DE685308C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stahlhelmen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stahlhelmen

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DE685308C
DE685308C DEQ2085D DEQ0002085D DE685308C DE 685308 C DE685308 C DE 685308C DE Q2085 D DEQ2085 D DE Q2085D DE Q0002085 D DEQ0002085 D DE Q0002085D DE 685308 C DE685308 C DE 685308C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D22/00Shaping without cutting, by stamping, spinning, or deep-drawing
    • B21D22/20Deep-drawing
    • B21D22/26Deep-drawing for making peculiarly, e.g. irregularly, shaped articles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stahlhelmen Den Gegenstand der' Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von im Querschnitt ovalen Stahlhelmen aus schwer zu ziehenden Blechen, wie Stahl-, insbesondere Chromnickelstahlblechen. Das neue Verfahren zeichnet sich den bisherigen Verfahren gegenüber durch seine Einfachheit, durch geringere Herstellungszeit und durch Schonung des Werkstoffes aus.
  • Ein Stahlhelm wurde bisher beispielsweise in sechs aufeinanderfolgenden Zügen hergestellt, wobei das Werkstück zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Zügen ,ausgeglüht werden mußte. In Fig. i der Zeichnung sind unter I bis VI die Formen des Werkstückes dargesfellt, die sie bei Anwendung des bisher bekannten Ziehverfahrens am Ende eines jeden Zuges aufweisen. Es entstanden hierbei nacheinander die in Fig. i mit a bezeichneten Ziehstufen, die von den Kantern der Ziehwerkzeuge herrühren. An den,einzelnen Stufen entstanden infolge überbeanspruchung des Werkstoffes durch die Einwirkung der Stempelkanten Dehnungen und Streckungen, die den Werkstoff in seinem Gefüge und seiner Stärke beeinträchtigen, so daß Anlaß zu vorzeitigem Reißen gegeben ist. Um die einzelnen durch die Züge I bis IV entstandenen Stufen in den letzten Fassonzügen V und VI auszugleichen, sind sehr hohe Zieh- und Blechhalterdrücke notwendig, was die Verwendung stärkerer Maschinen zur Voraussetzung hat. Wie die Fig. i zeigt, ging die Herstellung eines Stahlhelmes gewissermaßen von der unteren Helmkante aus, um bei der endgültigen Kopfform zu enden. Mit der Erzeugung der eigentlichen Kopfform wurde erst im fünften Zug begonnen.
  • Gemäß der Erfindung wird im ersten oder in den ersten Zügen der kugelige, im Querschnitt ovale, der Fertigform entsprechende Kopfteil des Helmes unter Flachhaltung des Helmr andes vorgezogen, worauf im nächsten Zuge der Randteil des .Helmes aus dem flach gehaltenen Rand fertiggezogen und formgepreßt wird. Bei dem neuen Verfahren wird also mit der Herstellung der Kopfform des S.tahlhelines in endgültiger oder annähernder Endform begonnen, woran sich die Formung des Helmrandes (Stirn- und Nackenschutz) anschließt. Der erste oder die ersten Züge des Kopfes werden :so tief ausgeführt, daß mit dem zweiten oder nächsten Zug schon die Endform des Stahlhelms hergestellt werden kann.
  • Die Vorrichtung zur Ausübung des Herstellungsverfahrens ist erfindungsgemäß durch kugelige, im Querschnitt ovale Ziehstempel gekennzeichnet, die einerseits der fertigen Helmkopfform und andererseits der Endform des ganzen Stahlhelms entsprechen. Es sei erwähnt, däß es in der gewöhnliches Blech verarbeitenden Industrie bekannt ist, mit kugelig geformten Ziehstempeln zu arbeiten, daß aber bei der Herstellung von. Stahlhelmen noch niemand vorgeschlagen. hat, das Ziehen mit einem kugeligen, geschweige denn mit einem kugeligen, im Querschnitt ovalen Ziehstempel zu beginnen: Die Erfindung ermöglicht es, einen Stahlhelm in nur zwei Zügen und einer Zwischenglühung in seiner Rohform fertigzustellen. Dadurch, daß nicht mehr wie früher viele verschiedene Ziehkanten an den Werkzeugen vorhanden sind, wird eine örtliche überbeanspruchung des Werkstoffes vermieden und das Fließen des Werkstoffes während des Ziehens begünstigt, ohne Faltenbildung hervorzurufen. Die Zugkräfte werden durch die vergrößerte (halbkugelige) Oberfläche des Ziehstempels übertragen; es tritt zuerst ein Umbiegen des Bleches um den Unterteil des Ziehstempels ein.
  • In der Zeichnung ist in -schematischer Weise das Verfahren unter Darstellung der zugehörigen Werkzeuge veranschaulicht, wobei nur das Werkstück, der Ziehstempel und die Matrize dargestellt sind. Die erforderlichen Blechhaltungen sind weggelassen worden.
  • Fig. z zeigt den Beginn des ersten Zuges. Fig. 3 zeigt das Ende des ersten Zuges: Fig.4 zeigt den Beginn des zweiten Zuges. Fig. 5 zeigt das Ende des zweiten Zuges. Der Ziehstempel i weist eine kugelige; im Querschnitt ovale Gestalt auf. Die Matrize z weist entsprechend einen ovalen Innenraum auf. Während des ersten Zuges wird das Stahlblech 3, wie aus Fig. 3 ersichtlich, so tief gezogen, daß bereits die endgültige oder annähernde Endform des Stahlhelmköpfes entsteht. Durch das Arbeiten mit dem halbkugelähnlichen Ziehstempel werden die zum Nachziehen des Bleches 3 und zur Überwindung des Blech- öder Faltenhalterdruckes notwendigen Zugkräfte auf die kugelige Fläche des Stempels i verteilt. Das Fließen des Werkstoffes ist infolge der Umbiegung des Bleches um die kugelige Fläche erleichtert. Da die Stärke des Bleches durch keine Einkerbungen oder ringartige Verengungen verringert wird, so kann wesentlich tiefer gezogen werden als bisher möglich.
  • Nach dem Ausglühen des Werkstückes 3 wird es in die in Fig. 4 dargestellte Matrize ,4 eingebracht und mittels des Stempels 5 in die endgültige Form gezogen und gepreßt, wie in Fig.' 5 dargestellt. Die Werkzeuge 4 und 5 entsprechen der endgültigen Form des Stahlhelmes.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von im Querschnitt ovalen Stahlhelmen, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten oder in den ersten Zügen der kugelige, im Querschnitt ovale, der Fertigform entsprechende Kopfteil des Helms unter Flachhaltung des Helmrandes vorgezogen wird, worauf im nächsten Zug der Randteil des Helms aus dem flach gehaltenen Rand fertiggezogen und förmgepreßt wird. z. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch t, gekennzeichnet durch kugelige, im Querschnitt ovale Ziehstempel (i, 5), die für den ersten oder die ersten Züge der fertigen Helmkopfform und für den letzten Zug der Form des ganzen Helms entsprechen.
DEQ2085D 1935-12-12 1935-12-12 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stahlhelmen Expired DE685308C (de)

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