DE684476C - Verfahren zur Herstellung eines Glyzyrrhizin-Praeparates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Glyzyrrhizin-Praeparates

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DE684476C
DE684476C DEM141690D DEM0141690D DE684476C DE 684476 C DE684476 C DE 684476C DE M141690 D DEM141690 D DE M141690D DE M0141690 D DEM0141690 D DE M0141690D DE 684476 C DE684476 C DE 684476C
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Germany
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glyzyrrhizin
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foam
glycyrrhizin
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DEM141690D
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Adolf Lilie
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MITTELDEUTSCHE LAKRITZFABRIK G
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MITTELDEUTSCHE LAKRITZFABRIK G
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23PSHAPING OR WORKING OF FOODSTUFFS, NOT FULLY COVERED BY A SINGLE OTHER SUBCLASS
    • A23P30/00Shaping or working of foodstuffs characterised by the process or apparatus
    • A23P30/40Foaming or whipping

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Bakery Products And Manufacturing Methods Therefor (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Glyzyrrhizin-Präparates Die schaurnbildenden Eigenschaften des Glyzvrrhizins sind allgemein bekannt, und das Glyz I yrrhizin würde noch bedeutend weiteren Verwendungsmöglichkeiten zugänglich sein, ZD als das bisher der Fall ist, wenn das Glyzyrrhizin in eine Form übergeführt werden könnte, die einerseits eine leichte Dosierung sowohl für technische Zwecke als auch für Zwecke der Nahrungs- und Genußmittelindustrie gestattet und andererseits gewisse Nachteile, die dein reinen Glyzyrrhizinschaum anhaften, beseitigen würde.
  • Der Nachteil des handelsüblichen Glyzyrihizins besteht ti.a. darin, daß schon sehr kleine, schwer dosierbareGlyzyrrhizinmen_gen eine übermäßige Schaumbildung bewirken, daß dieser Schaum zwar sehr voluminös ist, aber keine lange Haltbarkeit tind keine besondere Festigkeit besitzt und auch verhältnismäßig schnell wieder zusammenfällt.
  • Die Aufgabe des Verfahrens der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, die eben angezeigten Schwierigkeiten bezüglich der Verwendung des Glyzyrrhizins und seiner Eigenschaften zu überwinden und damit neue Verwendungsmöglichkeiten zu erschließen.
  • Es wurde erkannt, daß man zu einem Glyzyrrhizin-Präparat gelangt, das sich sowohl in einwandfreier Weise dosieren als auch zu Schaum von hohem Volumen, großer Festigkeit und Beständigkeit verarbeiten läßt, wenn man das Glyzyrrhizin mit geeigneten Trägersubstanzen vereinigt, Das eben angegebene Problem ist nicht einfach zu lösen, denn die Trägersubstanzen dürfen nicht nachteilig auf die schaumbildenden Eigenschaften des Glyzyrrhizins wirken, sondern sie sollen nach Möglichkeit die Schaumhaltung des Glyzyrrhizins #erhöhen; weiter müssen diese Trägerstoffe für N,ahrungs- und Genußmittelzwecke lebensmitteltechnisch und geschmacklich einwandfrei sein.
  • Als solche Trägersubstanzen für das Glyzyrrhizin haben sich als wertvoll Pflanzenschleime, wie Tragant, Gummiarabikum, Agar-Agar usw., aber auch Kalziumsaccharat ergeben. Als besonders geeignete Trägerstoffe haben sich weitgehend quellfähige Stärke- bzw. Stärkeabbauprodtikte erwiesen, insbesondere solche, die durch eine wenig weitgehende enzymatische oder Säurehydro-*.. lyse vonStärke oder stärkehalt.t rodulzfen:
    gewonnen worden sind, d. h.1..
    den tiefsten Hydrolysierl
    den Zuckern, noch reichli( weit-#ab,-
    gebaute Hydrolysierungsprodukte, wie Dextrine, insbesondere rot färbende Dextrine, oder sogar noch blau reagierende Stärkeabbauprodukte enthalten.
