DE609235C - Verfahren zum Verbessern von Butter - Google Patents

Verfahren zum Verbessern von Butter

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Publication number
DE609235C
DE609235C DEH126603D DEH0126603D DE609235C DE 609235 C DE609235 C DE 609235C DE H126603 D DEH126603 D DE H126603D DE H0126603 D DEH0126603 D DE H0126603D DE 609235 C DE609235 C DE 609235C
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DE
Germany
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butter
lecithin
cream
addition
improving
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Expired
Application number
DEH126603D
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English (en)
Inventor
Dr Bruno Albert Rewald
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HANSEATISCHE MUEHLENWERKE AKT
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HANSEATISCHE MUEHLENWERKE AKT
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
    • A23C15/00Butter; Butter preparations; Making thereof
    • A23C15/02Making thereof
    • A23C15/06Treating cream or milk prior to phase inversion
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
    • A23C15/00Butter; Butter preparations; Making thereof
    • A23C15/12Butter preparations

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Edible Oils And Fats (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

  • Verfahren zum Verbessern von Butter Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbessern von Butter durch Zusatz von Lecithin.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, Butter mit größeren Mengen Lecithiü, beispielsweise mit 5 bis 2oa/o Lecithin, zu vermischen, um ein Eigelhersatzmittel für Backzwecke zu erhalten, das in seiner Zusammensetzung dem Eidotter weitgehend entspricht, so daß sich die Verwendung von Eigelb ganz oder teilweise erübrigt. Auch hat man vorgeschlagen, dem Rahm Lecithin in Mengen von 2 bis 5 % zuzusetzen, um das Butteraroma zu erhöhen. Der Rahm wurde bei. diesem Verfahren je- doch bei höheren Temperaturen etwaeinen Tag der Säuerung überlassen. Dabei bildet sich unter Aufspaltung des Lecithins Butteraroma. Das Lecithin wird dabei verbraucht.
  • Auch hat man Kunstbutter durch Zusatz von Phosphatiden tierischen oder pflanzlichen Ursprungs die Eigenschaft des Bräunens und Schäumens beim Braten verliehen.
  • Demgegenüber beruht die vorliegende Erfindung darauf, daß Butter durch Zusatz von Lecithin in der Weise verbessert werden kann., daß der fertigen Butter oder dem Rahm Lecithin in Mengen- unter t %, berechnet auf das vqrhandene Butterfett, zugesetzt wird . und daß im letzteren Fall der Rahm ohne Säuerung alsbald verbuttert wird.
  • Wie ermittelt wurde, beruht ein erheblicher Teil der verschiedenen Beschaffenheit der Butter darauf, daß die Mengen des hierin enthaltenen organisch gebundenen Phosphors äußerst schwanken; nur wenn eine genügende Menge Phosphatidphosphor zugegen ist, können sich die günstigen Eigenschaften der Butter entwickeln. Deshalb war es nicht vorauszusehen und ist völlig überraschend, daß gerade Phosphatide hier günstig wirken, da die Zusammensetzung der Butter in b@ezug auf Fette vollkommen von der Margarine abweicht. War man doch immer der Ansicht, daß -die niederen Glyceride die Wasserbindung bewirken. Durch den Zusatz von Lecithin erfolgt eine wesentlich bessere Bindung des Wassers in der Butter, so daß eine Ausscheidung von Tröpfchen ausgeschlossen ist.
  • Zur Ausführung des Verfahrens genügt der Zusatz von o, i bis o,2 % Lecithin zu der Naturbutter, welches möglichst gleichmäßig in derselben verteilt wird. Zweckmäßig erfolgt dieser Zusatz zum Rahm sofort bei der Zubereitung der Butter, weil sie hierbei,ohnehin durchgearbeitet und durchgeknetet werden muß, so daß mit der Ausführung des Verfahrens keine besondere Arbeit verknüpft ist. Es gelingt auf diesem Wege, aus einer an sich minderwertigen eine hochwertige Butter herzustellen.
  • Die nach der Erfindung zur Veredlung von Butter zu verwendenden Phosphatide können pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sein. Es können reine Phosphatide, z. B. auch durch Extraktion gewonnene, alkoholleicht- oder alkohalschwerlösliche oder auch unlösliche Phosphatide oder Gemische v erwendet werden. Es hat sich gezeigt, daß auch das bei der Extraktion anfallende Phosphatidgemisch ohne besondere Reinigungs- oder Trennungsmaßnahmen ohne weiteres benutzt werden kann. Auch kann man die wegen ihrer größeren Haltbarkeit zu bevorzugenden, im ölhaltigen Zustand gewonnenen Phosphatide zur Veredlung von Butter benutzen. Das zu verwendende Lecithin kann auch an seinen Dreifach- oder Doppelbindungen ganz oder teilweise abgesättigt sein, und es kann gebleicht oder ungebleicht verwendet werden.
  • Beim Erhitzen der mit Lecithin versetzten Butter zeigt sich ein ruhiges Schäumen, und der gebildete Schaum ist feinblasig, dicht und beständig. Eine Hautbildung oder das Abscheiden von Flocken, wie es beim Zusatz von Milcheiweiß häufig beobachtet wird, tritt bei der mit Lecithin veredelten Butter nicht auf.
