DE658442C - Verfahren und Vorrichtung zur Kaltherstellung von Borden an Boeden, insbesondere aus Stahlblech - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Kaltherstellung von Borden an Boeden, insbesondere aus Stahlblech

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DE658442C
DE658442C DED72879D DED0072879D DE658442C DE 658442 C DE658442 C DE 658442C DE D72879 D DED72879 D DE D72879D DE D0072879 D DED0072879 D DE D0072879D DE 658442 C DE658442 C DE 658442C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D19/00Flanging or other edge treatment, e.g. of tubes
    • B21D19/08Flanging or other edge treatment, e.g. of tubes by single or successive action of pressing tools, e.g. vice jaws

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

Die Erfindung besteht in einer Verbesserung des Verfahrens nach dem Hauptpatent 609 921 zur Kaltherstellung von Böden mit einem Bord, dessen Krempenradius etwa 1Z10 D ist, und Vereinfachung der Vorrichtung nach dem Hauptpatent, infolge deren die bisher notwendige Auswechslung der Matrize zwischen dem Vor- und dem Fertigbiegen vermieden und bei gleichem Enderfolg der Arbeitsvorgang vereinfacht, beschleunigt und verbilligt wird.
Dieser Fortschritt wird dadurch erzielt, daß dem Boden nach Anbiegen der äußeren Bordzonen, welche beim fertigen Boden hauptsächlich den zylindrischen Teil des Bordes bilden, nicht mehr den nach innen anschließenden Zonen das beim Vorbiegen notwendige freie Spiel zur Verformung gegeben wird, sondern jenen äußeren Zonen und gegebenenfalls noch weiteren ihnen angrenzenden Zonen, während die inneren
ao ohne Spiel zwischen Stempel und Matrize schon bis zu ihrer Fertigform gebogen werden. Dann erst werden auch die nur vorgebogenen äußeren Zonen im letzten Rundgang ohne Spiel fertiggeformt.
Entsprechend werden die Biegewerkzeuge nicht mehr so ausgeführt, daß die Oberfläche von einem derselben auf der inneren Hälfte flacher ist, als der gewünschten Form des fertigen Bodens entspricht. Vielmehr erhält die Arbeitsoberfläche beider Werkzeuge die dieser Form genau entsprechende Gestalt. Aber der äußere Teil der Arbeitsfläche der Matrize wird auf etwa 1J2 bis 1J3 ihrer radialen Breite durch eine abnehmbare Einlage gebildet, die beim Vorbiegen herausgenommen wird, um den äußeren Zonen des Bordrands das Verformungsspiel und den in ihnen entstehenden Materialspannungen die Möglichkeit zum Ausgleich zu geben.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung im Querschnitt durch die Werkzeuge und einen nur zum Teil gezeichneten, in Bearbeitung befindlichen Boden dargestellt, in Abb. ia, ib und ic beim Vorpressen,
in Abb. 2 beim Fertigpressen.
Die auf dem Pressentisch T in üblicher Weise befestigte Matrize b und der am Pressenstößel St hängende Stempel c haben eine der herzustellenden Bordform entsprechende Arbeitsoberfläche ba bzw. C. Die Oberfläche ba der Matrize b ist aber vom äußeren Rand her auf etwa 1Z2 bis 1I3 so ihrer radialen Breite durch eine Einlage e aus Stahl o. dgl. gebildet, die in eine Aussparung d eingesetzt ist, aber zum Vorbiegen (Abb. ia bis ι c) herausgenommen und nur zum Fertigbiegen (Abb. 2) eingesetzt wird.
Das Biegen des Bordes geschieht nunmehr so, daß dieser zunächst zwischen der Matrize b ohne die Einlage e und dem Stempel c zonen-
segmentweise entsprechend' dem Hauptpatent vorgebogen wird. Dabei hat der äußere Rand bei den Biegerundgängen nach Abb. ib und ic in der Aussparung d freies Spiel, kan|t sich also, den auftretenden Spannungen ηαφ-gebend, etwas werfen. Beim Nachpressen naijh Abb. 2 wird die Matrize b mit der Einlage e versehen, also die Oberfläche, ba voll. So werden die entstandenen Randfalten geglättet. Die
to Auf federung des Bordes infolge der Steifigkeit des Werkstoffes wird in gleicher Weise ausgeglichen wie nach dem Hauptpatent.
Es ist nicht mehr nötig, zwischen dem Vorbiegen und dem Fertigbiegen die Matrize δ auszuwechseln. Es braucht nur die Einlage e herausgenommen und wieder eingesetzt zu werden. Diese Einlage kann entweder als glatter Streifen mit gleichlaufenden Längsseiten ausgebildet oder auch schwalbenschwanzförmig oder in anderer Weise mit Anschlägen versehen sein, welche eine Verschiebung in der Längsrichtung unmöglich machen.
Das freie Verformungsspiel der äußeren Randzonen ist besonders vorteilhaft, weil in diesen Zonen die höchsten Gefügeverschiebungen stattfinden müssen. Trotz dieses Spiels legt sich aber die Innenseite der Randzonen infolge der Steifigkeit des Werkstoffs in der Hauptsache doch an den Stempel an, so daß eine Verlangsamung des gesamten Arbeitsvorganges nicht eintritt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ■ i. Verfahren zur Kaltherstellung von Borden mit besonders großem Eckradius, etwa r — 1J10 D, an Böden aus Stahlblech nach dem Hauptpatent 609 921 durch segmentweises Umbiegen des Randes des in nachstellbarer Schrägstellung um seine Achse • drehbar gehaltenen Bodens zwischen Stem- :;'pel und Matrize auf einer Presse, wobei der "Bord in mehreren konzentrischen Zonen nacheinander derart vorgebogen wird, daß im ersten Rundgang die äußere Randzone allein gebogen und in jedem folgenden Rundgang eine weitere Zone angebogen wird, während die bereits angebogenen Zonen weitergebogen werden und zum Schluß der vorgebogene Bord in einem letzten Rundgang geglättet wird, dadurch gekennzeichnet, daß, nachdem die äußere Randzone ohne Spiel zwischen Stempel und Matrize geformt ist, beim Weiterbiegen zunächst dieser Zone und beim weiteren Fortgang auch den zunächst an sie anschließenden Spiel zur freien Verformung nach außen gelassen wird, während die innersten Zonen ohne Freispiel geformt und im letzten Vorbiegegang schon fertiggebogen werden, worauf dann in einem letzten Rundgang auch die äußeren Randzonen ohne Freispiel fertiggeformt werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Kaltherstellung von Borden nach Anspruch 1, bestehend aus einer Matrize (δ) und einem Stempel (c) zur Ver-Wendung auf einer Presse, deren Arbeitsfläche (ba, ca) genau der Form des fertigen Bordes entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche (δ°) der Matrize vom äußeren Rand .herauf etwa 1I3 bis x/2 ihrer radialen Breite durch eine Einlage (e) aus Stahl 0. dgl. gebildet ist, welche in eine Aussparung (d) eingesetzt ist und zum Vorbiegen herausgenommen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DED72879D 1936-06-09 1936-06-09 Verfahren und Vorrichtung zur Kaltherstellung von Borden an Boeden, insbesondere aus Stahlblech Expired DE658442C (de)

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DE (1) DE658442C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3015352A (en) * 1956-02-17 1962-01-02 Lyon Inc Apparatus for making wheel covers

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3015352A (en) * 1956-02-17 1962-01-02 Lyon Inc Apparatus for making wheel covers

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