  • Für die Gewinnung der Stärkehydrolyseprodukte haben sich besondersZerealienmehle bewährt, weil diese auch noch sonstige Gerüstsubstanzen für die Beeinflussung des Glyzyrrhizinschaumes enthalten.
  • Die genannten Träggerstoffe verdünnen einerseits das Glyzyrrhizin so weit, daß es sich praktisch für jeden Zweck leicht dosieren läßt, und andererseits wird erreicht, daß das Glyzyrrhizin außerordentlich zur Schaumbildung bzw. Schaumverstärkung, insbesondere für Nahrungs- und Genußmittel, z. B. für Porter, Ale, Limonaden, Eierschnee u. dgl., geeignet ist; man erhält z. B. einen Eierschnee von sahneartiger Beschaffenheit.
  • Mit dem neuen Glyzyrrhizin-Präparat lassen sich nicht nur Hühnereiweiß -und Trockenvollei in einen ergiebigen und sahneartigen Schaum überführen, sondern es wird dadurch auch Milcheiweiß schlagfähig gemacht.
  • Zum Schluß sei noch auf folgendes hingewiesen: Das Glyzyrrhizin, das bekanntlich hauptsächlich als glyzyrrhizine ammoniacale trocken in Schuppen- oder Pulverform in den Handel kommt, ist bekanntlich von tiefdunkler Farbe. Wenn Glyzvrrhizin auf Trägerstoffen zur Anwendungiommt, so tritt eine störende Farbwirkung in den Schäumen, die sonst auf die tiefdunkle Farbe des Glyzyrrhizins zurückzuführen ist, nicht mehr auf, was insbesondere für Nahrungs- und Genußmittelzwecke wertvoll ist.
  • Das Glyzyrrhizin-Präparat gemäß der Erfindung hat z. B. folgende Zusammensetz'ung: i. ioo Teile Glyzyrrhizin, 3oo Teile Tra-07 e Gunu-niarabikum oder "ant, 6oo Teil ->. ioo Teile Glyzyrrhizin, i5oo Teile abgebautes Weizenmehl oder 1 3. ioo Teile Glyzyrrhizin, i5oo Teile Kal-Aimsaccharat.
  • Wenn man ein besonders für Backzwecke geeignetes Glyzyrrhizin-Präparat erhalten will, so verwendet man zweckmäßig 5o Teile des Produktes z:u 2, 5o Teile des Produktes zu 3 und fügt 5o Teile Maggermilchpulver hinzu.
  • Es ist auch schon bekannt, zur Herstellung eines Eierschaumes aus Trockenvollei das Trockenvolleipulver unter Beifügung von Schatimbildungs- bzw. Schatimhaltungsmitteln, z. B. Glyzyrrliizin, durch Zugabe von Magnesiumoxyd schlagfähig zu machen. Dieses Verfahren bedingt also die Verwendung von Trockenvolleipulver und Magnesiumoxyd, während das vorliegende Verfahren die Herstellung eines Glyzyrrhizin-Präparates zum Gegenstande hat, das von sich aus einen hochvoluminösen und standfesten Schaum von etwa der Beschaffenheit eines Eierschnees ergibt. So ist es z. B. möglich, mit io Teilen eines nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Glyzyrrhizin-Präparates und i oo Teilen Wasser einen eierschneeartigen Schaum herzustellen, der zurAnfertigung von Schaumgebäck, beispielsweise von Baisers, geeignet ist. Die damit hergestellten Baisers unterscheiden sich kaum von solchen, die aus reinem frischen Eiklar hergestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung eines Glyzyrrhizin-Präparates, dadurch gekennzeichnet, daß eine, anteilsmäßig gerin-e Glyzyrrhizinmenge mit einer anteilsmäßig großen Menge eines den Glyzyrrhizinschaum verbessernden Trägerstoffes, wie Pflanzenschleinie, Kalziumsaccharat,Quellmehle, insbesondere aber -g#enig weitgehend abgebaute Stärkeprodukte, vorzugsweise abgebaute Zerealienmehle, vereinigt wird, -wobei in an-sich bekannter Weise eiweißhaltige Trägerstoffe, wie Hühnereiweiß, Milcheiweiß, mitverwendet werden können.
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