  • Besonders auffallend ist das Verhalten der lecithinhaltigen Butter beim Braten. Beim Erhitzen entweicht das Wasser ruhig und ohne Spritzen, und der entstehende Bodensatz, der auf eine gleichzeitige Ausscheidung von Eiweiß und Milchzucker zurückzuführen ist, zeigt eine feine Verteilung und eine gleichmäßige Bräunung. Insbesondere zeigt sich beim Braten, daß eine schöne tiefe braune Farbe entsteht, wie sie von allerbester Naturbutter verlangt wird. Es wurde auch gefunden, daß das nicht durch einen Gärungsprozeß aufgespaltene Lecithin auf die Aromabildung einen vorteilhAften Einflußausübt und daß das Aroma der Butter verstärkt wird.
  • Nach der Eifindung ist ,es möglich, minderwertige Buttersorten zu veredeln und insbesondere auch Schwankungen, -die. durch die Herkunft, die Jahreszeit, die Fütterung u. dgl, bedingt sind, auszugleichen und eine Standardisierung zu erreichen, so daß eine Butter von stets gleichbleibenden Eigenschaften .erhalten werden kann.
  • Der Zusatz von Lecithin zur Butter hat auch noch eine andere außerordentlich bedeutsame Wirkung. Bisher hat man der Naturbutter zur Verbesserung ihres Aussehens künstliche Farbstoffe verschiedener Art zugesetzt. Diese Farbstoffe stellen einen unerwünschten Zusatz dar, da sie Fremdstoffe sind, die in ernährungsphysiologischer und technischer Hinsicht keine Bedeutung haben. Man weiß heute aber, daß man. ohne eine Färbung der Butter nicht auskommt, weil die natürliche Färbung je nach der Jahreszeit, den Futterverhältnissen u. dgl. wechselnd ist, und in vielen Ländern, in denen eine besondere Markenbutter hergestellt wird, hat man die Butter seit langer Zeit nachgefärbt. Durch diese künstliche Färbung konnte sich diese Butter besonders gut einführen und ließ sich leichter verkaufen.
  • Es wurde festgestellt, daß das Lecithin in den beanspruchten Mengen der Butter neben den erwähnten technischen Wirkungen einen Farbton verteilt, der in den meisten Fällen eine weitere Nachfärbung mit künstlichen Farbstoffen erübrigt oder nur noch eine ganz geringe Farbvertiefung durch einen kleinen Zusatz an künstlichen Farbstoffen nötig macht.
  • Es hat sich insbesondere gezeigt, daß der Naturbutter durch Lecithin ein Farbton mit einem Stich ins Grünliche verliehen werden kann, wie er bei den besten Naturbuttersorten so hoch geschätzt und wie er von den künstlichen Naturbutterfarben erstrebt wird. Die durch das Leeithin der Butter übermittelte Färbung hat sich als besonders lichtfest erwiesen, so daß der Lecithinzusatz auch in dieser Hinsieht fortschrittlich und wertvollist. - Diese Möglichkeit, an Stelle der bisher verwendeten, lediglich als Fremdkörper m7irkenden Faxbstoffe, die auf den Nährwert und die technischen Eigenschaften der Butter keinen Einfiuß@ ausüben und daher in dieser Hinsichtals Ballaststoffeanzusprechen sind, durch Zusatz von: Lecithin neben der Färbung gleichzeitig eine Veredlung der Butter in technischer Hinsicht zu erzielen, stellt leinen @erheblichen Fortschritt von technischer und wirtschaftlicher- Bedeutung dar.
  • Auch hat sich gezeigt, daß durch den Zusatz von Phosphatiden nach der vorliegenden Erfindung zu Rahm der Butterungsvorgang abgekürzt und eine höhere Ausbeute an Butterfett erzielt wird.
  • Es wurde ferner festgestellt, da.ß die nach der Erfindung für die Verbesserung der Bratwirkung zugesetzten Lecithixunengen auch eine bessere .Konservierung der Butter bewirken und daß Ranziditätserscheinungen, die bei Butter bekamitlich sehr leicht eintreten, durch den Zusatz von Lecithin verzögert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verbessern von Butter durch Zusatz von Lecithin, dadurch gekennzeichnet, daß der fertigen. Butter oder dem Rahm Lecithin in Mengen unter i %, berechnet auf das vorhandene Butterfett, zugesetzt wird und daß im letzteren Fall der Rahm ohne Säuerung alsbald verbuttert wird.
DEH126603D 1931-04-25 1931-04-25 Verfahren zum Verbessern von Butter Expired DE609235C (de)

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DEH126603D DE609235C (de) 1931-04-25 1931-04-25 Verfahren zum Verbessern von Butter

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DEH126603D DE609235C (de) 1931-04-25 1931-04-25 Verfahren zum Verbessern von Butter

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Family

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DE (1) DE609235C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767158C (de) * 1938-03-01 1951-12-03 Phil Nat Ewald Becker Dr Verfahren zur Herstellung eines Backfettes aus Rindertalg

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767158C (de) * 1938-03-01 1951-12-03 Phil Nat Ewald Becker Dr Verfahren zur Herstellung eines Backfettes aus Rindertalg

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