sicherung gegen
Beschädigungen dar, die bei 'den bekannten Ausführungsformen mit überstehenden Belagenden
der Tasten auftreten können.
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Die Zeichnung stellt ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dar, und zwar zeigt Fig. i einen herausgenommenen Tastenhebel, -
Fig.
2 einen Schnitt durch ein Griffbrett und den anschließenden Teil des Diskantgehäuses,
Fig. 3 dasselbe Bild wie Fig. 2 mit ein: gezeichnetem Tastenhebel, Fig. . q eine
Klemmhülse in Ansicht @üfxei Draufsicht.
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i stellt das Griffbrett dar, welches seitlich durch die Daumenleiste
2 begrenzt ist. Diese Daumenleiste springt nach innen vor und verläuft oben an der
Innenseite abgeschrägt. Der Griffraum wird durch zwei Endwände 3 abgeschlossen.
An das Griffbrett i schließt sich das Diskantgehäuse q. an, dessen eine Seitenvand
mit dem durch die Klappen bei der Betätigung der Harmonika zu schließenden oder
freizugebenden Öffnungen versehen ist. In der Nähe des Überganges vom Griffbrett
zum Diskantgehäuse ist die Drehachse 5 für die Tastenhebel angeordnet und im Beispiel
in seitlichen ausgestanzten Streifen 6 gelagert.
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Auf der Achse 5 sitzt eine der Zahl der Tastenhebel entsprechende
Anzahl von Klemmhülsen 7. Diese Klemmhülsen dienen, wie schon vorstehend ausgeführt,
zur Aufnahme der Tastenhebel 8. Die Tastenhebel bestehen aus einem durchlaufenden
Metallteil, der an der einen Seite einen der Breite der Tasten entsprechenden Holzteil
9 und an seiner anderen Seite die Klappe für die Abdeckung der OFfnungen in der
entsprechenden Seitenwand des Diskantgehäuses trägt. Der Holzteil 9 - weist einen
an sich bekannten Belag io auf. Die Oberkante der Taste verläuft nach dein freien
Ende zu abgeschrägt und faßt, wie die - Fig. 3 zeigt, unter den entsprechend abgeschrägten
Teil der Leiste 2 des Griffbrettes. Es ist damit jegliche Gefahr eines Herausreißens
der Taste beseitigt.
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Der Metallteil des Tastenhebels weist ungefähr in seiner Mitte einen
Schlitz i i auf, dessen innerster Teil genau an die Drehachse 5 angepaßt ist. Der
Holzteil 9 ragt etwas in den Schlitz hinein.
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Auf dem klappenseitigen Ende des Hebels ist eine -Zugfeder 12 vorgesehen,
die beim Einbringen des Tastenhebels am Haken 13 befestigt wird. Sie zieht den Tastenhebel
auf die Drehachse 5 und- hält ihn an dieser in Anlage.
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Wie die Fig. q. erkennen läßt, ist die Hülse 7 U-förmig gestaltet.
In , den Schenkeln der U-Form weist sie Löcher 1q. auf, durch welche die Drehachse
5 hindurchgesteckt wird. Des . weiteren sind Eindrückungen 15 vorgesehen,
Pinie sich beim Einklemmen des Tastenhebels z die Hülse 7 in entsprechende
Vertiefungen im Holzteil 9 der Taste legen. Die Hülsen 7 sind im übrigen so ausgebildet,
daß sie in ihrer "lichten Weite der Breite des Holzteils 9 entsprechen und sich
beim Einklemmen des Tastenhebels mit ihrem vorderen Rand gegen die Rückseite der
Taste legen. Nach dem Einklemmen des Tastenhebels bildet dieser zusammen mit seiner
Hülse 7 eine um die Drehachse 5 schwingbare Einheit. Diese Einheit ist dreifach
auf der Achse 5 gelagert, nämlich in der Mitte, im Schlitz i i des Tastenhebels
8 und an den Seiten in den Öffnungen i ¢ der Schenkel der Hülse ; . Dabei wird gleichzeitig
ein weicher und geräuschloser Gang der Tastenhebel dadurch gewährleistet, daß der
Holzteil 9 etwas in den Schlitz i i hineinragt, so daß der Tastenhebel durch die
Zugfeder 12 besonders gegen diesen Holzteil gezogen wird.
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Der Holzteil, 9 des Tastenhebels ist mit Aussparungen 17 versehen,
so daß an diesen Stellen lediglich die Breite des metallenen Teiles des Hebels vorliegt.
Entsprechend ist auf dem Griffbrett i eine Leiste 18 mit Aussparungen i9
vorgesehen. In diese Aussparungen i9 greifen die Tastenhebel 8 mit ihren Stellen
i7 "ein und «:erden dort in bekannter Weise gegen seitliche Verlagerung geführt.
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Die Herausnahme der Tastenhebel erfolgt in müheloser Weise durch Abhängen
der Zugfeder 12 von den Haken 13 und durch Herausziehen des Tastenteils g
aus der Klemmhülse 7.